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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#012 - El Santo
#12 El Santo
Er ist die wichtigste Person in der Geschichte des Lucha Libre. Berühmt für seine silberne Maske, ohne die er niemals gesehen wurde, war er sowohl ein großartiger Wrestler als auch ein Mega Star außerhalb des Business und spielte in unzähligen Actionfilmen mit. Auf Platz 12 die mexikanische Legende El Santo.

Rudolfo Guzmán Huerta wurde am 23. September 1917 in Tulancingo, Hidalgo als fünftes von sieben Kindern geboren. Schon früh begann er damit Baseball und Football zu spielen. Außerdem besuchte er regelmäßig Wrestlingveranstaltungen in örtlichen Kasino, denn einige seiner älteren Brüder (Miguel Guzmán, Jimmy Guzmán und Pantera Negra) waren im Wrestling aktiv. Rudolfo begann daraufhin seine athletischen Fähigkeiten durch Training im Juijitsu und im Ringen zu verbessern und am 28. Juni 1934 debütierte der 17-jährige Rudy Guzmán an der Seite seines Bruders Miguel. Es dauerte nicht lange, da wurden die beiden von Jack O'Brien, einem Veteranen, der für Salvador Lutteroths brandneu EMLL wrestlete, entdeckt. Zusammen mit dem Scout Jesús Lomelí beobachtete er ihn und so wurde Guzmán schließlich unter Vertrag genommen. Bei der EMLL stand er aber immer nur im Schatten seiner Brüder und so entschied sich Rudolfo 1936 die Liga wieder zu verlassen, als Lomelí seine eigene Promotion gründen wollte. Aber auch in den nächsten Jahren dümpelte er nur so vor sich hin und hatte dabei diverse Heel Charaktere, die aber eher zum Vergessen waren, wie El Hombre Rojo (der rote Mann) oder El Murcielago Enmascerado (die maskierte Fledermaus) II.

In den frühen 40ern setzte sich Guzmán mit Lomelí zusammen und gemeinsam überlegten sie, welches Gimmick den hoffnungsvollen Youngster nach oben bringen könnte und da kamen sie auf El Santo (der Heilige), was pure Ironie war, denn schließlich stellte er einen teuflischen Heel da. El Santo trat mit einem komplett in Silber gehaltenen Kostüm und einer Maske auf und debütierte am 26. Juli 1942 in der weltberühmten Arena Mexico in Mexico City. Bei seinem Debüt gewann er auch sogleich eine Battle Royal mit acht Teilnehmern. In den Wochen danach wurde er schnell zu einem Superstars, indem er sich als typischer Rudo (also ein Heel) aller möglichen Mittel bediente, um seine Kämpfe zu gewinnen. Am 21. Februar 1943 besiegte er dann den populären Ciclón Veloz um den Mexican National Welterweight Title und später im Jahr besiegte er dann auch noch Murciélago Velázquez um den Mexican National Middleweight Title. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich El Santo bereits als Top Star unter den jungen Wrestlern entpuppt und als Lutteroth die neue Arena Coliseo eröffnete, bookte er El Santo gegen EMLLs Top Star der damaligen Zeit, Tarzán López. Obwohl er gegen López verlor, setzte El Santo seinen Weg an die Spitze unaufhaltsam fort und forderte am 15. Mai 1946 den gefürchteten Bulgaren Pete Pancof um den NWA World Welterweight Title. Obwohl er eigentlich ein Heel war, stand das lokale Publikum hinter ihm, da er die mexikanische Ehre gegen den bösen Eindringling verteidigte. Als er Pancoff dann auch tatsächlich im Boston Crab zu Aufgabe zwang, war er plötzlich ein gefeierter Volksheld.

Nach seinem Face Turn tat sich El Santo sogleich mit dem sehr beliebten Gori Guerrero zusammen und so fanden sie sich in den frühen 50ern in einer erbitterten Fehde gegen das aufstrebende Duo Blue Demon und Black Shadow wieder. Das ganze gipfelte 1952 dann in der Demaskierung vom Black Shadow durch El Santo. Die Rache für den Verlust der Maske folgte dann am 25. Juli 1953, als der Blue Demon El Santo den NWA Welterweight Title abnehmen konnte. Damit begann eine Fehde, die von den Fans und den Experten bis heute als die vielleicht größte in der Geschichte des mexikanischen Wrestling beschrieben wird. Die beiden maskierten Superstars lieferten sich unzählige epische Kämpfe in den nächsten Jahren. Außerdem war die Fehde der Fokus in der gerade neu geschaffenen Plattform Fernsehen. Mit dem Kampf der beiden maskierten Stars gegeneinander wurde das Wrestling im neue Medium gleich richtig populär. Später im Jahr tat sich El Santo mit Cavernario Galindo zusammen, um es mit den bekannten Blue Demon und Black Shadow aufzunehmen. Dieser Kampf wurde unsterblich, als er in einem Lied namens "Los Luchadores" widergegeben wurde, der in Mexiko ein riesen Hit wurde. El Santos Charakter wurde immer größer und er stand für all das, was auch ein Hulk Hogan später repräsentierte – die Ehre des Heimatlandes, der Kampf gegen Bösewichte und vieles mehr.

