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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#075 - Mad Dog Vachon
# 75: Mad Dog Vachon
Obwohl er gerade einmal 1,70m groß ist, wurde er zu einem der größten AWA-Heels aller Zeiten und hatte eine Karriere die vier Jahrzehnte umspannte, wobei er der Anführer einer der bedeutensten Wrestling Familien war. Maurice Vachon, ein unvergleichlicher Brawler und innovativ im Ring, ist deshalb die Nummer 75 auf unserer Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten.

Maurice ist am 14. September 1929 geboren, als eines von 13 Kindern im Arbeiterviertel Ville-Émard südwestlich von Montreal. Als Kind sah er sich oft die Wrestling Shows im nahegelegenen Montreal Forum an, sein Idol war damals die lokale Legende Yvon Robert. Mit 12 begann er zu wrestlen im nächsten YMCA, als er 14 war übernahm Chief Jim Crowley sein Training und er wurde mit der Zeit einer der besten kanadischen Amateurwrestler. Mit 18 konnte er sogar bei den 1948 Olympischen Spielen in London teilnehmen, wo er in der 174 Pfund Division siebter wurde. Dort traf er zum ersten Mal auf einen amerikanischen Vertreter des griechisch-römischen Stils namens Verne Gagne. Vachon konnte zwei Jahre später bei den British Empire Games in Neuseeland die Goldmedallie gewinnen und war in den nächsten Jahren ein Türsteher in einem Montrealer Nachtclub, bevor man ihm 1954 riet zu den Profis zu wechseln. Er debütierte als ein Junior Heavyweight und arbeitete für den Ontario Booker Larry Kasaboski. Während seines Rookiejahres gewann er in Sudbury den North American Junior Heavyweight Title. Bald aber geriet Vachon in große Schwierigkeiten, denn der mächtige Montrealer Promoter Eddie Quinn hatte Angst Vachon einzusetzen, da dieser mit seinem echten Können Yvon Robert in einem Shoot besiegen könnte. Robert war damals immer noch ein Main Eventer. Deshalb verlies Vachon Kanada und gewann mit Pierre LaSalle im April 1955 seinen ersten Titel, die NWA Texas Tag Team Titles.

Obwohl er ein sehr begabter Wrestler war, hatte Maurice Vachon größere Probleme sich von den anderen seiner Zunft zu unterscheiden und aus der Masse herauszutreten. Vachon entschied sich daher Gewicht zuzunehmen, woraufhin er 225 Pfund wog, und sich eine Glatze schneiden zu lassen, während er sich auch noch paradoxerweise einen Ziegenbart wachsen lies. Desweiteren kaufte sich Vachon bei den lokalen TV Sendern vor den wichtigen Matches Sendezeit, in welcher er dann immer ein Promo hielt und seine Überlegenheit gegenüber dem Gegner verkündete und gleichzeitig seinen Gegner niedermachte. Diese Art von medialem Auftreten erregte viel Aufmerksamkeit, sowohl in der Wrestlingszene als auch bei den Fans, denn letztere sprangen sehr gut auf die Promos an und pilgerten zu den Events. Vachon wurde so zu einem Top Monster Heel. Im Ring zeigte sich das, indem er seine Gegner biss, trat und schlug bis diese aufgaben. Der Promoter aus Portland, Don Owen, welcher auch den Gorgeous George-Namen erfand, nannte Vachon deshalb "Mad Dog". Seine geringe Größe passte sehr gut in dieses Gimmick. Mad Dog Vachon wurde schnell einer der bekanntesten Heels im Wrestling Business. Maurices jüngerer Bruder Paul wurde dann auch Wrestler und nannte sich einfach Butcher Vachon und gemeinsam gewannen die Brüder am 17. Februar 1959 in Edmonton, Kanada die NWA Canadian Tag Team Titles (Calgary-Version) von Chico García & Chet Wallick. Anfang der Sechziger ging Vachon zur American Wrestling Association in Minnesota, die nun von seinem alten Gegner bei den Olympischen Spielen, Verne Gagne, geleitet wurde. Gagne übernahm die Rolle von Tony Stecher und war gleichzeitig auch der wichtigste Wrestler seiner Liga. Mit seinen brutalen, hinterlistigen Taktiken wurde Vachon sofort eines der Top Draws für die AWA und ein perfekter Gegenpart für den All American Verne Gagne. Schon bald starteten sie eine Fehde die 20 Jahre lang dauern sollte.

