Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 

351.441 Shows4.516 Titel1.465 Ligen27.003 Biografien8.836 Teams und Stables3.726 Turniere
Benutzername und Kennwort: 
  
Passwort vergessen?
Kostenlosen Account registrieren?
Schmaler • Farben: 1234
                     
 
Die zehn besten Gimmickmatches

Im Rahmen einer der "Montagsserien", die wir einst hier bei Genickbruch veröffentlichten, stellten wir die unserer Meinung nach 10 besten Gimmickmatches der Wrestlinggeschichte vor. Hier könnt ihr nochmal nachlesen, wovon sie damals zu berichten hatten.
Kapitel

Platz 6: I Quit Match: Bret Hart vs. Steve Austin
Die neueste Ausgabe der 10 besten Gimmick Matches aller Zeiten dreht es sich um zwei Stars, die verschiedener nicht hätten sein können. Es werden zwei Superstars sein, die ihre eigene Ära in der World Wrestling Federation hatten. Wrestler, die ihren verdienten Ruhm hatten und ihn immer noch haben. Wohl eine der meist verbitterten Fehden der damaligen Zeit. Es traf DER Superstar der New Generation Ära auf DEN Superstar der Attitude Ära, welche unter anderem durch dieses legendäre Match eingeläutet wurde.

# 6

Submission Match
Bret Hart vs. Steve Austin

Die Vorgeschichte:

Wir beginnen unsere Geschichte in der Mitte des Jahres 1996. WrestleMania 12 war vorbei und Shawn Michaels neuer WWF Champion. Er holte sich den Titel von Bret Hart in einem 60 Minutes Iron Man Match. Hart legte danach eine Pause an und somit musste die WWF neben Michaels einen neuen Star aufbauen. Dieser sollte seinen Aufstieg beim alljährlichen King of The Ring Turnier beginnen. Die Rede ist von Steve Austin, welcher davor schon mit dem Million Dollar Man Ted DiBiase unterwegs war. Austin konnte das Turnier gewinnen und somit begann auch dessen langsamer Push. Wir springen ein wenig in der Zeit voran. Und unser nächster Pay Per View sollten die Survivor Series sein. Steve Austin sollte hier auf den zurückgekehrten Bret Hart treffen. Das Match fand statt und wie erwartet konnte Hart ein erfolgreiches Comeback feiern. Die WWF fand das so ansprechend, so dass man sich dazu entschied eine längere Fehde daraus zu machen und so hatte man die perfekten Gegenspieler innerhalb einer Fehde. Auf der einen Seite stand der rücksichtslose und respektlose Rebell und auf der andere der Held vieler Kanadier und Amerikaner. Und in Mitten dieser zwei Personen war das Publikum, welches zwar Bret mochte, aber auch von Austin nicht abgeneigt war. So kam es dazu, dass sich ein Spalt in den Zuschauerreihen bildete. Dadurch entwickelten sich die Reaktionen, vor allem für Bret Hart, zu einer einzigen Farce. Sein Face Charakter war immer weiter abgenutzt und Austin zog immer größere Fanmassen auf sich. Die Fehde entwickelte sich und bekam noch einen brisanten Schub, als Austin Bret Hart beim Royal Rumble unfair eliminierte. Einige Zeit später kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der Beiden. Beim Pay Per View “In Your House: Final Four”, traf der Hitman in einem 4-Man-Over-The-Top-Rope-Elimination Match auf seinen Rivalen Steve Austin und zu dem noch auf Vader und den The Undertaker. Bret Hart konnte Steve Austin hier schnell eliminieren, was Austin gar nicht passte und so versuchte er den Hitman davon abzuhalten den Sieg erringen zu können. Hart konnte jedoch den Undertaker eliminieren und WWF Champion werden. Einen Tag später bei RAW setzte man direkt Harts erste Titelverteidigung an. Bret sollte auf Sycho Sid treffen. Das Match fand statt und Steve Austin machte einen Run-In. Wie schon beim Pay Per View arbeitete Austin wieder gegen Hart. Er zog dem Champion einen Stuhl über den Kopf, was Sid einen gewaltigen Vorteil einbrachte, denn der konnte die Powerbomb durchziehen und neuer WWF Champion werden. Die Fehde war nun auf einem höheren Level angekommen, denn Austin hatte Hart das Wichtigste gekostet was er zu diesem Zeitpunkt besaß, nämlich das Gold. Damit die Auseinandersetzung dieser beiden Männer endgültig ad acta gelegt werden konnten, setzte man ein Submission Match zwischen Bret Hart und Steve Austin an, welches bei WrestleMania 13 stattfinden sollte.

