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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#037 - George Hackenschmidt
#37 George Hackenschmidt
Man erinnert sich an ihn als den ersten dominierenden Champion mit einer Regentschaft, die als Start der modernen Ära beschrieben wird. Außerdem ist er bekannt als der meist bewunderte Athlet seiner Zeit und fast 100 Jahre nach seinem Rücktritt gilt er noch als einer der größten Pioniere. Auf Platz 37 George Hackenschmidt.

George Karl Julius Hackenschmidt wurde am 2. August 1878 in Dorpat, was im heutigen Estland liegt, Russland geboren. Als Kind besaß Hackenschmidt schon eine herausragende Stärke und stach damit im Gewichtheben und Turnen hervor. Hier gewann er seinen ersten Wettkampf im Alter von 14 Jahren. Beide Elternteile besaßen ebenfalls eine gute körperliche Verfassung, doch Hackenschmidt schien seine ungewöhnlich gute Verfassung von seinem Großvater geerbt zu haben, der in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts aus Schweden nach Russland ausgewandert war. Nach seinem Abschluss auf der Dorpart Grammar School im Jahre 1895 zog es Hackenschmidt nach Reval, wo er als Ingenieurslehrling arbeitete, während er einige Wettbewerbe im Radfahren gewann. Dennoch entschied er sich dazu sich mehr aufs Bodybuilding zu konzentrieren. Bei einem Festival im Jahre 1869 schaffte er es dann seinen ersten Weltrekord zu überbieten.

Im September 1896 tourte der berühmte europäische Wrestler Georg Lurich durch den Osten und stellte offene Herausforderungen auf. Obwohl er nur wenig über das Wrestling wusste, nahm Hackenschmidt diese Herausforderung an und war fast erfolgreich seinen erfahrenen Gegner mit seiner reinen Kraft zu besiegen. Das Aufeinandertreffen sorgte allerdings für Interesse am Wrestling bei Hackenschmidt und im Verlauf des nächsten Jahres trat er gegen Wrestler wie Fritz Konietzko und Ladislaus Pytlasinski an während er viel Zeit damit verbrachte seine Technik zu verbessern. Dann traf er Doktor von Krajewski, der Arzt des Zaren und ein erfahrener Wrestler. Unter Krajewskis Anleitung entwickelte sich Hackenschmidt schnell weiter und gewann die Ringer EM im griechisch-römischen Stil im Jahre 1898. Im selben Jahr gewann er auch den Landesmeister Titel im Gewichtheben und Hackenschmidt wurde in Europa immer bekannter.

Trotz einer Schulterverletzung wendete sich Hackenschmidt 1900 endgültig dem Wrestling zu und gewann ein 40-tägiges Turnier in Moskau und im April 1901 etablierte er sich schließlich an der Spitze als World Greco-Roman Wrestling Champion. Sein Ringerhintergrund und seine unerreichte Kraft, die außerdem von einer für seine Statur ungewöhnlichen Schnelligkeit begleitet wurde, machten ihn so gefährlich und schnell hatte er den Namen "The Russian Lion" weg. In den nächsten Jahren sollte Hackenschmidt viele Stars von überall auf der Welt besiegen, darunter "Terrible Greek" Antonio Pierri, Türkeis Kara Ahmed, Deutschlands Rasso, Russlands George Lurich, Frankreichs Paul Pons, Australiens Clarence Weber und Adaldi the Turk. Dies führte zu Hackenschmidts berühmtesten Match seiner frühen Jahre gegen "Terrible Turk" Ahmed Madrali im Januar 1904. Der Türke war noch größer als Hackenschmidt und mit diesem Aufeinandertreffen wurde das Londoner Opernhaus komplett ausverkauft. Hackenschmidt dominierte seinen Gegner und zwang ihn bereits nach zwei Minuten im Bear Hug zur Aufgabe und ernannte sich daraufhin zum European Heavyweight Champion.

Zu seinem puren Können kam noch hinzu, dass er ein hervorragender Entertainer war und in diversen Kraftwettkämpfen antrat und vor den Kämpfen selbstverliebt mit seinen Muskeln rumspielte, was ihn noch bekannter machte. Hackenschmidt war zu dieser Zeit der größte Draw in ganz Europa, aber das reichte ihm nicht und so zog es ihn nach Amerika. Erst einmal kam es in der Royal Albert Hall aber noch am 2. Juli 1904 zu einem Duell mit dem Amerikaner Tom Jenkins. Dieser behauptete nach dem Match , dass Hackenschmidt ihn niemals unter den in den USA favorisierten "catch-as-catch-can"-Regeln besiegen könne. Deshalb reiste Hackenschmidt nach New York und wrestlete Jenkins nach dessen Vorliebe am 4. Mai 1905 und schaffte es auch dort Jenkins erneut zu besiegen und ernannte sich selbst zum uneingeschränkten World Heavyweight Champion.

Zu dieser Zeit war George Hackenschmidt der meistgefürchtete Mann auf dem ganzen Planeten und galt als unschlagbar. Am 3. April 1908 zog es ihn nach Chicago, um dort seinen Titel gegen den in den USA sehr beliebten Frank Gotch, der Jenkins 1906 ebenfalls besiegt hatte, anzutreten. Der Kampf wurde groß aufgebaut und er endete mit einer großen Überraschung und nach 2 ½ Stunden schaffte es Gotch seinen American Title zu verteidigen, als Hackenschmidt in einem Ankle Lock aufgeben musste. Nach dem Match behauptete Hackenschmidt, dass Gotch mit unfairen Mitteln gekämpft habe und seinen Körper mit Öl eingecremt habe, um Griffen zu entkommen. Daraufhin setzte Promoter Jack Curley einen sehnlichst erwarteten Rückkampf an. Am Labor Day des Jahres 1911 kam es im Chicagoer Comiskey Park zum zweiten Aufeinandertreffen, doch Hackenschmidt sollte nicht 100% fit in den Kampf gehen, da er sich in einem Vorbereitungskampf gegen den bekannten Hooker Benjamin Roller verletzt hatte. Es gibt Gerüchte, dass Gotch Roller bezahlt habe, um Hackenschmidt absichtlich zu verletzen. Historikern zu Folge soll Hackenschmidt erkannt haben, dass er in seinem Zustand nicht in der Lage sein würde zu gewinnen. So vereinbarte er mit Gotch, dass er ihm einen Fall zukommen ließ und so selbst bei einer Niederlage noch gut dastehen würde. Nichts desto trotz war Gotch immer noch sauer und machte Hackenschmidt vor 30.000 Fans lächerlich, indem er den wehrlosen russischen Löwen 2:0 abfertigte.

Trotz seiner immensen Popularität waren die zwei Niederlagen für George Hackenschmidt vernichtend und so trat er kurze Zeit später vom Wrestling zurück. Im Anschluss an seine Karriere schrieb Hackenschmidt ein Buch, das sowohl Trainingsanweisungen als auch eine Biografie enthielt, unter dem Namen "The Way to Live". Von dem Buch verkauften sich bis 1940 21 Auflagen. Er bleibt als einer der größten Pioniere des Wrestlings in Erinnerung und wird als der Wrestler, der seiner Zeit weit voraus war noch lange in Erinnerung bleiben. Zwischen 1889 und 1908 gewann er über 3.000 Kämpfe mit der perfekten Kombination aus Kraft, Können und Charisma, die man in den folgenden Jahrzehnten nicht wieder sehen sollte. Als der dominierenste Champion und Top Draw des 20. Jahrhunderts wird "The Russian Lion" George Hackenschmidt hier mit Platz 37 geehrt.
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