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Interviews

In dieser Rubrik findet ihr 562 Interviews mit Wrestlern und Offiziellen, die im Laufe der Jahre auf Genickbruch veröffentlicht wurden. 70 der hier gelisteten Befragungen wurden exklusiv von Genickbruch-Mitarbeitern durchgeführt.
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Interview

Exklusivinterview mit Bobby Gunns
Im Zuge der wXw-Interview Reihe, konnte unserer Moderator Southern Sensation nach Christian Bischof und Axel Dieter Jr. auch einen Wrestler vors Mikro ziehen, der noch am Beginn seiner Wrestlingkarriere steht. Bobby Gunns aka. Robert Schild nahm sich die Zeit um über sich, seinen Bruder und die Zeit in Japan zu sprechen.

Du bist ja noch relativ jung mit 22, da ist es sicher noch nicht allzu lang her, dass du mit Wrestling in Kontakt gekommen bist oder?
Bobby Gunns: Das war 2004. Ich war damals schon Ringer (griechisch-römisch) und da meinte ein Kumpel von mir, auf Tele 5 läuft Ringen. Ich dachte mir dann: „Geil, das schau ich mir an“. Dann war das natürlich kein Ringen sondern Pro-Wrestling, aber ich hab das sofort gefeiert! Ich hatte zwar damals auf der Playstation 1 ein altes Wrestlingspiel, aber das hat mich nicht wirklich interessiert, erst als ich Smackdown gesehen habe, war ich voll dabei. Ich hab dann die ersten Shows alleine geschaut und danach auch meinen Bruder Vincent Schild angesteckt.

Welche Wrestler hast du da gefeiert?
Natürlich erstmal Kurt Angle, weil er eben auch Ringer war und in seinem Ringer Trikot gecatcht hat, bis ich dann Batista gesehen hab. Der Typ war der Hammer, alleine schon vom Look her. Der hat dann noch irgendjemanden mit der Batistabomb durch das Pult gehaut, das hat mich schon beeindruckt. Ich fand aber auch Chris Benoit und Rob Van Dam richtig cool, weil die halt richtig geil gecatcht haben.

Du hast vorher gesagt, dass du Amateur Ringer warst. Wann hast du damit angefangen und warst du auch erfolgreich?
Ich hab 2004 angefangen, da war ich 11 Jahre alt. Ich hab für den SVG 07 Göttingen gerungen und hab 2008 und 2009 die deutsche Meisterschaft gewonnen in meiner Gewichtsklasse. Mein Bruder war auch recht erfolgreich und ist auch Deutscher Meister geworden in seiner Gewichtsklasse.

Wann bist du dann auf den Gedanken gekommen, dass du Wrestler werden willst?
Das war 2007 oder so. Ich und mein Bruder haben schon immer gesagt, dass wenn wir alt genug sind, mit dem Wrestling anfangen. Wir mussten halt dann warten, weil wir noch Schüler waren und weil wir noch in Thüringen gewohnt haben. Wir wollten nämlich immer bei wXw anfangen. 2011 gings dann los bei uns.

Wer hat euch trainiert?
Am Anfang Jakobi, Toby Blunt, Kim Ray, Sasa Keel und Karsten Beck. Später dann auch Axel Tischer und Walter. Hauptsächlich aber Kim Ray und Toby Blunt.

Wie fanden deine Eltern das denn so?
Mein Vater fand das von anfang an recht cool. Der war zwar kein Wrestlingfan zu erst, aber als wir uns dafür interessiert haben, is er mit uns nach Oberhausen zu Raw gefahren. Mein Dad hat das immer unterstüzt. Meine Mama war immer ein bisschen verängstigt, weil sie gesehen hat wie das beim Ringen abgeht und bei WWE sieht das natürlich noch spektakulärer aus.

Hattest du sehr krasse Verletzungen bis jetzt?
Nein bis jetzt noch nichts ernstes. Gebrochener Fuß, Gehirnerschütterung, ein paar überdehnte Bänder oder mal ne Nackenstauchung aber sonst nix wildes.

Wann hattest du dein Debüt?
Das war 2012 gegen meinen Bruder, allerdings war das eher ein Amateur-Ringkampf. Mein erstes richtiges Wrestlingmatch hatte ich dann auf dem Sportfest in Oberhausen, ich weiß aber nicht mehr ob gegen John Klinger oder Karsten Beck. Ich hab mich damals einfach mega auf mein Match gefreut. Alle waren sehr, sehr cool zu mir und ja auch gesehen, dass ich mich total angestrengt habe.

