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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#040 - Hisashi Shinma
#40 Hisashi Shinma
Er war der Geschäftspartner von Antonio Inoki und außerdem war er der "Mastermind Booker", der für den plötzlichen Aufstieg und den anhaltenden Erfolg von New Japan Pro Wrestling in den 70ern und 80ern verantwortlich war. Dann führte allerdings ein Skandal zu seinem Scheitern und der Trennung von Inoki. Dennoch bleibt er einer der kreativsten Köpfe im Wrestling und das bringt Hisashi Shinma auf Platz 40 der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Wrestlings.

Im Januar 1966 wurde der frühere Wrestler Toyonobori als Präsident der Japan Wrestling Association, dem japanischen Anleger der NWA, abgesetzt nachdem bekannt wurde, dass er Firmengelder für sich persönlich ausgegeben hatte. Daraufhin kam Toyonobori mit einem buddhistischen Mönch namens Nobuo Shinma in Kontakt und zusammen gründeten sie eine neue Liga namens Tokyo Pro-Wrestling. Als Shinma dabei half den jungen JWA Star Antonio Inoki abzuwerben, nahm Toyonobori Shinmas Sohn Hisashi ebenfalls unter Vertrag. Hisashi wurde 1935 geboren und hatte zuvor keinerlei Kontakt mit dem Wrestling gehabt, wurde allerdings zum Verantwortlichen für die Bezahlung der Wrestler gemacht. Tokyo Pro-Wrestling überlebte dank Toyonobori Missmanagement allerdings nicht mal ein Jahr und so taten sich Shinma und Inoki und sollten im japanischen Wrestling zu einem der stärksten Duos überhaupt werden.

Am 13. Dezember 1971 wurde Antonio Inoki aus der JWA gedrängt, als es Anzeichen dafür gab, dass er plante die Liga zu übernehmen. Ohne die Möglichkeit andere große Namen zu verpflichten entschloss sich Inoki Toyonobori und Shinma zu unterstützen, die mit New Japan Pro Wrestling eine neue Promotion ins Leben riefen. New Japan veranstaltete die erste Show im März 1972 mit Inoki als Top Star der Liga und Shinma als Verantwortlichen für das Geschäftliche. Nebenbei kümmerte er sich auch noch um die Finanzen von Inoki. New Japan etablierte sich langsam als entwicklungsfähige Promotion und im Jahre 1976 war Shimna einer der Hauptverantwortlichen für das berühmte Antonio Inoki gegen Muhammed Ali Match. Während das Match im Ring eine Katastrophe war sorgte es immerhin dafür das Main Stream Interesse an New Japan Pro Wrestling deutlich zu steigern.

In den späten 70ern etablierte sich New Japan unter den Top Promotions Japans und Shinma konnte mit der World Wide Wrestling Federation einen Talentaustausch von Junior Heavyweights vereinbaren. Dies brachte unter anderem Tatsumi Fujinami in die USA, was aus ihm einen internationalen Superstar machte, wovon New Japan natürlich auch nicht wenig profitierte. Außerdem wurde Shinma zum Gimmick Präsidenten der WWF ernannt. Diesen Posten hatte er von 1978 bis 84 inne bis Jack Tunney dies übernahm. Der berühmteste Moment Shinmas Präsidentschaft ereignete sich am 6. Dezember 1979, als Bob Backlund am Ende einer Japan Tour den WWWF World Heavyweight Title gegen Inoki verteidigte und Shinma diese Entscheidung auf Grund des Eingreifens von Tiger Jeet Singh für nichtig erklärte. Da sich Inoki allerdings weigerte den Titel anzunehmen, nahm Backlund den vakanten Titel wieder mit in die Staaten, wo niemand davon erfuhr.

Daraus resultierte die Idee von Hisashi Shinma Vince McMahon Sr. davon zu überzeugen, dass er einen WWF World Martial Arts Heavyweight Title einführen sollte, den Antonio Inoki dann in MMA artigen Kämpfen gegen diverse japanische Wrestler verteidigen sollte. Dies war ein Teil der Entwicklung des japanischen Wrestlings hin zu einem mehr am Shoot Fighting orientierten Wrestling. Außerdem erdachte Shinma 1981 eines der erfolgreichsten Konzepte in der Geschichte von NJPW, indem er das Tiger Mask Gimmick aus der Taufe hob. Er pushte Ikki Kajiwaras Comichelden als einen Helden aus Fleisch und Blut. Shinma entschied sich für Saturo Sayama, einem athletischen jungen Wrestler mit einem beeindruckenden Arsenal an spektakulären Moves, um die Rolle des Tiger Mask zu spielen. Tiger Mask wurde schnell zu einem wahren Phänomen in Japan und ein Garant für den Aufstieg von New Japan. Man überholte dabei sogar All Japan Pro Wrestling als Japans Top Promotion.

