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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#080 - Der Undertaker
# 80: The Undertaker
Der Superstar, der das Gefühl World Wrestling Federation vielleicht am beschreibt ist wohl der The Undertaker. Er prägt die Liga mittlerweile 15 Jahre und hat mit seinem Gimmick dabei mehrere verschiedene Phasen der Liga erfolgreich überstanden und das immer wieder ganz oben an der Spitze. Damit hat sich das Phänomen den Platz 80 in der Liste der einflussreichsten Wrestler mehr als verdient.

Marcus Luke Calloway wurde am 24. Mai 1965 in Dallas, Texas geboren. Als kleiner Junge war zwar noch nichts davon zu sehen, dass er später mal einer der größten Superstars werden sollte, aber dafür erlebte er in seiner Teenagerzeit einen Wachstumsschub, woraufhin er mit dem Basketballspielen anfing, was im dann auch einen Platz auf der Texas Wesleyan University einbrachte. Doch das war nicht sein eigentliches Ziel, denn seit seiner frühsten Kindheit war Marcus ein Fan der Athleten im Wrestlingring und daher fing er in einem kleines Trainingszentrum an sich die Grundlagen anzueignen. Dort wurde er nach einiger Zeit von Fritz Von Erich beobachtet, der von Calloways Größe und seinem allgemeinen Aussehen beeindruckt war. Von Erich schickte ihn daraufhin zu Don Jardine, in dessen Trainings Camps Calloway weiter trainiert wurde. Schließlich gab Fritz von Erich dem späteren Undertaker die Chance sich im Ring zu beweisen und das in seiner World Class Championship Wrestling Promotion. Als maskierter Texas Red debütierte Calloway im Sommer des Jahres 1984 gegen den legendären Bruiser Brody, der Red völlig auseinander nahm. Währenddessen hatte Calloway allerdings nie aufgehört Basketball zu spielen. Als sein Coach dann davon Wind bekam, dass er Wrestling betrieb, verlangte er von ihm, dies sofort aufzugeben. Doch anstatt dem zu folgen entschied er sich mit dem Basketball aufzuhören, denn im Ring rechnete er sich bessere Chancen aus.

1988 machte Mark Calloway, dieser Name hat sich mittlerweile eingebürgert, seinen Abschluss und verdiente sich nebenbei etwas als Türsteher dazu, während er am Wochenende für die von Erichs in den Ring stieg. Als die WCCW 1989 in der USWA aufging, zog Calloway es vor sich der Continental Wrestling Association anzuschließen. Dort nahm er das Gimmick des Punishers an und wurde von General Skandar Akbar gemanagt. Damals wurde Calloway vor allem durch seine Agilität, die für einen Mann seiner Statur sehr ausgeprägt war, bewundert. Einige Monate später ging es für ihn dann doch in die in Tennessee beheimatete USWA, wo er den Namen Master of Pain annahm. Seine Manager wurden dort Dutch Mantell und der später als Harvey Wippleman bekannte Downtown Bruno. Am 1. April des Jahres 1989 schaffte er es dann sogar Jerry Lawler um dessen USWA Unified World Heavyweight Title zu besiegen. Doch schon kurz danach zog es ihn zurück nach Texas, wo er am 5. Oktober des selben Jahres den USWA Texas Heavyweight Title gewinnen konnte.

Kurz bevor das neue Jahr eingeläutet wurde schloss sich Mark dann World Championship Wrestling an und trat dort unter dem Namen "Mean" Mark Callous an. Dabei wurde er ins kalte Wasser geworfen und ersetzte den verletzten Sid Vicious als Dan Spiveys Tag Team Partner in Teddy Longs Team der Spyscrapers. Callous konnte sich eigentlich nie richtig etablieren und als dann Spivey einige Monate später die Liga verließ, verschwand er sogleich in der Midcard. Aber während die WCW nichts mit ihm anzufangen wusste, wurde ein gewisser Vince McMahon Jr. auf den Mann aufmerksam, der genau in sein Konzept passte. Am 23. November des Jahres 1990 war es dann soweit und der Undertaker erblickte das Licht der Welt. Er wurde als Mystery Partner von Ted DiBiase bei der Survivor Series präsentiert und wurde dabei von Brother Love zum Ring begleitet. Angekündigt wurde er damals noch als Kain the Undertaker. Die ersten zwei Worte wurden dann schnell ad acta gelegt und der Undertaker machte sich auf die Fans mit seiner Agilität und seinen Fähigkeiten vom Top Rope zu beeindrucken. Schon damals gehörte der Rope Walk zum festen Programm und ebenfalls zum festen Programm gehörte dann auch schnell ein Mann, ohne den der Mythos des Undertaker vielleicht nie so ausgeprägt wäre, namens Paul Bearer. Schnell bahnte sich der Deadman seinen Weg an die Spitze der Liga und etablierte sich als einer der Top Heels. Genau ein Jahr nach seinem Debüt gelang es ihm dann tatsächlich den amtierenden WWWF World Heavyweight Champion Hulk Hogan zu besiegen. Obwohl die Titelregentschaft nur kurz dauerte, hatte er sich damit an der Spitze der Liga einen Namen gemacht und Fehden gegen die Lieblinge der Fans wie dem Ultimate Warrior, Randy Savage oder erneut dem Hulkster sicherten ihm den Platz an der Sonne.

