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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#050 - Billy Graham
#50 Billy Graham
Bekannt für seinen Stolz auf seinen Körperbau und seine Kraft und bei den Fans dafür anerkannt, dass er einen großen Beitrag zu der Entwicklung hin zum Sports Entertainment geleistet hat. Mit seinem erstaunlichen Körperbau und seinem herausragenden Charisma revolutionierte er die Heel Persönlichkeit im Wrestling. Graham ist das berühmteste Mitglied der "Golden Graham" Familie. Die zweite Hälfte der 100 einflussreichsten Wrestler beginnt "Superstar" Billy Graham auf Platz 50.

Wayne Coleman wurde am 10. September 1943 in Paradise Valley, Arizona geboren. Er kam in seiner Jugend kein Stück mit Wrestling in Verbindung, zumindest sagt er das immer. So hat er niemals gerungen und auch nie Wrestling im Fernsehen geschaut. Sportlich war er allerdings schon immer, aber das vor allem als Leichtathlet beim Kugelstoßen und Diskuswerfen. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko City war er sogar auch dabei. Mehr oder weniger ernsthaft beschäftigte er sich auch mit dem Bodybuilding, was immer intensiver wurde je älter er wurde. Unter anderem gewann er den Mr. Teenage America Wettkampf. Später spielte er drei Jahre lang Football für die Houston Oilers und Oakland Raiders. Zu dieser Zeit wurde er von Bob Lueck, ein Spieler der Calgary Stampedes in der CFL, aufs Wrestling aufmerksam gemacht und schließlich eingeladen doch mal mit zu Stu Hart zu kommen und in dessen Dungeon mit zu trainieren. Stu Hart äußerte sich zu Graham wie folgt: "The most impressive specimen I’ve seen in my life!" Und schon nach kurzer Zeit wurde er in Stus Stampede Liga eingesetzt und sein spezielles Gimmick war damals, dass er die Fans herausforderte und jedem, der ihn besiegen könne, 1.000$ bezahlen würde.

Im Sommer 1970 traf Coleman Dr. Jerry Graham, ein bekannter Wrestler und ein Mitglied der fiktiven "Golden Graham" Familie, welcher außerdem noch „Crazy“ Luke Graham und Eddie Graham angehörten. Jerry bot ihm an ein weiterer Graham zu werden und als bekennender Christ nahm Coleman den Namen Billy Graham an, was auf einen bekannten Priester zurückgeht. Sofort nahm er auch den Beinamen "Superstar" an, was wiederum auf dem Rock-Musical "Jesus Christ Superstar" aus dem Jahr 1972 zurückging. Während der frühen 70er trat Graham zumeist in San Francisco auf und tat sich dort mit seinem neuen Mentor Pat Patterson zusammen und gemeinsam konnten sie Ray Stevens und Peter Maivia 1971 um die NWA World Tag Team Titles (San-Francisco-Version) besiegen. Daraufhin wurde Graham von der AWA rekrutiert und etablierte sich dort als einer der charismatischsten Heels. Mit seiner ungestümen Art erarbeitete er sich sogar einen Run auf Verne Gagnes AWA World Heavyweight Title, doch auf Grund des schlechten Wetters gefiel es ihm in Minnesota nie wirklich und so zog er sich schließlich wieder in wärmere Gefilde zurück. Und wo ist es in den USA wärmer als auch Hawaii? Dort gewann er 1974 den NWA Hawaii Heavyweight Title und 1976 dann den Florida Heavyweight Title. Schon zu dieser Zeit führte er längere Fehden mit Männern wie Dusty Rhodes und Wahoo McDaniel.

Schon bald wurde Vince McMahon Sr. auf Grahams verborgenes Potential aufmerksam und holte ihn 1977 in die World Wide Wrestling Federation. Als er in die Liga kam, wurde ihm der legendäre Manager The Grand Wizard an die Seite gestellt. Der Grand Wizard war der bunteste Heel Manager der WWWF und ganz seiner Ausrichtung entsprechend nutze er böse Taktiken dazu, um dem Top Babyface der Region Bruno Sammartino das Leben schwer zu machen. Sammartino hatte den WWWF Heavyweight Title in den vergangenen 14 Jahren dennoch 12 Jahre lang gehalten und war dominierenste Champion der WWWF. Mit seinem unglaublichen Körperbau war es Billy Graham, der als die größte Herausforderung des Champions aufgebaut wurde. Innerhalb weniger Monate pflügte Graham durch das Roster der Liga und am 30. März 1977 schockierte er die Wrestlingfans, als er Sammartino von dessen Thron stoßen konnte. Als das Trumpf Ass der Liga verteidigte Graham seinen Titel gegen jeden würdigen Herausforderer wie Bruno Sammartino, Gorilla Monsoon, Ivan Putski, Chief Jay Strongbow, Larry Zbyszko, Tony Garea und andere. Als amtierender WWWF Heavyweight Champion kämpfte er am 25. Januar 1978 gegen den NWA World Heavyweight Champion Harley Race. Dieser allererste Titel vs. Titel Kampf dieser beiden Verbände endete nach einer Stunde in einem blutigen Time Limit Draw.

