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Best of... November 2007

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... November 2007" von Ben
Best of… November 2007

Mein lieber Herr Gesangsverein. Es geht doch. RAW is Jericho! Smackdown is Rated R! ECW is Punk! Wenn das nicht schon alles über einen Monat aussagt, dann weiß ich auch nicht. Dreißig Tage hatte der November und am Ende des Monats ist fast ausschließlich alles anders als es vorher war. Die Liste der Ereignisse ist so lang, dass es schier unglaublich scheint, was alles in so kurzer Zeit passieren kann. In erster Linie sind es natürlich die Riege derer Gesichter, die eine ganze Weile von den Bildschirmen verschwunden waren und allesamt mit einem mehr oder weniger großen BANG wieder zurückkehrten. Smackdown bereichert seinen eintönig werdenden Main Event durch den Rated R Superstar und bringt nebenbei auch noch den besten General Manager der Brand-Geschichte zurück. Und RAW bringt uns Legenden – zwei Männer, die definitiv die nächsten Monate mit ihren Geschichten dominieren werden. Der eine hat ein offizielles Sieg-Ultimatum, der andere ein selbstgesetztes Entertainment-Ultimatum. Neben diesen ganzen Comebacks lieferte der November aber noch weiteren Zündstoff. The Miz holt seinen ersten WWE Gürtel, der The Undertaker verpasst Vickie Guerrero einen Tombstone und, ach ja, mit der Survivor Series fand ganz nebenbei auch noch einer der großen vier Pay-Per-Views an. Ihr merkt schon – ganz doof fand ich die vergangenen vier Wochen nicht und genau darum wird es in dieser Ausgabe gehen… Best of November 2007.


Beste Storylines und Fehden
1. Das Flair-Ultimatum
2. RAW is Jericho… again
3. Orton – HBK

Ich hatte wirklich den Glauben und die Hoffnung daran verloren, dass man Ric Flair noch seinen großen letzten Run gönnen würde – umso großartiger fand ich dann die Inszenierung um die Rückkehr des Nature Boys, um genau diesen letzten großen Run einzuleiten. Die Geschichte dahinter ist so genial wie simpel und auch wenn es mehr als offensichtlich ist, wie das Ganze enden wird, ist es trotzdem toll. Flair kommt wieder, sagt er würde so lange weiter kämpfen, bis er tot im Ring liegen würde und, mal ganz ehrlich, dem hätte ich das geglaubt. Dann kommt Vince McMahon raus und stellt Flair das Ultimatum, so lange weiter kämpfen zu dürfen, wie er siegt. Er hätte auch gleich sagen können: Ric Flair beginnt seinen letzten Run, wird regelmäßig bis WrestleMania 24 antreten und trotz der Außenseiterrolle in seinen Kämpfen jeden einzelnen davon gewinnen, um bei der großen Show einem noch zu benennenden Gegner zu unterliegen und damit seine großartige Karriere beenden. Ich mag diese Idee, es ist innovativ, liefert eine tolle Vorlage für große Momente und rückt den Nature Boy in das Rampenlicht, dass man ihm im Dezember seiner Karriere verdammt nochmal schuldig ist. Mit dem Sieg über den aktuellen WWE Champion ging es auch gleich furios los und ich bin unheimlich gespannt darauf, wie es denn weitergehen wird und wen er noch alles bis WrestleMania liegen lässt. Am liebsten würde ich Ric Flair noch einmal im Main Event sehen, wo er ähnlich wie bei seiner Titelchance zu Evolution-Zeiten in einem großartigen Titelkampf Triple H unterliegt und sich mit einer emotionalen Feier von der aktiven Bühne verabschiedet.

