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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#011 - Frank Gotch
#11 Frank Gotch
Er wird von den Historikern als der allergrößte Pure Wrestler aller Zeiten bezeichnet und ist als der erste Champion der modernen Ära des Wrestlings bekannt. Er hat den Sport verändert und wurde dabei selbst eine Main Stream Berühmtheit. Jetzt, fast ein ganzes Jahrhunder nach seiner Regentschaft, wird er noch immer als eine der größten Lichtgestalten des Wrestlings gefeiert. Auf Platz 11 der unsterbliche Frank Gotch.

Frank Alvin Gotch wurde am 27. April 1878 auf einer Farm in der Nähe von Humboldt, Iowa als Sohn deutscher Immigranten geboren. Das große Idol seiner Kindheit war der Boxchampion John L. Sullivan, versuchte sich aber schon in seiner Jugend mit dem Wrestling und wurde schnell zu einem der besten Grappler seiner Region. Am 2. April 1899 gab er sein offizielles Debüt, als er Marshall Green besiegen konnte. Seine erste echte Herausforderung stand dann aber zwei Monate später an, als er am 18. Juni gegen den früheren amerikanischen Meister Dan McLeod antrat. Dieser reiste gerade durch Iowa und hatte eine offene Herausforderung aufgestellt und Gotch akzeptierte. Die beiden kämpften fast zwei Stunden lang und der 21-jährige Gotch brachte den Champion an seine Grenzen, bevor dieser dann doch den Sieg davon tragen konnte. Aber natürlich hatte Gotch mit diesem Kampf einen Eindruck hinterlassen und so berichtete der beeindruckte McLeod dem Wrestling Guru der damaligen Zeit Martin Burns vom enormen Können des jungen Gotch.

Am 18. Dezember 1899 machte sich Farmer Burns auf den Weg nach Humboldt und bot 25$ für jeden, der es schaffen könnte 15 Minuten mit ihm zu überstehen und natürlich trat Gotch vor und nahm die Herausforderung an. Gotch gab alles, was er hatte, aber nach elf Minuten errang der Großmeister den Sieg. Nach dem Kampf kündigte Burns dann aber an, dass er mit dem richtigen Training aus Gotch den nächsten Weltmeister machen könne und Gotch nahm das Angebot sofort an. Gotch nahm den Decknamen Frank Kennedy an und zusammen mit Burns und Joe Carroll reiste er im Sommer 1901 nach Alaska, wo sie in den Camps der Minenarbeiter und in Gaststätten antraten. Nachdem er jeden Herausforderer besiegen konnte erhielt Gotch die Chance gegen den langjährigen Yukon Champion Silas Archer, ein schwarzer Wrestler, der als "Colored Strangler" bekannt wurde. Im Savoy Theater in Dawson City gelang es Gotch dann tatsächlich Silas zu besiegen und Champion des Klondikes zu werden. Während seines sechsmonatigen Aufenthaltes in Alaska verdiente sich Gotch fast 30.000$ an Siegesprämien.

Nach seiner Rückkehr vom Yukon legte Frank Gotch eine eindrucksvolle Siegesserie hin, die ihm die Position des Herausforderers auf die amerikansiche Meisterschaft, den American Mixed-Style (Freestyle) Heavyweight Title, einbrachte. Der damalige Champion war Tom Jenkins, ein Grappler aus Ohio, der 1903 McLeod besiegen konnte. Im ersten Anlauf wurde Gotch zwar geschlagen, aber am 27. Januar 1904 schaffte er es tatsächlich und wurde American Wrestling Champion. In den nächsten drei Jahren trafen sich die beiden Kontrahenten immer wieder aufeinander und wrestleten achtmal gegeneinander und das nicht selten vor Präsident Theodore Roosevelt und anderen Kongressabgeordneten. Nachdem der Titel einige Male hin und her wechselte konnte sich Gotch schließlich durchsetzen und Jenkins trat zurück.