Du bist ja dann nach Japan zu Big Japan Pro Wrestling, wie ist das zustande gekommen?
Im Mai 2012 wurden wir gefragt, ob wir bock hätten im Dojo zu trainieren. Das haben wir natürlich nicht ausschlagen können. Haben dann da im Dojo gelebt und alles mit gemacht. Waren on the Road, haben trainiert, den Ring aufgebaut und so weiter. Damals waren da halt auch echt große Namen dabei, Sami Callihan, Drake Younger, Daisuke Sekimoto und Kagawa. Das war 'ne richtig geile Erfahrung. Die haben uns ja auch nicht am Rand stehen lassen oder so sondern auch richtig mit Eingebunden.

Inwieweit unterscheidet sich den das japanische Wrestling zum europäischen?
Der Ablauf einer Show ist eigentlich relativ gleich, die Organisation bei Big Japan ist natürlich eher auf das Tourleben ausgelegt. Vom In-Ring Produkt ist es halt so, dass BJW sehr aus Strong Style gebürstet, aber wenn man sich New Japan Pro Wrestling ansieht, is dass der wXw nicht unähnlich. Das Wrestling ist halt dort Teil ihrer Kultur, dass is bei uns halt noch nicht so angekommen. Aber ich würde nicht sagen, dass die Worker es ernster nehmen als wir.

Du bist ja jetzt auch schon eine Zeit bei wXw und diese hat meiner Meinung nach in den letzten Jahren einen riesen Sprung gemacht, was das Produkt im Allgemeinen betrifft, glaubst du wXw ist die Nr. 1 Adresse in Europa?
Ein ganz klares „Ja“ und das sogar vor jeder britischen Promotion, ohne denen jetzt respektlos gegenüber zu sein. Ich hoffe natürlich, dass wir irgendwann mal auch vor tausenden von Leuten auftreten können, aber was die Qualität des Produktes anbelangt, kann man sagen, dass das alles soweit stimmt. Klar präsentieren wir das noch nicht so wie die WWE, aber vielleicht kommt das ja irgendwann noch.

Wo du grade von WWE sprichst, die erleben in Sachen PR in Deutschland ja zur Zeit den zweiten Frühling. Denkst du, dass das er wXw indirekt ein bisschen hilft?
Auf jeden Fall, jede Art von Präsenz in Sachen Wrestling ist gut. Klar, muss man solche Sachen mit Rey Mysterio und Perro Aguayo Jr. ausklammern, dass is natürlich mega traurig und Kontraproduktiv, aber wenn WWE hier wieder positiv im Fokus steht, dann is das gut, denn wir haben ja auch immer ein paar US-Wrestler wie Colt Cabana oder Evan Bourne die die Fans ja vielleicht auch aus ihrer Zeit dort kennen. Natürlich wird Axel Tischer da auch irgendwann mal eine Name werden und wenn wir sagen können, dass das einer von uns is, dann is das natürlich sehr cool.

Wo du gerade den Axeman ansprichst, lass mal kurz über ihn reden. Egal mit welchem wXw-Worker ich rede, man hört nur gutes über ihn. Wie hast du dich mit ihm verstanden und wie sehr hat sein Abgang dich beeinflusst?
Ja über Axel kann man wirklich kein schlechtes Wort verlieren. Der war mit auf der Japan Tour damals und hat gesehen, dass mein Bruder und ich uns mega reingehängt haben. Er hat uns sehr unterstützt und sich um uns gekümmert. Der war immer für uns da, auch außerhalb des Wrestlings. Für mich ist es traurig dass er weg geht, aber es war eine sehr, sehr große Ehre mit meinem Bruder zusammen sein letztes wXw-Match gegen ihn und Franz Engel zu haben. Für ihn freu ich mich natürlich dass er nun bei NXT ist und ich wünsch ihm ganz viel glück. Aber man sieht sich immer zwei mal im Leben, vielleicht komm ich ja hinterher (lacht).

