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Exklusivinterviews

In dieser Rubrik findet ihr 554 Interviews mit Wrestlern und Offiziellen, die im Laufe der Jahre auf Genickbruch veröffentlicht wurden. 64 der hier gelisteten Befragungen wurden exklusiv von Genickbruch-Mitarbeitern durchgeführt.
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Interview

Exklusivinterview mit Alex Wright
Alex Wright, der bisher erfolgreichste deutsche Profi-Wrestler in den USA, stand Genickbruch.com exklusiv Rede und Antwort. Im heutigen ersten Teil des Interviews spricht das Wunderkind aus Deutschland über sein neues Projekt, der Pro Wrestling School, seine Meinung über das europäische Wrestling und seinen Beginn in der WCW.

Seit dem Ende der WCW hat man nicht mehr viel von dir gehört, wo hast du die letzten Jahre gesteckt?
Nach dem Ende der WCW bin ich wieder nach Deutschland gezogen – der internationale Umzug, Grundstückssuche, Hausplanung und Hausbau brauchen natürlich Zeit. Ich selber habe die Bauleitung meines Hauses übernommen, was sich über fast drei Jahre hingezogen hat. Nach der Fertigstellung meines Hauses bin ich sehr viel gereist. Viele Fans fragen mich immer, warum ich nicht gleich mit dem Wrestling weitergemacht habe.
Der Grund hierfür ist, das ich vom Pro-Wrestling erst mal Abstand nehmen wollte, weil ich ziemlich ausgebrannt war. Zwar war die Zeit in der WCW sehr schön, doch muss man bedenken, dass ich in der WCW einer der wenigen war, die sehr lange in der WCW waren, einzig allein Sting war länger dabei. Ich war 9 Jahre durchgehend dort und hatte somit viele Kämpfe, so zwischen 320 und 350 Kämpfe im Jahr, hinzu kommt der Reisestress und vor allem war die Backstagepolitik in am Ende der WCW sehr schlimm, weshalb ich doch sehr ausgebrannt war. Ich nahm also Abstand und habe mich privatisiert. Das letzte Jahr habe ich hauptsächlich damit verbracht, mein neues Projekt vorzubereiten – The Wright Stuff, die Pro Wrestling School (www.prowrestlingschool.de). Da musste vorher sehr viel abgeklärt werden, so zum Beispiel Halle, Versicherungen, Ring, Internet, Werbung, gesetzliche Bestimmungen usw. Und vor einer Woche war es nun soweit. Ich habe mir endlich meinen Traum verwirklicht und habe hier in Deutschland eine Pro-Wrestling-Schule eröffnet, da ich schon immer die Zukunft des europäischen Wrestlings positiv beeinflussen wollte.

Wer ist denn noch in dieses Projekt involviert? Dein Vater Steve in etwa, der ja auch dich trainiert hat?
Mein Vater ist ratgebend tätig, sonst mache ich hauptsächlich alles alleine.

Welche Bedingungen muss man erfüllen, um bei dir zu trainieren?
Es ist sehr wichtig, dass man gesundheitlich topfit ist. Man sollte sich vorher vom Arzt untersuchen lassen, ob alles in Ordnung ist, denn oft denkt man, man ist gesund, stellt später aber fest, dass man zum Beispiel einen hohen Blutdruck hat. Man muss natürlich Interesse und Respekt für diesem Sport haben, auch sollte man Durchhaltevermögen besitzen, ich mache dies ja nicht zum Spaß, sondern ich will den Leuten eine reelle Chance geben, ihren Traum irgendwann zu verwirklichen. Deshalb lernen die Teilnehmer alles was man braucht von mir von Grund auf, so dass sie es wirklich in diesem Wrestlinggeschäft schaffen können.

Das heißt also, die Leute, die du trainierst, werden wir eines Tages in den USA bei den großen Ligen zu sehen bekommen?
Das kann ich natürlich nicht wissen, die Vorraussetzung dafür bekommen sie auf jeden Fall bei mir. Sie werden über alles bescheid wissen: Kampf-Techniken, Ringpsychologie, Training, wie man sich den Kollegen gegenüber verhalten sollte, Vertragsmanagement usw. Ich werde ihnen verschiedenste Interviewtechniken zeigen, was man vor laufender Kamera alles beachten muss, wie man mit Presse und Medien umgeht, wie man sein eigenes Image aufbaut und seinen eigenen Kampfstil findet. Sie haben also eine viel bessere Möglichkeit einen Spot in einer der großen Ligen zu bekommen, als andere, die nicht so eine Ausbildung genießen konnten.

