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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#048 - Roddy Piper
#48 Rowdy Roddy Piper
Superman hatte Lex Luther, Batman hatte den Joker und Hulk Hogan hatte Roddy Piper. Einer der größten Bösewichte des Sports und außerdem der Revolutionär des Umgangs mit dem Mikrofon. Auch die Entstehung von WrestleMania darf sich Piper aufs Revers heften und somit hat er sich Platz 48 redlich verdient.

Obwohl er als verrückter Schotte in die Geschichtsbücher des Wrestlings eingehen wird, stammt Piper eigentlich aus dem Nordwesten des amerikanischen Kontinents. Geboren wurde Roderick George Toombs am 17. April 1954 in Saskatchewan. Als Sohn von schottischen und irischen Eltern verbrachte er in seiner Jugend auch einige Zeit in Schottland, wo er tatsächlich auch das Dudelsack spielen lernte. Seine Familie zog schließlich nach Toronto um und nach einigen schulischen Problemen und anhalten Diskussionen mit seinem Vater verließ Toombs im Alter von zwölf Jahren seine Familie. In den Jahren danach zog er durch Kanada und lebte vornehmlich in Jugendherbergen und trainierte um ein erfolgreicher Boxer zu werden. Unter anderem konnte er den Golden Gloves Title gewinnen. Im Alter von 15 Jahren bestritt er seinen ersten Wrestlingkampf für 25$ gegen die Legende Larry Hennig und verlor innerhalb von 10 Sekunden. In der Folgezeit trat er in der Gegend rund um Winnipeg als Jobber an. Im Jahre 1975 zog es ihn nach Los Angeles, wo er sich einen Namen machte und sich in den Ligen an der Küste einen Namen als The Masked Canadian machte. Sein Gimmick war dabei, dass er seine Gegner im Ring hypnotisierte.

Toombs wechselte mit der Zeit bei seinen Auftritten seine Herkunft in Glasgow, Schottland und änderte auch seinen Charakter. Von da an kam er mit einem Kilt und zu Dudelsackmusik unter dem Namen Roddy Piper zum Ring. Im Februar 1976 gewann er dann seinen ersten Titel und zwar zusammen mit Crusher Verdu, als sie Chavo Guerrero und Gori Guerrero um die WEC North American Light Heavyweight Title besiegen konnten. Diesen Titel konnte Piper in den nächsten Jahren mit verschiedenen Partnern insgesamt siebenmal gewinne. Außerdem machte er sich auch einen Namen als Singles Wrestler, als er Chavo Guerrero am 13. April 1977 den NWA World Light Heavyweight Title abnehmen konnte. In den späten 70ern schaffte Piper dann den Sprung zum namenhaften Promoter Don Owen im Nordwesten der USA, wo er zusammen mit Rick Martel ein erfolgreiches Tag Team bildete und unter anderem eine längere Fehde mit den Sheepherders, den späteren Bushwackers, führte und sich drei Mal die NWA Pacific Northwest Tag Team Titles sichern konnte. Der Sprung zum Superstar sollte dann mit dem Engagement in Jim Crocketts Mid-Atlantic Territorium in den frühen 80ern nur noch einen kleinen Schritt entfernt.

Während er sich im Ring weiterentwickelte, etablierte er sich dank seiner herausragenden Fähigkeiten am Mikrofon und dank seines sonderbaren und einzigartigen Umgangs mit dem Mikrofon und wurde von vielen als Widerling beschrieben. Als verrückter Schotte perfektionierte Piper seine Fähigkeit die Fans durch seine aufgesetzte Arroganz und seine Art zu sprechen gegen sich aufzubringen. Kurz nachdem er angekommen war fand sich Piper schon unter den Top Heels der gesamten NWA wieder und am 1. November 1980 gewann er dann auch schon den NWA Mid-Atlantic Television Title in einem Turnier um den vakanten Titel. Piper steig immer weiter die Erfolgsleiter hinauf und besiegte dabei am 27. Januar 1981 unter anderem seinen Erzfeind Ric Flair um den NWA United States Heavyweight Title (Mid-Atlantic-Version). Diesen Titel konnte er dann für sieben Monate sein Eigen nennen. Nachdem er im November 1981 Ricky Steamboat um den NWA Mid-Atlantic Heavyweight Title besiegen konnte entbrannte eine heiße Fehde mit Jack Brisco, die zu vielen Kämpfen bis weit ins Jahr 1982 führte. Im Jahre 1983 konzentrierte sich Roddy Piper wieder auf den US Titel, der von Greg Valentine gehalten wurde. Nachdem man den Titel einige Male hin und her tauschte gipfelte das ganze im legendären Dog Collar Match bei der aller ersten Starrcade am 24. November 1983. Piper konnte dieses Match für sich entscheiden, doch auf Grund der Brutalität, mit der dieses Match geführt wurde, verlor er 75% seines Gehörs auf dem linken Ohr. Es sah danach aus, als sei seine Karriere vorbei.

