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Die zehn besten Gimmickmatches

Im Rahmen einer der "Montagsserien", die wir einst hier bei Genickbruch veröffentlichten, stellten wir die unserer Meinung nach 10 besten Gimmickmatches der Wrestlinggeschichte vor. Hier könnt ihr nochmal nachlesen, wovon sie damals zu berichten hatten.
Kapitel

Platz 4: Ladder Match: Razor Ramon vs. Shawn Michaels
Wir begrüßen euch zu mittlerweile sechsten Ausgabe der besten Gimmick Matches aller Zeiten. In der vergangenen Woche durften wir ein Match betrachten, welches an Gewalt und Brutalität kaum zu überbieten war. Doch Heute widmen wir uns einem Match, welches wohl zum damaligen Zeitpunkt viele Ah und Oh Momente hervorgerufen haben dürfte. Ein Match, wie es in der World Wrestling Federation offiziell noch nie stattgefunden hatte, aber seht selbst.

#4

WWF Intercontinental Title - Ladder Match
Shawn Michaels vs. Razor Ramon (c)


Die Vorgeschichte:
Wir befinden uns im Mai des Jahres 1993. Marty Jannetty konnte sich gegen seinen ehemaligen Tag Team Partner und momentanen Erzfeind Shawn Michaels durchsetzen und sich von ihm den WWF Intercontinental Title holen. Dies passte Shawn Michaels überhaupt nicht, weswegen dieser sich Hilfe in die World Wrestling Federation holte. Hilfe in Form von “Big Daddy Cool” Diesel, den meisten wohl besser bekannt als ehemaliger Träger des WCW World Heavyweight Titles und derzeitiger TNAWs Kevin Nash. Michaels bekam ein Re-Match um den Intercontinental Title und er konnte diesen Dank jenem Diesel nach nur knapp 3 Wochen zurückgewinnen. In der Zwischenzeit zeichnete sich ebenfalls ein Aufstieg eines neuen Superstars ab. Razor Ramon war bis vor kurzem noch Heel. Verlor dann gegen den 1-2-3 Kid und wurde von seinen vermeidlichen Freunden IRS und Ted DiBiase niedergemacht. So kam es, dass Ramon zum Face turnte, welcher von den Fan frenetisch gefeiert und geliebt wurde. Michaels war an der Spitze der IC-Division angekommen und Ramon war auf dem besten Weg dahin ihm den Rang abzulaufen, also musste man handeln und so bekamen die beiden ein Programm miteinander. Wir springen in den September und noch immer ist Shawn Michaels der amtierende Intercontinental Champion. Dies sollte sich jedoch schlagartig ändern. Der damalige WWF Gimmick-Präsident Jack Tunney verkündete, dass Shawn Michaels seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen würde und ihm somit nichts anderes übrig bleiben würde, als den Titel für vakant zu erklären. Tunney setzte dann eine 20-Man Battle Royal an, bei der die letzten zwei Wrestler ein Match gegeneinander bekommen würden, bei dem es um den Intercontinental Title gehen wird. In der Battle Royal konnten sich letztlich Razor Ramon und Rick Martel durchsetzen. Beim darauf folgenden RAW traten beide Kontrahenten gegeneinander an, wobei sich Razor Ramon am Ende den Title sichern konnte. Auch Shawn Michaels kehrte dann zurück und er hielt sich immer noch für den amtierenden Intercontinental Champion. Er hatte ebenfalls seinen eigenen Titel dabei und somit entstand eine Kontroverse um den wahren Intercontinental Title. In den folgenden Wochen kam es immer wieder zu Konfrontationen der beiden und so setzte Jack Tunney ein Ladder Match an, welches zeigen soll, wer der wahre Intercontinental Champion ist und wer den Titel endlich abgeben muss. Das Match sollte nicht irgendwo stattfinden, sondern bei der Jubiläumsausgabe der WrestleMania. WrestleMania X.

