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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#049 - Akira Maeda
# 49 Akira Maeda
Er wurde als die Zukunft des Puroresu angesehen, doch er hasste das traditionelle Wrestling und all das wofür es stand. So veränderte er das Bild des Wrestlings in Japan und setzte den Fokus auf Aufgabegriffe und Shootfighting und veränderte damit nachhaltig den japanischen Wrestlingstil. Damit hat es Akira Maeda immerhin auf Platz 48 der einflussreichsten Wrestler aller Zeiten geschafft.

Akira Maeda wurde am 24. Januar 1959 in Osaka, Japan geboren und trainierte in seiner Jugend vor allem Karate und sicherte sich in den 70er Jahren viele Titel in dieser Sportart. Während der 18-jährige Maeda 1977 in einem Karateturnier antrat wurde er vom New Japan Promoter Hisashi Shinma beobachtet. Shinma suchte einen Nachfolger für Antonio Inoki, der New Japan Pro Wrestling lange als Champion geführt hatte. Shinma schickte Maeda sofort zum Training zu Karl Gotch, der in Japan als Kamisama (Wrestling Gott) angesehen wird. Im August 1978 debütierte Maeda dann, musste sich allerdings erst einmal als Jobber beweisen und lernte dabei gleich, dass man auch für eigentlich schlechtere Kämpfer jobben muss. Auch wenn er das erst einmal hinnahm, so wurmte ihn dies doch ziemlich. Nach einigen Jahren in den unteren Regionen unter dem Namen Kwick-Kick Lee zog es ihn nach England, wo er den European Heavyweight Title gewinnen konnte und sich dann eine Fehde mit Paul Orndorff lieferte, bevor er im April 1982 nach Japan zurückkehrte.

Nachdem die Beliebtheit von New Japan in den frühen 90ern ins Schwanken geriet wurde Akria Maeda immer weiter aufgebaut und zu einem der Young Lions der Liga. Als dann 1984 Hisashi Shinma aus dem Amt enthoben wurde, da aufgedeckt wurde, dass Inoki und er Geld unterschlagen hatten, gründete dieser eine neue Liga namens Universal Pro Wrestling (UWF) und rekrutierte Maeda, um an der Spitze seiner Liga zu stehen. So kam es, dass sich Maeda dann auch am 10. April 1984 von Pierre Lefebvre den Universal Title der Liga sichern konnte. In der UWF wurde ein stifferer Stil gewrestlet und viele der Routiniers traten in Shootfights gegen Kämpfer aus anderen Sportarten an. 1985 geriet die Liga dann in erhebliche finanzielle Probleme und innerhalb der Promotion gab es eine erbitterten Kampf um die Macht zwischen Akira Maeda und Satoru Sayama Am 2. September 1985 passierte dann etwas, was man im Wrestling natürlich gar nicht gerne sieht und wonach man eigentlich nie wieder in einen Ring gelassen wurde. Denn nach Monaten des Konflikts mit Sayama verlor Maeda die Kontrolle und ging seinen Gegner in einem eigentlich abgesprochenen Kampf mit wirklichen Tritten in Sayamas Leistengegend. Sayama konnte sich allerdings zurückkämpfen und verpasste Maeda einige harte Schläge und setzte schließlich einen Choke an. Der Referee brach das Match natürlich ab und konnte Sayama dazu bewegen den Griff zu lösen. Wie nicht anders zu erwarten wurde Maeda sofort entlassen, aber auch Sayama verließ die Liga, um sich einem eigenen Projekt zu widmen. So kam es dann, nachdem die zwei Top Draws die Liga mehr oder weniger freiwillig verlassen hatten, dass die Liga Ende 1985 ihre Pforten schloss.