Piper ignorierte die Warnungen der Ärzte und wechselte im Januar 1984 zur World Wrestling Federation, wo er seine größte Zeit im Business überhaupt erleben sollte. Dank seiner unglaublichen Persönlichkeit fand sich Piper auch dort schnell unter den Top Heels der Liga wieder. Nachdem er für kurze Zeit als Manager von Paul Orndorff aktiv war durfte er als der entscheidende Mann des Aufstiegs von Hulk Hogan aktiv werden. Pipers Aufgabe war es als böser Gegenspieler von Hulk Hogan dafür zu sorgen, dass er gehasst und Hogan dadurch nur noch mehr geliebt wird und darin war er perfekt. Am 18. Februar 1985 trafen Piper und Hogan zu einem finalen Kampf aufeinander und dieses Match wurde live auf MTV ausgestrahlt und erzielte ein Rating von 9.1 Punkten. In der typischen Art wurde Piper disqualifiziert, als Paul Orndorff und Bob Orton Jr. in das Match eingriffen und den Hulkster attackierten, bevor Mr. T den überraschenden Save machte. Die ganze Show diente als Probelauf für die aller erste WrestleMania einen Monat später am 31. März 1985. Im Main Event standen sich Piper und Orndorff auf der einen und Hogan und Mr. T auf der anderen Seite gegenüber. WrestleMania wurde ein voller Erfolg und sorgte für große Aufmerksamkeit für die WWF. Dafür ist Roddy Piper sicher mehr als die meisten anderen verantwortlich.

Außerdem revolutionierte Piper’s Pit das WWF Programm und machte aus den Shows eine neue Art des Wresting, nämlich Sports Entertainment, und legte den Grundstein für spätere Interviewsegmente wie den Body Shop, das Snake Pit, den Barber Shop, den Funeral Parlor, die Brother Love Show, das Highlight Reel oder ganz aktuell Carlitos Cabana. Piper's Pit sorgte für einige der denkwürdigsten Augenblicke der WWF. Wer erinnert sich nicht daran wie Piper die Kokosnuss auf Jimmy Snukas Kopf zerschmetterte oder André the Giants berühmten Heel Turn im Pit. Ironischer weise sorgte Pipers verrückte Art im Laufe seiner Karriere dafür, dass er zu einem Zuschauerliebling wurde. In der WWF konnte er mit einem Sieg über The Mountie den WWF Intercontinental Title gewinnen, aber außerhalb des Seilgevierts war er erfolgreich. In vielen Filmen spielte Piper mit und im Vergleich zu vielen seinen Kollegen auch erfolgreich. "They live" ist bis heute ein absoluter Kultfilm.

In den späten 90ern erneuerte Piper noch einmal seine Fehde mit Hulk Hogan. Doch dieses Mal unter komplett anderen Vorzeichen, denn in der WCW war Piper plötzlich der Gute. Bei WrestleMania 19 schockte er die Wrestlingwelt dann noch ein weiteres Mal als er in das Grudge Match zwischen Vince McMahon und Hulk Hogan eingriff und in der Folgezeit noch ein paar Mal auf sich aufmerksam machen konnte. Auch Teil von Total Nonstop Action Wrestling war er für kurze Zeit. Sein Charakter dient heute als Vorbild für den typischen Top Heel, doch seine Persönlichkeit ist unerreicht in diesem Sport. Eine wahre Legende landet damit auf Platz 48.
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