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Die Hall of Fame von Genickbruch

Vom November 2001 an gab es bei Genickbruch in zumeist unregelmäßigen Abständen Wrestler, die auf Entscheid der Userschaft und durch unsere hauseigene Willkür in unsere Hall of Fame eingetragen wurden. Dahinter verbergen sich sehr ausführliche Biografien von Leuten wie Ricky Steamboat, dem British Bulldog, Owen Hart, den Road Warriors, Ric Flair und vielen anderen. Hier könnt ihr die 28 bisherigen Ausgaben unserer Hall of Fame nachlesen.
Kapitel

Juni 2003: Harley Race
Harley Race begann schon als Teenager zu trainieren, als er auf der Farm der Zbyszko-Brüder in Missouri arbeitete. Stanislaus Zbyszko war in den Zwanzigern zweimal World Heavyweight Champion gewesen. Sein Bruder Wladek (Walter) hatte es zwar nicht soweit gebracht, war aber auch ein angesehener Wrestler. Nach einem Arbeitstag nahmen die Brüder Race mit in die Scheune und machten ein paar Übungen mit ihm. Sobald die Schmerzen weg waren, stand die nächste Trainingseinheit an. Ungefähr mit 15 Jahren entschied Harley sich dafür, Professioneller Wrestler zu werden. Er bekam einen Nebenjob bei dem Promoter Gust Karras von St. Joseph Wrestling und durfte der Liga dabei helfen, die Wrestler vom Flughafen abzuholen und sie wieder hinzubringen. Einige der erfahrenen Wrestler, die er dabei kennenlernte (u.a. Buddy Austin und Ray Gordon) halfen ihm bei seinem Training.

Als es mit seiner Karriere richtig losging, dauerte es nicht lange bis zu Harleys erstem Titelgewinn: Unter dem Namen gewann er gemeinsam mit seinem Tag Team Partner John Long in Tennessee den Southern Tag Team Title. Kurz darauf verletzte sich Race und kehrte zur Erholung nach Hause zurück. Dort riet ihm sein Vater, dass er beim Wrestling auf jeden Fall seinen eigenen Namen berühmt machen solle und nicht den eines anderen. Harley nahm den Rat an und trat seitdem nur noch unter seinem eigenen Namen Harley Race an.

Anfang der Sechziger verbrachte Race viel Zeit in der Gegend um Amarillo. Damals begann eine der längsten Rivalitäten aller Zeiten zwischen ihm und der Funk Familie (Dory Funk, Dory Funk Jr. und Terry Funk). Harleys Matches mit Terry waren teilweise sehr brutal und gewannen die Aufmerksamkeit der Fans.

Als Iron Mike DiBiase (Stiefvater von Ted DiBiase) in Amarillo einen Herzinfarkt erlitt und starb, war es Harley, der am Ring Wiederbelebungsversuche unternahm. Er war es auch, der später zu DiBiase nach Hause fuhr und seine Familie informierte. Ironischer weise war es auch 30 Jahre später Harley, der die Hart Familie anrufen musste, um ihnen zu erzählen, was mit Owen Hart passiert war.

Ende der Sechziger zog es Race nach Minneapolis, wo er für Verne Gagne’s American Wrestling Association arbeitete. Fast fünf Jahre lang terrorisierten Race und sein Tag Team Partner Larry Hennig (Vater von Curt Hennig) die AWA. Race und Hennig bestritten dabei ein paar absolute Klassiker gegen The Crusher und Dick the Bruiser. Race schnupperte auch zum ersten Mal World Championship Gold in der AWA, denn er gewann die AWA World Tag Team Titles gleich viermal mit Hennig und einmal mit Chris Markoff. Hennig war der Tag Team Partner, mit dem Harley in seiner ganzen Karriere am längsten zusammenkämpfte und die beiden sind bis heute gute Freunde.

Als er die AWA wieder verließ, trat Race bei verschiedenen Ligen in verschiedenen NWA Territorien an. Er erneuerte seine blutige Fehde mit Terry Funk in Amarillo und kämpfte viel in seiner Heimat. Dort vor allem als Tag Team zusammen mit Roger Kirby. Die beiden gewannen 1972 die NWA North American Tag Team Titles (Central-States-Version). Die Fans in Japan gaben Race den Spitznamen "Handsome". Für eine kurze Zeit Anfang der Siebziger bekam Race dann den Spitznamen "Mad Dog" Harley Race, nachdem er den Kommentator Bill Kersten von Kansas City Television attackiert hatte. Große Erfolge fuhr Race nicht ein und zu der Zeit war er als regionaler Star angesehen, der zwar Erfahrung hatte, der aber für die großen Ligen noch nicht bereit war.