Wirst du neben deiner Arbeit als Trainer nun auch wieder selber aktiv in den Ring steigen und die immer besser werdende deutsche Szene dadurch unterstützen?
Diese Frage bekomme ich in den letzten Wochen oft gestellt. Momentan möchte ich mich voll und ganz auf die Wrestlingschule konzentrieren. Allerdings kann ich natürlich nicht ausschließen, dass ich irgendwann wieder aktiv werde. Schon allein weil Wrestling mein Traum ist, ich damit aufgewachsen bin und es mir aufgrund meines Vaters, der 26 Jahre Wrestler und mehrfacher Welt- und Europameister war, einfach im Blut liegt. Ich wollte erst einmal Abstand vom Pro-Wrestling nehmen, doch jetzt kommt das Blut wieder in Wallung und ein Comeback kann man daher nicht ausschließen. Ob dies allerdings hier in Europa ist, oder in Japan, Australien oder in den USA, bleibt abzuwarten.

Was hältst du von angeblich erfahrenen Trainern, die selber kaum professionelles Training erhalten haben und dann junge, ambitionierte Wrestler trainieren wollen? Was hat das für Auswirkungen auf die Wrestler und auf das deutsche Wrestling im Allgemeinen?
Wenn man am Pro Wrestling wirklich interessiert ist, sollte man schauen, dass man eine seriöse Wrestlingschule findet, auch wenn es davon sehr wenige gibt. Es ist natürlich so, wenn Leute nur auf den Preis schauen und ein Training für ein paar Euro bekommen, dann ist es wie im richtigen Leben man bekommt, wofür man bezahlt. Zusätzlich ist es für den Wrestlinginteressierten sehr gefährlich, da viel passieren kann, wenn der Trainer kein guter Trainer ist. Der Trainer ist das A und O. Man muss halt wirklich schauen, dass man eine seriöse Schule oder einen seriösen Trainer findet. Man kann sich vorher erkundigen, was für Referenzen der Trainer hat, was er schon gemacht hat und wie viel Erfahrung er hat. Man sollte nicht blauäugig an die Sache herangehen, vorallem wenn man Erfolg im Wrestlinggeschäft haben möchte.

Wir haben es bereits angesprochen, viele angehende Wrestlern vernachlässigen das Training der Basics und zeigen stattdessen lieber eine spektakuläre Aktion nach der anderen. Was hältst du von diesen "Spotmonkeys"?
Finde ich sehr schlecht, denn wenn man den Beruf ausüben möchte, dann sollte man von Grund auf alles lernen. Wenn man von Grund auf alles lernt, dann kann man über Jahre oder gar jahrzehntelang sich im Geschäft halten und wird auch immer von jedem Promoter gebucht. Die Promoter wissen dann einfach, dass man mit jedem Gegner einen guten Kampf haben kann.

Als Wrestler der zweiten Generation wirst du früher sicherlich viel vom großen europäischen Wrestling miterlebt haben. Vermisst du die Zeiten der großen Turniere der CWA und glaubst du, dass das heimische Wrestling hier noch mal solche Ausmaße erreichen kann?
Ich denke und ich hoffe auch, dass das Potenzial gegeben ist, eigentlich bin ich davon sogar überzeugt. Dies merkt man ja auch in der letzten Zeit daran, dass das europäische Wrestling an Zuschauerzahlen zunimmt. Jetzt ist natürlich wichtig, dass sehr viel Imagewerbung gemacht wird, so dass man vom momentanen Image hier in Europa wegkommt. Es würde mich freuen, wenn es irgendwann mal wieder auf den Stand wie früher zu meines Vaters Zeiten kommen würde.

Wir haben ja mitbekommen, dass du das aktuelle europäische Wrestling verfolgst, wie beurteilst du die momentane Situation hier in Europa, zum Beispiel die wXw in Essen?
Von ihr habe ich schon gehört aber ehrlich gesagt, habe ich sie noch nicht so verfolgt. Die GWP und GSW habe ich mehr verfolgt. Allgemein finde ich gut, wenn es viele kleine Veranstalter gibt, denn dadurch haben die Wrestler hierzulande viele Möglichkeiten Erfahrungen zu sammeln. Allerdings sollten es auch Veranstalter sein, die es professionell machen. Das heißt, es dürfen keine billigen Shows sein, weil dann fällt das Image des Wrestlingsports wieder. Wenn man so was aufzieht, dann sollte es schon professionell gemacht sein.

