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Der Halloween Havoc

Als Vince McMahon die WCW kaufte, schlug er den letzten Nagel in den Sarg der WCW und damit den einer der größten Wrestlingorganisationen der amerikanischen Geschichte. Somit beendete er auch jahrelange Wrestlingtradition, als er den Kaufvertrag unterschrieb. Er setzte Starrcade ein Ende, das ursprünglich eigentlich nur als eine einmalige Angelegenheit rund um Ric Flair aufgebaut werden sollte, sich dann aber fast zwanzig Jahre lang zu einer der größten reinen Wrestling-Shows des Jahres mauserte. Er begrub die Wargames, die zu einem Markenzeichen der WCW/NWA geworden waren. Der NWA World Heavyweight Title, der auf eine fast sechzigjährige durchgängige Geschichte zurückblicken konnte (sieht man mal vom 1991er Fiasko rund um Flair ab), wurde zu einem Spielzeug von Vince McMahon reduziert. Es wird nie wieder Starrcade geben, es wird nie wieder den Bash at the Beach geben, nie mehr Spring Stampede und nie mehr Uncensored - und auch der Halloween Havoc ist tot. Deshalb sei dieser PPV an dieser Stelle einmal exemplarisch herausgegriffen und durch einige historisch bedeutende, wrestlerisch hochklassige oder einfach nur absurde Momente dargestellt - eben Momente, die die WCW einst zu dem gemacht haben, was sie einmal war.
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Thundercage (Halloween Havoc 1989)
Als der Oktober 1989 herannahte, befand sich die NWA auf einem Allzeit-Hoch, sowohl aus kreativer Sicht als auch hinsichtlich des Gezeigten im Ring. Ric Flair und Ricky Steamboat hatten das halbe Jahr die großartigste Fehde der Wrestlinggeschichte gefochten. Terry Funk warf sich selbst in die Waagschale, indem er Ric Flair bei WrestleWar attackierte und ihn mit einem Piledriver durch einen Tisch beförderte. In der Folge wurde aus dem Nummer-Eins-Heel der Company der größte Publikumsliebling. In der Zwischenzeit lieferten Sting und The Great Muta hervorragende Matches miteinander ab.

All diese Fehden kulminierten beim Halloween Havoc in Philadelphia, Pennsylvania, in einem einzigen Match. Wie schon angemerkt war die Art und Weise, indem die NWA den Pay-Per-View vorbereitete und bookte, so ziemlich das beste Stück Arbeit, das sie jemals ablieferte. Dustys Finishes machten zwar einiges kaputt, aber die Storylines selbst, die auf die "großen Sechs" der Promotion geschrieben wurden (Flair, Funk, Steamboat, Lex Luger, Muta und Sting), wogen das mehr als auf.

Ric Flair und Terry Funk hatten einige Zeit gefehdet, genauer gesagt seit Ric Flairs Rückkehr, die er beim Great American Bash "Glory Days" in Baltimore gefeiert hatte. Auch im Herbst war die Fehde noch am kochen, und die Fans kosteten es richtig aus, dass sie den Nature Boy nun endlich auch mal anfeuern konnten, und ihn nicht ausbuhen mussten.

Die Matches, die sich Sting und Muta derweilen lieferten, waren ihrer Zeit im Prinzip fünf Jahre voraus. Um beide Fehden angemessen weiterkochen zu lassen, begannen Ric Flair und der Great Muta bei verschiedenen House Shows im Vorfeld des Halloween Havocs gegeneinander zu kämpfen. Genauso taten es Sting und Terry Funk. Das Ganze spiegelte sich in Interviews wieder, in Run-Ins, außerdem wurde die Storyline von der NWA angemesen gehypt, so dass die ganze Nation bald spürte, dass beim Halloween Havoc etwas besonderes passieren würde.

Das Ganze kulminierte dann im Main Event des Pay-Per-Views. Das Match: "Thundercage". Ein großer Käfig wurde zu diesem Zwecke errichtet - der gleiche, der schon etwas zeitiger im Jahr bei Capital Combat verwendet wurde. An diesem Käfig wurde ein Dach angebracht, damit niemand hinein- oder herauskommen konnte.

Und dann gab es noch eine Zusatz-Stipulation: der Käfig stand unter Strom. Wenn einer der Beteiligten zu flüchten versuchte, bekam er vom Käfig auf diese Art und Weise "mitgeteilt", dass es in seinem eigenen Interesse wäre, keinen Schritt weiterzugehen.

Im Gegensatz zu vielen anderen WCW-Gimmicks funktionierte dieses hier prächtig. Was vor allem wohl auch daran lag, dass es Sinn ergab, den Käfig unter Strom zu setzen - weil ansonsten sicherlich der ein oder andere eingegriffen hätte.

Um das Konzept des elektrifizierten Käfiges zu untermauern, ließ man zu Beginn des Kampfes oben am Käfig ein Feuer entflammen. Ringrichter Tommy Young löschte es, verletzte sich allerdings dabei.

Sting flog vom Käfig durch den Ring. Ric Flair und Terry Funk teilten sich in drei Metern Höhe exteme Chops gegeneinander aus. Special Referee Bruno Sammartino tat alles in seiner Macht stehende, um den Kampf unter Kontrolle zu behalten. Es passierte unheimlich viel in diesem Kampf, aber man sollte ihn sich nicht mit Worten beschreiben lassen, man sollte ihn sich ansehen. Die Storyline war großartig, die Durchführung war großartig, und das Match selbst waren zwanzig beeindruckende Minuten.

Sting und Flair gewannen am Ende. Es war letztlich nicht nur der erste Main Event in der Geschichte des Halloween Havoc gewesen, es war auch das beste Match in der zwölfjährigen Geschichte dieses Pay-Per-Views.
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