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Exklusivinterviews

In dieser Rubrik findet ihr 551 Interviews mit Wrestlern und Offiziellen, die im Laufe der Jahre auf Genickbruch veröffentlicht wurden. 63 der hier gelisteten Befragungen wurden exklusiv von Genickbruch-Mitarbeitern durchgeführt.
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Interview

Exklusivinterview mit Alex Wright
Vorgestern stand uns Deutschlands erfolgreichster Profiwrestler in den Vereinigten Staaten wieder einmal zu einem exklusiven Interview zur Verfügung. Alex Wright, der seit einiger Zeit die Wrestlingschule "The Wright Stuff" in Nürnberg unterhält, erzählte unter anderem von seinem neuen Projekt, seiner Vergangenheit im Pro Wrestling, seinen Zukunftsplänen und gab seine Meinung zu einigen Bereichen der aktuellen Wrestlingszene wieder.

Dein letztes Interview mit uns ist nun ein halbes Jahr her. Es wurde also mal wieder Zeit, dass wir Dich um ein kleines Interview bitten. Immerhin hast Du immer noch eine ganze Menge Anhänger in der deutschen Fan-Landschaft.
Wie hat sich inzwischen Dein Leben entwickelt? Deine Wrestlingschule nimmt jetzt ja sicherlich ziemlich viel Zeit in Anspruch.

Ich bin jetzt mit meiner Pro Wrestling School seit ungefähr März online. Das Training wollte ich eigentlich im Mai anfangen, aber ich hatte große Probleme mit der Ringlieferung. Dadurch hat sich alles ein wenig nach hinten verschoben. Jetzt findet regelmäßiges Training seit fast 2 Monaten statt. Über was ich mich sehr freue, ist das ich schon nach so kurzer Zeit viele begeisterte Teilnehmer und auch jetzt schon super Talente gefunden habe.
Wrestling nimmt mein Leben ein. 24 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche. Jeden Tag bin ich mit Public Relation für die Schule, Beantworten der Fan-Mails, Organisation der Schule und der Teilnehmer und Vorbereitung für Trainingeinheiten beschäftigt. Es macht definitiv sehr, sehr viel Spaß. Natürlich macht mir da Training am meisten Spaß. Vor allem die vielen motivierten Leute zu sehen, die die gleiche Leidenschaft teilen wie ich. Es macht wirklich viel Spaß mit ihnen zu trainieren und zu arbeiten.
Ich habe Altersgruppen von 12 bis 19 Jahre und dann geht es wieder von 22 bis 30 Jahre los. Egal in welcher Altersgruppe, sind sehr viele Talente dabei. Das hätte ich wirklich nicht gedacht.

Ich habe gleich noch einige Fragen zu Deiner Schule und Deinem Blick auf die Euro Wrestling Szene. Zum Schluss würde ich mich dann gerne noch etwas mit Dir über die aktuelle US-Szene unterhalten.
Erst ein paar Fragen zu Deiner Vergangenheit. Der Klassiker unter den Fragen ist natürlich: Wer oder was hat Dich letztlich dazu motiviert Wrestler zu werden? Also abgesehen von Deinem Vater.

Ehrlich gesagt, das ist der Grund: Mein Vater. Mein Vater war einfach mein Vorbild. Ich denke auch, dass es bei fast jedem Jungen so ist, dass er vielleicht in die Fußstapfen von seinem Vater treten möchte. Und nachdem Pro Wrestling wirklich ein Wahnsinns-Sport ist, hat er mich vielleicht noch mehr beeindruckt als andere Kinder, wo deren Väter nur einen Bürojob haben.
Ich mag eh Sport über alles. Ich habe früher jahrelang Amateurringen gemacht. Ich war Leistungsgewichtheber, war Leistungsschwimmer. Ich habe immer schon sehr viel Sport gemacht. Auch in der Schule war ich in sehr vielen Mannschaften. Und ich schätze mal, weil ich mit dem Wrestling aufgewachsen bin, also ein so genannter Second Generation Wrestler bin, habe ich das Wrestling schon als Baby einsuggeriert bekommen. Meine Mama hat mich schon als Baby zu den Shows mitgenommen. Das habe ich gar nicht anders gekannt.
Auch als ich älter geworden bin, wollte ich immer bei den Shows dabei sein. Hauptsächlich wollte ich natürlich meinen Vater sehen, aber ich wollte auch die ganze übrige Show sehen. Ich war jedes Mal dabei.

