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Best of... März 2008

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... März 2008" von Ben
Best of… März 2008

Manchmal, ja manchmal frustriert es tatsächlich, wenn man Tag für Tag nur darüber schreibt, warum etwas schlecht war. Vor einer Woche schreibt man noch über die Idiotie eines kurzlebigen Gimmicks und heute taucht es plötzlich auf der Smackdown Card auf… Bashen macht müde, aber klar, auf der anderen Seite macht das natürlich auch unglaublich Spaß, aber irgendwann sehnt man sich einfach nach etwas Lobgesang, nach einer Vorlage zum Schwärmen. Glaubt man der WWE-Historie, dann sollte der März genau diese Vorlage liefern, denn zum Ende des ersten Quartals präsentiert uns die größte Wrestlingliga Amerikas immer seinen „Showcase of the Immortal“, den „Gran’Daddy of ‘em All“ – die Supershow, WrestleMania. In den Wochen vor der Show dreht sich alles nur um diese eine Nacht und demnach sind die Erwartungen der Fans größer als jemals zu einem anderen Zeitpunkt des Jahres. Genau diese immens hohen Erwartungen werden WrestleMania dann aber leider viel zu oft zum Verhängnis. Der Fan rechnet mit einer vierstündigen Explosion und wenn er diese nicht exakt in der erhofften Form geboten bekommt, dann wird WresteMania sofort für ihn zum Flop, auch wenn es sich objektiv gesehen immer noch um eine grandiose Show gehandelt hat. Und eben dieser Sachverhalt macht das Best Of zur WrestleMania-Zeit immer so unglaublich schwierig. Letztes Jahr hab ich mich um die Verantwortung drücken können, da ich Ende März erst über die „Road to WrestleMania“ schrieb und die eigentliche Show erst vier Wochen später bewerten musste, als sich alle Gemüter (inklusive meins) beruhigt hatten. 2008 macht mir World Wrestling Entertainment einen Strich durch die Rechnung und veranstaltet sein Jahresfinale am 30.03. – also Ende März, die Penner. Nun stehe ich also hier und tippe und tippe. Die Einleitung wird länger und länger, bloß weil ich mich vorm Hauptteil fürchte. Aber dennoch – oder genau deswegen – liebe ich den vergangenen Wrestlingmonat. Den Monat, an dem WWE für mich persönlich bestätigt hat, warum ich diesen Sport liebe. Hier ist mein Best of:


Beste Storylines und Fehden
1. Ric Flair
2. Big Show v. Floyd Mayweather
3. Colin Delaney v. ECW

