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Family Tradition

Wrestling ist seit jeher nicht nur ein Geschäft für Einzelgänger, auch ganze Familien waren im Business unterwegs. Wir hatten uns es deshalb zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Familien ausführlich vorzustellen. Hier könnt ihr die 8 bisherigen Familienbiografien nachlesen.
Kapitel

28. Oktober 2007: Die Ortons und ihre Skandale
Wenn man zwischen den Guerreros und dem Ende der Kolumne mit einem krönenden Abschluss steht, ist es plötzlich manchmal schwer die geeignete Familie als Puffer auszuwählen. Namen gäbe es noch genug, aber die Quellenlage ist häufig sehr dünn bzw. gar nicht vorhanden. Beispiele hierfür wären die Vachons, die Apaches oder die Singhs. Dann kam mir allerdings noch eine Familie in den Sinn, deren jüngster Schützling momentan die höchste Krone im nordamerikanischen Wrestling trägt. Natürlich handelt es sich um Randy Orton, wir wollen uns aber auch mit Wurzeln seiner Wrestlingkarriere befassen.

Mary Orton war die Besitzerin einer sehr bekannten Bar in Kansas City. Über Jahre hinweg war dies der Ort für viele Männer aus Kansas City und Umgebung um sich Abend für Abend die Freuden des Lebens schmecken zu lassen. Zu dieser Zeit war der kleine Robert Orton noch ein vorbildlicher Schüler. Geboren wurde er am 21. Juli 1929 und war nicht nur ein guter Schüler, sondern auch ein herausragender Sportler. Dies konnte er vor allem während seiner Zeit an Wyandotte High School unter Beweis stellen. Dort machte er 1948 seinen Abschluss und entschied sich nur knapp ein Jahr danach für eine Karriere als Wrestler. Bob Orton hatte das große Glück, dass er in der Hochzeit des Wrestlings in einer blühenden Wrestlingregion in den Ring steigen durfte. Er trat in den gleichen Hallen an, in denen Leute wie Sonny Myers und Orville Brown im Mainevent standen. Nach eigenen Angaben konnte er durch das bloße Zusehen bei deren Matches mehr lernen als jemals zuvor.

Schon in den ersten drei Jahren seiner Karriere war Orton Sr. ein Wrestler, der quer durchs Land reiste. Er trat in Florida, Georgia, New York, im mittleren Westen, Cleveland, Winnipeg und in Kalifornien an. Obwohl er sich sein ganzes Können nur durchs Ringen und durch das Beobachten von Matches angeeignet hatte, fehlte ihm noch immer ein richtiger Trainer. In Kalifornien lernte er dann den Wrestlingtrainer Lou Hines kennen. Diese Zeit im San Francisco Athletic Club beschrieb er stets als die härteste in seinem Leben. “Wenn du dort zwei Jahre mit diesem knallharten Hund überlebt hast, dann hast du vor nichts und niemandem mehr Angst.“ Nebenbei heiratete er am 22. Januar 1950 seine Jugendliebe Rita. Mit ihr sollte er drei Kinder bekommen. Bob Orton Jr., Barry Orton und eine Tochter namens Ronda.

Das harte Training sollte sich schon bald für Orton Sr. auszahlen. Er konnte gleich zwei Mal den Central States Heavyweight Title gewinnen. Anfang der 60er hatte er zusammen mit Buddy Rogers eine landesweit berüchtigte Fehde gegen Johnny Valentine und Antonino Rocca, später mit Valentine und Argentina Apollo.
An der Seite von Rogers trat er überall auf, vor allem aber für die WWWF und die NWA-Territorien. Rodgers war für ihn wie ein Mentor, der laut Ortons eigener Aussage, stets akribisch arbeitete und ihm viele Tipps mit auf den Weg gab.
Im Jahr 1968 kehrte Orton Sr. fest zur WWWF zurück und trat als Cowboy Rocky Fitzpatrick an. Die Namensänderung hatte er Vince McMahon Jr. zu verdanken, der einen neuen Charakter wollte. Blöd nur, dass ihn alle Fans bereits kannten und dies somit überflüssig war. Orton hatte einen längeren Run als Herausforderer von Champion Bruno Sammartino und beide standen u.a. im Mainevent im legendären Madison Square Garden.

