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Best of... 2007 - Ein Jahresrückblick

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... 2007 - Ein Jahresrückblick" von Ben
„Thank god, I’m not a nice guy!“

“Thank God, I am Mister Kennedy! Thank God I am Mister Money in the Bank... Bank." – nach diesen Worten und dem kurze Momente zuvor geendeten Money-in-the-Bank-Ladder-Matches bei WrestleMania 23 war mir klar, dass diese Worte definitiv das bedeutsamste Zitat des Jahres 2007 werden würden, wenngleich auch erst ein Drittel des selbigen vergangen war. Mr. Kennedy hatte es endlich geschafft und begann seinen Countdown bis zur Einlösung des Koffers ein ganzes Jahr nach dem Gewinn – bei WrestleMania 24. Selten war sich World Wrestling Entertainment so einig darüber, dass es ein Midcarder innerhalb eines Jahres in den Main Event der größten Wrestlingshow der Welt schaffen würde, dass man dieses frech und arrogant bereits ein Jahr vorher ankündigte. Der Rest – ist Geschichte. Der Countdown dauerte keine 340 Tage, sondern ungefähr 14, was ca. 4% der angekündigten Dauer entsprach, denn nach einer schlimmen Verletzung, die Kennedy für mindestens ein halbes Jahr außer Gefecht setzen sollte, musste sein Push ad acta gelegt werden und er verlor den Koffer an den „Original Mr. Money in the Bank“ Edge in knappen 10 Sekunden – wiederum 4% der Matchzeit, ab der man ein Match nicht mehr als Squash bezeichnen kann. Ärgerlich. Also für Kennedy, denn Edge nutze am Folgetag die Verletzung The Undertakers aus, um seinen Money in the Bank Gewinn mit dem Wechsel zu Smackdown und den Gewinn des World Heavyweight Titles zu kombinieren.

Blöd gelaufen, wie gesagt, für Mr. Kennedy. Besonders ärgerlich war dann die zweite Diagnose, die die Verletzungszeit nicht mehr auf 6 Monate sondern vielmehr auf vier Wochen schätzte, was auf der einen Seite endlich mal eine Quote von wesentlich mehr als 4% ergab, aber immer noch ein stückweit frustrierend auf Ken Kennedy gewirkt haben muss. Also ich hätte mich zumindest geärgert an seiner Stelle. Natürlich hatte man aber schon den nächsten Push für den aufstrebenden Star aus Greenbay, Wisconsin parat und vollzog diesen in einer noch viel pompöseren Storyline. Vince McMahon sprengte sich samt Limousine in die Luft und man verkaufte dies als seinen Tod. Geschmacklos, aber irgendwie effektiv. Kennedy sollte gemeinsam mit McMahon hinter diesem vorgetäuschten Tode stecken – so der Plan für den Fortlauf und den damit verbundenen Push Kennedy’s in dieser Storyline. Dann starb Sensational Sherri und das Todesangle bekam seinen ersten Dämpfer. Fest von der Idee der Geschichte überzeugt, nahm man sich ein Herz und ließ das Spektakel weiterlaufen. Menschen sterben nun mal – the Show must go on. Dann starben auf einmal gleich drei Menschen auf einmal. Getötet durch einen Mann, der zu den größten Stars des gesamten Wrestling Business gehörte und man führte diese Schreckenstat fortan als „die Benoit Tragödie“. Eine Tragödie, die bis heute nicht vollständig aufgeklärt wurde und hinter der nichts anderes als der Mord eines Vaters an seinem Sohn und eines Mannes an seiner Ehefrau stand. Die Nachricht wurde publik an einem Montag – an einem Tag, an dem die Todes-Story um den Chairman fortgeführt werden sollte. Nicht nur für jeden einzelnen Wrestlingfan war die Tatsache, dass einer der größten Helden des Sports, den man liebte, ein Mörder war, ein absolut schockierende und wegweisende Zeit – auch WWE stand tief unter den Eindrücken dieses Ereignisses und tat das lange Überfällige und stoppte die Geschichte. Vince McMahon erschien vor leerer Halle und löste die Storyline auf, es folgten drei Stunden Huldigung an die verstorbene Wrestlinglegende Chris Benoit, die gleichzeitig auch das letzte Mal darstellte, dass Chris Benoit im WWE-TV gezeigt wurde.

