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Family Tradition

Wrestling ist seit jeher nicht nur ein Geschäft für Einzelgänger, auch ganze Familien waren im Business unterwegs. Wir hatten uns es deshalb zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Familien ausführlich vorzustellen. Hier könnt ihr die 8 bisherigen Familienbiografien nachlesen.
Kapitel

13. Oktober 2007: McMahon - Eine Liga, ein Name
Sucht man nach Legenden in einer Sportart, so tauchen häufig die gleichen Namen auf. Schaut man sich das Wrestling auf dem nordamerikanischen Kontinent an, so fallen hier Namen wie Hulk Hogan, Freddie Blassie, Antonio Rocca, Verne Gagne, Buddy Rogers und einige andere. Doch fragt man Wrestler nach einem ganz bestimmten Namen, so bekommt man stets Antworten wie „Sehr schlauer Geschäftsmann“ (von Alex Wright), “Hat großartige Dinge für das Business getan, hat schlechte Dinge für das Business getan, aber er wird immer der König bleiben” (vom The Warlord) oder schlicht “Genie“ (von Dory Funk Jr.). Somit steht hinter dem Namen in meinen Augen ebenfalls eine Legende und ich denke die Familie von Vince McMahon ist es mehr als wert, in der “Family Tradition“ betrachtet zu werden.

Genaugenommen müssen wir drei bzw. zwei Generationen zurückgehen. Die Geschichte der McMahons begann mit dem am 26. Mai 1882 in Queens geborenen Roderick James McMahon (auch Jess McMahon genannt). Über sein Leben ist leider nicht sehr viel bekannt, außer dass er mit der Modedesignerin Diane Banks verheiratet war. Deshalb können wir uns direkt dem ersten Highlight der McMahon’schen Sports Entertainment Ära zuwenden müssen. Im Jahr 1915 veranstaltete Jess McMahon als Co-Promoter einen Boxkampf für die WBA (World Boxing Association) in Havana. Dabei trafen Jess Willard und Jack Johnson aufeinander und nach 45(!) Runden konnte sich Willard in diesem Kampf den Titel sichern.
In den kommenden Jahren baute sich Jess schrittweise einen Namen als Boxpromoter auf und 10 Jahre nach diesem legendären Kampf, erreichte er eine neue Stufe auf der Popularitätsleiter. Zusammen mit Tex Rickard wurde McMahon Co-Promoter im legendären Madison Square Garden und veranstaltete Boxkämpfe. Der erste Kampf hierbei fand am 11. Dezember 1925 zwischen Jack Delaney und Paul Berlenbach statt.

Im Jahr 1935 wollte McMahon sein Angebot ausbauen. Bis dato hatte er sich Boxkämpfen und Konzerten gewidmet. Deshalb entschied sich Jess auch Wrestlingkämpfe und Wrestlingshows zu promoten. Was die ersten Jahre eher noch eine Randerscheinung im Leben des Jess McMahon war, wurde im Laufe der 40er Jahre immer mehr zu seinem Steckenpferd. Irgendwann im Jahr 1948 gründete er zusammen mit Joseph Raymond "Toots" Mondt den NWA-Ableger NWA Capitol Sports, hinter Mondt gab es noch einen reichen Milliardär, der die beiden, vor allem Mondt, unterstützte. Mondt selbst hatte zuvor als Wrestler einen neuen Stil geprägt, welchen er Slam Bang Western Style nannte. Sein ehemaliger Partner Tex Rickard versuchte den beiden einige Steine in den weg zu legen. Er erwirkte eine Verfügung, die es verbot im Madison Square Garden Wrestlingshows zu veranstalten. Diese Regelung hatte bis 1948 Geltung, kippte erst mit Gründung des NWA-Territorium und verhinderte ein wenig den frühzeitigen Aufstieg der jungen Wrestling Promotion. Das Leben als Wrestlingpromoter konnte Jess McMahon allerdings nicht lange genießen. Auf Grund seines hohen Alters und einer Erkrankung übernahm sein am 6. Juli 1914 geborener Sohn Vincent James McMahon im Jahr 1952 den Platz an der Seite von Toots Mondt. Das war nicht zuletzt Ray Fabiani zu verdanken, einem alten Weggefährten von Mondt, welcher diesen überzeugte mit dem jungen McMahon zusammen zu arbeiten. Nur zwei Jahre später verstarb Jess McMahon am 22. November 1954 in Wilkes-Barre.

