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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#020 - Salvador Lutteroth
# 20 Salvador Lutteroth
Bekannt als Lucha Libre, ist das mexikanische Wrestling die Heimat einiger der größten Wrestler aller Zeiten und für seine sehr loyale Fanbasis berühmt. Die große Tradition des Lucha Libre würde es heute vielleicht nicht geben, wenn es diesen Mann nicht gegeben hätte, der als Gründungsvater des mexikanischen Wrestlings angesehen wird. Den meisten Fans wird der Name heute nichts mehr sagen, da sein Einfluss nur indirekt für sie zu spüren ist, aber wenn man sein gesamtes Wirken betrachtet, so ist Salvador Lutteroth völlig zurecht auf Platz 20 der einflussreichsten Persönlichkeiten des Wrestlings.

Das Wrestling kam zum ersten Mal 1863, während der französischen Invasion, nach Mexiko, als europäische Wrestler die Aufmerksamkeit der Mexikaner auf sich zogen. Allerdings dauerte es bis 1933, als Salvador Lutteroth die Empresa Mexicana de Lucha Libre gründete und sich in Mexiko zu einem wichtigen Teil des Lebens entwickelte. Don Salvador Lutteroth Gonzales wurde am 21. März 1987 in Colotlan geboren übersiedelte aber bald nach Mexico City, wo er eine Landwirtschaftsschule besuchte. Im Alter von 17 Jahren trat Lutteroth den mexikanischen Widerstandskämpfern während der mexikanischen Revolution bei und arbeitete sich bis zum Rang des Captains hoch. 1923 wurde er zum First Captain befördert, als er dann aber 1924 heiratete, verließ er die Armee und ging zum Steueramt. Um 1929 zog es Lutteroth in die Vereinigten Staaten, wo er zum ersten Mal mit dem Wrestling in Kontakt kam. Wohnhaft in Paso, Texas besuchte er regelmäßig Shows in der Liberty Hall und freundete sich mit lokalen Wrestlern wie Gus Pappas an.

Salvador Luttherot entschied sich daraufhin diesen unterhaltsamen Sport in seine Heimat Mexiko zu bringen und 1933 gründete er zusammen mit seinem Finanzpartner Francisco Ahumada seine Liga mit dem Kürzel EMLL. Nachdem er vergeblich versuchte einen Boxpromoter davon zu überzeugen ihn in der National Arena veranstalten zu lassen, entscheid sich Lutteroth dazu in der kleineren Modelo Arena zu veranstalten. Die Arena sollte eigentlich abgerissen werden, wurde nun aber die Heimat des Lucha Libre. Die Fans wurden schnell aufmerksam und nahmen die Idee des Wrestlings sehr gut an und so veranstaltete man bereits zum ersten Geburtstag vor mehr als 5.000 Fans. 1934 debütierte ein amerikanischer Wrestler unter einer scharzen Ledermaske in Mexiko und Lutteroth nannte ihn El Enmascarado (der maskierte Mann). Kurz darauf führte Lutteroth weitere maskierte Wrestler im Lucha Libre ein und kreierte Superhelden und Bösewichte, mit denen sie sich identifizieren konnten. Das Konzept wurde ein großer Erfolg und die moderne Ära des mexikanischen Wrestlings war geboren. Zu dieser Zeit entdeckte Lutteroth seinen ersten Superstar, die maskierte Ikone El Santo, der als der größte Wrestler Mexikos aller Zeiten bezeichnet wird.

Als die Fanbasis immer größer wurde, zogen Lutteroth und sein Partner in größere Hallen um. Durch einen extremen Glücksfall gewann Lutteroth am 21. September 1934 40.000 Pesos (heute währen dies nur noch 3.500$, aber damals Lag der Kurs noch 1:1) in der mexikanischen Lotterie. Mit dem Geld ließ er eine eigene Halle bauen und dies sollte die mittlerweile weltberühmte Arena Mexico sein, die fast 18.000 Fans beheimaten kann. Mit einer eigenen Halle war es für Lutteroth auch einfacher seine Shows aufzunehmen und im ganzen Land auszustrahlen. Dies brachte natürlich einen weiteren Popularitätsschub für die EMLL und das Wrestling allgemein. Außerdem konnte El Santo dadurch erst zur Ikone der Pop-Kultur aufsteigen.

Der El Santo Charakter debütierte Anfang 1940 als Rudo (Heel) und begann sogleich eine Fehde mit Lutteroths Top Babyface, Tarzán López. Allerdings waren die Fans so begeistert von der mystischen, geheimnisvollen Identität von El Santo und so wurde er zum populärsten Spieler der Liga. Außerdem erklärte Lutteroth, dass El Santo sein Gesicht auch dann, wenn er nicht in den Ring steigt, immer von seiner Maske bedeckt sei. Konsequenterweise wurde El Santo dann zu einem, vielleicht zu dem, Babyface geturnt und in den folgenden drei Jahrzehnten sollte er als Top Babyface der EMLL agieren und nebenbei auch ein unzähligen unglaublich populären Filmen mitspielen, natürlich mit Maske. Das Ergebnis war, dass El Santo zu einem der berühmtesten Mexikaner des 20. Jahrhunderts aufstieg, was dem Wrestling natürlich eine unglaubliche Berühmtheit im Main Stream einbrachte. Nach dem Erfolg von El Santo pushte Lutteroth natürlich weitere maskierte Wrestler wie Black Shadow, Blue Demon, Mil Máscaras, die Villanos und viele andere. Bis heute blieb das Lucha Libre dadurch die Heimat der maskierten Highflyer wie Rey Mysterio Jr., Psicosis, Silver King, La Parka und andere.

In den 50ern, 60ern und 70ern blieb Salvador Lutteroth der mächtigste Promoter im Lucha Libre mit seiner dominanten EMLL. Außerdem kreierte er weitere große Stars wie Gori Guerrero, Cavernario Galindo, José Lothario, Perro Aguayo und andere, während er als Monopolist in Mexiko seine Macht festigte. Auch international wurde die EMLL vor allem für den Highflying Stil bekannt und bildete zusammen mit Japan die Alternative zum amerikanischen vom Brawling dominierten Stil der USA.

Mitte der 70er trat Lutteroth langsam die Macht an seinen Sohn Chavo, der von den Wrestlern allerdings nicht so respektiert wurde wie sein Vater, ab. Das Resultat war, dass sich der NWA Light Heavyweight Champion Ray Mendoza von der EMLL lossagte und zusammen mit den Arena Promotern Francisco Flores und Benjamin Mora Jr. die konkurrierende Promotion Lucha Libre International S.C. gründete, aus der später die UWA wurde. Einige Jahre später verstarb Salvador Lutteroth und sein Neffe Paco Alonso übernahm die Führung der EMLL, welche als älteste Promotion der Welt, im Konkurrenzkampf mit der UWA und Antonio Peñas AAA. Lucha Libre ist immer noch eine der beliebtesten Attraktionen Mexikos, zusammen mit Fußball und Baseball. Auch auf die USA hat das Lucha Libre mit all den vielen Stars natürlich einen großen Einfluss gehabt und so ehren wir Salvador Lutteroth, den Vater des Lucha Libre, hier mit Platz 20.
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