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Interviews

In dieser Rubrik findet ihr 554 Interviews mit Wrestlern und Offiziellen, die im Laufe der Jahre auf Genickbruch veröffentlicht wurden. 64 der hier gelisteten Befragungen wurden exklusiv von Genickbruch-Mitarbeitern durchgeführt.
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Interview mit Wade Barrett
Wade Barrett schoss im vergangenen Jahr aus dem Nichts an die Spitze von World Wrestling Entertainment. Vom NXT Rookie entwickelte er sich zum konstanten Teil des Main Events. Seitdem ist er auch ein gefragter Interviewpartner, so wie vor kurzem, als er zwei Zeitungen Interviews gab, um Houseshows zu promoten.

Was war schwerer für dich: die erste Staffel von NXT zu gewinnen oder die Arbeit im Independent Bereich?
"Wenn man independet antritt, gibt es viel weniger Öffentlichkeit und damit auch viel weniger Kritik. Es gibt weniger Druck aber wenn man bei WWE antritt, ist es eine große Sache, denn man wird auf der ganzen Welt gesehen. Der Aktienkurs hängt unter anderem davon ab, wie viele Leute zusehen. Daher ist es hier noch wichtiger, gute Arbeit zu leisten, als es das im Indy Bereich war."

Was kannst du uns über Season 1 von NXT erzählen?
"Zunächst waren wir alle nicht begeistert von der Show, denn das Konzept wurde nicht näher verdeutlicht. Wir dachten also, es sei eine Reality Show wie "Tough Enough", wo man ständig von Kameras begleitet wird. Als sich dann herausstellte, dass es ein anderes Format war, waren wir erleichtert, denn auf so etwas hätten wir gar keine Lust gehabt."

Wie war die Zusammenarbeit mit deinem Pro Chris Jericho?
"Er tat alles, was er konnte, um mich gut dastehen zu lassen und eine Reaktion beim Publikum für mich zu erzielen, auch wenn es ihm selbst überhaupt nicht weiterhalf."

Wie erinnerst du dich an euren ersten Auftritt bei RAW als The Nexus?
"Wir sind vorher alles genau durchgegangen, was wir tun wollten. Aber wir hatten keine Ahnung, was für eine Wirkung das haben würde. Wir hätten nie gedacht, dass es so einen starken Eindruck bei den Fans hinterlässt. Wir hatten zwar schon gedacht, dass es eine große Sache würde aber niemals, dass es SO groß würde."

Wieso schreibt sich The Corre mit 2 "R"?
(ohne eine Miene zu verziehen) "Wir haben Heath Slater aufs Amt geschickt, damit er den Namen als Trademark eintragen lässt. Leider ist er nicht der beste, wenn es um Rechtschreibung geht. Und jetzt stehen wir eben da mit unseren 2 R."

Ist es schon sicher, dass du bei WrestleMania gegen The Undertaker antreten wirst?
"Nein, das ist nicht der Fall. Ich habe diese Gerüchte auch gehört aber ich habe dazu überhaupt nichs von WWE gehört. Im Moment gibt es definitiv noch keinen Plan für ein solches Match. Wenn es so kommt, würd ich aber natürlich zugreifen."

Ist es einfacher, die Fans dazu zu bringen, einen als Heel zu hassen oder als Face zu mögen?
"Das hängt ganz vom Einzelnen ab. Ich habe mich immer als Antagonist wohler gefühlt und die seltenen Male damals in England, wo ich versucht habe, den Publikumsliebling darzustellen, war ich nie besonders gut darin. Ich war nie gut darin, die Fans hinter mich zu bringen und sie dazu zu bringen, mich anzufeuern, also wusste ich schon sehr früh in meiner Karriere, dass ich besser den Gegenspieler darstellen sollte. Andere Leute sind besser in anderen Rollen aber ich denke, ich bin als Heel besser besetzt."

Du warst im Oktober mit RAW in Green Bay. Hattest du die Möglichkeit, dir die Stadt anzusehen?
"Kaum. Wir reisen so viel und kommen meist erst nachts in der nächsten Stadt an und gehen dann sofort ins Bett. Am nächsten Tag geht man dann zum Workout und muss um 13 Uhr in der Halle sein. Da bleibt nur wenig Zeit. Man ist immer in Bewegung. Die Shows, essen, reisen, schlafen und dann wieder von vorne. Das ist einer der Nachteile als WWE Performer. Man kann die ganzen Orte, die man besucht, gar nicht genießen. Ich bin jetzt schon drei oder vier Mal komplett durch die ganzen Vereinigten Staaten gekommen und habe kaum etwas von dem gesehen, was ich gerne sehen wollte."

Du hast ja früher geboxt. Jetzt, wo Leute wie Brock Lesnar erfolgreich im Octagon antreten, könntest du dir da vorstellen, es auch einmal bei UFC zu versuchen?
"Bei UFC zu kämpfen ist nichts, was mich momentan interessiert. Ich konzentriere mich ganz auf meine Karriere bei WWE. Ich habe keine Pläne, WWE vor meinem Ruhestand irgendwann zu verlassen. UFC hat mich noch nie sonderlich angesprochen. Ich war schon immer mehr Fan des Boxens als von MMA."

Du bist ziemlich gut am Mikrofon. Sind die meisten deiner Promos vorgefertigt oder improvisierst du auch?
"Oftmals müssen wir zehn Minuten oder länger am Stück alleine oder mit jemand anderem reden. Dabei muss man immer wieder improvisieren. Man kann sich auf keinen Fall alles auswendig behalten, was man sagen soll. Meistens weiß ich, was ich grundsätzlich sagen werde aber wenn es zum Beispiel um die Interaktion mit dem Publikum geht, wenn es beispielsweise Zwischenrufe gibt, will man darauf natürlich reagieren. Manchmal gibt einem auch das Gegenüber eine Vorlage. John Cena ist sehr gut im Improvisieren und man muss immer aufpassen, was er sagt, damit man darauf reagieren kann."

Was war der schmerzhafteste Move, den du bisher einstecken musstest?
"Das dürfte wohl der 450 Splash von Justin Gabriel sein. Der sieht spektakulär aus aber wenn man bedenkt, wie viel Fahrt er durch die Drehung aufnimmt und dass er ja auch aus 3 Metern oder wieviel auch immer los springt, gibt das einen heftigen Aufprall. Das war auf jeden Fall einer der schmerzhaftesten Moves, den ich je kassiert habe."

Was war der schwierigste Move, den du bisher ausführen musstest?
"Das war wohl mein Wasteland Finisher gegen Mark Henry. Er wiegt etwa 450 (amerikanische) Pfund. Er hat eine ungewöhnliche Körperform, möchte ich sagen und er mag es nicht, lange in der Luft gehalten zu werden und fängt dann an, zu zappeln. Ich glaube, ich habe mir fast das Kreuz gebrochen, als ich den Move gegen ihn ausgeführt habe. Es war eines der schwierigsten Manöver und ich freue mich nicht unbedingt auf eine Wiederholung."
 
 
 
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