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Best of... Mai 2007

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... Mai 2007" von Ben
Der Brockhaus beschreibt die „Kreativität“ unter anderem als Fähigkeit, „neue Aspekte und Ansätze zu Problemlösungen“ zu finden. Resultierend aus dieser Definition stelle ich die Annahme, dass erst durch Probleme – die es zu lösen gilt – wahre Kreativität gefördert werden kann. Somit erstrahlen Probleme in zweierlei Licht. Sie blockieren und stellen Störfaktoren des geregelten Ablaufes dar, bieten auf der anderen Seite aber auch ein hervorragendes Fundament für spontane Innovation und erfrischende Überraschung.
Edge ist World Heavyweight Champion von Smackdown, The Great Khali steht im Main Event von Judgment Day und Vince McMahon verteidigt seinen ECW World Title. Vier Midcard-Matches bekommen in ihren Matches jeweils annähernd so viel Kampfzeit wie die Titelkämpfe um alle Brandkronen zusammen und World Wrestling Entertainment präsentiert der Welt den nunmehr sechsten absolut gelungenen Pay-Per-View in Folge.
Wenn Probleme dieses zur Folge haben – verdammt noch mal, dann lief in den letzten Jahren viel zu viel rund! WWE bewies nicht nur in den letzten vier Wochen, sondern auch ganz speziell schon in den ein bis zwei Monaten davor, dass sie es nicht verlernt haben, auf Unvorhersehbares schnell, konsequent und verblüffend überraschend zu reagieren. Und zumindest bei mir sorgt das nach einer Reihe guter Beispiele wieder für das Gefühl, annähernd alles wäre möglich. Ein so unheimlich wichtiges Gefühl im Sports-Entertainment.
Ihr hört es schon heraus – ich war nicht wirklich unzufrieden mit dem, was im Mai in den Hallen von World Wrestling Entertainment veranstaltet wurde und liebe die Tendenz, die man uns speziell in der Zeit nach WrestleMania aufzeigte. Etwas früher als sonst gibt es den Zusammenschnitt von vier WWE-Wochen in Kolumnenform – früher weil ich um den Monatswechsel nur Ohren für die White Stripes, die Ärzte, Mando Diao und Billy Talent, nicht aber für Wrestling haben werde. Doch bevor es an den Nürburgring geht, präsentiere ich meine ganz persönlichen Tops und Flops des Monats Mai. Viel Spaß dabei.


Beste Storylines und Fehden
1. Money in the Bank
2. Elijah Burke v. CM Punk
3. John Cena v. The Great Khali

Mr. Money in the Bank – er kam, sah und siegte. Wieder einmal. Ich brauche es an dieser Stelle nicht gesondert zu erwähnen, dass die ausschweifende und philosophisch anmaßende Einleitung auf die Ad-Hoc-Storyline rund um den Money-in-Bank-Koffer und die resultierenden Ereignisse zielte. Blöd gelaufen ist das Ganze für Ken Kennedy und The Undertaker. Beide erlebten bei WrestleMania einen großen Spot, der sie von Jetzt auf Gleich an die Spitze der Shows schoss. Der Deadman gewann nach vielen Jahren ohne Gürtel wieder großes Championship Gold und mit Kennedy begann man eine lang angelegte Storyline, die im Main Event der 2008er WrestleMania enden sollte. Dann geschah das mit Abstand dümmste, was einem Mann zu Beginn eines großen Pushs passieren kann – beide Männer verletzten sich und waren zu Pausen gezwungen. Auf der einen Seite hatte man also einen World Heavyweight Champion, der nicht in der Lage war seinen Gürtel zu verteidigen und auf der anderen Seite stand ein aufstrebender Midcarder, den man behutlich für den Main Event aufbaute, der die meiste Zeit seiner lang angelehnten Pushphase aber vermutlich vom Krankenbett aus miterleben werden muss. Homer Simpson würde nicht mehr als ein simples „D’Oh“ dazu einfallen, die Fans von Schalke 04 können es den beiden genannten Wrestlern nachfühlen – das Gefühl vor etwas Großem zu stehen und plötzlich doch nur derjenige zu sein, der anderen bei der Feier zusehen muss. Bisher klingt die Beschreibung nach einem ziemlich deprimierenden Szenario und das ist es zweifelsohne auch gewesen. Genialität hat die Geschichte aber schließlich in der Lösung des Problems erfahren. Denn diese setzte man durch „neue Aspekte und Ansätze“ an und setzte damit eine Fähigkeit ein, die ich einleitend als „Kreativität“ beschrieb. Edge kam ins Spiel. Allein das wertet heutzutage schon fast jede Storyline auf. Wie er schließlich eingesetzt wurde, war schlichtweg phänomenal. Bei Backlash, dem ersten PPV nach WrestleMania, schlug man in einem schönen Segment bereits eine Brücke zwischen Kennedy und Edge – Kennedy warf Edge vor, seinen Shot Anfang letzten Jahres unwürdig eingesetzt zu haben. Wie aktuell die Auseinandersetzung der beiden schon bald werden sollte, hatte bei Backlash wohl noch niemand bedacht. Kennedy wollte man aufgrund seiner langen Verletzungspause den MitB-Koffer nicht behalten lassen und so verlor er ihn überraschend an Edge – und Edge zog dieselbe Show wie bei der letztjährigen New Years Revolution ab und war im Null-Komma-Nichts der neue World Heavyweight Champion. Das Tolle daran ist die Tatsache, dass man tatsächlich nach der besten Lösung gesucht und diese auch umgesetzt hat, als einfach den leichtesten Weg zu gehen. Kennedy hätte man seinen Countdown durch Promos fortsetzen lassen können und den Taker hätte man den Gürtel ganz einfach an Batista oder gar Mark Henry verlieren lassen können. Doch WWE wählte den unbequemen Weg und bot den Fans so eine Handvoll Überraschungen und tolle Vorlagen für eine spannende Fortsetzung. So muss Wrestling gebookt werden. Ich mag den neuen Mut im Bookingteam.

