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Family Tradition

Wrestling ist seit jeher nicht nur ein Geschäft für Einzelgänger, auch ganze Familien waren im Business unterwegs. Wir hatten uns es deshalb zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Familien ausführlich vorzustellen. Hier könnt ihr die 8 bisherigen Familienbiografien nachlesen.
Kapitel

25. August 2007: Die Reise beginnt in Samoa
Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe meiner Kolumne “Family Tradition“. Wie der Titel schon sagt, möchte ich euch in den kommenden Wochen einige der größten Wrestlingfamilien vorstellen und näher bringen. Dabei soll es nicht immer nur um ausführliche Biografien der Wrestler gehen, sondern auch mal nur darum, etwas Übersicht in die Verwandtschaftsbeziehungen zu bringen.

Sucht man nach einer Bedeutung des Wortes “Tradition“ so findet man den Ursprung im lateinischen Sprachgebrauch. Traditio steht für Übergabe, Überlieferung oder schlichtweg die Weitergabe von Handlungsmustern oder Überzeugungen. Tradition findet man in Gruppen oder aber zwischen einzelnen Generationen. Das ganze kann durch Erziehung, schriftliche Quellen oder aber durch Nachahmung erfolgen bzw. weiter gegeben werden. Zumindest letzteres dürfte im Wrestling sehr zutreffend sein. Im Studium habe ich gelernt, dass Traditionen nirgends älter sind und strenger befolgt werden, als bei sogenannten Urvölkern. Dazu zählen unter anderem Indianer und Inselvölker. Vielleicht ist diese Erkenntnis auch der Grund, warum ich mit einer Familie von der kleinen Insel Samoa starten werde. Die Inselgruppe liegt südwestlich von Hawaii, zwischen den USA und Australien.
Die Samoaner haben eine sehr lange und glorreiche Tradition im Wrestling, speziell in der WWE. Die Mutter von The Rock, Ata Johnson, bringt es mit dem Zitat: “Der Samoaner gehört zum Wrestling, wie der Fisch ins Wasser gehört“, sehr präzise auf den Punkt.

Alles begann mit der Eheschließung zwischen dem Pfarrer Amituanai Anoa'i und seiner Frau Tovale. Beide hatten vier gemeinsame Kinder. Die drei Söhne Afa, Junior und Sika, sowie eine Tochter namens Vera. Gleichzeitig ist der am 6. April 1937 geborene Peter Maivia wohl der Adoptivbruder von Amituanai Anoa'i. Andere Quellen berichten davon, dass diese Verbindung durch ein Ritual mit einer Art Blutsbrüderschaft begründet worden sein soll. Die Beziehung der beiden Männer kann wohl nicht abschließend geklärt werden. Mit ihm bekam der große und teilweise komplexe Familienstammbaum der Anoa’i-Familie einen weiteren Ast. Seine Ehefrau war von königlichem Blut.

Eben dieser Peter Maivia, der den Beinamen “High Chief“ trug, brachte das Wrestling in die Familie. Nach Neff Maiava war er der zweite Mann, der das Wrestling auf der ganzen Insel oder besser die ganze Insel im Wrestling bekannt machte. Er feierte sein Debüt im Jahre 1963 und trat die nächsten 10 Jahre fast ausschließlich für die NWA New Zealand und die NWA San Fransisco an. Sein besonderes Markenzeichen waren seine Tätowierungen. Diese entsprachen dem Status eines samoanischen Häuptlings und wurden mit Hammer und Nagel angefertigt. Sein Stern in der NWA stieg stetig und so wurde die World Wide Wrestling Federation im Jahre 1977 auf ihn aufmerksam und nahm ihn unter Vertrag. Schon bald trat er meist an der Seite oder aber gegen seinen langjährigen Freund Billy Graham an, den er bereits in der NWA San Fransisco kennengelernt hatte.
Ende der 70er Jahre verschwand Peter Maivia aus der WWWF und kaufte die Liga NWA Polynesian Pro Wrestling von Russ Francis und war bis zu seinem Tod dort als Promoter und Wrestler tätig. Am 13. Juni 1982 verstarb er nach einem Krebsleiden. Die auf Hawaii beheimatete Liga wurde von seiner Frau weitergeführt.

Peter Maivia hatte zwei (eventuell drei) Kinder mit seiner Ehefrau Lia. Sein Sohn Toa Maivia trat in die Fußstapfen seines Vaters und wurde selbst Wrestler. Über ihn ist leider nicht viel bekannt, außer das er Auftritte bei World Xtreme Wrestling hatte.
Etwas wenig ist über Peter Maivia Jr. bekannt. Der zweite (?) Sohn hatte mit Mando Guerrero, Toru Tanaka und seinem Vater ausgezeichnete Lehrmeister. Innerhalb der NWA und der ACCW war er kurzzeitig sehr erfolgreich. Vor allem im Tag Team mit seinen Lehrmeistern Tanaka und Guerrero. Nach seiner Karriere hatte er einige Rollen in Filmen und Serien. Einige Quellen behaupteten jedoch, dass es diesen Sohn nicht gab, sondern das der Name sozusagen geliehen bzw. gekauft war. Deswegen oben auch die vage Angabe zwei oder drei Kinder.