Ich befürchte, dass der Name “Ric Flair” noch sehr oft fallen wird. Das kann in einem Review des Monats, in dem sich der Nature Boy von der großen aktiven Wrestlingbühne verabschiedet jedoch keine Schande sein. Eine Schande wäre es vielmehr, seinen Abschied zu ignorieren und ihn eben nicht überall dort zu nennen, wo es um Superlative geht. Diese Rubrik spricht von den besten „Storylines und Fehden“, nicht also vom eigentlichen Showstealer bei WrestleMania, sondern vielmehr um die Zeit davor. Die ganze Geschichte um das „Flair Ultimatum“ leitete bereits den letzten Run des Nature Boy ein und versprach schon bei seiner Einführung, etwas ganz Großes zu werden. Es rückte Ric Flair noch einmal in den Mittelpunkt – ein Umstand, der lange nicht wirklich klar war. Flair kämpfte sich erst durch Main Eventer wie Randy Orton und Triple H, die er beide glücklich besiegte. Dann folgten aufstrebende Stars wie Montel Vontavious Porter und Mr. Kennedy, die er in kurzen aber dafür mehr oder weniger sauberen Matches bezwang. Seit Einführung des Ultimatums hielt man den Nature Boy so auf den Pay Per View Cards und erzeugte spätestens beim Royal Rumble einen Vorgeschmack auf das Gefühl, welches uns für seinen endgültigen Abschied erwarten sollte. Nach No Way Out wurden die Fragen nach seinem finalen Gegner schließlich immer lauter. Würde man Kennedy weiter aufbauen oder ist es doch Shawn Michaels? Bei erstgenannter Variante, könnte man durch Flairs Abschied einen Jungstar weiter an die Spitze bringen und hätte obendrein noch die viel emotionalere Variante einer „Heel vs. Face“-Fehde. Die HBK-Variante konnte all dies nicht bieten. Shawn brauchte keinen Sieg über Flair, außerdem war er Face. Man entschied sich dennoch für Shawn Michaels und – Scheiß auf Aufbau eines neuen Stars, Scheiß auf Gimmick-Stories – das war die verdammt nochmal beste Entscheidung, die man nur hätte treffen können. Denn die entstandene Fehde war das einzige, was Ric Flair zu seinem Abschied verdient hatte: sie war authentisch. Michaels spielte den Leidenden und Ric Flair pushte ihn Woche für Woche. Auf Shawn’s Hinweis, bei WrestleMania stets der Main Event, der Showstopper, usw. zu sein, reagierte Flair mit den Worten, dass er enttäuscht sein würde, würde Shawn an diesem Abend auch nur ein bisschen weniger davon sein. Sonntagnacht standen sich schließlich zwei Legenden gegenüber. „I’m Sorry, I love you.“. Superkick. Three-Count. Und im direkten Anschluss greift der Heartbreak Kid in Rics Haare, wie ein Sohn zu seinem Vater, und flüstert ihm etwas ins Ohr. Mit gesenktem Haupt verlässt er die Halle. Flair steht auf und atmet den Moment. Keine Worte – was für ein Bild, als er den weiten Weg durch den Citrus Bowl ganz alleine bis zum Entrance schreitet. Keine Musik, bloß ein alter Mann, der ein letztes Mal schweißgebadet nach einem exzellenten Kampf durch seine Fans marschiert. Am Ende dreht er sich um, die Tränen brechen aus ihm und er winkt seinen Fans ein letztes Mal zu. Allein das Niederschreiben dieser Worte und die damit verbundenen Gedanken an diese Szene verschaffen mir dieselbe Gänsehaut wie während der Show. Wortlos schreitet Ric Flair nach seinem letzten Kampf von Dannen. DAS ist Wrestling.

Addiert man WrestleMania mit einem Match eines Non-Wrestling-Sportlers, dann wandert die Galle eines jeden Wrestlingfans, der bereits zu WM11-Zeiten Fan war, die Speiseröhre hoch. Zunächst begann das sehr gut, als plötzlich und unverhofft die Musik von The Big Show bei No Way Out erklang. Er sah klasse aus und das Publikum huldigte ihm. Dann marschierte er plötzlich aus dem Ring, schnappte sich Rey Mysterio und verkloppte ihn. In einem Backstage Segment kündigte man bereits an, dass Mysterio und der im Publikum sitzende Boxweltmeister Floyd Maywether ganz dicke Kumpel waren. Folglich kam Maywether seinem Buddy zur Hilfe und es bot sich ein sehr interessanter Staredown zwischen ihm und Big Show. Show ging auf die Knie, Floyd brach ihm die Nase und suchte das Weite. Es folgte RAW und ohne das lange Geplänkel wie damals im Vorfeld von WresteMania XI, nahm Maywether auch sofort die Herausforderung des Riesen an. Das Szenario bekam natürlich sofort einen bitteren Beigeschmack. Kurz zuvor vergeigte man bereits das so vielversprechende Jericho-Comeback und nun stellte man auch noch den zurückgekehrten Big Show gleich in eine Storyline mit einem Non-Wrestler. Spätestens nach dem Akebono-Debakel war Show in diese Hinsicht jedoch einiges gewohnt. Erster Glücksgriff war die Tatsache, dass man ein Wrestlingmatch ansetzte, keinen Boxkampf o.ä. Zweiter Glücksgriff war die Darstellung der beiden Protagonisten bis hin zu WrestleMania. Denn entgegen aller anderen Celebrity-Auftritte war eine ganz wichtige Frage bei Big Show / Maywether nicht geklärt: Nämlich wer nun eigentlich der Heel und wer der Face sei. Eine Tweener-Fehde entwickelte sich. Big Show war im Ring das Monster und zerstörte alles und jeden was ihm in den Weg kam und in der Folgewoche saß er mit Brille und Poloshirt an seinem Küchentisch und berichtete von seinen Gefühlen bezüglich des Kampfes, während seine Frau im Hintergrund den Abwasch erledigte. Maywether war geschätzte zwei Meter kleiner als Big Show und wog nur in etwa so viel wie dessen Faust – und trotzdem schaffte man es, eine spannende und vor Allem gleichberechtigte Geschichte um die zwei aufzubauen. Am Ende verlor Show den Kampf – aber auch diese Niederlage eines sehr glaubwürdig gebookten Kampfes schadete ihm in meinen Augen nicht. Er verlor nicht fair und dominierte bis zum ersten Eingriff von Außen den Kampf eindeutig. Big Show stand mit dieser Fehde sofort wieder im Mittelpunkt des Geschehens und entgegen aller Rufe, es sei eine Schande für sein Comeback gewesen, sage ich: Das war die perfekte Fehde für Big Show, inklusive des Verlaufs und des Endes. Man nennt sowas „Win / Win“-Situation, denn alle haben profitiert. Maywether war in den Medien und hat nebenbei ein nettes Sümmchen verdient. Big Show hat es direkt zurück an die Spitze katapultiert (okay, er muss kurz noch The Great Khali plätten, aber dann steht er sicher wieder im Main Event) und für WWE war es eine einmalige Publicity, die selbst bis in die deutschen Medien reichte.

