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Celebrity Deathmatch

Celebrity Deathmatch war eine satirische Fernsehsendung, die unter Verwendung der sogenannten Claymation-Technik das Wrestling parodierte.
Kapitel

Wenn Stefan Raab Harald Schmidt blutig schlägt (Rheinische Post)
Hamburg (rpo). Das Duell zwischen Gerhard Schröder und Joschka Fischer wird zum Kampf auf Leben und Tod. Auf die Steinwürfe seines Außenministers weiß der Bundeskanzler mit Jagdbombern zu antworten. Nach ein paar Minuten ist alles vorbei, die Kontrahenten liegen ermattet im Ring. Wesentlich blutiger wird es, wenn Stefan Raab Harald Schmidt sein "Pfui"-Schild in den Rücken rammt.
Auch Thomas Gottschalk und Kai Pflaume oder Bela B. und Campino liefern sich Duelle, in denen die Konkurrenten sich bis aufs Blut bekriegen.

"Celebrity Deathmatch" nennt der im München ansässige Musiksender MTV seine Waffe, die er im Fernduell gegen den Kölner Erzrivalen Viva gezückt hat. Nach der Ausstrahlung der US-Version, in der Hillary Clinton Monica Lewinsky peinigte und Robert De Niro Al Pacino meuchelte, hat MTV nun eine deutsche Version des "Todesspiels" aufgelegt und ihr das Etikett der Satire - denn die darf alles - aufgedrückt. "Ein Muss für alle Freunde des schwarzen Humors und bösartigen Promi-Gossips", feiert MTV sein Programm schon im Vorfeld.

Am Donnerstag (21. Juni) zwischen 23 und 24 Uhr will MTV alle elf Folgen mit den rund 25 Zentimeter langen Knetgummipuppen ausstrahlen. Besonders der ultimative Kampf zwischen Schröder und Fischer sorgte bereits vor Wochen für Aufsehen. Während das Bundeskanzleramt noch Zurückhaltung übte und erst einmal die Ausstrahlung abwarten wollte, empörte sich SPD-Fraktionschef Peter Struck in einem Interview, dass es immer noch Möglichkeiten gebe, "schlechten Geschmack im Fernsehen zu unterbieten".

Ein "provozierendes Format"

"Die Kritik trifft in den luftleeren Raum", entgegnet MTV- Programmdirektor Elmar Giglinger dem SPD-Fraktionschef, den er auch als den bisher einzigen Gegner von "Celebrity Deathmatch" ausgemacht hat. "Wir haben seit Beginn unserer Planungen nichts geändert, wir bleiben bei unseren Storys", so Giglinger. "Außerdem stehen der Witz und der Inhalt im Vordergrund." Die Reihe, die in Stuttgart produziert wurde und mehrere hunderttausend Mark kostete, sei jedoch, so räumt Giglinger ein, ein "provozierendes Format", das nicht jedem gefalle.

Für MTV geht es in erster Linie darum, gegen Viva wieder Boden gut zu machen. Seitdem beide Sender mit knapp 30 Millionen Haushalten über fast die gleiche Reichweite verfügen, war Umfragen zu entnehmen, dass Viva in der Nutzung die Nase vorn hat. Auch die Werbeeinnahmen haben sich im Jahresverlauf beim Kölner Konkurrenten besser entwickelt. Viva, angeführt vom allgegenwärtigen Gründer Dieter Gorny, sammelte allerdings nicht nur Pluspunkte, sondern erzeugte mit der Entlassung von Moderator Niels Ruf, der Kollegen verunglimpfte, Negativ-Schlagzeilen.

In München, so ist zu hören, wäre man an einer Beschäftigung des "Kamikaze"-Moderators Ruf nicht uninteressiert. Zunächst muss aber "Celebrity Deathmatch" für Resonanz beim Publikum und auch bei den Werbekunden sorgen. Dann kann sich die neue Geschäftsführerin Catherine Mühlemann, die im April die Nachfolge der "Pop-Prinzessin" (O-Ton Dieter Gorny) Christiane zu Salm antrat, über weitere Projekte Gedanken machen.
 