Dies alles änderte sich im Mai 1973, als Race in der Memorial Hall in Kansas City Dory Funk Jr. besiegte und sich so den NWA World Heavyweight Title sicherte. Harleys Sieg kam für die meisten Fans total überraschend. Gerade noch in einem Karrieretief, katapultierte dieser Sieg Race an die Weltspitze. Harley bezeichnet das Match bis heute als das beste seiner Karriere. Obwohl Race den Titel schon zwei Monate später in Houston an Jack Brisco abgeben musste, hatte er sich weltweit als Main Eventer etabliert und galt fortan als Bedrohung für jeden Titelträger.

Verärgert über seine Niederlage gegen Brisco, nahm sich Race vor, sich den Titel zurückzuholen, egal wie lange es dauert und wie hart er dafür arbeiten muss. Wie nicht anders zu erwarten, half die Kombination aus Arbeitseifer und Siegeswille Races weiterer Karriere ungemein. Zuerst gewann Race ganze acht Mal den NWA Central States Heavyweight Title und sieben Mal den NWA Missouri Heavyweight Title und sorgte so dafür, dass sein Name unter den Top-Herausforderern auf den NWA World Heavyweight Title blieb. Daneben gewann er auch noch einige regionale Titel wie z.B. den NWA United States Heavyweight Title (Mid-Atlantic-Version), den NWA Georgia Heavyweight Title und den Stampede North American Heavyweight Title. 1975 wechselte Race nach Florida und schaffte es dort, Dusty Rhodes den NWA Southern Heavyweight Title (Post-1993-Version) abzunehmen und zusammen mit Roger Kirby und danach mir Bob Roop zweimal die NWA Florida Tag Team Titles zu gewinnen.

Harley Race ließ sich nicht unterkriegen und wusste, dass er - wenn er sich lange genug im Feld der Herausforderer bewährt - irgendwann einen Titleshot bekommen muss und dass er den Champion dann auch mit seinem Können, seiner Gewieftheit und seinem Siegeswillen besiegen kann. Februar 1977 war es endlich so weit. Race bekam seinen World Titleshot gegen Terry Funk. Funk hatte gerade mit einer Beinverletzung zu kämpfen, die Race zu seinen Gunsten ausnutzte und wegen der er letztendlich auch den Sieg errang. In dem Match benutzte Race den selten eingesetzten Indian Deathlock, um Funk zur Aufgabe zu zwingen. Dieser Sieg in Toronto war der Anfang einer vier Jahre dauernden Titelregentschaft von Race. Zwar konnten Tommy Rich, Dusty Rhodes und Giant Baba (zweimal) Race den Titel alle zwischen 1977 und 1981 mal abjagen, er holte ihn sich aber jedesmal innerhalb weniger Tage wieder zurück.

Während dieser Zeit schlief de Rivalität zwischen den Funk Brüdern und Race etwas ein. Sie wurden durch Leute wie Dusty Rhodes, die Von Erichs und Ric Flair ersetzt. In St. Louis hatte Race eine große Fehde mit Dick the Bruiser. Egal ob es um den NWA oder den Missouri State Gürtel ging: die Fans durften sich sicher sein, dass ihnen sehr gute und knallharte Matches zwischen den beiden geboten wurden. Race verteidigte seinen Titel auch gegen die Champions anderer Promotions wie de WWWF Champions Bob Backlund und Billy Graham und AWA Champion Nick Bockwinkel. Klare Ergebnisse gab es in keinem dieser Kämpfe. Normalerweise holte jeder der Gegner einen der ersten beiden Pinfalls und statt eines dritten Pinfalls gab es eine Disqualifikation oder das Zeitlimit wurde überschritten, so dass es ein Unentschieden gab.

Race machte sich auch international einen guten Namen. Anfang der Sechziger Jahre war Race schon durch Japan getourt und war dort noch von damals schon recht bekannt. Als NWA World Champion trat Race regelmäßig in Japan an und verteidigte seinen Titel gegen die ganzen japanischen Topstars. Außerdem tourte er durch Länder wie Australien und Neuseeland und behauptet bis heute, nur in der UDSSR und in China nicht gewrestlet zu haben.

Als Race den NWA Title 1981 an Dusty Rhodes verlor, hatte er den World Title genauso wie Lou Thesz sechs Mal gehalten. Im Juni 1983 besiegte er Ric Flair in St. Louis und holte sich den Titel zum siebten Mal, was bis dahin ein Rekord war. Races Sieg führte zu einem historischen Rematch gegen Ric Flair bei der ersten NWA Starrcade. Race engagierte Bob Orton Jr. und Dick Slater als Kopfgeldjäger und gab ihnen den Auftrag, Flair vor dem Match bei Starrcade auszuschalten. Der Plan ging aufzugehen, denn Flair verletzte sich und gab seinen Rücktritt vom Wrestling bekannt. Dann stellte sich jedoch heraus, dass es auch nur ein Trick Flairs war, der somit den Spieß umdrehte. Bei Starrcade trafen die beiden in einem Käfigmatch aufeinander. Flair nahm Race den Titel ab und übernahm endgültig dessen Rolle als Topstar in der NWA.