Während seiner Auftritte für die WWWF hatte er erfolgreiche Runs in Florida und in der Mid-Atlantic Region. Er hatte stets den Ruf eines harten Arbeiters, der keine Schmerzen kannte und methodisch vorging. Dieses Vorgehen brachte ihm unter anderem sechs Mal den NWA Southern Heavyweight Title (Florida-Version) ein. Vier Mal als Bob Orton und zwei Mal als der maskierte Zodiac. Diesen Charakter hatte er 1972 angenommen, er war eine Kopie eines berüchtigten Serienmörders der in den 60er Jahren in Kalifornien mordete.

Wie oben bereits erwähnt, galt Orton Sr. als harter Hund. Schaut man auf seine Verletzungen, so muss man dies zweifelsohne bestätigen. Im High School Sport brach er sich einmal den vierten Lendenwirbel. Diese Verletzung sollte ihn während seiner gesamten Karriere behindern. Mehrfach musste er verletzungsbedingt absagen oder kämpfte unter großen Schmerzen. Er lies sich später den vierten und fünften Lendenwirbel entfernen und durch Knochen aus der Hüfte ersetzen. Nebenbei hatte er nach eigenen Angaben drei Mal ein Geschwür an seiner Niere. Er selbst sagt darüber: “Ich stieg immer wieder in den Ring. Verdammt war ich blöd. Ich konnte nichts anderes und liebte diesen Sport. So lernte ich eben damit umzugehen und mich entsprechend zu schützen.
Neben seinen Verletzungen ist vielleicht noch seine große Klappe erwähnenswert. Über den ersten NWA Heavyweight Titelgewinn von Ric Flair sagte er einmal: "Himmelherrgottnochmal. Leute wie Killer Kowalski sollten Champion sein. Dann kamen da diese Jungs. Verdammt! Jede Frau im Publikum hätte sie schlagen können."

Seine Karriere klang Ende der 70er Jahre langsam aus und einen letzten großen Run hatte er noch in der AWA. Danach war er häufig nur noch Gast bei diversen Shows und trat kaum noch in den Ring. Im Jahr 2000 zog er sich endgültig komplett vom Wrestling zurück und lebte in Las Vegas. Am 16. Juli 2006 verstarb er 5 Tage vor seinem 77. Geburtstag nach einem schweren Herzinfarkt. Auf eigenen Wunsch wurde er eingeäschert und seine Asche wurde auf dem Mount Charleston in Las Vegas verstreut.

Sein ältester Sohn Robert Keith Orton Jr. wurde am 10. November 1950 geboren. Der Wrestlingwelt sollte er als Bob Orton Jr. ein Begriff werden. Über seine Jugend gibt es leider nichts zu vermelden, deswegen können wir uns gleich der Tatsache zuwenden, dass ihm das Wrestling praktisch in die Wiege gelegt wurde. Sein Vater war zunächst gegen eine Karriere seines Sohnes im ring. Er hielt Robert Jr. für zu klein, änderte seine Meinung aber nachdem er ihn im Ring sehen konnte. Er begann seine Karriere Anfang der 70er Jahre als Referee. Grund dafür war Eddie Graham. Orton Jr. hatte die Schule abgebrochen und hoffte auf das Wrestling. Seit er neun Jahre alt war, kämpfte er als Ringer. Er besuchte Grahams Wrestlingschule in Florida, doch Graham wollte ihn nicht in den Ring steigen lassen. Deswegen setzte er Orton Jr. zunächst als Referee ein. Graham war damals als Promoter in Florida ein bekannter Name.

Neben Graham lernte Orton Jr. noch von Hiro Matsuda und Jack Brisco. Seine erste Match verlor er in Florida gegen George McCreary. Von 1972 an trat er vorzugsweise in Florida und Georgia an. Manchmal nahm er das Gimmick "Young Mr. Wrestling" an und trug dabei eine Maske. In seinen Anfangsjahren stand sein Vater oft an seiner Seite und beiden traten in unzähligen Tag Team Matches miteinander an. Sein großer Aufstieg begann Anfang der 80er Jahre in der National Wrestling Alliance. Er wurde mit Don Kernodle in ein Team gesteckt und beide konnten sich die NWA World Tag Team Titles (Florida-Version) sichern. Nachdem dieser Run zu Ende war, folgte die wohl größte Storyline für Bob Orton Jr., als er zusammen mit Dick Slater einen Auftrag von Harley Race annahm. Er zahlte den beiden 25.000 Dollar, damit sie Ric Flair ausschalteten und dessen Karriere beendeten. Flair wurde von den beiden “verletzt“, kehrte anschließend zurück und fehdete gegen Orton, Slater und Race.