Wie angesprochen bedeutet so ein Verhalten eigentlich das Karriereende eines Wrestlers, doch Maeda kam wieder bei New Japan unter und etablierte sich dort als Tag Team Wrestler an der Seite von Osamu Kido und zusammen sicherten sie sich 1986 die IWGP Tag Team Titles. Seine Neigung immer mal wieder Shootelemente in seine Kämpfe einzubauen führte zu seinem legendären Match am 29. April 1986 gegen André the Giant. Zu diesem Kampf gibt es unglaublich viele Gerüchte. Eins davon ist unter anderem, dass Maeda von seinem Gegner überhaupt nicht angetan gewesen sein soll, da er diesem jegliches wrestlerisches Talent absprach und gegen so jemanden nicht antreten wollte. Ein anderes Gerücht besagt, dass Andre zu dem Kampf besoffen auftauchte und nicht mit Maeda zusammenarbeiten wollte. Egal warum es passierte, auf jeden Fall entwickelte sich auch zwischen den beiden ein Shootfight, was Antonio Inoki dazu veranlasste in den Kampf einzugreifen und ihn zu beenden. Weiter ging diese unglaubliche Geschichte am 12. Juni 1986, als Maeda mit einem brutalen Tritt an den Kopf seinen Gegner Tatsumi Fujinami zum Bluten brachte. Aber das war noch lange nicht alles, denn das zweifelhafte Highlight seiner Shootgeschichte erreichte Maeda am 19. November 1987. Während eines Kampfes brach er Riki Choshus Augenhöhlenknochen mit einem schändlichen Tritt ins Gesicht. Eigentlich hätte man es schon viel früher erwartet, aber nun war es endgültig genug. Maeda wurde wieder einmal gefeuert. Das ganze Szenario hatte Maeda (viele meinen leider) allerdings zu einem der heißesten Free Agents im japanischen Wrestling gemacht.

Nach seiner Entlassung tat sich Maeda mit einem weiteren Schüler von Karl Gotch, Yoshiaki Fujiwara, und seinem ehemaligen Tag Team Partner Nobuhiko Takada zusammen und reformierte die UWF. Die UWF bot Shoot Fighting und Submission Wrestling. Ein Match konnte nur beendet werden, wenn ein Kämpfer ausgeknockt wurde oder aufgab. Die Stars der Liga wurden Kazuo Yamazaki, Masakatsu Funaki, Minoru Suzuki, Youji Anjoh und Naoki Sano sowie die amerikanischen Shootfighter Ken Shamrock und Bart Vale. Die Neuauflage der UWF wurde ein voller Erfolg und erreichte ihren Höhepunkt in den Jahren 89 und 90, als die Liga am 19. November 1989 mehr als 60.000 Fans in den Tokio Dome locken konnte. Bei dieser Show konnte Akira Maeda den legendären Karate Meister Willie Williams besiegen. UWF Präsident Shinji Jin löste die Liga dann allerdings am 1. Dezember 1990 auf und die Reste der Liga splitteten sich in drei Organisationen auf. Fujiwara gründete Pro Wrestling Fujiwaragumi (PWFG), Takada gründete die Union of Wrestling Forces International (UWFI) und Maeda gründete das RINGS Kämpfernetzwerk. Mit vielen japanischen Kämpfern, europäischen Kickboxern und russischen Sambo-Kämpfern wurde RINGS für die Mischung von Shootfighting und Wrestling bekannt und mit dem jährlichen Battle Dimensions Turnier bot man das meist beachtete Shoot-Wrestling Turnier Japans. Als Top Star der Liga schaffte es Akira Maeda drei Mal in Folge ins Finale dieses Turnier und konnte sich 1993 und 1995 in die Siegerliste eintragen.

Währenddessen hatte auch die UWFi starken Einfluss auf das Wrestling in Japan, denn 1995 lieferte sich man mit New Japan eine der umsatzstärksten Fehden aller Zeiten und lieferte Eric Bischoff die Inspiration für die NWO. Akira Maeda hielt seine Abschiedsshow am 20. Juli 1998 in der Yokohama Arena ab und besiegte dort Yoshihisa Yamamoto. Trotz des eigentlichen Rücktritt trat Maeda noch in einigen weiteren Kämpfen an und seinen wirklich letzten Kampf bestritt Maeda am 23. Februar 1999, als er gegen die ungeschlagenen russische Legende im Ringen Alexander Karelin unterlag. Heute führt Akira Maeda zusammen mit Mokoto Uchida RINGS. Sein großer Traum ist es Shootfighting über die ganze Welt auszubreiten und wie im Boxen Ranglisten einzuführen und damit direkt mit dem Schwergewichtsboxen zu konkurrieren. Mit seiner Art veränderte er auch das traditionelle japanische Wrestling, das heute mehr auf stiffere Aktionen und realistischere Geschehnisse Wert legt. Dies bringt Akira Maeda in unserer Liste Platz 49 ein.
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