Wäre denn ein Engagement bei WWE so das absolute Traumziel für dich?
Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich sagen, dass das überhaupt nicht der Fall ist. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, Deutschland je zu verlassen. Ich bin sehr meiner Heimat verbunden. Klar wäre nochmal 'ne Tour durch Japan oder England was schönes, aber langfristig gesehen möchte ich aus Deutschland gar nicht weg, dafür ist dieses Land einfach zu geil. Klar hat jedes Land so seine Probleme und wir auch, aber zum Leben ist es hier sehr gut und ich wäre dumm, wenn ich hier weg gehen würde. Das soll man jetzt bitte nicht falsch verstehen, ich lebe halt gerne in Deutschland und finde es schön hier. Mein Ziel im Wrestling ist, erstmal so gut zu werden wie ich kann und zusammen mit meinem Bruder ganz nach oben zu kommen bei wXw und in Europa einen anerkannten Namen zu haben. Kurzfristig will ich mit meinem Bruder zusammen natürlich erstmal die wXw World Tag Team Titles holen, denn das wird echt mal Zeit und es muss irgendwann mal passieren. Aber so bei WWE sein und ständig on Tour, dass ist jetzt nicht unbedingt meins. Ich genieße das Spießerleben und muss jetzt nicht im Fernsehen auftreten oder Unmengen an Kohle verdienen um zu sagen, dass ich in meinem Leben was erreicht habe. Ich will ja auch Zeit mit meiner Familie verbringen können, dass is mir eigentlich am wichtigsten und so bin ich auch erzogen worden und mein Leben ist auch so mega crazy und einfach Hammer, Bruder.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich dich erst diesen Monat in München das erste mal gesehen hab. Wie bist du auf dein Gimmick gekommen?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich leidenschaftlicher Raucher bin. Diese Rauchtricks wie Ringe blasen und so faszinieren mich wie ein kleines Kind, ich guck aber dass das nicht überhand nimmt (lacht). Das Office meinte irgendwann mal zu uns, dass wir mehr Profil brauchen und ich dachte mir, kommste mal richtig arschlochmäßig zum Ring mit Kippe. Das hat ganz gut gezündet.

Abgesehen von deinem Bruder, mit wem verstehst du dich bei wXw am meisten?
Mit jedem der genauso ein Pretty Motherfucker ist wie ich.

Gegen wen aus dem wXw-Roster würdest du denn gerne noch antreten?
Defintiv gegen Absolute Andy und zwar im Tag Team mit meinem Bruder gegen ihn und John. Dann wäre es noch cool gegen die Sumerian Death Squad zu kämpfen oder die Calamari Catch Kings. Im Singlesbereich wäre Zack Sabre Jr. sehr cool und Jonathan Gresham.

Und Global gesehen? Egal ob lebend oder tot.
Da fällt mir sofort Ricky Steamboat ein, Hiroshi Tanahashi, Minoru Suzuki, The Kings of Wrestling [2] und BULLET CLUB.

Was ist das peinlichste, was dir je passiert ist im Ring?
Eine Sache war mir echt sehr peinlich und zwar war das im Match gegen Junior im Dezember 2014 in Oberhausen. Wir waren ziemlich am Anfang des Matches und ich musste mich aus nem Wristlock befreien, dazu bin ich in die Hocke gegangen wie bei einer Kniebeuge und meine Hose ist mir daraufhin so tief in die Arschritze gekrochen, dass man meinen gesamten Hintern gesehen hat. Die Leute haben derbe laut gelacht und das war mir wirklich, wirklich peinlich...zum Glück war ich rasiert (lacht).

Was war für dich dein größter Erfolg bis jetzt?
Würde sagen, dass das die abgelaufene Tour war. Auch für meinen Bruder. Wir hatten sehr coole Matches und hatten viel Zeit uns zu präsentieren.

Wenn du in 70 Jahren nach einem Wheelchair Match gegen deinen Bruder deine Karriere beendest, was willst du über deine Karriere sagen können?
Dass ich das beste aus der Zeit rausgeholt hab, was ich kann und dass ich und mein Bruder im Backstagebreich wie auch bei den Fans gut angekommen bin. Natürlich wäre es cool, auch ein paar richtig coole Matches gehabt zu haben, die ich mir in 70 Jahren dann immer noch ansehen kann.

Assoziationsspiel:

WWE: Die Nummer 1 in der Welt
NXT: Der Vorhof zur Nummer 1 in der Welt
wXw: Nummer 1 Promotion in Europa
wXw-Dojo: Da werden die Stars gemacht
Japan: Das Land mit dem besten Wrestling
Jakobi: Der größte Visionär und Mastermind den ich kenne.
Tassilo Jung: Vermutlich der zweitgrößte Visionär den ich kenne.
Absolute Andy: Der Adler!
Karsten Beck: Der beste Heel im Pro Wrestling
Big Daddy Walter: Unglaubliche Power im Ring
Hot & Spicy: Das derzeit beste Babyface Tag Team
Tommy End: Der erste der damals schon beim tryout meine Leidenschaft und mein Feuer gesehen hat
Vincent Schild: Verrückter Hund
Genickbruch.com: Hammer Seite und holt euch ruhig mehr wXw-Wrestler ins Boot!
 
 
 
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