Das Besondere an El Santo war aber auch die Tatsache, dass kein Fan vor dem Fernseher überhaupt wusste, wer sich hinter der Maske verbarg. Bei vielen anderen Wrestlern war auch damals bekannt wer hinter der Maske steckte, aber nicht bei El Santo. Er trug seine silberne Maske selbst dann, wenn er nicht wrestlete und einfach nur auf der Straße unterwegs war. Dadurch bildete sich natürlich ein großer Mythos um El Santo, was ihn zu einer nationalen Berühmtheit machte und natürlich zum Aushängeschild des Wrestlings. El Santos Berater beschränkten sich aber auch nicht einfach nur aufs Wrestling, sondern promoteten den Charakter auch außerhalb des Rings und so begann El Santo eine zweite Karriere. 1958 drehte er seinen ersten Kinofilm, aber auch das natürlich mit seiner Maske. Insgesamt drehte er 54 Action-Adventures, mit ihm in der Hauptrolle und ist bis heute einer der größten Draws in der Kinogeschichte Mexikos. Außerdem gab es auch eine Zeichentrickfigur und seine Comics verkauften sich besser als Superman oder Batman Comics. Vor allem war El Santo im Gegensatz zu den beiden aber ein Mensch aus Fleisch und Blut, den man eben auch überall im Land live erleben konnte, da er weiterhin regelmäßig in den Ring stieg und zwischen 1964 und 67 mehrmals den Mexican National Light Heavyweight Title Mexikos gewinnen konnte. Unzählige Male stand auch die Maske von El Santo auf dem Spiel und das gegen die verhasstesten Bösewichte des Landes, aber niemandem sollte es jemals gelingen ihn zu demaskieren.

Trotz seines mittlerweile ansehnlichen Alters blieb El Santo auch in den 70ern sowohl im Ring als auch in Sachen Filmen weiter an der Spitze. In den 70ern zog er sich dann aber vor allem in Tag Team Kämpfe zurück und wrestlete oft gemeinsam mit einem neuen Star am Lucha Himmel, Mil Máscaras, der später die Rolle El Santos, als Top Star des Lucha Libre übernehmen sollte. Als sich das Jahrzehnt allerdings langsam dem Ende zuneigte, wurde Santos’ Gesundheit auch immer mehr in Mitleidenschaft gezogen und so zog er sich während eines Kampfes 1980 einen Herzinfarkt zu und musste operiert werden, wovon die Öffentlichkeit allerdings nichts erfuhr. Nachdem er sich wieder fit genug fühlte, startete er eine Abschieds Tournee mit drei finalen Kämpfen. Sein letztes Matc bestritt er dann am 12. September 1982 an der Seite von Gori Guerrero, Huracán Ramírez und El Solitario gegen El Signo, Negro Navarro, El Texano und Perro Aguayo. Nach seiner Rücktritt debütierte Jorge Guzmán, Rudolfos Sohn, ebenfalls unter der berühmten Maske als "El Hijo del Santo". Mehr als 40 Jahre hatte das Geheimnis angehalten, aber dann schockierte er die Massen, als er sich am 26. Januar 1984 in einer Talk Show selbst demaskierte. Als wäre dies ein endgültiger Abschied von El Santo gewesen, verstarb Rudolfo Guzmán keine zwei Wochen später an den Folgen eines zweiten, schwereren Herzinfarktes am 5. Februar 1984. Aber auch mit seiner Beerdigung stellte er noch Rekorde auf, denn kein anderer Mexikaner hat jemals eine größere Beerdigung gefeiert als Rudolfo Guzmán. Tausende kamen zur Trauerfeier, um El Santo, der mit seiner silbernen Maske beerdigt wurde, die letzte Ehre zu erweisen. Ohne jeden Zweifel ist El Santo der größte mexikanische Wrestler aller Zeiten und verhalf dem Sport in Mexiko zu einer unglaublichen Beliebtheit. Dank ihm ist Wrestling in Mexiko noch heute ein Volkssport. Für seine herausragende Leistung ehren wir El Santo hier mit Platz 12.
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