Inwieweit hast Du damals die deutsche Szene erlebt oder hast Du auch die internationale Szene mitbekommen? Zum Beispiel in den USA?
Eher weniger. Als Kind kennt man sich noch nicht so mit den Szenen aus. Ich habe da geguckt, wo mein Vater gerungen hat, in Europa. Und wenn er nach Japan gegangen ist, zu New Japan, oder nach Mexiko, dann hat er mir das natürlich erzählt. Aber als Kind kann man das noch nicht so unterscheiden. Es ist nicht so wie heute, wo schon die Kids Internet haben und sich da informieren können. Aber ich habe natürlich viele internationale Stars damals schon kennen gelernt. Ob das nun Vader war, ob das Terry Funk war, ob es verschiedene große Stars aus Japan waren oder Owen Hart oder Razor Ramon (Anm.: Texas Scott in der CWA), die ich damals schon mit 8 Jahren kennen gelernt habe. Auf der einen Seite waren sie zwar immer Vorbilder für mich, weil ich das auch machen wollte, aber auf der anderen Seite war es einfach auch nur normal für mich, da ich mit meinem Vater "on the road" war und nicht daheim in der Wohnung aufgewachsen bin, bis ich ins schulfähige Alter kam. In den Ferien war ich auch wieder "on the road".

Offiziell bist Du bei der WCW ja im Alter von 18 Jahren debütiert. In welchem Alter war Dein allererstes Match?
16 Jahre war ich alt. In Wuppertal war das für die CWA, gegen Col. Brody.

Gab es später Zeiten, wo Du es irgendwie bereut hast, dass Du diese Karriere gewählt hast? Du bist ja damals sehr jung gewesen, und mit zunehmendem Alter verschieben sich ja manchmal die Interessen.
Dass ich Pro Wrestler geworden bin, habe ich auf keinen Fall bereut. Das ist auch nach wie vor mein Traum. Darum habe ich auch meine Pro Wrestling Schule hier gegründet, weil ich den Sport liebe und ihn hier mehr publik machen und Talente fördern möchte. Pro Wrestling ist einfach mein Traumberuf. Man reist durch die ganze Welt. Lernt viele Menschen und Kulturen kennen. Es ist der Wahnsinn. Ich bereue es auch nicht, dass ich mit 18 nach Amerika gegangen bin, obwohl es sehr, sehr hart war. In dem Alter sind die Meisten noch bei Mama daheim. Ich musste da bereits alles selber regeln.

Das kann ich mir vorstellen. Wenn ich auch daran denke, in dem Alter mit 30-, 40- jährigen Wrestlern im Ring zu stehen, ist das sicher auch eine psychologische Sache.
Da wird man sehr, sehr schnell erwachsen. Da kann Dir keiner helfen.
Die einzige Frage, die ich mir ein paar Mal gestellt habe, war die, ob es nicht besser gewesen wäre nicht über eine so lange Zeit für die WCW zu arbeiten. Finanziell gesehen stellt sich die Frage natürlich nicht. Das hat sich total für mich gelohnt. Aber für meine Leidenschaft für das Wrestling. Am Ende der WCW - Zeit hat meine Leidenschaft zu dem Sport sehr, sehr gelitten. Darum habe ich auch eine lange Auszeit vom Sport genommen. Ich war einfach ausgebrannt. Das hat einfach mit der Backstagepolitik von so großen Firmen zu tun.
Wenn man in der Indy-Szene arbeitet, in Japan, Mexiko oder Europa, dann ist das ganz anders, als wenn man so lange für eine so große Firma arbeitet und die ganze Spielchen da mitmachen und miterleben muss.

Hast Du eigentlich trotz der Backstagepolitics auch viel von Deinen Kollegen in der WCW gelernt? Welche Kollegen würden Dir da einfallen?
Jeder Mensch hat ja positive und negative Seiten. Ich habe eigentlich immer versucht mir die positiven Eigenschaften bei jedem Wrestler herauszusuchen. Zum Beispiel habe ich mir bei Ric Flair die Kämpfe permanent angeschaut. Ich habe versucht so hart zu trainieren wie, sagen wir mal, Steve Austin und Sting.
Wenn man mit 18 Jahren alleine in einem fremden Land lebt ist das nicht einfach, vor allem wenn man wöchentlich im TV arbeitet. Plötzlich bist Du bekannt. Jeder kennt Dich auf der Straße. Permanent musst Du Autogramme geben. In jede Disco kommst Du umsonst rein. Du bekommst umsonst Getränke. Die Mädchen rennen Dir hinterher. Das kann einem sehr schnell zu Kopf steigen. Und da ist es wichtig, dass man wirklich Freunde hat, die einem sagen "Hey, Du, komm wieder auf den Boden der Tatsachen zurück!". Ich glaube, die Kurve habe ich dann doch noch gepackt.
Wie gesagt, ich habe versucht von jedem das Positive zu sehen.