Dieser Wunsch konkurriert natürlich ein wenig mit dem unbedingten Verlangen, Chris Jericho im Main Event von WrestleMania sehen zu wollen. Im Fall Y2J ist das aber noch Zukunftsmusik, denn es zählt einzig und allein, dass er wieder zurück ist und den Montagabend rockt. Allein beim Gedanken an seine Comeback-Promo bekomme ich schon wieder Gänsehaut und ich knie vor World Wrestling Entertainment nieder und bedanke mich für diesen großartigen Mark-Moment. Der Fackelläufer wird niedergeschlagen und man sieht eine Person von hinten, die mehr als offensichtlich Chris Jericho ist. Und obwohl es jedem klar war, dass dies an diesem Abend passieren würde, war die endgültige Bestätigung einer der geilsten Momente des laufenden Wrestling-Jahres. Bei seinem ersten Auftritt bei World Wrestling Entertainment stand Jericho mit seiner geballten Arroganz gleich The Rock gegenüber und auch bei diesem Anlauf bekommt er mit Randy Orton sofort den perfekten Gegner vorgesetzt. Der Code erscheint, aus X wird Y und aus 9 wird J. SAVE_US.Y2J – Countdown ab zehn zum typischen Jericho-Countdown-Geräusch, die Menge tobt, es schallt „Y2J! Y2J! Y2J“, eine Explosion, ein Hinterkopf, die Drehung, das Grinsen und die geballte Ladung Gänsehaut. Es ertönte schließlich der Satz, auf den ich seit so langer Zeit gewartet hatte und RAW war endlich wieder Jericho. Über die Klasse der Promo gegen Randy Orton brauche ich wohl keine Worte verlieren. Unbeantwortet bleibt nur noch die Frage, ob es so geschickt ist, Chris Jericho direkt in den Main Event zu stellen und ins unmittelbare Titelrennen eingreifen zu lassen. Am Ende kann momentan aber nichts verkehrt sein, was mit Auftritten von Chris Jericho zu tun hat und von daher lehne ich mich einfach zurück, schaue zu und genieße.

Leider hat das Comeback des Ayatollah of Rock’n’Rollah aber auch Schattenseiten. Die offensichtlichste ist das mit seiner Rückkehr verbundenen abrupte Ende der Storyline zwischen Shawn Michaels und dem Legend Killer, denn die war mal richtig bombe. Randy Orton ging in den letzten Wochen dermaßen in seiner Rolle als Alphatier des RAW-Rosters auf und harmonierte absolut einwandfrei mit dem Heartbreak Kid. Die Story hatte alles was eine Fehde um den wichtigen Titel benötigt. Sie hatte einen sehr guten Start – der einstige Legend-Killer-Kick gegen Shawn Michaels, der scheinbar seine Karriere beendet hatte. Nach der glaubhaften Motivation der Fehde hat man sich dann nicht auf dieser einen Tatsache ausgeruht, sondern die Story weitergesponnen. Man ließ die Fans den Anfang der Geschichte bestimmen, indem man sie Shawn Michaels bei Cyber Sunday mangels Alternativen in den Main Event wählen ließ. Es folgte die Reihe von Superkicks und im Anschluss daran jedes Mal dieses herrlich bedröppelte Gesicht von Orton. Die Klausel für die Survivor Series klingt zwar plump und unspektakulär und doch war sie die konsequente Weiterführung dieser tollen Geschichte. Man konnte Randy Orton clean gegen den Heartbreak Kid gewinnen lassen, ohne diesen dabei zu demontieren. Blöder Weide hat man hierdurch einen klassischen Storyline-Verlängerer geschaffen, musste die Nummer aber am Folgetag kappen, weil uns Jericho plötzlich vor Orton’s Gesicht retten wollte. Schade, denn ich hätte gerne ein furioses Finale zwischen Michaels und Orton gesehen, aber hey, wenn man wiederum die Paarungen „Shawn Michaels vs. Mr. Kennedy“ und „Randy Orton vs. Chris Jericho“ liest, ist auch dieser Gram schnell vergessen.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Triple H, Jeff Hardy, Snitsky und Umaga
2. Carlito vs. Hornswoggle
3. ECW / Smackdown