Peter Maivias Schwiegersohn Rocky Johnson (geboren als Wayde Bowles) stammte aus Kanada und war ein lokaler Boxer, der nebenbei auch als Wrestler auftrat. Er heiratete Peter Maivias zweites Kind, seine Tochter Ata Maivia. Obwohl ihr Vater zunächst gegen diese Verbindung war, änderte er seine Meinung nach der Hochzeit und trainierte seinen Schwiegersohn. Dieser trat zunächst für die NWA und einige kleinere Promotions an. 1981 konnte er als maskierter Sweet Ebony Diamond den NWA Television Title gewinnen. Kurze Zeit später wurde er Teil der World Wrestling Federation und konnte dort an der Seite von Tony Atlas ausgerechnet den Wild Samoans 1983 den WWF Tag Team Titles abnehmen. Warum dies so außergewöhnlich war, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt. 1984 verschwand er aus der WWF und beendete 1991 seine Karriere. Bevor er sich dann zusammen mit Pat Patterson dem Training seines Sohnes Dwayne Johnson widmete, hatte er erhebliche Alkoholprobleme und benötigte professionelle Hilfe um diese zu überwinden. Ab Dezember 2002 arbeitete er nochmals für 6 Monate als Trainer für die WWE, ehe er sich endgültig nach Florida zurückzog, wo er heute mit seiner Frau Ata lebt. Er ist noch immer Betreiber einer Wrestlingschule und er schätzt die Nähe der Familie seines Sohnes Dwayne Johnson.

Das ganz große WWF-Rampenlicht richtet sich erstmals auf die Anoa’i-Familie als Afa und Sika als “Wild Samoans“ im Oktober 1979 ihr Debüt in der WWWF feierten. Afa wurde von seinem Onkel Peter Maivia und Rocky Johnson dem Ehemann seiner Cousine Ata Maivia trainiert. Anfang der 70er Jahre überzeugte er dann seinen Bruder Sika vom Wrestling und trainierte ihn zusammen mit seinem Onkel und dessen Schwiegersohn. 1973 schlossen sich beide Stampede Wrestling an und wurden von Stu Hart trainiert. Beide konnten bis 1978 große erfolge innerhalb der NWA und der AWA feiern. Im Oktober 1979 feierten sie dann ihr Debüt für die WWWF und wurden von Lou Albano gemanagt. Laut Vince McMahon waren Afa und Sika sehr beliebt, vor allem wegen ihres Humors und wegen der Art und Weise wie sie sich im Backstagebereich präsentierten. Glaubt man den Aussagen der Familienmitglieder, so kam ihr Erfolg vor allem durch ihre Wildheit und die Angst der Fans vor den beiden zustande. Beide wurden 2007 in die Hall of Fame der WWE aufgenommen.
Afa ist noch heute in seinem Wild Samoan Training Center aktiv. Zu den Absolventen der Wrestlingschule gehören neben den eigenen Familienmitgliedern noch etliche andere große Namen. So z.B. Bam Bam Bigelow, Gene Snitsky, Billy Kidman, Kanyon oder Batista.

Mit den oben genannten Herren war mehr als nur ein Grundstein gelegt. Eine Tradition wurde begründet, welche sich bis heute zieht und großartige und eindrucksvolle Athleten hervorbrachte. Die nun folgende dritte Generation dürfte vielen Fans von heute nahezu komplett bekannt sein und dürfte sich durch eindrucksvolle Karrieren in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben.

Der bislang ungenannte Bruder von Afa und Sika, nämlich Junior Anoa’i, ist der Vater des am 2. Oktober 1966 geborenen Rodney Anoa’i. Vielen besser bekannt als Yokozuna. Trainiert wurde er von seinen beiden Onkels Afa und Sika und feierte Anfang der 80er Jahre sein Debüt als Great Kokina in Japan. 1984 kam er dann als Kokina Maximus zur AWA und durfte dort die Karriere Greg Gagne’s beenden. Er brach ihm in dieser Storyline das Bein. Als Vince McMahon auf ihn aufmerksam wurde, bot er ihm das Gimmick des Yokozunas an und brachte ihn 1992 in die WWF. Während seiner Zeit in der WWF konnte er einmal den Royal Rumble gewinnen (1993) und sich je zwei Mal den WWF Title und die WWF Tag Team Titles (mit Owen Hart) sichern. 1998 forderten die Offiziellen ihn auf, deutlich an Gewicht zu verlieren. Obwohl er knapp 50 Kilogramm abspeckte war man nicht zufrieden und entlies ihn.
Danach trat er längere Zeit independent an, bis er bei einer Tour in England einen Herzinfarkt hatte und am 23. Oktober 2000 in einer Klinik in Liverpool verstarb.

Sein Cousin Matthew Anoa’i ist einer der beiden Söhne von Sika und dürfte vielen Fans besser bekannt sein als Rosey von 3-Minute Warning. Seine ersten großen Auftritte hatte er 1996 in der ECW an der Seite von Sammy the Silk. Danach trat er kurzzeitig als Kimo zusammen mit Ekmo im Indy-Bereich an. 2002 kamen er und sein Partner Jamal (aka Ekmo) in die WWE und bildeten besagtes Team 3-Minute Warning. Nachdem Jamal 2003 von der WWE entlassen wurde, verpasste man Matthew ein Superhelden-Gimmick und steckte ihn mit The Hurricane in ein Team. Nachdem die WWE Jamal 2006 wieder verpflichtete rechneten viele mit einer Wiedervereinigung von 3-Minute Warning. Daraus wurde jedoch nichts, weil man für Jamal ein anderes Gimmick vorgesehen hatte. So wurde Rosey am 21. März 2006 von der WWE entlassen. Am 25. Juni 2006 feierte er dann sein Debüt als RO’Z bei All Japan Pro Wrestling wo er Teil der Gruppierung RO&D wurde.
Sein Bruder Joe Anoa’i ist bislang einer der wenigen “Nicht-Wrestler“ der Familie. Sikas zweiter Sohn spielt Football und schloss sich 2007 für die Pre-Season den Minnesota Vikings in der NFL an.
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