Und wie war das mit solchen großen Stars wie Ric Flair, Sting, Hulk Hogan oder Kevin Nash? Wie hast Du sie wahrgenommen? Waren sie unter Kollegen einigermaßen normal oder sich ihres Status’ schon bewusst?
Es ist definitiv klar, dass sie sich ihres Status’ bewusst waren. Aber die einen haben es halt raushängen lassen und die anderen nicht. Die es halt raushängen haben lassen, mit denen bin ich nicht klar gekommen. Ganz einfach.
Ich glaube, dazu werden wir hier in Deutschland zu selbstständig erzogen. Ich bin da nicht einer, der da schön vorn herum tut und sagt "Hey, nice to meet you!". Wenn er ein Arsch ist, bleibt er ein Arsch, ist mir egal wer er ist.

Ein Kollege von mir wollte gerne wissen, wie Du in der WCW damals die ECW wahrgenommen hast?
Ich habe sie als eine sehr gute Alternative zu den beiden Mainstream- Programmen gesehen. Obwohl sie anders war, extremer, so wie der Name ja schon sagt. Es waren ja auch viele super Talente da. Es ist eigentlich schade, dass sie dann irgendwann nicht mehr existierte.

Dann komme ich mal zur europäischen Wrestlingszene. Die Szene befindet sich in den letzten Jahren wieder etwas im Aufwind. Nicht zuletzt auch die deutsche. Und da wollte ich Dich fragen: Wo bist Du denn in den letzten Monaten so aktiv in den Ring gestiegen?
Bei der GWP war ich nur mehr oder weniger. Da hatte ich ein kleines Scharmützel mit jemandem, als ich eine Promo hatte und er mich unterbrochen hat. Aktiv im Ring war ich in den letzten Monaten nirgends. Ich habe sehr, sehr viele Anfragen von der US-Indy-Szene und auch von Europa sehr viele. Aber, wie ich schon in anderen Interviews gesagt habe, es bringt nichts auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Ich möchte wirklich lieber den jungen Talenten hier meine Erfahrung weiter vermitteln. Es bringt mir nichts, wenn ich dann trotzdem jedes zweite Wochenende irgendwo wrestle.

Einer meiner Kollegen war bei der GWP und hat sich über Deine Schläge beschwert. Da er selbst ebenfalls Wrestler sein möchte und bereits bei Kretschmer im Training ist, hast Du ja gute Möglichkeiten Dich eines Tages an ihm zu rächen.
Welche Tipps würdest Du ihm bzw. jedem anderen Fan mit auf den Weg geben, der aufrichtig ins Business einsteigen will?

Erstmal, habe ich das richtig verstanden? Er hat sich über meine Schläge beschwert, dass sie zu schwach waren? Dann hätte er vielleicht mal den Absolute Andy danach fragen sollen, ob sie zu schwach waren oder nicht. Wenn er mal meine Schläge spüren möchte, dann kann er ja gerne mal in meine Ringerschule kommen, da bin ich gerne jederzeit bereit ihm meine Working Punches zu geben. Danach wird er bestimmt nicht
mehr meinen, dass meine Punches zu schwach waren. Er soll sich mal in einen internationalen Lockerroom umhören, da wurde mir immer wieder gesagt, dass ich zu einem der "stiffsten" arbeitenden Workern zähle.
Für die Leute, die sich interessieren Wrestler zu werden, denen würde ich wirklich empfehlen sich eine seriöse Wrestlingschule zu suchen. Davon gibt es ja nicht so viele hier in Deutschland. Darauf achten, dass der Trainer passt, er auch langjährige internationale Erfahrung hat. Das kann man überall nachrecherchieren. Damit das wirklich kein Abzocktraining ist. Ich bekomme öfter von meinen Teilnehmern mit, dass sie vorher bei irgendwelchen Leuten gewesen sind, die sie erstmal ein paar Wochen lang verprügelt haben. Das ist zwar Ansichtssache des Trainers, aber meines Erachtens ist das falsch.
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