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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#005 - The Gold Dust Trio
#5 The Gold Dust Trio
Sie veränderten die Ausrichtung der Wrestlinggeschichte, sie verwandelten es aus einem pseudo-legitimen Sport in einen exklusiven, gestellten Event und entwickelten das moderne Geschäftsmodell. Auf Platz 5 der einflussreichsten Persönlichkeiten des Wrestlings das Trio bestehend aus Toots Mondt, Billy Sandow und Ed Lewis, zusammen besser bekannt als das Gold Dust Trio.

Ed Lewis wurde im Alleingang schon früher in die Top 100 eingeführt, aber neben seinen persönlichen Erfolgen hat er in der Zusammenarbeit mit Sandow und Mondt noch einmal mehr für das Wrestlign geleistet. Die Entwicklung des Wrestlings, wie wir es heute kennen wird dem Mastermind Joseph "Toots" Mondt zugeschrieben. Geboren wurde er am 18. Januar 1894 in Iowa, wuchs allerdings in Greeley, Colorado auf. Dort erlernte er dann auch die Kunst des Wrestlings auf einem Kurs, der vom legendären Grappler Martin Burns geleitet wurde. Im Alter von 16 Jahren gab er auf einem Jahrmarkt sein Debüt und einige Jahre später tourte Mondt mit Burns höchstpersönlich und bekam den Spitznamen „Toots“ (da er der Jüngste der Truppe war) ab. Unter der Führung von Burns wurde Mondt zu einem der gefürchteten Hooker des Sports und so wurde er auch zu einem Camp des legendären Ed "Strangler" Lewis eingeladen. Der vielleicht dominanteste Wrestler aller Zeiten, Lewis (bürgerlicher Name: Robert Friedrich) wurde ja bereits ausführlich behandelt und war in den frühen 1910er Jahren ein aufstrebender, junger Superstar, als er 1914 Bill Sandow traf. 1884 unter dem Namen Wilhelm Bauman geboren, war Sandow selbst Wrestling Champion in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Seinen Ringnamen übernahm er vom bekannten Ringer Eugene Sandow. Sandow leitete zuvor einige Fitnessclubs, verlor diese aber durch mangelndes Glück im Glücksspiel. Er unterlag dem weltberühmten Spieler Fred Beell. Daraufhin tourte er durch den Süden und trainierte Wrestler wie Marin Pleština und Billy Jenkins und als sich Ed Lewis dann 1914 von seinem Manager Jerry Walls trennte, war Sandow zur Stelle und formte mit Lewis eine sehr erfolgreiche Partnerschaft.

In den frühen 20ern suchte Sandow nach einigen Grapplern, die als Lewis’ Sparringspartner herhalten konnten und auf Burns’ Empfehlung hin verpflichtete man auch Toots Mondt, damit er diesen Grapplern gleich mal klar machen sollte, dass sie sich an die Regeln zu halten haben und Lewis sich auf keinen Fall durch irgendwelche krummen Taktiken verletzen dürfe. Zu dieser Zeit bestand Wrestling zumeist aus Mattenwrestling und während der Sport noch ein Jahrzehnt zuvor unter Frank Gotch geboomt hatte, wurden die Fans langsam gelangweilt von der Art wie die Kämpfe geführt wurden. Da war es Mondt, der eine vermeintliche Lösung gefunden hatte und damit das gesamte Business auf den Kopf stellte. Er überzeugte Lewis und Sandow davon, dass man eine neue Form des Wrestlings kombiniert mit Elementen aus dem Boxen, beiden Ringerarten und auch aus dem Theater einführen sollte. So kam es dann auch, dass das so genannte "Slam Bang Western-Style Wrestling" geboren war. Dieser neue Stil beinhaltete innovative Manöver wie Bodyslams, Suplessen, Armdrags und einiges mehr, war aber gleichzeitig mit dem traditionellen Grappling kombiniert und wurde zu dem, was als moderne Form des Wrestlings bekannt wurde. Slam Bang Wrestling war ein voller Erfolg bei den Fans und obgleich noch viele Kämpfe unabgesprochen über die Bühne gingen, war Mondt, der das abgesprochene Finish perfektionierte, um den Fans eine interessante Show zu bieten und sie zu den nachfolgenden Shows wieder in die Hallen zu locken. Es wird gesagt, dass Mondt für etwa 90% der Finishes und 60% der Finisher selbstverantwortlich war. Außerdem führte er das Konzept des No Contests ein, welche zur damaligen Zeit vor allem Time Limit Draws und Double Count Out beinhaltete. Allerdings bedeutete dieser neue Stil des Wrestlings auch gleichzeitig eine Abwendung von den traditionellen Wurzeln des reinen Sports, hin zu einer mehr auf die Unterhaltung der Fans ausgerichteten Show.