Diese Niederlage war jedoch noch nicht das Ende aller Titelträume von Harley Race. Am 21.03.1984 konnte er Ric Flair noch einmal in Neuseeland bezwingen und wurde so zum achtfachen World Champion. In der japanischen Presse wurde dieser Titelwechsel ausführlich behandelt, in den USA wurde er dagegen völlig ignoriert. Über zehn Jahre lang wurde Race in den Statistiken als siebenfacher Champion geführt, bis die NWA Races Sieg Mitte der Neunziger endlich für zum offiziellen Titelwechsel erklärte. Race legte sich allerdings schon zwei Tage später in Singapur wieder für Flair hin. Im Februar 1985 hieß es bei den NWA/AWA Star Wars noch einmal Flair vs. Race, dieses Mal behielt aber Flair die Oberhand.

Schon Jahre zuvor hatte Race sich ein zweites Standbein im Wrestling Business aufgebaut, als er neben Bob Geigel und Pat O'Connor Miteigentümer des Kansas City Territoriums wurde. Später kaufte er sich mit Geigel, O'Connor und Sam Muchnick in die St. Louis Promotion ein. Nachdem Muchnick in den Ruhestand ging, holten die drei Verbliebenen Verne Gagne ins St. Louis-Boot. Race beschrieb St. Louis als das Kronjuwel der NWA. So war es auch kein Wunder, als Vince McMahon sich aufmachte, mit der WWF die Wrestlingwelt zu erobern, dass die ersten "Kriegshandlungen" in St. Louis vorgenommen wurden. Als es soweit war, war Race inzwischen so alt, dass er sich lieber als Promoter und nicht mehr soviel als Wrestler betätigen wollte. Doch das fiel ihm schwerer als erwartet. Die St. Louis Liga machte Verlust, Harley selbst verlor über eine halbe Mio. Dollar. Die Promotion wurde an Jim Crockett verkauft. Race konnte also seine Zeit im Ring nicht wie geplant zurückfahren, denn plötzlich musste er wieder wrestlen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Race pendelte in den folgenden Jahren zwischen Japan, der AWA und verschiedenen NWA- und Independent Promotions. Mitte 1985 konnte er sogar nochmal mit dem Mid-America Heavyweight Title einen Titel gewinnen. Dann einigte er sich mit der Vince McMahon und feierte als "King" Harley Race sein WWF Debüt. Gemanagt wurde er von seinem guten Freund Bobby Heenan. Kurz nach seinem Debüt konnte Race am 29. August 1986 das Sam Muchnick Tournament gewinnen. Obwohl er nie den WWF Title bekam (damals war Hulkamania gerade auf ihrem Höhepunkt), wurde Race doch sehr gut bezahlt und erntete auch so noch genug Ruhm. Zum Beispiel gewann er das King of the Ring Turnier 1986 und bezwang vor der Rekord-Zuschauerzahl bei WrestleMania III den Junkyard Dog. Er nahm am ersten Royal Rumble im Jahre 1988 teil, kämpfte beim Royal Rumble 1989 gegen Haku und war bei den beiden ersten Survivor Series PPVs dabei. Leider zog sich Race mit der Zeit schwere innere Verletzungen zu und deshalb musste er die WWF verlassen. Wie seine Zukunft aussehen würde, war sehr unsicher.

Harley erholte sich von seinen Verletzungen und kehrte Jahre später in der WCW auf den Bildschirm zurück. Dieses Mal jedoch nicht mehr als Wrestler, sondern als Manager. Dabei war er sehr erfolgreich und er führte seinen ersten Schützling Lex Luger auch gleich zum WCW World Heavyweight Title. Später managte er Vader und konnte auch ihm zu einer Titelregentschaft helfen. Race war backstage bei den jungen WCW Wrestlern sehr beliebt und freundete sich mit Leuten wie Mick Foley und Steve Austin an. Wieder einmal zwang eine Verletzung Race in den Ruhestand. Race hatte einen schweren Autounfall, nach dem ihm eine künstliche Hüfte eingesetzt werden musste. Diese und andere Verletzungen hinderten Race sogar am Managen.

Nach schmerzhaften Jahren startete Race zusammen mit seiner Frau BJ seine eigene Wrestling Promotion. World League Wrestling und Race's Wrestling Academy wurden 1999 gegründet und Race veranstaltet Matches in vielen der Städte, in denen er schon früher mit Geigel und O’Connor Shows veranstaltet hat.
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