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Sudel-Axels schwarzer Kanal

In 11 Episoden philosophierte unser hauseigener Kritiker Sudel-Axel unter Zuhilfenahme verschiedener Quellen über Bizarres und Katastrophales aus der Wrestlingwelt. Hier könnt ihr nachlesen, was er damals zu motzen hatte.
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Folge 1: die Johnsons, Leia Meow, Sgt. Slaughter
"Der Schwarze Kanal, den wir meinen, meine lieben Damen und Herren, führt Unflat und Abwässer; aber statt auf Rieselfelder zu fließen, wie es eigentlich sein müßte, ergießt er sich Tag für Tag vor den Augen der Wrestlingfans. Es ist der Kanal, der den größten Schmutz mit sich spült, den die Welt des Wrestlings kennt: Der Schwarze Kanal. Und ihm werden wir uns von heute an häufiger widmen, als Kläranlage gewissermaßen."

Karl-Eduard von Schnitzler ist tot, nicht viele werden ihn vermissen, die meisten Wrestlingfans werden ihn gar nicht kennen. Der Gimmickmüll dagegen lebt. Und da im Wrestling und ganz besonders in der Welt der schlechten Gimmicks gerne kopiert wurde und wird, kopieren wir hier mit der Bezeichnung dieses neuerlichen kleinen Updates des Gimmickmüll als schwarzen Kanal ebenfalls.

Das letzte Update des Gimmickmülls brachte Genickbruch.com eine der größten Zahlen an Seitenhits an einem Tag seit Bestehen der Seite, vielen Dank dafür allen Lesern und auch denjenigen, die ungewollt in fremden Foren dafür geworben haben. ;) Das heutige Update umfasst drei Gimmicks, nämlich die neuesten Zugänge von Weird World of Wrestling, das einmal mehr als Quelle diente. Die heutigen Neuzugänge sind die Johnsons von ($Total Nonstop Action Wrestling, Leia Meow von World Championship Wrestling und Sgt. Slaughter in seiner Zeit als Sympathisant des Irak in der World Wrestling Federation.

Die Johnsons

Jerry Jarrett ist eine Legende im Wrestling Business. Es wäre wünschenswert, dass sein NWA-Ableger Total Nonstop Action ein Erfolg wird, denn die Wrestlingwelt in den USA braucht neben der WWE ganz einfach eine zweite treibende Kraft. Wenn die Liga jedoch ein Fehlschlag werden sollte, dann kann man die Johnsons hier als den Beginn des Endes bezeichnen, noch bevor alles richtig losgegangen ist.

Noch bevor TNAW seine erste Show produzierte machten Gerüchte die Runde. Ein Teil davon drehte sich um ein neues Tag Team, das bei der ersten Show debütieren würde: die Johnsons. Die Gerüchte besagten, dass sie in Ganzkörperkondom-Anzügen herumlaufen würden. Ihre Namen sollten Richard Johnson und Rod Johnson werden. Rod und Dick also, die Erwachsenen unter uns, die der englischen Umgangssprache mächtig sind werden mit den Begriffen etwas anzufangen wissen. ;)

Jedenfalls kam es wirklich so, die erste Show ging ins Land, und die wrestlenden männlichen Geschlechtsmerkmale erschienen auf der Wrestlingbühne: Richard und Rod. Glücklicherweise - oder vom Schicksal gelenkt, je nachdem welche Philosophie man vertritt, trugen sie nicht wirklich richtige Kondome als Masken, so wie es die Gerüchte hatten verlauten lassen. Ihr Outfit war jedoch immerhin fleischfarben.

Die Johnsons waren eigentlich das vor allem in Florida bekannte Tag Team "Shane Twins". Yep, Zwillinge. Wie man auf die Idee kommen könnte, ein Gimmick wie zwei identisch aussehende Zwillinge in die Tonne zu kloppen, indem man die beiden maskiert, ist auch ganz schön fragwürdig. Schliesslich bieten sich damit einige interessante Möglichkeiten, zuletzt hatte dies vor ein paar Jahren die WCW mit den Harris Brothers vorgemacht.

Wie dem auch sei, die Johnsons tauchten ein paarmal auf, dann turnten sie gegen ihren Manager Mortimer Plumtree und verließen Total Nonstop Action erstmal wieder in Richtung Florida, um wieder zu den Shanes zu werden.

Leia Meow

Im Grunde WEISS man, dass ein Gimmick schlecht sein wird, wenn diese Person hier Teil davon ist.

Es war World Championship Wrestling im Jahre 2000. Der Varsity Club war zurückgekehrt, rund zehn Jahre nachdem jedes einzelne Mitglied des Teams seinen sportlichen Zenit überschritten hatte. Um dieses schon lange verbrauchte Gimmick ein wenig over zu bekommen, grübelte man ein wenig und entschied, dass man einen Cheerleader in den Stable packen sollte. Und so kam es wie es kommen mußte, Leia Meow wurde den Fans vorgestellt. Leia war den ECW-Fans bereits als Kimona Wanalaya bekannt und wegen einem Striptease und einem Kuss mit Beulah McGillicutty unrühmlich in Erinnerung geblieben.