Das faszinierendste an der ganzen Situation war allerdings die Reaktion der WWWF Fans. Trotz seiner Bösewichtdarstellung fühlten sich viele Fans zum Superstar hingezogen, der mit eine gebleichten blonden Haaren, seiner ehrfurchtgebietenden Statur und seiner anziehenden Persönlichkeit anders war, als alles, was die Fans zuvor gesehen haben. Ähnlich wie The Rock 25 Jahre später konnte er die Fans mit seinem Trash Talking fesseln und seine Catchphrase "I’m the man of the hour, the man with the power, too sweet to be sour!" tat das übrige dazu. Trotz seines Heel Status’ wurde Billy Graham äußerst populär. Egal wie böse er auch agierte und egal wie viele Regeln er auch brach, seine extravagante Art machte ihn zum ersten Tweener des Wrestlings, also ein Wrestler, der sowohl Buhs, als auch Applaus vom Publikum bekam, und legte damit den Grundstein für spätere Stars wie Steve Austin, die NWO oder die DX. Außerdem brachte ihm dieser Status auch noch eine lange Titelregentschaft als WWWF Champion ein, was vor ihm kein Heel in der Liga jemals geschafft hatte.

Trotz seiner ein Jahr andauernden Titelregentschaft hatte sich Billy Graham mehr erhofft und wollte als Champion gegen den damaligen Top Heel Ivan Koloff wrestlen. Stattdessen entschied sich Vince McMahon Sr. allerdings dazu den jungen Ringer Bob Backlund zu seinem neuen Champion zu machen. Graham war ohne Zweifel der größere Draw, aber dennoch musste er am 2. Februar 1978 den Titel in einem kontroversen Kampf abgeben. Durch McMahons Entscheidung entmutigt, entschied sich Graham dazu die Liga zu verlassen und zog sich gleich ganz vom Wrestling zurück, woraufhin Gerüchte aufkamen, dass er verstorben sei. Dann tauchte er 1980 allerdings auf CBS auf und zwar beim "World’s Strongest Man"-Wettkampf. Später zog es ihn nach Memphis, wo er sich eine Fehde mit Jerry Lawler lieferte. 1983 kehrte er dann mit einer Glatze in die WWF zurück und nahm sich den Champion Bob Backlund vor und zerriss den Gürtel in zwei Hälften. Doch nach diesem vielversprechenden Comeback war er schnell wieder verschwunden. Kurze Zeit war er in der AWA und der NWA zu sehen, bevor er dann zu einem finalen Run als Liebling der Fans in die WWF zurück kam. Leider hatten die vielen Jahre Steroidekonsum ihren Tribut gefordert und Graham trat schließlich endgültig vom Wrestling zurück und unterzog sich einer Hüftoperation, in der sein Hüftgelenk ersetzt werden musste. Für kurze Zeit tauchte er dann 1988 als Manager von Don Muraco wieder auf und verschwand dann endgültig.

In den Jahren nach seiner Karriere bekam Graham die Folgen seiner Verletzungen, die er sich während seiner Karriere zugezogen hatte, und seines Drogenmissbrauchs zu spüren. Allerdings hat er mittlerweile aus seinen eigenen Fehlern gelernt und ist heute einer der schärfsten Kritiker von Steroide und Drogen im Allgemeinen. 2002 war er nah dran, dass seine Leber versagen könnte, doch in letzter Sekunde wurde ihm seine Leber transplantiert und so wurde er bei WrestleMania XX in die Hall of Fame der WWE aufgenommen. Als Ergebnis seiner herausragenden Karriere zieht Jesse Ventura auf Platz 50 in diese Liste ein.
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