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Best of... Februar 2006

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... Februar 2006" von Ben
Der letzte Pay-Per-View vor der größten Show im Wrestlingbusiness ist vorüber und alle Weichen für die Road to WrestleMania sind gelegt. Erfahrungsgemäß entscheidet sich in dieser Phase – eben der Zeit vom Royal Rumble bis zu WrestleMania – ob die Show ihrem Namen treu bleibt oder nicht. Besonders in diesem Jahr hat natürlich jeder WWE Fan die Angst im Nacken – denn wo sonst wenigstens bei den Big4-PPVs alles im grünen Bereich war, bewies man mit dem Summerslam, den Series und dem Rumble, dass man auch dieses Prinzip nicht mehr so ernst nimmt wie in der Vergangenheit. Die große Frage ist: Macht Vince McMahon auch vor WrestleMania keinen Halt? Die Road to WrestleMania soll ersten Aufschluss darüber geben. Damit herzlich Willkommen zum Best of Februar 2006 – einer Ausgabe, die schon ganz im Zeichen des größten PPVs des Jahres steht – Willkommen zum ersten Teil eben dieser Road to WrestleMania.


Beste Storylines und Fehden
1. The Undertaker v Kurt Angle
2. Shawn Michaels v McMahon
3. Edge v John Cena

Die Klasse eines Wrestlers zeigt sich in der Eigenschaft, ein Match oder gar einen PPV jederzeit ohne große Vorbereitung oder langwierige Storyline tragen zu können. In der Regel gilt der Herausforderer auf den großen Titel bei No Way Out als ziemlich arme Socke – denn bis auf die Eddie Guerrero-Ausnahme ist bei diesem Herausforderer eigentlich immer klar, dass er nur im Main Event steckt, um den Champion bis zu WrestleMania zu beschäftigen. Hier kommen nun die beiden Aussagen der letzten beiden Sätze zusammen und bilden ein Szenario, in dem es nicht gut um Angle und den Undertaker steht: Ohne lange Vorbereitung, nämlich gerade mal drei mickrige Wochen, mussten die beiden einen glaubhaften Main Event auf die Beine stellen, der den Hunger auf WrestleMania antreibt – und das auf dem Hintergrund, dass der Name „Kurt Angle“ inoffiziell schon fest auf der WrestleMania Card im Main Event steht. Sie haben es geschafft. Zwei Faces gegeneinander in einem Match, bei dem vorher klar war, dass es keine historische Bedeutung haben wird. Ein paar Mindgames, eine schöne Szene am Ende des Rumble, die noch häufig wiederholt werden wird – und gar ein interessantes Ende bei No Way Out, dass die Storyline sogar noch bis in den WM-Countdown fortsetzte und nicht sofort verschwinden lies, damit sich der Champ ums „Wesentliche“ kümmern könnte. Alles in Allem bewiesen Angle und der Taker in diese Minifehde also ganz eindeutig das oben beschriebene und rechtfertigen damit ihren Status – sie bewiesen die Klasse eines Wrestlers.

Der WrestleMania-Showstopper in einem Match gegen einen Non-Wrestler? Irgendwie kommt mir das komisch vor... Um damit die Show zu stoppen, muss Michaels mehr aus McMahon herausholen, als es Eddie mit John Bradshaw Layfield oder Chris Benoit mit seinen Gegnern je getan haben. Und doch bin ich immer noch der Meinung, dass es einfach nicht bei einem normalen Aufeinandertreffen bleiben wird. Dieses „20 Years in the Making“ von Hulk Hogan-Vince zieht hier einfach nicht und der Screwjob funktioniert als Aufhänger irgendwie auch nicht so wirklich. Und trotzdem ist dermaßen viel Spannung in dieser Fehde, die einfach nach irgendetwas Großem schreit. Zum einen spielt Shane auf einmal wieder eine Rolle, was einer Storyline bei seinem Showtalent nur gut tun kann. Zum anderen habe ich schon den zweiten Mark-Out in diesem Jahr bekommen, als Marty Janetty zurückkehrte und damit zwangsläufig ein Teil dieser Geschichte wurde. Das „Große“ was ich beschrieben habe, nimmt nun langsam Form an – und das ohne wirklich konkret zu werden. Und genau in dieser Krux liegt die Genialität dieser Storyline, die zwar nicht in einem WrestleMania-Showstopper enden wird, aber doch in gutem Entertainment. Und wehe, dass mit Marty Jannettys „Entlassung“ gehört nicht zur Storyline!

