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The Prophecy of Nashville #66

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Kolumne
Ausgabe

"The Prophecy of Nashville #66" von Prophecy
Impact Wrestling hat es echt nicht leicht. Die Kritiken für die bisherigen Shows unter der neuen Leitung sind nicht berauschend, die Zuschauerzahlen vor den Fernsehgeräten auch nicht prickelnd und dann zeigt Spike TV UK auch noch eine Wiederholung der Vorwoche statt eine neue Folge. Passt irgendwie ins Bild. [Achtung Spoiler]Ach ja, und dann ist da ja auch noch Jinder Mahal, der kurz vor Impact Wrestlings Tour nach Indien WWE Champion wird. Da wirkt der Titelgewinn von Sonjay Dutt und die anschließende Siegesfeier wie eine billige Kopie – obwohl beides schon seit März geplant gewesen sein soll. [/Achtung Spoiler] Grundsätzlich scheinen die Tapings in Indien aber doch sehr positiv verlaufen zu sein. Die Halle soll immer voll gewesen sein und das Publikum soll gut mit dabei gewesen sein, sodass erwartet wird, dass die Shows allein vom Setting her deutlich besser wirken werden als die Shows aus der Impact Zone.

Seit der letzten Ausgabe der Prophecy of Nashville sind drei Ausgaben von Impact Wrestling ausgestrahlt worden. Blicken wir, wie üblich, erst einmal auf die Highlights und Lowlights dieser Ausgaben, bevor wir und dann wieder dem großen Ganzen beschäftigen.

Impact Wrestling vom 18. Mai 2017
Highlight dieser Ausgabe war natürlich das Ultimate X Match, so wie es bei dieser Matchart nun mal auch sein sollte, wenn sie halbwegs gut gemacht ist. Mit Low-Ki war ja auch ein Wrestler involviert, der durchaus Erfahrung in dieser Matchart hat. Aber auch der Opener zwischen LAX und Garza Jr. und Laredo Kid war ein wirklich überzeugendes Match. In diesem Match gab es zwar auch eine ganze Reihe von Unsauberkeiten, aber gucken wir darüber hinweg, dann kann dieses Match durchaus empfohlen werden. Enttäuschend war hingegen das Match zwischen James Storm und Ethan Carter III.. Okay, es fand irgendwo in der Midcard statt, aber es war einfach so vollkommen belanglos. Mehr dazu später, denn die gezeigte Leistung hier war exemplarisch für ein generelles Problem, das ich aktuell sehe. Das Match war enttäuschend, weil viel mehr möglich gewesen wäre. Sienna gegen ODB war hingegen enttäuschend, weil es es einfach schlecht war. Ich weiß, das schreibe ich in jeder Ausgabe über die Knockouts, aber es ist halt einfach so schlecht. All dieser Bullshit zwischen Josh Mathews und Jeremy Borash reiht sich da nahtlos ein.

Impact Wrestling vom 25. Mai 2017
Das Rundensystem ist weiterhin ein Totalausfall, da weder die Booker noch die Wrestler wirklich verstehen, wie so ein Match geworkt werden muss. Lance Storm erklärt es in seinem Podcast Killing the Town immer wieder sehr schön, wie schwierig es damals für ihn war, als er zum ersten Mal zur CWA nach Europa kam, zu verstehen, wie so ein Match geworkt werden muss. Falsch geworkt ist ein Rundenkampf einfach nur langweilig und kontraproduktiv fürs Booking. Das war auch im Kampf zwischen Moose und Eli Drake sehr schön zu sehen. Moose gewann durch Punktrichterentscheid, aber wirklich wie ein Sieger sah er im gesamten Kampfverlauf nicht aus und auch nach dem Kampf wirkte er überhaupt nicht so. Allie gegen Amber Nova war weit entfernt davon ein durchschnittliches Match zu sein, aber im Vergleich zu den sonstigen Knockout Matches war dann doch verhältnismäßig gut. Vielleicht kann Amber Nova der Division in Zukunft ja etwas weiterhelfen. Das Match um den Impact Wrestling X-Division Title und das Cage Match waren dann wirklich gut und sind von der Qualität her das, was Impact Wrestling dringend braucht, um relevant zu bleiben. Gleichzeitig war das Cage Match aber auch ein schöner Beleg dafür, dass das Booking von Impact Wrestling einfach nur planlos ist. Warum zum Teufel wird so ein Kampf erst zu Beginn der Show angekündigt, in der es stattfindet, und nicht wenigstens in der Woche vorher oder noch besser mit noch längerer Vorlaufzeit. Wollen die Verantwortlichen einfach keine Zuschauer?