Das größte Problem was ich mit dem Viereck um Triple H, Jeff Hardy, Umaga und Snitzky habe ist, dass ich in keinster Weise erkenne, was man uns damit sagen will und wo das Ganze hinführen soll. Das ist mein größtes Problem mit dieser Geschichte, aber lange nicht das einzige. Ein weiteres ist natürlich, dass man es tatsächlich wagt, Snitzky in eine Stoyline mit Triple H zu stecken. Das wäre fast so, als würden wir die neue Popstars-Band für Deutschland zum Grand Prix schicken. Es ist der Sache einfach unwürdig und ich bin zutiefst schockiert, das Triple H da mitspielt. In seiner Position wäre das für mich definitiv der Moment gewesen, in dem ich meine Time-Out-Karte gezogen hätte, um dem Treiben ein Ende zu bereiten. Ein weiteres Problem mit der Sache ist die Irrelevanz der Heel-Rolle in der Fehde. Man hat die Zerstörung des Umaga-Charakters nun fast komplettiert und neben ihm bei der Survivor Series auch die restliche Top-Heel-Riege aller Roster vorgeführt. Und dann hätten wir da als Problem noch Jeff Hardy, seines Zeichens Intercontinental Champion. Hardy bunkert den Gürtel und wird in Main Event Regionen gepusht, das Gold an sich spielt dabei aber nicht den Ansatz einer Rolle. Auf der anderen Seite hat man tolle Talente in der Midcard, die man über den Gürtel in großartige Storylines verstricken könnte. Marella, Carlito, Super Crazy, Charlie Haas… Naja, und das abschließende Problem, was ich mit der Geschichte habe ist der PPV-Kampf zwischen HHH und Jeff Hardy, der nicht nur keinen Sinn ergibt, sondern vermutlich in einem blöden Snitzky-und-Umaga-greifen-ein-Ende enden wird. Es ist wirklich erschreckend wie man einen prestigeträchtigen Gürtel und drei seiner stärksten Charaktere in so einer Storyline blockieren kann.

Und ich sag es nochmal – man hat eine so talentierte Midcard bei RAW, die man toll einsetzen könnte und was macht man? Man lässt Carlito für Hornswoggle jobben und in der Folgewoche gegen eine Wand laufen. Die Niederlage gegen den Little Bastard war schon unterirdisch gebookt, aber dass man das Trauerspiel in dieser Woche tatsächlich weiterführte lässt mich den Glauben an eine Rettung des Carlito-Charakters endgültig verlieren. So gerne ich ihn auch sehe, kann man es ihm wohl nicht im Ansatz verübeln, dass er sich momentan nach Alternativen auf dem Arbeitsmarkt umschaut. Hornswoggle ist zweifelsohne witzig und wesentlich langlebiger, als ich nach Auflösung der Daddy-Storyline erwartet hätte – aber der Preis, der dafür gezahlt wird , ist einfach zu groß. Der arme Carlito nimmt’s zumindest mit Fassung und lässt es über sich ergehen – dafür hat er meinen größten Respekt, denn das ist tatsächlich mal cool. Oh Mann.

Man hat nun also Smackdown und ECW zusammengelegt und so wirklichen Benefit erkenne ich noch nicht. Für mich wirkt es eher so, als wäre Smackdown nun halt eine Stunde länger, ECW hat vollständig seine Eigenständigkeit verloren. Anstatt eine schöne Fehde um den ECW World Title aufzubauen, lässt man CM Punk gegen diesen Dykstra-Kasper antreten und die ECW-Tapings von Mark Henry headlinen. Lichtblicke wie Elijah Burke und der neu getradete Shelton Benjamin sind mittlerweile die Ausnahme. Männer wie Stevie Richards, Mike Knox oder Balls Mahoney sind vollständig von der Bildfläche verschwunden, weil man ECW jetzt lieber mit Smackdown-Bruchware auffüllt. Es tut mir in der Seele weh, aber alles andere als das Ende der extremen Show kann hier keine Lösung sein. Von mir aus soll man Smackdown offiziell auf drei Stunden verlängern, die Möglichkeiten dafür hat man – aber diese Leichenschändung, die momentan stattfindet ist einfach nur ernüchternd.

Smackdown hat mit Matt Hardy’s Verletzung leider stoylinetechnisch sein größtes Zugpferd verloren – mit Edge aber frischen Wind für den Main Event erhalten. RAW rockt gewaltig und verkraftet bei der neu gefundenen Stärke auch Ausreißer wie die Snitzky- und die Carlito-Sache. RAW bekommt den Showpunkt.
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