1984 kehrte Orton Jr. zur WWF zurück, wo er zuvor schon mehrfach angetreten war. Er begann als Bodyguard von Roddy Piper. Diese Storyline wurde über fast ein Jahr aufrecht erhalten und Orton wurden zum dauerhaften Sidekick von Piper. Bei "The War To Settle The Score" im Madison Square Garden brach er sich in einem Match gegen Jimmy Snuka den Unterarm und musste fortan mit einer Schiene antreten. Mit Hilfe dieser Schiene konnte er viele Matches für sich entscheiden. Die Storyline wurde bis 1986 aufrecht erhalten und war eine Idee von Vince McMahon Jr. und Orton Jr. wirkt noch heute sehr unzufrieden mit der damaligen Entwicklung. Positiv dürften jedoch die Tatsache sein, dass er im Mainevent von Wrestlemania 1 in der Ecke von Piper und Paul Orndorff stehen durfte, in deren Match gegen Hulk Hogan und Mr. T. Auch bei der ersten Ausgabe von Saturday Night's Main Event am 11. Mai 1985 stand er im Mainevent und verlor gegen WWF Champion Hulk Hogan.

Nach Wrestlemania 2 trennten sich die Wege von Orton und Piper (der ein Boxkampf gegen Mr. T verlor), nachdem sie zuvor gegen Orndorff und wechselnde Partner fehdeten. Orton wurde zum neuen Bodyguard von Adrian Adonis, welcher ihm einen rosafarbenen Cowboyhut verpasste. Nach Pipers Rückkehr folgte eine Fehde zwischen Piper und Orton Jr. und Piper behielt hier die Oberhand. Nach einigen Jahren als Tag Team Wrestler in der WWF kehrte er 1989 zur NWA zurück, wechselte aber nach wenigen Wochen in den Indy-Bereich. Dort trat er bis 1999 unregelmäßig an und zog sich dann vom Wrestling zurück.

Während seiner Karriere trat Orton Jr. oft in Japan an. Das Land selbst gefiel ihm nach eigenen Angaben überhaupt nicht, aber dort konnte er gutes Geld verdienen. Seine schwierigste Phase war Japan aber auch deswegen, weil er nicht zu Hause sein konnte. Aus eigenen Erfahrungen wusste er wie es ist, aufzuwachsen und der Vater ist so gut wie nie zu Hause. "Mein Vater war sehr oft weg, und meine Kinder erlebten das gleiche wenn ich weg war. Ich kannte meinen Vater eigentlich kaum, bis ich aus der Schule war. Es war hart. Du musst dich ausschließlich um dich selbst kümmern.”

Er selbst macht kein Geheimnis daraus, dass er auf Grund von Rückenproblemen zu einigen unerlaubten Mitteln gegriffen hat. Deshalb stört ihn auch die Rolle als Bodyguard in der WWF nicht, da er zu dieser Zeit eben die Rückenprobleme hatte und diese somit gut verheilen konnten. Nach seinem Karriereende konzentrierte er sich auf das Golfspielen, trat 2-3 Mal im Monat bei Wrestlingshows an und trainierte seinen eigenen Sohn Randy Orton, dem wir uns später noch widmen werden, genau wie Orton Jr.’s Comeback in der WWE an der Seite seines Sohnes. Manchmal wirkt Bob Orton Jr. jedoch etwas deprimiert. Er selbst sagte einmal: “Erst war ich Bob Orton Sohn und heute bin einfach nur Randy Ortons Vater.“

Was für viele eine relativ unbekannt ist, ist die Tatsache das es noch einen Bruder von Bob Orton Jr. gibt. Sein Name ist für viele wirklich unbekannt und die Erinnerung kommt erst im Rahmen eines großen Skandals wieder. Randal Barry Orton wurde am 28. Mai 1958 geboren und zog mit seinen Eltern und seinem Bruder nur drei Tage nach der Geburt von Amarillo in Texas nach Kansas City in Missouri. Dort ging Randal auf die Schule, doch genau wie sein Bruder und auch sein Vater zog es ihn schon bald in den Wrestlingring. Bereits nach kurzem Training bei Bob Roop und Tully Blanchard debütierte er 1976 im Alter von 18 Jahren im Ring. Er trat bis Mitte der 80er Jahre bei der WWF als Jobber an und verlor unzählige Matches. Wesentlich erfolgreicher war er in anderen Ligen, so zum Beispiel für ICW, WOW, NWA, IWF und Stampede Wrestling. Bei der letztgenannten Promotion trat er sehr erfolgreich als maskierter Zodiac an, dasselbe Gimmick unter welchem sein Vater bereits große Erfolge feiern konnte.
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