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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#013 - Antonio Inoki
#13 Antonio Inoki
Er ist vielleicht der berühmteste japanische Wrestler aller Zeiten, mit einer fast 40 Jahre umfassenden Karriere als Wrestler, Promoter, Trainer und internationaler Botschafter. Er ist eine der treibende Kräfte im Aufstieg des Wrestlings in Japan und ist mit seinen Erfolgen auch weit über die Landesgrenzen erfolgreich. Überall auf der Welt ist er eine Berühmtheit und in unserer Liste landet er auf Platz 13.

Kanji Inoki wurde am 20. Februar 1943 in Yokohama, Japan geboren. Als er in der sechsten Klasse war, erlernte er von seinem Bruder Karate und als er älter wurde, wurde er im Basketball und in der Leichtathletik zu einem lokalen Star.In den späten 50ern wurde er dann zum ersten Mal aufs Wrestling aufmerksam, als er die Puroresu Legende Rikidozan im Ring sah. Während seiner Schulzeit wurde er von Spähern einiger Sumoligen beobachtet. Allerdings zog es seine Familie im Februar 1957 arbeitsbedingt nach Brasilien, wo seine Eltern auf einer Kaffeeplantage in Sao Paulo arbeiteten. Inoki machte das beste der Situation und gewann die brasilianische Meisterschaft sowohl im Diskuswurf als auch im Kugelstoßen. Um 1960 war Rikidozan auf einer Tour durch die Welt, um weltklasse Wrestler nach Japan zu bringen und als er in Brasilien war, entdeckte er den 17-jährigen Inoki. Er entschied sich ihn unter seine Fittiche zu nehmen und verpasste ihm in Erinnerung an den argentinischen Superstar Antonio Rocca den Namen Antonio Inoki. Inoki kehrte also mit Rikidozan nach Japan zurück und begann an der Seite von Shohei Baba ein intensives Training. Baba und Inoki sollten ihr Debüt für die Japan Wrestling Association am selben Abend machen. Inoki verlor hierbei am 30. September 1960 in Tokio gegen Kintaro Oki.

In den nächsten Jahren baute Rikidozan sowohl Antonio Inoki als auch Giant Baba zu seinen möglichen Nachfolgern auf, denn er hatte erkannt, dass das japanische Wrestling neue Stars dringend nötig hatte. Als Rikidozan am 15. Dezember 1953 dann aber mit nur 39 Jahren ermordet wurde, war die Wrestlingwelt geschockt. Das Ergebnis war nun ganz einfach, dass seine beiden Schülern schneller als erwartet ins Spotlight treten mussten. 1964 unternahm Inoki seine erste Tour in die USA. In seiner Begleitung befand sich dabei Rikidozans ehemaliger Tag Team Partner Toyonobori. Außerdem etablierte er sich in der JWA sehr schnell und gewann auch viele regionale NWA Titel, während er mit Baba ein sehr erfolgreiches Tag Team bildete. Im Gegensatz zu Giant Baba hatte er allerdings nicht den Körper, mit dem allein man schon für Aufsehen sorgen konnte und so standen ihm größere Hürden im Weg zum Main Event auf dem Weg als bei Baba. Zwischen 1966 und 72 gewann Baba sechs von sieben JWA World League Turnieren (nur 69 konnte Inoki ein Mal dazwischen funken). Das Ergebnis aus dieser Dominanz von Baba war, dass Inoki langsam genervt davon war immer im Schatten von Baba zu stehen. Daraufhin nahm er seine Karriere dann selbst in die Hand und trat 1966 Toyonoboris Tokyo Pro Wrestling Promotion bei, musste aber bald wieder zur JWA zurückkehren, da die Liga scheiterte. 1971 bat Inoki dann den Commissioner der JWA ihm einen Kampf um Babas International Title zu geben, was abgelehnt wurde, da man bei der JWA der Meinung war, dass Inoki einfach noch nicht bereit dafür sei. Dies führte zur erneuten Trennung von Inoki und der JWA, als bekannt wurde, dass der frustrierte Inoki plante die Liga zu übernehmen. Die Folge dessen war die Zusammenarbeit mit Toyonobori und Hisashi Shinma und zusammen gründeten die drei im Dezember 1971 eine Promotion, die noch heute als New Japan Pro Wrestling bekannt ist.