Das Match:
Bevor das eigentliche Match losging wurde in einer verdunkelten Halle die mit einem Scheinwerfer beleuchtete Leiter gezeigt, was die Atmosphäre ziemlich gut wirken ließ. Shawn und Razor starteten schnell, wobei der Bad Guy schnell seinen Razor’s Edge zeigen wollte. Den konterte HBK jedoch und schickte Razor damit auf den ungesicherten Betonboden nach draußen. Danach kam erstmals die Leiter ins Spiel und Michaels rammte Razor diese genau in den Magen. Dieser sackte zusammen, konnte aber natürlich weitermachen. Im späteren Kampfverlauf kletterte Shawn Michaels auf die Leiter und sprang von ganz oben einen noch heute oftmals in Highlights gezeigten Big Splash auf Razor Ramon. Dramatisch ging es weiter als HBK versuchte sich den Intercontinental Title zu schnappen, aber unter lautem Jubel der Fans hinderte Razor ihn daran, indem er Michaels und die gesamte Leiter zur Seite kippte. Razor blieb am Drücker, stellte die Leiter gegen das Turnbuckle und schleuderte Shawn Michaels heftig genug dagegen, dass diesmal dieser aus dem Ring flog. Wieder zurück bekam HBK die zusammen geklappte Leiter mit einem Shot ins Gesicht zu spüren, und durfte das Seilgeviert erneut verlassen. Razor versuchte sich den Gürtel zu angeln, aber Michaels war schon am Top Rope und sprang mit einem Faustschlag gegen den Rücken von Razor, der ihn wieder von der Leiter beförderte. Beide waren schon sichtlich mitgenommen, aber dennoch blieben beide am Ball und lieferten sich kurz darauf einen Schlagabtausch auf der drittletzten Sprosse der Leiter. Diesen konnte Razor schlussendlich mit einem Suplex von der Leiter für sich entscheiden. Für kurze Zeit wurde die Leiter aus dem Spiel gelassen, denn Ramon wich eine Clothesline von HBK aus, nur um danach genau in dessen Sweet Chin Music zu laufen. Es folgt ein Piledriver von Shawn, bevor dieser auf eine Ringecke kletterte und sich von dort aus mit der Leiter voraus auf Razor Ramon fallen ließ. Abermals wollte HBK den Titel von der Verankerung lösen, aber Razor war wieder rechtzeitig zur Stelle. Diesmal jedoch ließ Michaels sich nicht so einfach aufhalten, also holte Razor Schwung und sorgte mit einem Shouldertackle gegen die Leiter dafür, dass Shawn Michaels umkippte. Dies sollte jedoch fatale Folgen haben, da HBK sich hierbei mit den Füßen in den Ringseilen verhedderte. Verzweifelt versuchte er sich zu befreien und die Kommentatoren riefen nach Diesel. Dieser war jedoch zwischenzeitlich vom Referee vom Ring verbannt worden, und so hatte Razor Ramon genügend Zeit um die Leiter hochzuklettern. Zwar schaffte Michaels es sich noch aus seinen Fängen zu befreien, aber zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät und Razor schaffte es, sich zum unumstrittenen Intercontinental Champion zu machen.
Sieger: Razor Ramon

Die Highlights:
- HBK springt mit einem Big Splash von der Leiter auf Razor Ramon.
- Razor Ramon hämmert Shawn Michaels die Leiter mitten ins Gesicht.
- Ein Schlagabtausch auf der Leiter endet indem HBK von ganz oben auf die Matte geworfen wird.
- Razor schickt HBK mit einem Shoulderblock gegen die Leiter wieder nach unten.
- Michaels verheddert sich in den Seilen und muss mit ansehen wie Razor das Match gewinnt.

Auswirkungen für Razor Ramon:
Für Razor Ramon kam das Match gerade richtig. Nach seiner Niederlage gegen den 1-2-3 Kid musste man schon befürchten, dass Ramon untergehen würde, doch er bewies das Gegenteil und konnte sich, auch mit Hilfe eines gekonnten Faceturns, weiterhin an der Spitze der Liga behaupten. Nach diesem Match verlor Ramon jedoch seinen Title an “Big Daddy Cool” Diesel. Kurze Zeit später konnte sich der Bad Guy den Titel ein zweites Mal sichern. Im Laufe der Jahre kamen noch zwei weitere Gewinne des Intercontinental Titles hinzu, ehe er die World Wrestling Federation in Richtung von World Championship Wrestling verließ. In der WCW wurde Razor Ramon, der seinen Namen auf Grund von Lizenzen in Scott Hall änderte, zum Gründungsmitglied des wohl meist dominierenden Stables der Wrestlinggeschichte. Hall gründete mit seinem Freund Kevin Nash, der ehemalige Diesel wechselte ebenfalls nach Atlanta, und dem unsterblichen Hulk Hogan die New World Order. Ein Stable, dessen Initialen noch heute bei vielen Fans Freude auslösen. Hall selber sackte aber in den folgenden Jahren mehr und mehr ab und verfiel dem Alkoholismus. Einigen seiner Freunde ist es zu verdanken, dass Hall noch heute unter den Lebenden weilt und sich der Reihe an tragischen Todesfällen innerhalb des Wrestlingbusiness noch nicht angeschlossen hat.