Über die Jugend von Vince McMahon (Sr.) ist ebenfalls, wie bei seinem Vater, nicht viel bekannt. Als kleiner Junge spielte er oft im Madison Square Garden, durfte Künstler, Boxer und Wrestler kennenlernen. Deshalb dürfte es nicht verwunderlich sein, dass er den Garden als seine Heimat ansah und sehr viele Shows dort veranstaltete.
Um den Wechsel an der Spitze ihrer Liga zu bekräftigen, änderten Mondt und der junge McMahon den Namen ihrer Wrestlingliga in NWA Capitol Wrestling Federation. Über die 50er Jahre hinweg gelang es ihm die Liga schrittweise auszudehnen und aufzubauen. Im Jahr 1963 entschieden sich McMahon und Mondt dazu, sich von der NWA zu lösen. Die beiden gründeten die World Wide Wrestling Federation, welche in den Zeiten der regionalen Promotions zu den größten gehörte. Die Ausdehnung betrug zu dieser Zeit bereits den Bereich zwischen Maine und Washington D.C..
McMahon Sr. bewies in dieser Zeit vor allem zwei Talente, welche ihn von vielen anderen Promotern abhoben. Er hatte ein unheimliches Auge für große Talente und er hatte eine unnachahmliche Fähigkeit Matches so zu booken, dass er den Fans beste Unterhaltung und dramatische Wendungen präsentieren konnte.

Privat ist leider auch über den Vater von Vincent Kennedy McMahon nicht sehr viel bekannt. Weswegen wir uns nun auch schon seinem Sohn zuwenden können, dem Genie des Wrestlingbusiness. Vince McMahon wurde am 24. August 1945 in Pinehurst, North Carolina geboren. Die Bedingungen unter denen er aufwachsen musste sind wohl eher als schlecht zu bezeichnen. Er wuchs bei seiner Mutter auf und hatte keinen Kontakt zu seinem biologischen Vater. Dies bedeutete in den ersten 12 Jahren seines Lebens ein Leben in einem Wohnwagen, zusammen mit seiner Mutter und etlichen “Stiefvätern”. Nach eigenen aussagen soll mindestens einer davon auch handgreiflich gegenüber seiner Mutter und ihm selbst geworden sein.

Erst mit 12 Jahren erfuhr Vince wer sein leiblicher Vater war und so verwunderte es ein wenig, dass die beiden sich sofort super verstanden haben. Es lag wohl an der Liebe von Vince Sr. und Jr. zum Wrestling. Vince McMahon Sr. war jedoch vehement gegen einen Einstieg seines Sohnes ins Wrestlingbusiness. Sein Wunsch war es, dass sein Sohn eine Ausbildung im Rechts- oder Wirtschaftsbereich macht. Deswegen schickte er seinen eigenen Sohn zunächst auf die Militärakademie.
Während seiner Zeit in der Fishborne Military School in Waynesboro, Virginia, gelang Vince Jr. ein unrühmlicher Glanzpunkt. Er war der erste Kadett der vor einem Militärgericht angeklagt wurde. Er wurde jedoch nicht verurteilt. Der Grund für die Anklage ist leider nicht bekannt. 1964 schaffte McMahon Jr. seinen Abschluss am East Carolina College mit einem Diplom im Bereich Marketing. Am 26. August 1966 heiratete er New Bern, North Carolina seine College-Kollegin Linda Edwards. Beide kannten sich schon einige Jahre. Sie lernten sich 1961 in einer Kirche kennen. Vince McMahons Mutter Vicky Askew stellte ihrem 16-jährigen Sohn die 13 Jahre alte Tochter eines Bekannten vor.

Nach seinem Abschluss versuchte sich Vince McMahon Jr. fast zwei Jahre als Vertreter. Dies war jedoch relativ erfolglos und so wurde trotz des Widerstands seines Vaters zu einem Teil dessen WWWF. Er hatte zunächst eine geschäftsleitende Funktion inne, ehe er im Jahr 1971 erstmals selbst eine Show für seinen Vater in Bangor, Maine, promotete. Noch im selben Jahr übernahm er auch mehrfach die Rolle des Ringannouncers bei etlichen Shows seines Vaters.
Im Jahr 1972 verließ mit Ray Morgan einer der TV-Kommentatoren die WWWF. Der Posten musste schnellstmöglich neu besetzt werden und so entschied sich Vince McMahon Sr. dazu seinen eigenen Sohn ans Mikrofon zu setzen. Nebenbei versuchte der ältere McMahon aber auch seinem Sohn die Tricks und Tücken des Business beizubringen.