Jetzt helfen nur noch Fischers Straßenkampf-Erfahrungen (Die Welt)
Die Promi-Knetfiguren tragen Kämpfe aus, bei denen es so richtig zur Sache geht. MTV-Deutschland zeigt mit dem „Celebrity Deathmatch“ eine der teuersten Eigenproduktionen

Von Malte Oberschelp

München - Mit der Eindeutschung US-amerikanischer Fernsehformate ist es so eine Sache. Beim "Quiz 21" kann man nicht viel falsch machen, die Vermarktung von "Anke" Engelke als deutsche "Ally McBeal" dagegen grenzte an Hochstapelei. Bei der Sendung "Celebrity Deathmatch" (Start Donnerstag, 23 Uhr, MTV) lässt sich immerhin einiges falsch machen. Die MTV-Show, in der sich Film- und sonstige Stars als animierte Knetfiguren im Boxring auf ebenso phantasievolle wie grausame Art und Weise zu Tode bringen, läuft seit 1997 erfolgreich in den USA und wurde bald darauf auch nach Deutschland importiert, zunächst aber nur in der US-Version.

Wie Jack Nicholson Leonardo DiCaprio mit dem Golfschläger vermöbelt oder Sean Connery und Roger Moore die "Battle of the Bonds" austragen, fand auch hierzulande so viele Fans, dass MTV Deutschland jetzt Todeskämpfe mit einheimischen Hauptdarstellern bietet. Heute abend werden sich erstmals Stefan Raab und Harald Schmidt gegenseitig demolieren, die beiden Techno-DJs Sven Väth und Westbam aufeinander eindreschen oder Handball-Punk Stefan Kretzschmar und Fußball-Enfant-Terrible Mario Basler zu Kickboxern mutieren.

Die deutsche Ausgabe der Sendung ist Teil jener Maßnahmen, mit der die mittlerweile zu Tm 3 gewechselte Ex-Chefin Christiane zu Salm den Sender gegenüber der Konkurrenz Viva 2 erwachsenentauglicher machen wollte. Die Qualität des Originals zu erreichen, wird nicht einfach. Als Parodie einer Wrestling-Übertragung angelegt, also als Parodie einer Parodie, lebt "Celebrity Deathmatch" nicht nur von seiner eigenwilligen Ästhetik, die Splatter-Filme mit dem Ambiente der Augsburger Puppenkiste kreuzt. Wichtig ist auch der Glamour-Faktor der Akteure, deren Leben als öffentliche Figur Dramaturgie und Kommentatoren als Materialbasis dient.

Weshalb sich etwa die Frage stellt, warum Thomas Gottschalk nur einen Gegner der Gewichtsklasse Kai Pflaume abbekommen hat. Überhaupt ist die deutsche Version durch ein zurückhaltendes Casting gekennzeichnet. Während das amerikanische "Celebrity Deathmatch" zum Start gleich mit Charles Manson gegen Marilyn Manson in die Vollen ging, fehlen den deutschen Kämpfen große Kontroversen wie etwa Hoeneß vs. Daum. Und Campino von den Toten Hosen würde man lieber gegen einen Volksmusikanten als gegen Bela B. von den Ärzten sehen. Mehr Brisanz verspricht da das Match Gerhard Schröder gegen Joschka Fischer - nicht nur der Straßenkampferfahrung des Außenministers wegen.

"Es gibt offenbar immer noch Möglichkeiten, schlechten Geschmack im Fernsehen zu unterbieten", hatte SPD-Fraktionschef Peter Struck in der "Bild"-Zeitung moniert, als der geplante Auftritt des Kanzlers in "Celebrity Deathmatch" bekannt wurde. Vermutlich dachte Struck vorauseilend an den Ärger, den sein Chef ein paar Monate zuvor wegen der RTL-Comedy "Wie war ich, Doris?" angezettelt hatte. Bei MTV nahm man die Kritik gelassen. "Schon Wochen vorher hatte ich mit dem Kanzleramt Kontakt", sagt Programmdirektor Elmar Giglinger, "und das war ein durchaus freundschaftliches Gespräch". Ob demnächst auch einmal Gregor Gysi gegen Helmut Kohl in Auftrag gegeben wird, soll die Resonanz auf die erste eigenproduzierte Staffel - "für Musikfernsehverhältnisse schließlich eine äußerst teure Sache" - entscheiden.

Ob die hohen Kosten den Inhalt rechtfertigen, steht auf einem anderen Blatt. Und auch, ob es mit Geschmack zu tun hat, wenn sich deutsche Politiker in Knetgummiform gegenseitig tot schlagen. Aber was Qualität ist, entscheidet ja letztendlich der Zuschauer.
 
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