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Best of... Januar 2008

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... Januar 2008" von Ben
Best of… Januar 2008

"World Wrestling Entertainment - unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2008. Dies sind die Abenteuer der Brands RAW, Smackdown und ECW, die mit ihrer 30 Mann starken Besatzung fünfzig Minuten lang unterwegs waren, um neue Champions zu erforschen, neue Fehden und neue Antipathien. Viele Lichtjahre vom guten Verstand entfernt, dringt World Wrestling Entertainment in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat." (Logbuch des Verfassers, Sternendatum 2008,02,02)
Star Trek ist Kult, auch wenn ich persönlich nie ein großer Fan der Serie war. Dem Kult konnte ich mich dennoch nicht erwehren. Ähnlich ist es für die weltweite Wrestlingwelt mit dem Royal Rumble. Die 30-Mann-Battle-Royal ist ein Spektakel, das einen Stellenwert im internationalen Wrestling hat, wie kaum etwas anderes – ob man Fan von WWE ist oder nicht. Auch wenn ich die Star-Trek-Serien nie wirklich gerne gesehen hab, waren die Kinofilme immer Pflicht. Und wenn ein Wrestlingfan halt keine WWE-Shows sieht, so ist der Royal Rumble am Ende doch auch irgendwie trotzdem Pflicht – zumindest ist es für viele Non-WWEler so, die ich kenne. Das Spektakel ist nun eine knappe Woche her. Der Januar war geprägt von der Vorarbeit für den Event und mit dem Ende des Rumbles wurde der Startschuss für die legendäre „Road to WrestleMania“ gegeben. In der Regel läutet der erste Monat des Jahres somit die abgefahrenste Zeit des Jahres für einen WWE-Fan ein. Ohne viel vorweg zu nehmen – einmal mehr hat es WWE bei mir geschafft. Es folgen die Details – viel Spaß!


Beste Storylines und Fehden
1. Jeff Hardy v. Randy Orton
2. Das Flair Ultimatum
3. Jamie Noble v. Chuck Palumbo

Was hatte ich Angst, als man Jeff Hardy und Triple H bei der Survivor Series triumphierend im Ring stehen sah. Wollte man Hardy tatsächlich – nein wollte man nicht – oder doch? – wollte man Jeff Hardy tatsächlich in den Main Event booken? Um den großen Titel antreten lassen? Dann kam das Match bei Armageddon, der überraschende Sieg über Triple H und es stand da wie in Stein gemeißelt: Jeff Hardy wird den Royal Rumble headlinen, wenn er Randy Orton um dessen WWE Title herausfordert. Heieiei, dachte ich mir. Ob man sich das gut überlegt hat? Jeff, ohne Zweifel ein großartiger Athlet, der aber keinerlei nennenswerte Mic-Erfahrung oder großartige Singles-Fehden vorzuweisen hatte. Er war immer over, weil er im Ring einfach unterhält. Eine wahrlich große Nummer war Jeff Hardy bis dato aber nie. Auf der anderen Seite kannte man sowas natürlich schon. Der Royal Rumble war seit einigen Jahren schon dafür berühmt, dass man eigenwillige Herausforderer für die Titelkämpfe bookte – meistens, weil die Top-Contender den Rumble selber headlinen sollten. Nach Hardcore Holly, Mark Henry und Test war nun also Jeff Hardy’s große Stunde gekommen. Der Unterschied zu den Vorjahren war allerdings, dass zwischen seiner Benennung zum No.1 Contender und dem Royal Rumble mehr als sechs Wochen lagen und nicht wie sonst nur drei oder maximal vier. Man musste Hardy also über lange Zeit als Herausforderer aufbauen und ihn als solchen interessant und glaubwürdig halten. In diesem Detail lag gleichzeitig die große Schwierigkeit der Storyline als auch die absolute Genialität. Denn man schaffte es tatsächlich. Durch das Booking der Fehde zwischen Orton und Hardy, bewies man, was man durch langfristiges behutsames Pushing mit einem talentierten – aber bis dato unauffälligen – Star erreichen kann. Jeff Hardy ging als glaubwürdiger Herausforderer in das Match gegen Randy Orton, ohne das man Orton zuvor vorführen musste. So groß meine Bedenken nach der Series und Armageddon auch waren – heute glaube ich Hardy seinen Main Event und war wirklich gespannt auf das Finale beim Rumble.

