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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#039 - Jim Londos
#39 Jim Londos
Er war nicht besonders groß und nicht besonders schwer und schon gar keine Imposante Figur, aber er sollte einer der größten World Champions aller Zeiten werden. Er war wohl der erste große Draw des Wrestlings und außerdem einer der größten Athleten seines Landes. Auf Platz 39 der "Golden Greek" Jim Londos.

Christopher Theophelus wurde am 2. Janur 1897 in Argos, Griechenland geboren. Ein war guter Athlet in der Jugend, aber seine Mutter wollte, dass er als Geistlicher werden sollte. Sein Vater, der selbst ein erfolgreicher Ringer war, wollte allerdings, dass sein Sohn eine Karriere beim Militär einschlagen sollte. Im Alter von 13 Jahren rannte Christopher von zu Hause weg und schiffte kurze Zeit später über in die USA, wo er als Elektriker und bei einem Lebensmittelhändler arbeitete. Nach kurzer Zeit trat er einem Zirkus bei, wo er als Akrobat aktiv war und er die ersten Kontakte zum Wrestling knüpfte. Er begann in Ringerturnieren anzutreten und 1910 machte er sein Debüt als Wrestler. Während des ersten Weltkrieges tourte er an der West Küste, wo er als "The Wrestling Plasterer" Chris Theophelus antrat und gemäß seinem Gimmick (Plasterer= Pflasterer) in Arbeitsklamotten und Sportschuhen antrat. Von einem bekannten Sportjournalisten namens Roscoe Fawcett bekam er dann den Namen London aufs Auge gedrückt, da er ein Mal in dichten Nebel antrat, der an den typisch Nebel der englischen Hauptstadt erinnerte.

Auf Grund seiner relativ kleinen Statur sah man in Jim Londos nicht gerade einen Champion, aber Londos verstand es sich zu verkaufen. Er suchte sich ganz einfach Gegner, die noch schlechter aussahen als er selbst und wrestlete gegen sie. Dieses "Beauty vs. The Beast"-Konzept sorgte dafür, das sich Londos einen Namen machen konnte und vor allem bei den weiblichen Fans als Sexsymbol galt. Kontinuierlich arbeitete sich Londos nach oben und wurde bald zu einem respektierten Wrestler, der schnell zu einem gern gesehenen Herausforderer der beiden großen Champions der Zeit Ed Lewis undJoe Stecher wurde. Londos forderte Lewis siebenmal (und verlor siebenmal) in den 20er Jahren, was für die damalige Zeit eine beachtliche Zahl darstellt.

Zum Ende der 20er Jahre kehrte Londos an die Ostküste zurück, wo er für Jack Curley antrat, der ebenfalls bekannte Wrestler wie Toots Mondt, Ray Fabiani, Rudy Miller und Jack Pfeffer beschäftigte, antrat. Curley pushte Londos und den deutschen Wrestler Dick Shikat zu seinem Top Herausforderern. Am 4. Januar 1929 verlor Ed Lewis seinen Titel an den auf Grund seines Footballer Hintergrund populären Gus Sonnenberg. Sonnenberg weigerte sich allerdings gegen Wrestler mit Ringer Hintergrund anzutreten und so gelang es Curley dafür zu sorgen, dass die Wrestlingabteilung der National Boxing Association Sonnenberg den Titel wieder abnahm. So wurde Shikat am 23. August 1929 durch einen Sieg über Londos in Philadelphia der von der NBA akzeptierte World Champion. Es stellte sich relativ schnell heraus, dass Londos mehr Fans in die Halle ziehen konnte als der amtierende Champion und so besiegte er im Rematch am 6. Juni 1930 Shikat um dessen Titel.