Edges Titelregentschaft war die Rettung des Glaubens an World Wrestling Entertainment. Der Glaube daran, dass nicht potentielle Merchandising-Verkaufszahlen bestimmen, wer Champion ist. Der Glaube daran, dass die Meinung und die Reaktion des Publikums den Erfolg einer Sache steuern und nicht der starre Wille eines einzelnen mächtigen Mannes.
Edges Titelverlust war beinahe die Zerstörung all dessen. Und doch konnte man durch die Wochen nach dem Rumble alles wenigstens ein wenig besänftigen, und zwar durch die Tatsache, dass die Geschichte weitergeführt wurde und man Edges Darstellung als Übergangschampion – der er nun zwangsläufig war – nicht zu krass darstellte. Dadurch umging man nicht nur, Edges Ruf mit Füßen zu treten, man leitete so auch geschickt die Folgestorys für beide Beteiligten ein – was durchaus nicht ganz einfach war, da sowohl Triple H als auch Mick Foley zuvor in keinerlei Verbindung mit Cena oder Edge standen.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Eddie hätte es so gewollt...
2. Benoit v Booker T
3. MNM v Matt Hardy

Ganz ehrlich? Eddie hätte DAS mit Sicherheit nicht gewollt. Ich meine, ich kannte Eddie nicht persönlich, aber trotzdem mag ich mich soweit aus dem Fenster lehnen zu behaupten, dass er es nicht gewollt hätte, dass drei Monate nach seinem Tode vor Millionenpublikum und vor Allem vor seinen kleinen Töchtern behauptet würde, er sei nicht im Himmel, sondern in der Hölle. Ich glaube nicht, dass es ihm gefallen hätte, dass man seinen tragischen Tod, die Trauer seiner Familie, seiner Freunde und seiner langjährigen Fans dafür nutzt, um einen Face etwas beliebter und einen Heel etwas verhasster zu machen – um höhere Einschaltquoten zu erzielen. Dass dort ein unreifer Junge wie Randy Orton mitspielt wundert mich nicht. Dass dort jemand mitspielt, der wenige Monate vorher vorgab, nicht der Vater seines eigenen Kindes zu sein und seinen Sohn vor Millionenpublikum in eine traumatische Situation nach der anderen brachte – auch das wundert mich nicht. Dass es aber tatsächlich Menschen gibt, die es als angemessen erachten, die Chance, Profit aus dem Tode eines Menschen zu schöpfen, der nicht mal 100 Tage zurückliegt, dann kriege ich das Kotzen. Eddie hätte das ganz bestimmt nicht so gewollt.

Eigentlich gibt es in diesem Monat erstmals etwas Gutes über die US-Title-Fehde zwischen Chris Benoit und Booker T zu berichten, und trotzdem taucht sie hier auf dieser Liste auf. Mit dem „erstmals Guten“ meine ich jedoch nicht den lange überfälligen Titelgewinn Benoits, sondern einzig und allein die Tatsache, dass der ganze Spuk nun endlich ein Ende hat. Es ist vorbei, finito, aus die Maus. Endlich! Endlich kann sich Benoit wieder einem Gegner widmen, mit dem es möglich ist, eine spannende Storyline durchzuziehen und eine Geschichte zu erzählen. Endlich hat Booker eine Fehde, in der er einer Type gegenübersteht, die keinen großen Gegner braucht, um zu unterhalten. Benoit funktioniert einfach nicht gegen uncharismatische Leute – zu denen mittlerweile Booker T leider einfach dazuzählt. Ebenso funktioniert Booker nicht gegen einen Mann, der wegen seiner Skills und nicht wegen seines Charakters bejubelt wird. Die ganze öde Geschichte, dass Booker T Champ wurde, ohne selbst angetreten zu sein, dass er sich in Matches ersetzen ließ durch Männer wie Orton oder Finlay – das war einfach ätzend. Es war blöd, langweilig und belanglos. Und endlich ist es vorbei. Ich freue mich auf zwei Fehden, die bei WresleMania enden werden – ich freue mich auf das US-Title-Match zwischen JBL und Benoit, genauso wir ich mich auf das Match zwischen Booker und The Boogeyman freue. Es ist vorbei! Danke!

Über den klinischen Tod der Tag Team Szene bei RAW brauche ich hier wohl keine Wort verlieren. Es fehlt dort einfach an Medizin für die Tag-Team-Grippe. Smackdown hat von dieser Medizin jedoch reichlich. Da sind die Mexicools, Paul London und Brian Kendrick, the Gymini, William Regal und Paul Burchill, die Dicks, Big Vito und Nunzio und allen voran natürlich das wohl beste Tag Team seit Edge & Christian, die aktuellen Champs Johnny Nitro & Joey Mercury. Und was passiert? Wer tritt beim PPV gegen die Champions an? Nicht die Dicks, nein, die werden nicht nur mit einem dulligen Gimmick versehen, sondern kurzerhand entlassen. Die Mexicools? Nein, die auch nicht – die standen schließlich in einem 9-Mann-Opener, wie Nunzio, Kendrick und London auch. The Gymini – die haben wichtigeres zu tun, als aufgebaut zu werden, die müssen schließlich Woche für Woche gegen Jobber-Teams ein und dieselbe Show abliefern. Wer bleibt noch? Regal und Burchill – die absolut göttlichen Briten, deren Chance mehr als überfällig ist? Nein, die sinds auch nicht, weil Burchill doch auf einmal ein Nachfahre vom angenehmen Captain Blackbeart ist und Regal diese Tatsache blöd findet (womit er übrigens nicht alleine ist). Kommen wir also zu Auflösung. Gegner sind Matt Hardy und ein Mystery Partner, der sich logischer Weise nicht als Storyline-Partner Road Warrior Animal, sondern als Rothaut-Langweiler Tatanka herausstellt. Hardy und Tatanka besiegen die Champions! Ist aber nicht schlimm – um den Titel ging es nämlich nicht. Warum auch. Bei einem PPV. Habt ihr manchmal auch das Bedürfnis, Euch irgendeinen Gegenstand auf den Kopf zu hauen?