Den Namen Gold Dust Trio haben die drei dem Buch "Fall Guys" aus dem Jahr 1937 zu verdanken und bedingt war dieser Name der Tatsache, dass die drei das Wrestling viel größer aufziehen wollten als es bisher passiert war. Als das Interesse immer mehr zunahm, wechselte man immer öfter aus den alten Theatern und Bars in größere Sporthallen und durch die großen Einnahmen konnte Sandow nun die besten Grappler dazu bewegen ihrer Gruppe beizutreten und angesprochenes Wrestling zu veranstalten. Als versierter Geschäftsmann ließ Sandow die Wrestler auch Exklusivverträge unterschreiben, was zur damaligen Zeit ein ziemlich radikaler Schritt war, und schwächte damit die rivalisierenden Booker. Ebenfalls neu eingeführt wurde die feste Bezahlung pro Monat und mit der Macht, die sich entwickelte, wurden die drei zu den Verantwortlichen der wichtigsten Promotion des Landes. Außerdem waren sie die ersten, die Wrestling als Komplettprodukt präsentierten wollten, und entwickelten fortlaufende Storylines und präsentierten immer wieder die selben Kämpfe während man von Stadt zu Stadt zog.

Innerhalb eines Jahren übernahm das Gold Dust Trio die komplette Kontrolle über die Wrestling Industrie und hatte mit dem vielleicht besten Shootwrestler der damaligen Zeit einen Champion, der den Titel durch die 20er hindurch hielt und Dank des Geschicks seiner beiden Partner zu einem nationalen Superstar wurde. Als das Trio erkannte, dass die Fans möglicherweise von einem Dauerchampion gelangweilt sein könnten, stimmte Lewis zu den Titel abzugeben und einen populären Herausforderer over zu bringen, um neues Interesse herbei zu führen. Außerdem war Lewis so versiert, dass er den Titel jederzeit wieder zurück gewinnen konnte, wenn der neue Champion Schwierigkeiten machte. Dies wurde später bekannt als "working a match" und "wrestling programs", die dazu dienten einen würdigen Herausforderer aufzubauen. Das Ergebnis war die Einführung einer Hierarchie unter den Wrestlern und man schaffte es nicht nur die legitimen Sportler an der Spitze zu halten, sondern auch Wrestler, die vor allem Charisma besaßen. Zu dieser Zeit war allerdings noch unbedingt nötig, dass diese Wrestler zumindest auch ansehnliche Kämpfe auf die Beine stellen konnten. Auch nutzte man dies dazu, um Herausforderer bestimmter ethnischer Gruppen in manchen Regionen besonders zu pushen, um die lokalen Fans mehr in die Hallen zu ziehen. Als gefürchtete Hooker agierten Mondt und John Pesek als "Coppers" und sorgten dafür, dass die Wrestler, die sich nicht an ansprachen hielten eine entsprechende Lektion erhielten. Dies ist im Independent Bereich übrigens heute auch teilweise noch zu sehen, wenn Wrestler von ihren Bookern bestraft werden. So verhielt sich IWA Champion Jimmy Jacobs vor einigen Wochen respektlos gegenüber der Liga und wurde daraufhin vom IWA Mid-South Booker Ian Rotten in einen Kampf gegen Bull Pain gebookt, der noch dieses Jahr stattfinden wird. Bull Pain ist dafür bekannt, dass er als "Copper" für verschiedenen Booker arbeitet und dann eben mal während eines Kampfes ein bisschen härter austeilt, als gewöhnlich, sodass seine Gegner mit einigen Blessuren aus dem Kampf heraus gehen und ihre Lektion gelernt haben.

Das Gold Dust Trio trennte sich schließlich 1928, als Mondt in einen Machtkampf mit Sandows Bruder Max Bauman geriet. Auch zwischen Lewis und Sandow lief es nicht mehr rund und so trennte man sich kurze Zeit später, wohl weil Sandow in Lewis kein Potential mehr sah. Sandow managte später Wrestler wie Everett Marshall und Roy Dunn, bevor er am 15. September 1972 im Alter von 88 Jahren verstarb. Ed Lewis wrestlete noch bis 1947 weiter und trat dann als erster fünffacher World Champion der Geschichte zurück. Später agierte er als Mentor für Lou Thesz und verstarb im Alter von 76 Jahren am 7. August 1966. Währenddessen stieg Toots Mondt noch weiter auf und wurde noch mächtiger, als er sich mit Ray Fabiani zusammen tat und den Aufstieg von Jim Londos einleitete. Außerdem trainierte er zukünftige Stars wie Antonio Rocca und Stu Hart. Nach Jack Curleys Tod im Jahre 1937 arbeitete Mondt mit Rudy Dusek, Jack Pfefer und anderen zusammen. Gemeinsam erschufen sie im Nordosten der USA eines der Top Territorien. Außerdem gilt Toots Mondt als Mentor von Vince McMahon Sr., mit dem er auch 1963 die WWWF gründete und es war Mondt, der Bruno Sammartino zum ersten echten Superstar der Liga machte. Vor seinem Tod am 11. Juni 1976 verkaufte er seine Anteile an der WWWF an McMahon. Ohne Zweifel sind die Errungenschaften des Gold Dust Trios herausragend und ohne diese wäre das heutige Wrestling nicht denkbar. Ed Lewis wird damit als einzige Persönlichkeit zum zweiten Mal in dieser Liste geehrt, dieses Mal zusammen mit Bill Sandow und Joseph "Toots" Mondt auf Platz 5.
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