Das Match:
Für dieses Ereignis wurde übrigens der heutige UFC Hall of Famer Ken Shamrock als Special Guest Referee ausgewählt. Wie erwartet lieferten sich Steve Austin und Bret Hart ein sehr gutes Match, welches für damalige Verhältnisse schon bald in einer regelrechten Hardcore Schlacht ausartete. Stühle, das Mirkophonkabel, die Ringglocke usw. wurden eingesetzt, und so war es kein Wunder, dass Stone Cold Steve Austin sich ein schlimmes Cut an der Stirn zuzog. Austin war nun am ganzen Körper vollkommen blutverschmiert. Das Match war intensiv, keine Frage, doch was nun kam sollte bis heute unvergessen bleiben. Bret Hart schaffte es Austin in seinen gefürchteten Sharpshooter zu nehmen, und hielt Stone Cold darin mehrere Minuten lang fest. Verzweifelt kämpfte Austin gegen eine Niederlage, schaffte es allerdings nicht die Seile zu erreichen. So kam es, dass Gastringrichter Ken Shamrock dazu gezwungen war den Kampf zugunsten des Hitman abzubrechen, obwohl Austin die Worte “I Quit” niemals in den Mund genommen hatte. Obwohl er den Sieg eigentlich schon in der Tasche hatte, wollte Bret Hart noch eine Attacke gegen Austin folgen lassen, aber Shamrock hielt ihn zurück und schlug ihn schlussendlich nieder. Bret verließ im Anschluss die Halle, während Steve Austin wieder auf die Beine kam um dem offiziellen WWF Referee Mike Chioda einen Stunner zu verpassen. Vince McMahon erwähnte übrigens noch, dass Austin mit dem heutigen Abend womöglich Millionen von Fans hinzugewonnen hat, und sollte damit auch Recht behalten.
Sieger: Bret Hart

Die Highlights:
- Steve Austin zieht sich ein heftiges Cut an der Stirn zu und verlieh damit dem Matchende das gewisse Etwas an Dramatik.
- Mehrere Minuten lang wird Stone Cold von Bret Hart im Sharpshooter gefangen gehalten, und erst nach Entscheidung von Ken Shamrock wurde das Match abgeläutet.
- Hart versucht trotz Sieges gegen Austin vorzugehen, aber Shamrock schlägt Bret Hart nieder, ähnlich wie es ein Jahr später auch ein gewisser Mike Tyson mit Shawn Michaels machen sollte.
- Am Ende seiner Kräfte und stark blutend kommt Steve Austin dennoch auf die Beine und zeigt einen Stone Cold Stunner gegen Mike Chioda.