Wrestler wie Joe E. Legend ziehen das europäische Wrestling dem Independent Wrestling in den USA vor. Du warst zwar in den USA immer bei der WCW unter Vertrag, aber wie würdest du dich entscheiden, wenn du vor der Wahl USA oder Deutschland als Wrestlingheimat entscheiden müsstest und warum?
Dies ist nicht so einfach zu beantworten. Wenn man es vom Geldverdiener her sieht, dann natürlich die USA. Wenn man es vom Standpunkt her sieht, vom leben und wo meine Heimat ist und wo mir die Fans sehr am Herzen liegen, dann würde ich natürlich Europa vorziehen. Wenn aber die USA und Europa auf dem gleichen Level wären, dann würde ich natürlich Europa wählen, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass ich Deutscher bin.

Kommen wir zu deiner aktiven Laufbahn: Du wurdest nach dem Ende der WCW nicht von der WWE übernommen, da du keinen Vertrag mit der WCW, sondern mit Time Warner hattest.
Ich war einer der sehr wenigen.

Neben unter anderem Sting und Goldberg. Hat die WWE überhaupt Interesse an dir gezeigt und dich kontaktiert?
Die WWE hat mich zweimal kontaktiert, allerdings war es in der Phase, wo ich ziemlich ausgebrannt war und es war einfach ein schlechter Zeitpunkt. Ich wollte erst mal Abstand gewinnen. Es wäre für mich nicht gut gewesen, wenn ich da weitergemacht hätte…es hätte mir nichts gebracht.

Aber vorstellen könntest du dir es, einmal in der WWE anzutreten?
Natürlich. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie man einen Vertrag aushandelt. Ob es jetzt auf permanenter Basis ist oder auf Auftrittsbasis, indem man sagt, man macht so und so viele Auftritte im Jahr. Man darf so was nie ausschließen. Es kommt halt immer auf das Angebot drauf an. Wenn man Profi ist und sein Geld mit dem Wrestling verdient, darf man niemals nie sagen.

Für die WCW bist du erstmalig 1994 aufgetreten. Man verpflichtete dich für eine Deutschland-Tour, wie wurde man auf dich aufmerksam?
Nun gut, es war so: Ich hatte meinen ersten Profikampf im Alter von 16 Jahren. Dies war damals in Wuppertal für die CWA und zu dieser Zeit war ich der jüngste, europäische Pro-Wrestler. Dies brachte sehr viel Medienaufmerksamkeit, ich machte viele Interviews und war auch bei einigen Sportsendungen eingeladen, unter anderem war ich auch bei Schreinemakers live zweimal eingeladen, was damals sehr, sehr populär war. Dort lernte ich den Public Relation Manager Alan Sharp aus der WCW kennen und auch Sting und Marc Mero. Die WCW hatte zu dieser Zeit gerade eine Deutschlandtour und der Manager hat mich einfach mal zu einer Show in München eingeladen. Mein Vater, der schon lange im Geschäft ist, sagte dann zu mir: "Junge, nimm dein Wrestlingzeug mit, du weißt nie, was passieren wird." Dies habe ich dann auch gemacht und wie es der Zufall will, waren einige Wrestler verletzt und somit hat man mir einen Probekampf angeboten. Nach dem Probekampf waren sie so begeistert von mir und man hat gefragt, ob ich nicht diese Deutschlandtour für sie beenden möchte, weil man Ausfälle hatte. Dies habe ich natürlich auch gern gemacht, denn solche eine Chance bekommt man so schnell nicht mehr wieder. Als ich dann die restliche Tour beendet hatte kam Ric Flair zu mir. Ric Flair war damals der Booker, er ist mit Eric Bischoff zu mir gekommen und sie haben mir einen Vertrag angeboten, weil sie mein Talent gesehen haben.

Also einen permanenten Vertrag
Es war erst mal ein 1-Jahresvertrag.

Und dann bist du mit 18 in die USA gegangen?
Innerhalb einer Woche habe ich meine Sachen gepackt, habe mich entscheiden müssen, ob ich dieses Angebot annehmen will und dann bin ich alleine in die USA gegangen.
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