Vor einigen Jahren hatte die World Wrestling Federation ihren Mitbewerbern eines ganz klar voraus: Sie konnte mit angenehmer Regelmäßig tolle Midcard-Fehden erzählen. Die WCW hatte eine gigantisch namhafte Uppercard und tolles Cruiserweight Wrestling, die ECW hatte seinen eigenen Charakter und seine Extreme – aber die WWF konnte tolle Geschichten in der Midcard erzählen. Leider schwächte das immer mehr ab und die Midcard wurde zunehmend farbloser. Lediglich diejenigen Midcardler, die man langfristig in den Main Event pushen wollte, bekamen Aufmerksamkeit in den wöchentlichen Shows. Nach der Ankündigung, dass es keine Roster-Only-PPV’s mehr geben würde war die Angst sehr groß, dass es nun endgültig aus mit klassischen und liebevoll erzählten Midcard-Fehden sei – doch WWE strafte uns Lügen. Ob es nun das magische Duo bestehend aus Ric Flair und Carlito war oder auch die Geschichte um Kane und die Blue Bloods – die Midcard lebte weiter. Das Schmuckstück Nummer 1 kam letztlich aber aus einer Ecke, aus der man es am wenigsten vermutet hatte: ECW, der zurückgebliebene Brand der WWE Familie. Die New Breed / Originals Fehde war beendet und so richtig sah man kein Weiterkommen, bis auf die einmalige Chance Sabu vor die Tür zu setzen. Dann kam schließlich CM Punk ins Spiel und mischte die New Breed von Innen her ordentlich auf. Den Job, für den man zu WrestleMania hin noch vier bekannte Namen des Sports benötigte, erledigte der junge CM Punk locker alleine. Erst trat Punk der New Breed bei, dann beanspruchte er die Führungsposition, nur um eine Woche später schon wieder gegen die Fraktion zu turnen. Sicherlich hätte man dieses Szenario noch etwas ausschmücken können und den Showdown zwischen Punk und Burke auf One Night Stand verlagern, aber auch diese Speed-Version unterhielt mich prächtig. Beide Stars profitierten von der Aufmerksamkeit und bewiesen in ihrer – für beide ersten großen Singles-Fehde – ihr so oft prognostiziertes Potential.

Man mag mich Masochist nennen, wenn ich die WWE-Title-Fehde zwischen dem Great Khali und John Cena bei den besten Fehden aufführe – aber soll man mich nennen wie man will, in Sachen „Storyline“ fand ich die Zweierkonstellation der Beiden richtig gut. Ob das Match nun unbedingt ein Klassiker wird, ob das Ende nun die beste Entscheidung war oder nicht – vollkommen Schnuppe – die Geschichte war plausibel, nachvollziehbar und passgenau erzählt. Shawn Michaels und Edge waren als Herausforderer ausgelutscht und Randy Orton brauchte noch einen gewissen Aufbau, um glaubhafter Gegenpol für John Cena zu sein. Umaga stand in einer Fehde mit Bobby Lashley und war obendrein auch gerade erst von Cena bezwungen worden. Der Great Khali war in meinen Augen die bestmögliche Option, um den WWE Title weiter interessant zu halten. Khali wurde konsequent stark dargestellt und spielte auch gegen John Cena seine Rolle als unantastbarer Monster-Inder weiter. Cena verkaufte man auf eine Art und Weise, die nicht unbedingt ängstlich rüberkam, sondern eher respektvoll – was seinem Gimmick auch viel mehr steht. Am Ende ergab sich eine Fehde des Überface gegen ein Monster, welches man als glaubhafte Gefahr für den Champion darstellte. Diese glaubhafte Gefahr hätte so einfach kaum ein anderer verfügbarer Wrestler besser rübergebracht als der Great Khali. Gerade deswegen bin ich sehr froh darüber, dass die Storyline fortgesetzt wird. Vermutlich wird die Unantastbarkeit des Great Khali am Ende sehr unter der Fehde leiden – aber mal ganz ehrlich: Stört das wen?