Auswirkungen für Bret Hart:
Hart sollte sich nach diesem Match, in dem ein Doppel-Turn vollzogen wurde, zu einem sehr wirkungsvollen Heel entwickeln. Auch sollte die Fehde mit Austin noch nicht ihr Ende gefunden haben. Hart griff mit der Hart Foundation mehr und mehr in das Geschehen ein, bis im November des Jahres 1997 für Bret Hart eine Welt unterging. Bei den Survivor Series 97 sollte Bret dem allgemein bekannten Screwjob zum Opfer fallen, welcher einen Skandal auslöste, wie er vorher im Wrestling nie da gewesen war. Hart wechselte später zur WCW, wo er sich unter anderem die WCW World Tag Team Titles, den WCW United States Heavyweight Title und auch den WCW World Heavyweight Title sichern konnte. Im Jahr 2000 musste Hart verletzt aussetzen und nur einige Monate später seine Karriere beenden. Gut 9 Jahre nach dem Montreal Screwjob wurde Bret Hart im April 2006 in die Hall of Fame von World Wrestling Entertainment aufgenommen. Er gilt bis Heute, als einer der besten Wrestler aller Zeiten.

Auswirkungen für Steve Austin:
Wie bereits erwähnt war die Auseinandersetzung zwischen Hart und Austin mit ihrem Match bei Wrestlemania XIII damit noch nicht beendet. In Your House 14 hieß die nächste Station, als der Hitman eine Niederlage via DQ in Kauf nahm und der The British Bulldog Austin mit einem Klappstuhl attackierte. Wiederum einen Monat später bei IYH 15 musste Stone Cold seinen Traum vom WWF Title gegen den Undertaker begraben, da Brian Pillman von der Hart Foundation gegen ihn eingriff. Eigentlich hätte man meinen können der große Durchbruch für Austin wäre inzwischen gekommen, aber stattdessen holte Austin sich den WWF Intercontinental Title von Owen Hart beim Summerslam 1997, wo Austin sich aufgrund eines Piledriver von Owen am Genick verletzte. Aber Stone Cold ließ sich nicht unterkriegen. Er war weiterhin einer der, wenn nicht der größte Superstar der WWF, und nach dem Royal Rumble Sieg holte er den bei Wrestlemania 14, ein Jahr nach seinem Match gegen Bret Hart, den WWF Title von Shawn Michaels.

Don’s Meinung:
Das Match war geprägt von den Fanreaktionen. Zwar nicht so monströs, wie man es von Goldberg und Brock Lesnar bei WrestleMania XX kennt, sondern eher verhalten, aber doch gegenwärtig. Es war für die WWF das erste Mal, dass das Publikum sich gegen den eigentlichen Face stellte und dem Heel zu jubelte, was diesem Match auch eine gewisse Brisanz gab. Wrestlerisch ein sehr starkes Match. Hart immer noch auf seinem Höhepunkt und auch Austin war noch in der Lage akzeptable und sehr gute Matches zu zeigen. Ein Match, welches für Bret Hart ein Vorbote war. Ein Vorbote für den sinkenden Face Stern und ein Symbol dafür, dass sein Hero-Gimmick nach all den Jahren endgültig verbraucht war. Nichts desto trotzt war dieses Match ein intensiv geführtes und auch bitter umkämpftes Match, welches der Kanadier am Ende gewinnen konnte. Schön, wie hier die New Generation mit der Attitude verbunden wurde und man in gewisser Hinsicht ein Übergang zwischen beiden Abschnitten schuf.

WWE-Freak’s Meinung:
Für mich ist dieses Match ein Beispiel dafür, dass man manchmal einfach ein wenig genauer hinsehen muss. Vielleicht haben es manche als langweilig angesehen, wie Austin im Sharpshooter feststeckte, aber tatsächlich war es eine Szene die man an Dramatik hätte überhaupt nicht überbieten können. Austin weigerte sich ganz einfach aufzugeben. Wer diese Bilder gesehen hat dürfte sie sicherlich nicht so schnell vergessen haben. Ein blutverschmierter Steve Austin, der versucht das Unvermeidliche abzuwehren, und ein Bret Hart, der ungewöhnlich aggressiv vorging und dadurch seine Zeit als künftig verhasster Kanadier einleitete. In dieser Nacht tauschten beide ihre Rollen, was bis heute als der wohl größte doppelte Turn in der WWE Geschichte anzusehen ist.
 