Die Popularität von Frank Gotch explodierte förmlich und so fand er sich als Teil mehrerer populärer Lieder wieder. Zur selben Zeit machte ein russischer Gewichtheber in Europa auf sich aufmerksam und hatte sich selbst zum Weltmeister erklärt., nachdem er diverse Turniere gewonnen hatte und zahlreiche weltklasse Grappler, wie den "Terrible Turk" Ahmed Madrali und auch Tom Jenkins, besiegen konnte. Wer diese Serie verfolgt hat, der weiß, von wem ich hier spreche – George Hackenschmidt. Hackenschmidt galt als unschlagbar und traf am 3. April 1908 in Chicagos Dexter Park Pavillion auf Gotch. Der Kampf wurde landesweit gehypt und Gotch galt als krasser Außenseiter. Doch trotz seiner geringeren Körpergröße war Gotch ein viel besserer Techniker und wrestlete das intelligentere Match und hielt seinen Gegner immer auf Entfernung. Schließlich war Hackenschmidt nach mehr als zwei Stunden völlig fertig und Gotch schaffte es den russischen Löwen zu slammen und ihn dann in seinem gefürchteten Toehold zur Aufgabe zu zwingen.

Als unumstrittener Weltmeister erlangte Frank Gotch eine Popularität epischer Ausmaße. Bei jedem wichtigen gesellschaftlichen Anlass war Gotch ein gefragter Mann und war mehrmals Gast im Weißen Haus. Mit diesem einen Sieg hatte Gotch das Wrestling zum Top Sport der USA gemacht. Man war zu dieser Zeit sogar populärer als Boxen und Baseball. Dann tauchten allerdings Gerüchte auf, dass Hackenschmidt Gotch unerlaubter Taktiken beschuldigte und die Fans forderten einen Rückkampf. Dieser Kampf fand dann am 4. September 1911 vor 33.000 Fans in Chicagos brandneuem Comiskey Park statt. Dieses Mal war es für Gotch ein Leichtes zu triumphieren. Den ersten Fall sicherte er sich nach 27 Minuten und den zweiten nur sechs Minuten später. Später wurde bekannt, dass Hackenschmidt mit einer Beinverletzung in den Kampf hinein gegangen war. Da er mit dieser Verletzung keine Chance für sich sah, hatte er vor dem Kampf mit Gotch eine Vereinbarung getroffen, dass Gotch ihm den ersten Fall im Kampf schenken sollte, um wenigstens nur eine 2:1 Niederlage einzustecken. Gotch war allerdings immer noch sauer, dass Hackenschmidt die Gerüchte bezüglich der unfairen Taktiken in die Welt gesetzt hatte und so brach er die Vereinbarung. In den Jahren nach dem Kampf kamen Gerüchte auf, dass Gotch Hackenschmidts Trainingspartner Benjamin Roller und Ad Santel dafür bezahlt habe Hackenschmidt absichtlich zu verletzen, aber das müsste immer noch bewiesen werden. 1931 schrieb Promoter Jack Curley dann in einem Artikel, dass Hackenschmidts Verletzung gar nicht so schlimm gewesen sei und er jederzeit einen normalen Kampf hätte bestreiten können.

Nach seinem neuerlichen Sieg über Hackenschmidt galt Frank Gotch nun als unantastbar und blieb weiterhin der Top Draw im Sport überhaupt. Er setzte seine Karriere noch für einige Jahre fort und hatte erwähnenswerte Kämpfe gegen Stanislaus Zbysko und George Lurich, bevor er 1914 schließlich nach 88 Siegen in Folge seit 1906 offiziell zurück trat. In Iowa versuchte man danach ihn zu überreden als Gouverneur zu kandidieren, aber dem stand ein Angebot aus der Wrestlingwelt gegenüber, das sowohl sehr lukrativ aber auch sehr attraktiv war – ein "Dream Match" gegen das neue Wrestlingphänomen Joe Stecher. Er entschied sich für die zweite Variante, aber dann verletzte er sich in einem Vorbereitungskampf gegen Bob Managoff Sr. Auf einem Jahrmarkt am 18. Juli 1916, was seinen Kampf gegen Stecher unmöglich machte. In der Zeit danach ging es ihm immer schlechter und am 17. Dezember 1917 verstarb ein nur 38 Jahre alter Gotch auf Grund eines Nierenfehlers. Gotchs Tod war auf den Titelseiten jeder wichtigen Zeitung der USA und seine Legende lebt bis heute weiter. Er ist einer der größten und bekanntesten Wrestler aller Zeiten. Er ist der erste Mann, der in die Professional Wrestling Hall of Fame aufgenommen wurde. Auf Platz 11 der einflussreichsten Persönlichkeiten des Wrestlings: Frank Gotch.
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