McMahon beschrieb diese Zeit als „Heeling Process“ und man bemühte sich sehr in den Shows, den Fans das Vergessen und vor Allem das Verarbeiten der Tragödie zu erleichtern. „The Show must go on!“ – wieder einmal war das die Devise und dieses mal die wahrscheinlich beste Entscheidung, die man bei WWE treffen konnte. Eine kleine Weile verging, in der man nur wenig mit den Storylines weitermachte, das Tempo erhöhte man nur sehr langsam. Aber irgendwie fand WWE in seinen drei Brands nicht wirklich wieder zur Topform zurück, nach den Ereignissen sei es ihnen verziehen. Die Ratings sanken, die Shows wurden langweiliger. Der anfängliche Ansatz, mehr Wrestling in den Shows zu zeigen, verpuffte sehr schnell und die Zuschauer schwanden von Woche zu Woche. Etwas musste passieren. Es waren schon einige Monate seit seinem Money-in-the-Bank-Match vergangen und Ken Kennedy stand immer noch ohne nennenswerten Push da. Vince McMahon Höchstselbst sah sich nun in der Bringschuld und sah seinen Charakter als einzige Chance an, die Shows von World Wrestling Entertainment zu retten und machte es gleichzeitig ein weiteres Mal zur Chefsache, sich um den Push Mr. Kennedy’s zu kümmern. McMahon kehrte zurück und rüttelte RAW mächtig auf. Naja, zumindest ein bißchen. Er schenkte uns endlich wieder einen General Manager – übrigens offiziell der erste seit der „Entlassung“ von Eric Bischoff. Er war Teil nahezu jedes Segmentes und verbannte das nervige Wrestling wieder größtenteils aus den Shows und präsentierte uns Entertainment. Die Krux kam am Ende der Show, als ihm Jonathan Coachman offenbarte, dass Vince McMahon einen unehelichen Sohn habe. Natürlich im WWE Roster.

Kennedy, Klappe die Dritte. Die Geschichte wäre aber viel zu sehr Schnulze, wenn es dieses Mal mit dem Push geklappt hätte – und wer mich kennt weiß, dass ich Schnulzen hasse und wenn es mit diesem Push funktioniert hätte, die Geschichte einfach nicht erzählen würde. Aber natürlich kam man mir entgegen und einmal mehr fühlte ich mich in meiner langjährigen Entscheidung WWE Fan zu sein mehr als bestätigt. Drogentest und KAWÄNG – Kennedy war wieder draußen. Seinen Spot bekam Hornswoggle und alles war wieder so wie es sein sollte: Im vollkommenen Chaos.


Improvisation.