1992 schockte der Undertaker die Wrestling Welt im positiven Sinne, als er zum Babyface turnte, indem er Miss Elizabeth vor einer Attacke von Jake Roberts rettete. Man könnte vermuten, dass der Taker daraufhin sein morbides Gimmick ablegen musste, aber die WWF schaffte es tatsächlich diesen Charakter auch als Face gut zu verkaufen und wurde zum Hoffnungsträger der Nach-Hogan-Ära. In den kommenden Jahren konnte er sich an der Spitze der Promotion behaupten wie kaum ein anderer und das ohne sich massenweise Gold um die Hüften schnallen zu müssen. Seine Fehden gegen Giant González, Yokozuna, Mabel und King Kong Bundy zogen Fans, doch 1996 war es mal wieder Zeit für eine Veränderung. Der Undertaker trennte sich dabei von seinem Manager Paul Bearer, welcher sich aus Rache die Dienste von Mankind und Big Van Vader sicherte, um gegen den Taker vorzugehen. Abseits davon schaffte es der Taker bei WrestleMania XIII Psycho Sid zu besiegen und sich den WWF Title ein zweites Mal umzuschnallen. Dieses Mal sollte er den Titel dann auch mal länger halten dürfen und verlor er ihn erst fünf Monate später an Bret Hart. Das sollte allerdings in den Hintergrund treten, denn seine Fehde gegen seinen ehemaligen Manager stand im Vordergrund und hatte seinen Höhepunkt erreicht als Bearer den eigentlich für tot gehaltenen Bruder des Undertakers Kane präsentierte. Bei WrestleMania XIV konnte er sich über Kane hinwegsetzen und dann schließlich auch noch gegen Mankind in einem nie vergessenen Hell in a Cell Match.

In den späten 90er Jahren änderte sich mal wieder die Ausrichtung der WWF und in der Attitude Ära wurde der Charakter des Undertaker in einen noch dämonischeren umgewandelt. Mit seiner Ministry of Darkness war er in einige sehr kontroverse Storylines verstrickt. So wurde unter anderem Steve Austin gekreuzigt oder Stephanie McMahon in einer schwarzen Messe beinahe geehelicht. Nach einer längeren Auszeit kehrte der Taker dann als Motorrad fahrender American Badass zurück und legte das mystische Gimmick völlig ab. Zum neuen Gimmick gehörte auch, dass der Taker mehr Zeit am Mikrofon bekam und sich mit seinem Bruder Kane als Brothers of Destruction zusammen tat. Immer irgendwo zwischen Face und Heel fehdete er mit den anderen Stars dieser Zeit wie Steve Austin, The Rock, Kurt Angle und Brock Lesnar. Im Backstage Bereich machte sich der Undertaker ebenso einen Namen und übernahm die Rolle des Locker Room Führers. Anfang 2004 wurde dann eine neue mystische Undertaker Variante geschaffen und mit Paul Bearer an seiner Seite baute er seinen WrestleMania Rekord auf 13:0 aus, indem er Randy Orton besiegte.

Als der einzige Wrestler, der die Hulkamania und die Attitude Ära überbrückte, ist der Undertaker praktisch eindeutig mit der WWF verbunden und half über die gesamte vergangene Dekade dabei die Liga zu tragen. Mittlerweile ist der Undertaker vierfacher Heavyweight Champion. Außerdem ist er wohl der Mann, der als einer der ersten dafür gesorgt hat das Image der Big Man zu verbessern. Immer wieder präsentierte er dabei neue Seiten seines Charakters. Ob es nun so deutliche Unterschiede wie zwischen dem Deadman und dem American Badass oder nur kleine Nuancen waren, der Undertaker wirkte nie alt und verbraucht. Ein Ende seiner Karriere ist mittlerweile zwar abzusehen, aber wie lange es noch dauert, hängt einzig und allein von ihm ab, denn eins ist sicher, entlassen würde Vince den Undertaker wohl nie und das ist ein sehr wichtiger Grund, warum es der Undertaker hier auf Platz 80 geschafft hat.
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