Außerdem war es Shinma , der 1983 das International Wrestling Grand Prix Turnier ins Leben rief. Die Idee war es jeweils zwei Repräsentanten aus fünf Regionen zu rekrutieren und sie nach Round Robin Regeln, also jeder gegen jeden, antreten zu lassen und dadurch alle Titel zu vereinen und einen unumstrittenen World Heavyweight Title zu schaffen. Im Turnier sollte es fünf Punkte für einen Pin, eine Aufgabe oder einen KO geben, vier für eine Disqualifikation, einen Count Out oder einen Nicht-Antritt und zwei Punkte für einen Draw. Die zehn Teilnehmer am Turnier waren NWF Champion Antonio Inoki und Killer Khan für Asien, Hulk Hogan und Big John Studd für die USA, André the Giant und IWA Champion Rusher Kimura für Kanada, UWA Champion El Canek und Enrique Vera für Zentral- und Mittel Amerika und schließlich CWA World Super Heavyweight Champion Otto Wanz und European Heavyweight Champion Akira Maeda für Europa. Am Ende des Turniers standen Hogan und Inoki mit einem Unentschieden von jeweils 37 Punkten da und mussten so in einem alles entscheidenden Kampf aufeinander treffen. Antonio Inoki sollte dieses Turnier eigentlich gewinnen, wurde von Hogan während des Kampfes allerdings ausgeknockt. Die verbreitete Meinung über diesen Kampf ist, dass das Ego des noch jungen Hogans hier mit ihm durchgegangen ist und er es mit voller Absicht gemacht hat, aber dafür gibt es bis heute keine Bestätigung und so muss man akzeptieren, dass es auch ein Unfall gewesen sein kann. Auf jeden Fall konnte man damals ja nicht so einfach das Kayfabe brechen und so wurde Hulk Hogan am 2. Juni 1983 der erste IWGP World Heavyweight Champion und es war auch nicht verwunderlich, dass sich dieser Titel innerhalb kürzester Zeit zum wichtigsten Titel Japans entwickelte.

Im Sommer 1983 war die Herrlichkeit dann aber für Shinma vorbei, denn als Finanzberater von Inoki hatte er das Geld von New Japan dafür benutzt Inokis anderweitige Interessen zu finanzieren und während Inoki als der Top Draw von NJPW erhalten blieb musste Shinma seinen Hut nehmen. Shinma erwartete von seinem Freund Inoki, dass er nun auch die Liga verlassen würde und gründete daher die Universal Pro-Wrestling Federation (UWF) und konnte Stars wie Akira Maeda und Gran Hamada für sich gewinnen. Allerdings war die UWF schnell wieder Geschichte als klar wurde, dass Inoki New Japan treu bleiben würde. In den darauffolgenden Jahren reformierte Maeda, wie in der vorletzten Ausgabe beschrieben, die UWF als Shoot Fighting Liga und löste damit einen Kult ums Shoot Fighting in Japan aus. Shinma hingegen arbeitet weiter als Inokis persönlicher Finanzexperte, als Inoki in den japanischen Kongress gewählt wurde. Allerdings wurde das Verhältnis immer schlechter als ihre Verbindung immer mehr publik gemacht wurde und anfing Inoki Image zu schaden. Beide sollten sich aber schließlich 2002 wieder versöhnen und am 4. Januar 2003 trat ein mittlerweile 68-jähriger Hasashi Shinma zum ersten Mal seit über 20 Jahren wieder in einen New Japan Ring. Noch heute ist New Japan wohl die stärkste Wrestling Promotion in Japan, wenn auch NOAH immer mehr auf dem aufsteigenden Ast ist, aber trotzdem gibt es aktuell wohl noch keine Diskussion darüber und wer weiß wo New Japan stehen würde, wenn Shinma mit seinen Ideen und seinem finanziellen Geschick der Liga fern geblieben wäre. Und genau dafür führen wir ihn in unserer Liste auf Platz 40.
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