Das war bezeichnend für 2007 und bei der Auswahl einer Geschichte, die das Jahr am besten charakterisiert ging nichts am Kennedy-Chaos vorbei. Denn wenn WWE in diesem Jahr eines beweisen musste, dann war das ungeheures Improvisationstalent. Nahezu jeder World Heavyweight Champion musste seinen Gürtel aufgrund einer Verletzung abgeben, es lastete ein Fluch auf dem Gold. Die Benoit-Tragödie rüttelte alles durcheinander und auch die dadurch motivierte schärfere Drug-Policy bot dem Booking-Team immer wieder spannende Herausforderungen in Sachen Umplanung und Improvisation. Im Januar ging das Impro-Karussel bereits los, wenn auch nur als Nachwehe aus dem Vorjahr. Damals hatten Carlito und Chris Masters eine der besten Midcard-Fehden seiner Zeit, Masters der Dulli konnte jedoch die Finger nicht von den Mittelchen lassen und wurde suspendiert. Nach seiner Rückkehr rollte man die Fehde einfach wieder auf. Problem: Der Aufbau war ein gutes Dreivierteljahr her. Masters war zu weit von seinem einstigen Push entfernt und Carlito hatte die anfängliche Euphorie nach seinem Faceturn längst überwunden. New Years Revolution, die letzte seiner Zeit, war ein toller Pay-Per-View – an Masters-Carlito lag das sicherlich nicht. Im März dann sollte WrestleMania 24 stattfinden, „The Showcase of the Immortal“ – eine Veranstaltung, bei der es Pflicht war, spektakuläre Kämpfe zu präsentieren. „Triple H vs. John Cena – Part II“ – was im Vorjahr schon blendend funktionierte, hätte unter dem d-X Banner unter dem Triple H nun stand epochal werden können. Hunter aber verdreht sich das Knie und fällt erstmal schick für fast sieben Monate aus. Man bookte also einfach dessen Degenerierten-Protegé an dessen Stelle und gönnte dem Heartbreak Kid Shawn Michaels damit seinen womöglich letzten WrestleMania Main Event. Auf der einen Seite freute mich das, auf der anderen Seite war die Storyline um Batista und den Undertaker genau wie das eigentliche Match bei WrestleMania sehr viel besser. Egal. Mit diesem beiden Kämpfen und einem wirren „Battle of the Billionaires“ hatte man für WM23 zwar seine Headliner, aber die Spektakel in der Midcard fehlten. Also wurde auch hier fix was herimprovisiert. Kane war groß und einst auch böse. Auf den The Great Khali traf das im Großen und Ganzen auch zu. Also ab in ein Match mit den beiden. Sinnfrei, miserabel aufgebaut, überflüssig. Im Mai folgte die beschriebene Improvisationswelle nach den Verletzungen des Undertaker und Ken Kennedy’s, die Edge zum World Heavyweight Champion machte. Nicht jede Improvistaion ist somit zwangsläufig schlecht. Zwei Monate später war es dann aber Edge, der sich verletzte und kurz vor dem Great American Bash Pay-Per-View musste ein neuer Champion her. Im Great Khali fand man diesen und zwar über die kreativste aller Möglichkeiten: Eine spontane Battle Royal. Khali war eine Überraschung und mit der Entscheidung, ihm den Gürtel zu geben war ich einverstanden – warum man das eine Woche vor einem PPV machen musste und nicht direkt bei der großen Show, ist mir jedoch ein Rätsel.

Sehr viel besser setzte man dieses Szenario im Oktober um. Dieses Mal war es John Cena, der seine mehr als ein Jahr andauernde Regentschaft aufgrund einer Verletzung beenden musste. Hier kündigte man für den No Mercy PPV an, dass ein neuer Champion gekürt werden würde. Nicht zwischen wem, nicht in was für einem Kampf. Das war toll. Zunächst schenkte McMahon das Gold Cena-Gegner Randy Orton, der es wenige Minuten darauf an Triple H verlor. Dieser verteidigte es konsequent gegen Umaga, um es am Ende der Show in einem Last Man Standing Match wieder an Randy Orton zu verlieren. In meinen Augen einer der besten Pay-Per-View-Angles des Jahres.
Eine ganze Improvisationswelle hielt die WWE wenige Wochen vor No Mercy auf Trapp. Die Drug Policy beraubte die Liga um insgesamt – ich glaube es waren 11 seiner Stars. Darunter der frischgekürte General Manager von RAW William Regal. Was irgendwie blöd war. Gerade ernannte man ihn, schon war er wieder weg. Ähnlich war es bei King Booker, der sich gerade in einer netten Fehde mit Triple H befand, die ich gerne noch ein wenig länger gesehen hätte. Stattdessen setzte man dem King of Kings einfach Carlito vor, was nicht mehr als ein Sparings-Programm für Hunter bedeutete. King Booker nahms mit Humor und kündigte. Bei Chris Masters war es ähnlich, allerdings wurde ihm gekündigt. Was für ihn eher Fluch war, ist für Eugene wohl als Segen zu bezeichnen. Edge und Gregory Helms wurden zwar auch suspendiert, was die Booker aufgrund der Verletzungspausen der beiden aber nicht in ein erhöhtes Arbeitsaufkommen stürzen ließ. Funaki war nicht verletzt, aber, naja, auch hier musste man nicht wirklich großartig Storylines umschreiben. Die Geschichte um Ken Kennedy ist bereits erzählt, auch wenn sie so unbeschreiblich witzig ist, dass ich es gerne noch einmal machen würde. Im November dann erwischte es den frisch debütierten DH Smith, der somit William Regal’s Fluch der Engländer folgte und kurz nach seinem Debüt wieder drogenbedingt von der Bildfläche verschwand.
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