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Snitsky v. Rob Van Dam
2. Randy Orton v. Shawn Michaels
3. Die Entlassung von Rob Conway

Rob Van Dam kam innerhalb der Invasion-Storyline zu World Wrestling Entertainment und war von Beginn an der größte Gewinner des Angles. Während alle „Invader“ nur so aus den Hallen gebuht wurden, liebten die Fans RVD von seinem ersten Auftritt an und in kürzester Zeit schaffte er es in den Main Event. Über Jahre blieb Van Dam einer der stärksten Faces der WWE Midcard, gewann unzählige Titel und bekam im letzten Jahr den verdienten Lohn in Form des WWE Championships. Anschließend machte man ihn zur Leitfigur des neugegründeten ECW Brands. Erst ein privater Vorfall brachte den Einbruch im steilen Aufstieg des Rob Van Dam. Doch er blieb was Leistungen und Reaktionen des Publikums anging weiterhin seiner Linie treu und bewies seinen Status abermals.
Szenenwechsel.
Gene Snitsky war independent durchaus ein Name, bis er scheinbar in einem Jobber-Match gegen Kane bei RAW antrat. Snitsky „verletzte“ Lita, die dadurch laut Storyline Kane’s Kind verlor. Snitsky’s Äußeres war etwas Neues und er durfte Kane im ersten Aufeinandertreffen sogar annähernd squashen. Gene Snitsky wurde gepusht, headlinete gar die Survivor Series, verlor jedoch sein Rückmatch gegen Kane und wurde langsam von der Upper Midcard in die Lower Midcard bis in die Lower Card durchgereicht, wo er für alles und jeden jobben musste. Im Zuge des neugegründeten ECW-Brands nahm man ihm seinen speziellen Look, indem man ihn kahl schor und stellte ihn nach dem als Psycho-Monster dar.
2 Karrieren, die sich nun bei der ECW treffen. Ich mag Snitsky nicht. Nicht mehr. Zu Zeiten seines ersten Pushs war er etwas erfrischend Neues und setzte sich in meinen Augen von anderen Big Men wie Heidenreich oder Luther Reigns deutlich ab. Zwar hat auch das Psycho-Gimmick durchaus seinen Charme und er bringt es ganz Okay rüber, aber wohin ihn die Fehde mit RVD führen soll ist wohl eindeutig. Snitsky soll sie in die Arme von Bobby Lashley leiten und RVD soll sie in die Arme von TNAW befördern. Bedenkt man die Vergangenheit der beiden, erweist sich diese Storyline in meinen Augen als denkbar unwürdigste Methode, um sich von Rob Van Dam zu verabschieden und ihm für seine großartigen Leistungen in der Liga zu danken. Mit Grauen erwarte ich One Night Stand und das sehr wahrscheinlich stattfindende Match der beiden.

Randy Orton ist zweifelsohne einer der talentiertesten und vielversprechendsten Nachwuchstalente bei WWE und zu Shawn Michaels‘ Stellenwert bedarf es keinerlei Erläuterung. Und doch war es irgendwann absolut doof, wie man die beiden ganz schnell in eine Zweierfehde schrieb. Okay, Shawn sollte öffentlich in die Verletzungspause geschickt werden und Randy stand nach Edge’s Trade irgendwie auch blöd allein im Walde – aber die gewählte Lösung, mal flux ein Match der beiden anzusetzen, bei dem Shawn’s Legend gekillt wird, war in für meinen Geschmack doch sehr fad und lieblos. Hätte man es bei der Attacke des Great Khali gegen Shawn belassen, wäre das auch allemal noch glaubhaft gewesen und hätte obendrein den aktuellen No.1 Contender noch stärker dargestellt. Randy hat der Sieg über Shawn dann auch nicht sonderlich voran gebracht, so dass man da dann Nutzen draus ziehen konnte. Orton ist nun wieder einmal der Legend Killer, ein Gimmick dass anscheinend immer wieder aus dem Hut gezaubert wird, wenn man grade nicht so recht mit Randy Orton umzugehen weiß. Am Ende bleibt also eine 10-tägige Fehde, die keinen der Betroffenen weitergebracht hat und vor Belanglosigkeit nur so trieft. Absolut unnötig.
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