Bei der Vergabe des Punktes gibt es einen Zwiespalt. Bei RAW gibt es zwei bedeutende Storylines. Die um den Titel und die HBK-Geschichte. Viel mehr ist da aber nicht. Bei Smackdown gibt es reichlich kleine Fehdchen und Geschichtchen – einiges davon stinkt aber zum Himmel. Schalten wir den Naivitätsmodus ein und werten die Tag-Team-Sache als Ausrutscher und buchen die Eddie-Geschichte unter Dummheit, dann gebe ich den Punkt an Smackdown.


Beste Gimmicks
1. „Rated R Superstar“ Edge
2. Gregory Helms
3. Triple H

Wie auch im Vormonat steht Edge auf der Pole Position, weil er momentan einfach rult wie kein Zweiter bei World Wrestling Entertainment. Den Titelverlust hat er weggesteckt und durch seine momentane Darstellung schafft er es sogar, ein No-Go wie Maria in eine Storyline und gar ein Match einzubeziehen. Mit Foley steht Edge nun ein gleichwertig charismatischer Gegner gegenüber, der ihn bei WrestleMania in einem ausreichend großen Spot stehen lassen wird. Durch Foleys Status kann man ihn nach WM einfach wieder verschwinden lassen und Edge stünde ohne Umwege direkt wieder im Main Event. Da es zwangsläufig zum ungewollten Doppelturn beim HHH-Cena Match kommen wird, könnte man drauf aufbauen und Hunter einfach noch Face bleiben lassen – was zu meiner absoluten Wunschfehde um den WWE Title bei RAW führen würde. Edge ist momentan einfach das heißeste was WWE zu bieten hat und das muss ausgenutzt werden. Er hat bewiesen, dass er ein Entertainer ist und diese Company als Performer leiten kann. Gebt ihm die Chance, es dauerhaft zu beweisen.

Helms spielt zwar nicht in der gleichen Liga wie Edge, Triple H, Michaels, Angle oder der Undertaker, aber trotzdem will ich ihn hier nennen. Was das Hurricane-Gimmick angeht, hatte ich nämlich ähnliche Befürchtungen, wie sie auch bei Nick Dinsmore’s Eugene Charakter laut werden – nämlich, dass es keine Zukunft für den Wrestler nach diesem Gimmick geben wird. Helms hat bewiesen, dass er nicht mehr der Hurricane ist. Er ist nun Gregory Helms, bester Cruiserweight Champion aller Zeiten. Das Publikum nimmt ihn an und dadurch geschieht etwas, was ein Nunzio, Kid Kash oder Funaki nicht geschafft haben: Dem Cruiserweight Titel wird wieder Bedeutung verliehen. Hoffen wir das Beste.

Lange hat er sich zurückgehalten. Er hat die Pflichtfehde gegen Ric Flair hinter sich gebracht, er hat zu Gunsten einer Fehde mit Big Show auf die Chamber verzichtet. Jetzt hat das alles ein Ende und Triple H ist wieder da. Was ich so toll daran finde ist, dass es zwei parallel laufende Storylines um seine Titeljagd geben wird – die offizielle und die inoffizielle. Offiziell ist er Heel und Jagd den Überface-Champion. Inoffiziell ist er der Mann, der Cena bei WrestleMania in den Arsch tritt und dieser traurigen Regentschaft ein für alle Mal ein Ende bereitet. Ich freue mich wie ein kleines Kind darauf, wie Triple H mit dieser Doppelrolle fertig werden wird. Dass er ein guter Face ist, hat er in der Vergangenheit bewiesen. Dass er ein großartiger Heel ist, beweist er Woche für Woche aufs Neue. Ob er heute aber noch einer Tweener-Rolle gerecht werden kann, einer Rolle, die er seit dX nicht mehr gespielt hat, darauf bin ich gespannt. Ich glaube es wird eine gute Zeit und der King of Kings wird ein weiteres Mal in die Form seines Lebens zurückkehren.
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