Mit Ed White als Manager an seiner sollte Londos zu einem der besten Champions aller Zeiten werden und so zog er regelmäßig deutlich über 20.000 Fans in den Madison Square Garden, der zuvor vom Wrestling kaum beachtet wurde. Jim Londos wurde zum Mittelpunkt von Jack Curleys New Yorker Territorium und verteidigte seinen Titel gegen Wrestler wie Shikat, Jim Browning und Earl McCready. Curley baute daraufhin über lange Zeit ein großes Aufeinandertreffen mit Herausforderer Ray Steele auf. Alle New Yorker Zeitungen berichteten über die Training Camps der beiden in den Bergen im Norden. Die beiden trafen schließlich in einem epischen Aufeinandertreffen am 30. Juni 1931 vor mehr als 40.000 Fans im Yankee Stadion aufeinander und nach actiongeladenen 69 Minuten schaffte es Londos seinen Titel zu verteidigen. Später im Jahr besiegte Londos dann auch George Zaharias im ausverkauften Maple Leaf Gardens in Toronto, eine Halle die selbst heute von Wrestlingligen nur sehr schwer ausverkauft wird.

Als es im Frühjahr 1932 zu einer Vertragsstreitigkeit zwischen Ed White und Toots Mondt kam und Ed "Strangler" Lewis zurück ins Territorium geholt wurde, musste Jim Londos gehen. Allerdings war er immer noch ein großer Draw und so wurde er in den meisten Territorien immer noch als Champion verkauft und trat unter anderem bei Charlie und Willie Johnson an. Er verteidigte seinen Titel aber auch in großen Städten wie Chicago, Philadelphia, Los Angeles, Toronto und St. Louis. Währenddessen ging es mit dem New Yorker Territorium immer weiter bergab und Jim Londos wurde schmerzlich vermisst, denn der mittlerweile völlig außer Form geratene Ed Lewis konnte keine Fans mehr in die Hallen locken. Auf Grund dessen lag das ganze völlig brach und es sollte Jahre dauern bis Vince McMahon Sr. es wieder aufbauen konnte. Allerdings konnte Jack Curley mit diversen Promotern des Landes eine Allianz schließen, was 1948 schließlich zur Gründung der NWA führte. Für sensationelle 50.000$ konnte Londos als Champion dieser neuen Vereinigung gewonnen werden.

1934 kehrte Londos in seine Heimat Griechenlans zurück, wo er als Nationalheld verehrt wurde und versöhnte sich mit seinem Vater bevor er den russischen Champion Kola Kowriani vor 100.000 Menschen (und 50.000 Fans mussten weggeschickt werden) im Athener Olympia Stadion besiegen konnte. Danach erhielt Londos das "Goldene Kreuz des Phoenix" vom griechischen König. Später im Jahr konnte Londos dann auch endlich seinen Langzeitrivalen Ed Lewis besiegen, der den jüngeren Rivalen in einem legendären Showdown vor 35.000 Fans in Chicago over brachte. Am 6. Juni 1937 besiegte Londos den NFL Hall of Famer Bronco Nagurski, der sich dem Wrestling zugewandt hatte, um den NBA und den AWA Title aus Boston zu vereinigen und der unumstrittene Wrestling Champion aller Promotions des Ostens zu werden.

Nach über 16 Jahren als World Champion trat Jim Londos 1946 vom Wrestling zurück. Vergöttert für seine herausragende Kondition und seine hervorragende Arbeitseinstellung, trat Londos zwischen 1930 und 46 in ungefähr 2.500 Kämpfen an und brachte seinen Promoter mehr Geld als jeder andere Wrestler dieser Ära ein. Große Mengen seines privaten Vermögens vermachte er griechischen Kindern, die während des zweiten Weltkriegs ihre Eltern verloren hatten und setzte sich auch sonst sehr für seine Mitmenschen ein. Auf Grund dessen wurde er 1970 von Präsident Richard Nixon auch geehrt. Jim Londos verstarb am 19. August 1975 im Alter von 78 an einem Herzinfarkt. Aber sowohl im Ring als auch außerhalb des Rings hat sich Jim Londos einen solch hohen Stellenwert erarbeitet, dass man ihn nie vergessen sollte. Er ist einer der größten Pioniere des Wrestlings und soll natürlich auch in dieser Liste mit Platz 39 geehrt werden.
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