Das Flair Ultimatum steht unter zwei Sternen – dem güldenen, der den wahrscheinlich größten Star der Branche würdig feiert und von der großen Bühne verabschiedet – und unter dem schwarzen, der aufstrebende junge Talente an einen unbeweglichen Opa verfüttert. Letzteres ignoriere ich bewusst, weil ich der Meinung bin, dass es einem MVP oder auch einem Mr. Kennedy einfach nicht schaden kann, gegen Ric Flair auf dessen Abschiedstournee zu verlieren. Solche Kämpfe stehen einfach außer Konkurrenz. In den persönlichen Geschichtsbüchern der Unterlegenen Youngstars wird niemals stehen „Royal Rumble 2008 – Niederlage gegen den 24 Jahre älteren Fast-Rentner Ric Flair“, sondern vielmehr „Royal Rumble 2008 – Teilnahme am letzten Run des legendären Nature Boys“. Gerade Porter verlor innerhalb einer Woche als amtierender United States Champion gleich zwei Mal gegen den Wrestlingopa, einmal per DQ und einmal sogar clean – und doch stellt das in keinster Weise seinen Status in Frage, durch den er bspw. für die Elimination Chamber nominiert wurde. Vielmehr ist seine Teilnahme in meinen Augen noch immer glaubhafter als die der Herren The Great Khali und Big Daddy V – die nicht gegen Flair haben jobben müssen. Ric Flair ist zurzeit auf Abschiedstournee und jedes Segment ist derzeit wie eine Huldigung seiner 35-jährigen Bilderbuchkarriere. Der Sieg über MVP und die darauffolgenden Blicke des Nature Boy in die Gesichter des sonst so schwierigen MSG-Publikums ließen vermutlich nicht einmal erahnen, was bei WrestleMania 24 vor über 70.000 Menschen passieren wird, wenn Ric Flair seinen finalen Kampf beendet hat. Ich liebe die Geschichte, auch wenn sie vorhersehbarer ist als alles andere, was bei WWE derzeit passiert. Denn in dieser Geschichte verbeugt sich die Wrestlingjugend vor einem seiner großen Meister – und das absolut und uneingeschränkt verdammt noch mal mit Recht.

Für Chuck Palumbo ist sein Comeback eher mittelmäßig verlaufen. Irgendwie wirkte er als harter Biker zunächst unglaubwürdig, weil die Bilder des wasserstoffblonden Haares und der Schwulenhochzeit einfach noch zu präsent waren. Außerdem erwies sich seine erste wirkliche Storyline als Face gegen den Heel Chris Masters auch als Flop, weil Masters irgendwann nicht mehr da war und Palumbo plötzlich ohne Gegner da stand. Dann allerdings kam Jamie Noble – der in meinen Augen größte Gewinner der Abschaffung des WWE Cruiserweight Titles. Denn endlich packt man Noble in Storylines und endlich gibt man ihm die Chance zu beweisen, warum er die Ring of Honor Shows headlinen durfte. Man machte aus Jamie durch das Mit- und Gegeneinander mit Chuck Palumbo nicht nur einen Face, sondern aus Chuck auch gleich einen Heel, aus Michelle McCool einen weniger uninteressanten On-Air-Charakter als vorher und aus drei bis zu diesem Zeitpunkt unbedeutenden Smackdown-Athleten eine nette Storyline. Man erhob besonders die beiden Wrestler in den Stand der Bedeutungsvollen und belohnte sie sogar mit der Teilnahme am Royal Rumble Match und ihren zwei Minuten Ruhm, in denen sie ihre Storyline präsentieren durften. Die Geschichte zwischen Chuck Palumbo und Jamie Noble mag unbedeutend sein und für die Geschichte so wegweisend wie Eve Torres‘ Diva Search Gewinn – und doch ist es ein Paradebespiel dafür, wie sehr eine charmant gebookte Midcard-Fehde die Qualität der Shows erhöhen kann. Hoffentlich gibt’s mehr davon.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Squash-Reunions
2. JBL v. Chris Jericho
3. Edge loves Vickie

Nostalgie ist ja echt was Feines. Zumindest in Maßen. Oder noch besser gesagt – wenn Nostalgie auch eben Nostalgie bleibt. Denkt man nostalgisch an etwas zurück und plötzlich bekommt man es überraschender Weise wieder geboten, dann ist das nur zu oft Auslöser für die berühmten „Mark-Outs“. Wiederholt man dies aber immer… und immer… und immer immer wieder, dann drückt man die Nostalgie so platt wie einen Pfannkuchen, bis sie letztlich ganz erlischt. Aktuellste Beispiele sind die storylinelosen Auftritte von d-Generation X und den Brothers of Destruction. Seien es Merchandising und der kurze Aufschrei der Fans beim Einmarsch was diese One-Night-Only-dafür-aber-immer-wieder-Auftritte rechtfertigen soll – langfristig zerstört man dadurch die Nostalgie und flacht damit den gewünschten Effekt immer weiter und weiter ab. Als man vor wenigen Wochen der APA bei RAW einen Auftritt gönnte, dachte ich erst noch, wie abgefahren man sowas für WrestleMania hätte aufbauen können. Ebenso schockierend ist es, wie kalt es mich mittlerweile lässt, wenn man HBK und Triple H unter dem Banner der „dX“ antreten lässt, um unbedeutende Riesen wie Snitsky zu besiegen – und dann bei Smackdown in der selben Woche auch noch ein und dieselbe Konstellation mit den Brothers of Destruction, Mark Henry und Big Daddy V vorgesetzt bekommt.