Sowohl Inoki selbst als auch die anderen beiden waren davon überzeugt, dass Inoki als Mittelpunkt von New Japan der richtige Mann war und so hatte es Inoki endlich geschafft ganz an der Spitze zu stehen, auch wenn es seine eigene Liga war. Im Laufe des nächsten Jahrzehnts gelang es ihm den SWR International Title, viermal den NWF World Heavyweight Title, den UWA World Heavyweight Title aus Mexiko und unzählige Tag Team Titles zu gewinnen. Aber der denkwürdigste Augenblick sollte am 26. Juni 1976 folgen, denn da forderte er den legendären Box-Weltmeister Muhammed Ali zu einem "Boxer vs. Wrestler"-Kampf in Tokio heraus. Ali war durchaus mit dem Wrestling vertraut (sein Auftreten war an Gorgeous George angelehnt) und daher nahm er die Herausforderung gerne an, unterschätzte seinen Gegner allerdings. Denn als er Inoki vor dem Kampf beobachtete, musste er feststellen, dass er eben nicht nur ein Schauspieler, sondern ein legitimer Athlet und Kampfsportler war. Daraufhin verlangte Ali eine Regeländerung. Inoki sollte keine Schläge mit der geschlossenen Faust anbringen dürfen (er trug auch keine Handschuhe) und ebenfalls sollten Takedowns verboten sein. Das Ergebnis war ein enttäuschender und einer der langweiligsten Kämpfe aller Zeiten. Inoki verbachte die meiste Zeit damit defensive Tritte auszuteilen, um Alis Beweglichkeit einzuschränken und schließlich endete der Kampf in einem Draw. Erst nach dem Kampf wurde bekannt, dass Ali für die Regeln verantwortlich war, welche nur dafür sorgen sollten Inoki einzuschränken und zu schwächen. Als es aber bekannt war, wurde dem Wrestling plötzlich eine Aura der Echtheit zu Ehren.

In den späten 70ern organisierte Hisashi Shinma einen Austuasch von Wrestlern zwischen New Japan und der WWWF und am 30. November 1979 konnte Inoki den WWWF World Heavyweight Champion Bob Backlund besiegen. Zwei Tage später kam es zum Rückkampf, den Backlund gewinnen konnte, um mit dem Titel in die USA zurückzukehren. Shinma, der damals auch als WWWF Präsident agierte, erlaubte sich allerdings ein Dusty Finish und erklärte den Kampf nachträglich zu einem Sieg durch Disqualifikation, da Tiger Jeet Singh in den Kampf eingegriffen hatte. Inoki weigerte sich allerdings den Titel anzunehmen, da er den Kampf verloren hatte. Backlund gewann den vakanten Titel später durch einen Sieg über !Bobby Duncum Sr. Im Madison Square Garden zurück. Die amerikanischen Fans erfuhren davon allerdings nie etwas, denn die WWF weigerte sich Inokis Titelregentschaft anzuerkennen. Es sollten mehr als 20 Jahre vergehen bis Vince McMahon Jr. Endlich Inokis Titelgewinn anerkannte. Um New Japan allerdings nicht zu sehr zu verärgern, wurde Inoki zum WWF Martial Arts Champion ernannt.

Antonio Inoki blieb auch in den 80ern der Top Star des japanischen Wrestlings und auch in den 90ern war er noch aktiv. In seiner Karriere gewann er sensationelle 19 Titelturniere und war außerdem der erste IWGP Heavyweight Champion. Ab 1989 sollte Inoki dann auch den Posten des Präsidenten von New Japan innehaben und mit der neuen Generation von Stars, wie Tiger Mask, Riki Choshu oder seinem eigenen Schüler Tatsumi Fujinami, etablierte sich New Japan als die führende Kraft im japanischen Wrestling. Sogar die einst übermächtige All Japan Promotion von Giant Baba konnte man hinter sich lassen. Als sich seine Wrestlingkarriere langsam dem Ende zuneigte, ermöglichte ihm seine große Popularität in den japanischen Kongress gewählt und damit zum ersten Wrestler in dieser Position zu werden. Nach seiner Wahl wurde Inoki zu einem einflussreichen Botschafter Japans und war der erste Staatsmann eines demokratischen Staates, der ein Treffen mit Kubas Fidel Castro hatte. Inoki traf vor dem ersten Golfkrieg auch Saddam Hussein im Irak, als die beiden darüber verhandelten Gefangene frei zu lassen. In Anerkennung für seine Verdienste wurde Inoki 1995 in die WCW Hall of Fame und 1996 in die Puroresu Hall of Fame aufgenommen. Am 14. April 1998 trat Antonio Inoki mit einer letzten Show vor 70.000 Fans im Tokyo Dome endgültig vom Wrestling zurück. Nach seiner legendären Karriere als Wrestler wurde Antonio Inoki zu einem wichtigen Botschafter des Puroresu und hatte einen immensen Einfluss auf die heutige Popularität des Wrestlings in Japan. Für seine Verdienste ehren wir ihn hier mit Platz 13.
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