 
 
Diesen Artikel empfehlen
    
            
 
Interessantes bei GB
In einer zehnteiligen Serie stellt THU für Genickbruch weltbewegende Matches vor - vielfach aus der WWE-Geschichte. Ihren besonderen Einfluss verdanken sie entweder starkem Wrestling, intensiver Matchführung oder das Business verändernden Matchausgängen. Lest euch ein in die Geschichte von Hogan vs. Andre the Giant, Bret Hart vs. British Bulldog und vielen anderen Matches, die die Welt bewegten! ... aufrufen
 
 
Interessantes bei GB
Das Pro-Wrestling faszinierte immer schon die Massen, kein Wunder dass also immer wieder ganze Stadien gefüllt wurden. Wir haben eine Rubrik bei Genickbruch, die sich mit den größten Zuseherzahlen beschäftigt und es verwundert kaum, dass vor allem WrestleMania immer wieder im Spitzenfeld auftaucht. Ob eine der Ausgaben allerdings auch an der Spitze steht, das könnt ihr nur mit einem Klick in diese Rubrik herausfinden! ... aufrufen
 
Interessantes bei GB
Nicht nur Pro Wrestling hat seinen Platz bei Genickbruch, unsere Seite kümmert sich auch um die wilden Jungs die sich in Ringen oder Käfigen mit verschiedensten Kampftechniken prügeln - also Mixed Martial Arts. Mehr als 50 aktuelle und historische Ligen umfasst unsere Datenbank, ihr könnt euch also nicht nur über den Marktführer UFC informieren, sondern auch die Geschichte des Sports nachlesen. ... aufrufen
NewsShowsPersonalienHintergrundExklusivGeschichte
Wrestlingnewsnach LigaTag Teams und StablesShootsMediendatenbankTitelträger
Updates der Homepagenach OrtManagerSkandaleExklusivinterviewsTitelstatistiken
 nach DatumProminenteLexikonWeitere InterviewsTurniere
Forumnach ZensurR.I.P.-ListeMatchartenUnsere Hall of FameEinschaltquoten
DiskussionsforumUpdatesVerhaftungenLucha LibreEine Schippe GeschichteZeitstrahl
  VerletzungenPuroresuEuropakalenderZuschauerrekorde
LigenBiosVerwandtschaftenEinstündige MatchesProphecyZuschauerpotentiale
ÜbersichtBios von A bis ZTrainerHalloween HavocFlimmerkisteMatchrekorde
Die "großen Vier"Biografie suchenMask MatchesEinstige HeldenMonatliche Best OfsKonstellationen
US-Independent-LigenBilanzen nach LigaHair MatchesMontagskriegeKolumnenübersicht 
Kanadische LigenBilanzen nach OrtWrestler in FilmenEinflussreichste WrestlerPodcastsInternes
Oldschool-LigenSpezialbilanzenGB100Der Stable GuyGimmickmüll i.e.S.Showtippspiele
Japanische LigenKlickchartsBAMM15Die Four HorsemenSchrottplatzMeinungsmacher
Mexikanische Ligen Year End AwardsFamily TraditionDer schwarze KanalDas Genickbruch-Team
Andere lateinam. LigenUmfragenPWI500Der WWE TitleMüll der neunziger JahreGeschichte der Homepage
Europäische LigenUmfragenObserver-AwardsDie New World OrderZufallsinformationenBewerbung als Mitarbeiter
Sonstige Wrestlingligen Weitere AwardsDie Geschichte der XPWCelebrity DeathmatchImpressum & Rechtliches
Mixed-Martial-Arts-Ligen KommentatorenGimmickmatchesVideo-ReviewsLinks
   WeltbewegendesCD-Reviews 
Texteigentümer dieser Seite: Axel Saalbach          Genickbruch.com © by GB-Team (2001-17)          Programmierung © by Axel Saalbach (2006-17)