Am 2. Mai 1964 gelang Vachon eine große Überraschung, denn er besiegte Verne um den AWA World Heavyweight Title. Gagne konnte sich den Titel zwar zwei Wochen später wieder sichern, allerdings konnte sich Vachon des Sieges rühmen, denn Gagne war zum Teil über ein halbes Jahrzehnt lang ununterbrochen AWA Champion. Ein weiteres Mal konnte Vachon den Titel am 20. Oktober gewinnen und zwischen 1964 und 67 war er insgesamt fünfmaliger AWA Champion. Er fehdete gegen alle großen AWA Wrestler wie Mighty Igor, !Crusher Lisowski und Dick the Bruiser. Das letzte Mal verlor er den Titel wieder gegen Verne Gagne, wonach er nach Montreal zurückkehrte. Dort wurde er zweimaliger IWA International Heavyweight Champion mit Siegen gegen Hans Schmidt und Johnny Rougeau. Durch seine Freundschaft mit der kanadischen Legende Jean Beliveau konnte er auch eine Promoter Lizenz für das Montreal Forum erlangen. Zum Leidwesen von Johnny Rougeau und Bob Langevin, welche Eddie Quinns Nachfolger in den 60ern waren. Vachon trat in den folgenden Jahren mit seinem Bruder Paul Vachon in einer epischen Fehde in der AWA gegen Crusher & Dick The Bruiser an. So gewannen die Vachons die Titel von den Beiden am 30. August 1969 und ein Jahr später konnten sie ihre Titel gegen sie sogar in einem großen Match im Comiskey Park von Chicago in einem Steel Cage Match verteidigen. Dieser Kampf wurde in den folgenden Jahren von Wrestlern wie Abdullah the Butcher, Bruiser Brody und Stan Hansen emuliert und kann sehr gut im Puerto Ricanischen Stil gesehen werden.

In den nächsten Jahren wurde die Vachon Familie zu einem Grundpfeiler der AWA, mit seiner Schwester Vivian Vachon und später auch seiner Nichte Luna Vachon. Gegen Ende seiner Karriere, nachdem Maurice jahrzehntelang immer ein böser Bube war, fingen die Fans dann aber an ihn in den späten 70ern zu bejubeln, als er mit seinem ewigen Rivalen Verne Gagne ein höchst skurilles Tag Team bildete. Am 6. Juni 1979 konnten beide Pat Patterson & Ray Stevens um die AWA World Tag Team Titles besiegen, welche sie über ein Jahr hielten, bevor sie von Jesse Ventura & Adrian Adonis besiegt wurden. Als die Hulkamania aufkam und die AWA auf jüngere Stars setzte, wechselte Vachon im Jahre 1984 zur WWF, da Vince McMahon einige Draws für die AWA-Gegend brauchte. Sein Aufenthalt dort ist allerdings nicht der Rede wert und schon bald war er wieder glanzlos verschwunden. Im September 1986 hatte er seinen letzten Kampf in Montreal und konnte so ironischer weise als Fan Favorite seine Karriere beenden, obwohl er beinahe seine ganze Karriere hindurch ein gehasster Bösewicht war.

1987 wurde Vachon von einem Autofahrer angefahren, welcher danach Fahrerflucht beging, und ihm musste ein Bein amputiert werden. Heutzutage ist Vachon einer der besten und bekanntesten Wrestler die einen psychotischen Charakter hatten, wie zum Beispiel "Maniac" Mark Lewin, Bruiser Brody, George Steele und "Mad Dog" Buzz Sawyer. Somit ist "Mad Dog" Vachon die Nummer 75 auf dieser Liste der Top 100.
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