Auswirkungen für Shawn Michaels:
Dieses Match war jener Zeitpunkt, der wie HBK es bereits einmal selbst gesagt hatte, zeigte dass er in naher Zukunft einer der Big Deals in diesem Geschäft sein würde. Michaels verlor zwar an diesem Abend den Intercontinental Title, doch er dürfte ganz eindeutig den Respekt vieler Fans und seiner Kollegen gewonnen haben. Auch waren dies wohl die Anfänge von Shawn Michaels als der Showstopper. Der Mann der später zum ersten Mal gegen den The Undertaker ein Hell in A Cell Match bestreiten sollte. Der Mann, der eben neben diesem Undertaker in erster Linie mit Wrestlemania verbunden wird. Und auch wenn HBK zu diesem Zeitpunkt ab WM nicht mehr aktiv ins Titelgeschehen involviert war, geriet er keineswegs in Vergessenheit. Er schaffte es den Royal Rumble 1995 für sich zu entscheiden und stieg bei Wrestlemania XI gegen Diesel in den Ring. Zwar errang er damals nicht den WWF Title, doch seine große Stunde sollte bereits ein weiteres Jahr darauf geschlagen haben.

Don’s Meinung:
Ich finde dieses Match hatte einfach Klasse und Stil. Etwas, was man heute wohl so nicht mehr in der WWE finden wird. Zwei Athleten, die sich nichts geschenkt haben und eine verdammt gute Show abgeliefert haben. Mit Shawn Michaels hatte man einen überragenden In-Ring-Performer, aber auch einen starken Wrestler. Razor Ramon war das geborene Entertainment-genie, welches zu dem noch mit beachtlichen Fähigkeiten ausgestattet war. Beides zusammen ergab eine Mischung, welche einfach nur ein starkes Match hervorkommen ließ. Beide lieferten sich ein absolut würdiges Match anlässlich von WrestleMania X. Noch heute ist es eins der Matches, auf die man zurückblickt und sagt, dass sie es waren, die eine WrestleMania unsterblich gemacht haben. Und auch umgekehrt ist es so, dass dieses Match Razor Ramon und auch Shawn Michaels bei vielen Fans eingebrannt hat und sie durch diese WrestleMania ihren endgültigen Durchbruch fanden. Alles in allem war dies eines der spannendsten und attraktivsten Matches der WWF in den 90er Jahren.

WWE-Freak’s Meinung:
Ein Match, welches völlig zu Recht einen absolut positiven Ruf genießt und es deswegen auch verdient hatte von der Pro Wrestling Illustrated, dem Observer und der Torch zum Match des Jahres 1994 gewählt worden zu sein. Zur damaligen Zeit war man es absolut nicht gewohnt zwei Wrestler mithilfe von Leitern durch die Gegend fliegen zu sehen, aber auch damals war es notwendig das Produkt in eine etwas härtere Richtung zu orientieren. Man schaffte eine sehr gute Harmonie aus beiden Stilen, indem man zwei wrestlerisch durchaus begabte Männer gegeneinander in den Ring steigen ließ, die sich aber gleichzeitig auch nicht zu schade waren den ein oder anderen Sturz einzustecken. Kurzum kann man wohl behaupten, dass wenn nicht dadurch alleine, aber zumindest durch ansatzweise brutale Matches wie dieses, der Weg für andere blutige Schlachten geebnet wurde, die die Fans auch noch heutzutage jedes Mal aufs Neue begeistern.
 
 
 
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