Da Vince Russo aber gerade gegangen worden war, kam die WCW um ähnliche Geschehenisse herum. Stattdessen machte man aus ihr eine Cheerleaderin. Eine Cheerleaderin in einem Bikini-Oberteil, aber eben nicht mehr. Selbst Kevin Sullivan, der Anführer des Varsity Club und Headbooker der WCW zu dieser Zeit, schien zu wissen, dass das Varsity Club Revival keinen Menschen interessieren würde, deswegen trieb er Leia während der Matches an, im Ring Push-Ups zu machen oder auf einem Trampolin zu springen, um die Zuschauer aufzuwecken.

Leia schleppte sich einige Zeit durch dieses Gimmick hindurch, ehe der Varsity Club wieder verschwand. Später wurde sie zur Anführerin des Tag Teams der Jung Dragons, dabei spielte sie so etwas wie eine Domina - aber das ist eine Geschichte für ein andermal. Wenn man Leia heute noch performen sehen will, muss man in diversen Indyligen oder Strip Clubs suchen.

Sgt. Slaughter als Sympathisant des Irak

Nun, dieses Gimmick hier ist nicht so dumm wie, sagen wir mal, The Red Rooster, aber dennoch wird es in die Geschichte eingehen als eines der fehlgeleitetsten Gimmicks aller Zeiten. Der langjähriger patriotischer Held Sgt. Slaughter kehrte in die World Wrestling Federation zurück, diesmal als Heel. Zu Beginn sah es so aus, als würde er auch als Heel seinen "Pro-USA" Status beibehalten. Seine erste Fehde hatte er gegen Nikolai Volkoff, dem er nicht traute.

Dann kam der Golfkrieg. Es dauerte nicht lange, dann fasste Slaughter einen Entschluss: er wurde zum Sympathisanten des Irak und begann, Amerika zu denunzieren. Um seine neue Persönlichkeit besser darzustellen legte er sich eine neue Uniform zu und heuerte einen Manager an. Der aus der AWA bekannte Sheik Adnan El-Kaisee war es. Er kam in die WWF unter dem Namen General Adnan und hatte ein sehr bekannt vorkommendes Outfit, es erinnerte stark an Saddam Hussein. Eine Menge Leute bekamen nicht mit, dass Adnan wirklich aus dem Irak war, was dem Gimmick zwar auf der einen Seite etwas Glaubwürdigkeit gab, es auf der anderen Seite jedoch noch fragwürdiger machte.

Als nächstes gab es eine Prise WWF Logik. Als drittes Mitglied des "Triangle of Terror" stellte Slaughter nämlich... Colonel Mustafa alias den Iron Sheik vor. Ihr wisst schon, der Typ aus dem Iran. Iran, das Land, das damals gerade einen Krieg gegen den Irak hinter sich hatte.

Um seine neuen Ansichten noch deutlicher zu untermauern, begann Slaughter ebenfalls, den typisch arabischen Kopfschmuck zu tragen. Er fehdete eine Weile mit Jim Duggan, ehe folgendes passierte:

Mit ein wenig Hilfe von Randy Savage gewann Slaughter den WWF Title vom Ultimate Warrior. Definitiv ein Wendepunkt in der Popularität der WWF. Eine große Fehde zwischen Slaughter und Hulk Hogan sollte in die Wege geleitet werden mit einem Match der beiden bei WrestleMania als Höhepunkt. In der Zeit vor dem großen Spektakel zeigte sich schnell, dass der neue Charakter von Slaughter eine ganze Menge Aggressionen unter den Zuschauern erzeugte. Kurz bevor WrestleMania VII stattfinden sollte, mussten die Schauplätze gewechselt werden. Es hiess, man hätte "Angst vor Sicherheitsrisiken" und müßte deswegen die Arena wechseln, um die Sicherheitsanforderungen gewährleisten zu können.

WrestleMania fand nun in einer viel kleineren Halle statt, und somit nahm man durch die Ticketverkäufe viel weniger ein, als man erwartet hatte. Die Show fand statt, Slaughter verlor. Kurze Zeit später sah man den geläuterten Slaughter in ein paar Clips, wo er schrie und bat, "sein Land wiederzubekommen". Slaughter wurde als Face zurückgebracht und war ein wenig over. In Erinnerung blieb jedoch immer die Zeit als Freund des Irak, und seine Karriere kam nie wieder in die gleichen Höhen wie zuvor.
Vince McMahon? Lance Storm? Test und Christian? Ihr solltet vielleicht mal mit Slaughter sprechen, ehe ihr den UnAmericans-Angle weiter durchzieht.
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