In den darauffolgenden Jahren wurde Vince McMahon Jr. zu einer Ikone in der WWF. Als Kommentator waren seine Stimme und sein Erscheinungsbild allen bekannt. Während die WWWF ihren Wirksamkeitsbereich immer weiter ausdehnte, stieg auch der Stern vom jungen McMahon unaufhaltsam auf. Hinter den Kulissen wurde seine Machtposition immer größer. Schon bald unterstützte er seinen Vater bei Verhandlungen mit verschiedenen TV-Stationen. Erstes großes Highlight war 1976 der Kampf zwischen Muhammad Ali vs. Antonio Inoki welcher in Tokyo stattfand. Er wurde von Vince Jr. mitorganisiert, bzw. die Übertragung und Ausstrahlung in den USA wurden von Vince Jr. vermarktet.
1979 kaufte Vince McMahon Jr. das Cape Cod Coliseum und veranstaltete dort neben WWWF-Shows auch Eishockeyspiele und Konzerte.

Noch im selben Jahr entschieden sich beide McMahons dazu, den Namen der Liga in World Wrestling Federation umzuändern. Im Jahr 1980 begann Vince McMahon Jr. mit seiner Firma Titan Sports Anteile an der WWF zu kaufen. So gelang es ihm schrittweise seine Machtposition zu manifestieren. Im Jahr 1982 wurde die gefundene Krebserkrankung seines Vaters immer schlimmer und so entschied sich Vince McMahon Sr. seine Anteile an der WWF bzw. an Capitol Sports komplett an Vince Jr. zu verkaufen, welcher daraus Titan Sports machte. Vince McMahon Jr. und seine Frau Linda McMahon übernahmen somit die Kontrolle und die Verantwortung in der WWF.
Im Jahr 1984 verstarb Vince McMahon Sr. nach einem langen Krebsleiden.

Während seines unaufhaltsamen Aufstiegs zur Führungsperson der WWF, hatte Vince McMahon Jr. auch auf der privaten Ebene einige Erfolge zu vermelden. Am 15. Januar 1970 kam Shane McMahon auf die Welt. Er besuchte die Greenwich High School in Greenwich, Conneticut und ging später auf die Roger Williams University in Rhode Island. Dort studierte er Medienwirtschaft und Marketing, worin er 1993 an der Boston University seinen Abschluss machte. Bereits im Alter von 12 Jahren begann Sahne für die WWF zu arbeiten. In den Ferien packte er Pakete und versendete Waren, später baute er den ring auf oder fuhr Trucks für die WWF.
Doch Shane sollte nicht das einzige Kind Vince und Linda bleiben, denn am 24. September 1976 brachte Linda eine Tochter namens Stephanie Marie McMahon zur Welt. Sie besuchte die gleiche Schule wie ihr Bruder und schaffte ähnlich wie er auch einen Abschluss an der Boston University, allerdings machte sie ihren Abschluss in Kommunikation.

Schon an der Seite seines Vaters hatte Vince McMahon Jr. begonnen das Syndikat WWF weiter auszubauen. Ihm gelang das Produkt auf bald 30 verschiedenen Sendern in den USA auszustrahlen. Diese Schritte brachten ihm den Unmut vieler NWA-Promoter und –Territorien ein. Der Gedanke der regional gebundenen Shows war somit kaum noch tragbar bzw. hatte mit der überregional agierenden WWF einen harten Konkurrenten bekommen. Dazu kam noch, dass sich Vince McMahon Jr. einige Meisterstücke ausdachte. Er legte sein Produkt auf Sport Entertainment aus und zum anderen verpflichtete er die Stars anderer Ligen. So zum Beispiel stieß Hulk Hogan 1984 zur WWF. Zusammen mit Megastar Hogan, den etlichen TV-Deals und Wrestlemania 1 kann man sagen, dass die WWF Mainstream wurde und die absolute Nummer eins auf dem nordamerikanischen Kontinent.
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