Impact Wrestling vom 01. Juni 2017
Alle drei Shows, aber diese Ausgabe besonders, haben das Problem, dass sie zwar grundsolide sind, aber kaum einen Anreiz schaffen, warum ich diese Shows unbedingt verfolgen sollte. Sie wirken uninspiriert, langweilig und ziehen sich dann wie Kaugummi. Gefühlt die einzige Storyline, die wirklich konsequent durchgezogen wird, in der die Wrestler wirklich einen Grund für ihre Aktionen haben, ist die Fehde von Eddie Edwards und Alicia gegen Davey Richards und Angelina Love. Das Match und die Aktionen nach dem eigentlichen Match waren für mich daher auch das Highlight dieser Ausgabe, auch wenn der Main Event in Sachen Matchqualität dann nochmal ein Stück besser war. Wer auf die Idee gekommen ist Scott Steiner zu reaktivieren, gehört gesteinigt. Für mich als alten WCW-Fan ist und bleibt er eine coole Sau, mit der ich viele schöne Erinnerungen verbinde. Wenn ich dann allerdings sehe, dass er in der Impact Zone so gut wie keine Reaktionen zieht und er sich kaum noch bewegen kann, dann ist das auf vielen Ebenen einfach nur traurig. Das könnte bei Slammiversary ein Desaster geben. Das Segment in dieser Show war dann auch der absolute Tiefpunkt der Show.

Liebloses, uninspiriertes Booking
Ich liebe großartige Kämpfe, aber einfach nur Kampf um Kampf anzusehen ist für mich auch nicht die Erfüllung. Daher sind die richtigen Storylines für mich mindestens ebenso wichtig, wenn es um eine gute Wrestlingshow geht. Es gibt viele Elemente, die eine gute Storyline ausmachen, viele davon habe ich wahrscheinlich auch gar nicht auf dem Schirm. Daher werde ich auch gar nicht erst den Versuch starten hier jetzt darzulegen, was eine gute Storyline ist. Was ich allerdings tun werde, ist mir zwei aktuelle Angles von Impact Wrestling herauszugreifen, um aufzuzeigen, warum diese für mich einfach nicht funktionieren. Dafür bediene ich mich zweier Segmente aus der Show vom 11. Mai, also eigentlich einer Show aus der vergangenen Ausgabe. Ich hätte auch aktuellere Sachen nehmen können, aber diese zwei Beispiel sind einfach sehr schön plakativ.

James Storm und Ethan Carter III hatten in dieser Ausgabe einen wirklich guten, sehr intensiven Brawl. Größter Respekt vor allem für den Cowboy, der die Schläge mit dem Gürtel einsteckte, während er an die Ringseile gefesselt war. Das war sicherlich alles andere als angenehm. Leider wurde dieser wirklich überzeugende Angle durch das Vorspiel absolut runter gezogen. Das war die Szene, in der EC3 als Cowboy verkleidet in den Ring kam und eine Comedy-Nummer als James Storm zum Besten gab. Diese erste Hälfte des Segments wurde mit Totenstille vom Publikum gestraft und das vollkommen zurecht. Storm und Carter stecken in einer intensiven Fehde, die zu einem wirklich harten Brawl führt. Warum zum Teufel sollte sich EC3 in dieser Situation als Cowboy verkleiden und Storm verarschen? Wenn er dazu die Muße hat, dann können seine Probleme mit Storm nun wahrlich nicht so schlimm sein. Wenn das aber so ist, warum soll ich als Fan mich dann dafür interessieren oder mich emotional investieren? So kam es dann auch wenig überraschend, dass das Match in der nächsten Ausgabe keine wirkliche Heat hatte und das Publikum auch nicht sonderlich interessiert war. Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut dafür, dass es in jeder Wrestlingshow einen gewissen Anteil an Comedy geben sollte. Aber dafür gibt es einen Platz auf der Card, der weit weg von einer eigentlich so intensiven Fehde ist. Bei Impact Wrestling wären das aktuell Swoggle und Spud. Ob das nun gute Comedy ist, lassen wir einfach mal dahingestellt, aber es ist Comedy von zwei Wrestler, die ihre Rolle haben und keinerlei Rolle in den wichtigen Fehden spielen. Super, gekauft!

Ein weiteres Beispiel dafür, wie wenig Gedanken sich heute viele Booker und Wrestler über eine realistische Darstellung machen, war ein Run-In der Veterans of War. Konnan und seine Mannen von LAX waren gerade im Ring, um das Ende von Decay zu zelebrieren. Natürlich wurde in diesem Segment über die USA hergezogen, was einen „Fan“ dazu brachte die us-amerikanische Fahne zu schwenken. Darauf hatte Konnan keine Lust und so bedrohte er den Fan nicht nur, sondern schubste ihn dann auch noch durch die Gegend. Daraufhin erklang das Theme der Veterans of War, die dann auch auf der Rampe auftauchten. Doch statt nun einfach wild zum Ring zu rennen und die Ehre der USA zu verteidigen, hatten die beiden genug Zeit sich erst einmal in Position zu bringen, sich anzuschauen und dann synchron zum Ring zu marschieren. Im Ring waren sie dann plötzlich sauer und aufgedreht, aber Hauptsache sie hatten vorher noch einen standesgemäßen Einzug...