Vornweg sei gesagt, dass ich mich sowohl über das Jericho-Comeback als auch über das Comeback JBL’s gefreut habe wie ein kleines Kind. Aber auch hier hat man es – besonders beim Beispiel JBL – einfach mal absolut falsch und viel zu plötzlich gemacht. Bei Armageddon begann die Geschichte rund um Y2J und John Bradshaw Layfield. Die Woche drauf kündigte JBL bereits sein In-Ring-Comeback an und eine spektakuläre Neuigkeit versiegte in der Masse der Segmente. Warum nicht Chris Jericho weiter gegen Orton antreten lassen und JBL immer nur sukzessive einsetzen? Dann nach dem Rumble der Eklat und das Comeback nur um Jericho bei WrestleMania in den Allerwertesten treten zu können… So erlebten wir eine hastige Storyline zweier Männer, die wesentlich mehr verdient gehabt hätten. Jericho hat seine ersten beiden PPV-Kämpfe nach der Rückkehr nun verloren und der Hype um seine Person ist längst vorbei. JBL kehrte unspektakulär eben mal so in einer wöchentlichen Show in den Ring zurück und übrig blieb ein lieblos erzähltes Midcard-Match beim Royal Rumble – eben ohne Hype, ohne Klasse, ohne den großen Impact, zu dem beide Athleten in der Lage gewesen wären. Nach wie vor bin ich außer mir, weil zwei großartige Entertainer zurückgekehrt sind und sich viele neue wunderbare Konstellationen in den Main Events ergeben können. Aber wie man es speziell bei diesen beiden umsetzte, sorgt bei mir für nichts als Enttäuschung.

Und wieder muss ich etwas abgrenzen, bevor ich mit dem Meckern beginne: Edge rult. Zwei Wörter, die keines dritten Wortes bedürfen. Und dennoch ist seine WWE World Heavyweight Title Regentschaft nicht annähernd so abgefahren, wie sie eigentlich sein sollte und Schuld daran ist in meinen Augen eindeutig das Vickie-Guerrero-Desaster. Edge’s erneute Regentschaft läutete man mit der Präsentation seines Stables so einzigartig ein und machte dann mit der Geschichte um „die Liebe seines Lebens“ alles wieder kaputt. Edge bräuchte das nicht. Er und seine Edgeheads wären auch ohne die peinliche Liaison mit Eddie’s Witwe die Top-Heels von Smackdown. Stattdessen degradiert man den einzigartigen Teddy Long zu einem Rollstuhl-Schieber, gibt der untalentiertesten Angestellten des Unternehmens mehr TV-Time als den meisten der talentiertesten Wrestlern und rückt den World Champion in eine Schublade, ohne die er im Bezug auf sein Standing sicherlich besser dran gewesen wäre. Und auch wenn Eddie’s Name nicht vordergründig erwähnt wurde, basiert die ganze Tragödie spätestens seit der Einbeziehung von Chavo Guerrero Jr. und Rey Mysterio doch wieder auf genau dem drögen Hintergrund, der uns schon in den verschiedenen Konstellationen zwischen Rey, Chavo und Benoit so sehr auf den Trichter ging. So wie es aussieht, müssen wir das Trauerspiel noch mindestens bis zum No-Way-Out-PPV ertragen. Würdiger Abschluss des Szenarios wäre eigentlich nur, wenn Mysterio sich den Gürtel holt und diesen bei WrestleMania gegen den Chamber-Gewinner Great Khali verteidigt. Denn dann hätte man zumindest in der Absurditäten-Division der jährlichen Wrestlingawards noch eine Chance, dass das Gesamtkunstwerk um die Liebe zwischen Edge und Vickie ausgezeichnet werden würde.

Leider nimmt das beschriebene Debakel um den World Champion einen zu großen Teil der Smackdown Shows und damit auch einen viel zu großen Part meines Grams ein. RAW besticht dagegen mit einer tollen WWE-Title-Fehde und der wesentlich beständigeren Showqualität. Daher geht der Storyline-Punkt an den roten Brand.
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