An dieser Stelle möchte ich kurz einwerfen, dass das natürlich kein Problem ist, das nur bei Impact Wrestling zu beobachten ist. Nehmen wir beispielsweise das Best of the Super Juniors Tournament von New Japan Pro Wrestling, das gerade zu Ende gegangen ist. Normalerweise sollten die beteiligten Wrestler in so einem Turnier alles daran setzen ihre Kämpfe zu gewinnen. Taichi zog es allerdings vor seine übliche Comedy-Nummer abzuziehen. Das wertet die Bedeutung des Turniers ab. Konsequenterweise hätte er dann wenigstens alle seine Kämpfe verlieren können. Dann hätte das noch so verkauft werden können, dass er einfach ein Idiot ist. Aber nein, er hat auch noch vier seiner sieben Kämpfe gewonnen. Glücklicherweise ist so etwas bei New Japan die Ausnahme, während es sich bei Impact Wrestling halt leider immer wieder durch die Shows zieht. Auch bei World Wrestling Entertainment ist so etwas immer wieder zu sehen, teilweise auch noch ganz bewusst herbeigeführt. Wenn ihr mal drauf geachtet habt, wie Wrestler die Verletzungen aus einer vorherigen Show verkaufen, dann kann eigentlich nur noch mit dem Kopf geschüttelt werden. Denn sie beginnen damit in den meisten Fällen erst im Ring nachdem sie zuvor einen vollkommen normalen Einmarsch gezeigt haben. Warum das ganze? Angeblich, weil die Verantwortlichen der Meinung sind, dass die Fans dafür bezahlen, dass sie den ganzen Act sehen und dazu gehört nun einmal der Einmarsch. Was für ein Bullshit!

Und sonst so? Die gleichen Probleme wie auch in den letzten Ausgaben bestehen weiter, aber ich will euch ja nicht langweilen, indem ich diese immer wieder aufzähle. Auch die positiven Aspekte gibt es natürlich, diese vor allem in Form von guten Kämpfen, denn das Booking ist halt nicht sonderlich überzeugend. Einzige Ausnahme ist hier meiner Meinung nach eben die Fehde der ehemaligen American Wolves und ihres Anhangs.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch die aktuelle Slammiversary Card posten. Dafür habe ich gerade impactwrestling.com aufgerufen, da ich davon ausging, dass diese sich dort ja wohl finden lassen wird. Denn ich wollte ja die Card ohne Spoiler posten, sonst hätte ich auch schnell auf Wikipedia nachgucken können. Dort findet sich jetzt nämlich schon die vermutlich vollständige Card mit sieben Kämpfen. Versuchen wir also ohne die Hilfe der Promotion, die den PPV eigentlich versuchen sollte zu verkaufen, mal zu rekonstruieren, was wir da bisher haben: Bobby Lashley gegen Alberto El Patrón um den Impact Wrestling World Heavyweight Title und den GFW Global Title wurde ja gerade erst am Donnerstag im Cage Match ermittelt. Daher dürfte das sicher sein. Ist das Match zwischen Ethan Carter III und James Storm schon offiziell bestätigt? Wenn nicht, dann dürfte das aber auch kein all zu großer Spoiler sein, schließlich wird das ja immerhin schon einige Wochen aufgebaut. Die Stipulation wurde aber glaube ich noch nicht verraten, daher mache ich das an dieser Stelle auch nicht. Wer sie wissen will, guckt halt bei Wikipedia. Das Match um die Vorherrschaft am Kommentatorenpult ist mit der Ankunft von Scott Steiner dann auch komplett. Steiner und Josh Matthews treffen hier auf Jeremy Borash und Joseph Park. Dabei fällt mir ein, dass ich ja noch gar nichts zum Comeback des Anwalts geschrieben habe. Na ja, spricht für die Relevanz des ganzen. Das müsste es mit den offiziell angesetzten Kämpfen dann aber auch schon gewesen sein. Es gibt natürlich Entwicklungen, die auf den ein oder anderen Kampf bereits hindeuten, aber diese drei dürften die Kämpfe sein, die bisher offiziell sind.

Wenn ich es richtig sehe, dann dürfte nächste Woche die erste von vier Shows aus Mumbai ausgestrahlt werden. Insgesamt vier Shows aus Indien erwarten uns auf dem Weg in Richtung Slammiversary. Da sind wir doch mal gespannt und lesen uns mindestens noch einmal vor dem Pay-Per-View wieder.
 
 
 
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