Es ist eigentlich schade, dass es die einzige Storyline des ECW-Kaders nicht auf die PPV-Card geschafft hat. Aktuell beweist man im Vorprogramm von Smackdown auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, welche unglaubliche Auswirkung es auf einen Charakter hat, wenn man ihn doch einfach nur in eine Storyline steckt. Ein scheinbar unscheinbarer Bengel erntet plötzlich riesige Pops. Colin Delaney begann seine Zeit in der ECW als einfacher Jobber. Nachdem man ihn zweimal squashen ließ erkannte man, dass es irgendwie witzig aussah, wie er dauernd auf die Zwölf bekam und entwickelte daraus zunächst einen Running Gag, der sich später tatsächlich zu einer Storyline mauserte. Wie gesagt – der einzigen Storyline des ECW-Kaders. Colin wurde Woche für Woche bei den Fans beliebter. Man stellte ihm Tommy Dreamer an die Seite, was sich als weiterer geschickter Schachzug herausstellte. Desweiteren stellte man ihm mit The Miz und John Morrison zwei der am meisten verhassten Heels als Gegner gegenüber. Nach Abschluss dieser Fehde war Colin schließlich eigenständig und konnte seine Geschichte des Jungen, der doch nur seine eigene Auftrittsmusik haben möchte, problemlos alleine absolvieren. Einmaliger Charakteraufbau und obendrein einer der wenigen Aspekte, warum ECW in den vergangenen Wochen sehenswert blieb. Wäre irgendwie toll, wenn auch die Booker das checken würden.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Umaga v. Batista
2. BunnyMania
3. The Undertaker v. Edge

Vorweg muss ich eines sagen: Wirklich schlecht – also so, dass sich einem die Fußnägel hochkrauseln – war im vergangenen Monat keine Storyline, die irgendwie von Belang war. Vielmehr gab es ungünstig gebookte Storylines oder einfach Fehden, aus denen man so viel mehr hätte machen können. Die Smackdown-vs.-Raw-Fehde war ein gesundes Mittelding aus beidem. In erster Linie fand ich es jedoch ziemlich armselig, was man mit den zwei Stars veranstaltete. Batista stand nach Ende der Elimination Chamber nicht mehr im Main Event. Das Titel-Ding machten Edge und der Undertaker unter sich aus und The Animal schaute blöd in die Wäsche. Bisher brauchte man sich keine Gedanken um eine Storyline für Batista zu machen, weil man ihn irgendwie immer im Titelgeschehen gehalten hatte und die Jagd nach dem Gürtel somit selbständig zur Storyline wurde. Jetzt offenbarte sich jedoch die komplette Ideenlosigkeit des Booking-Teams. Man war tatsächlich nicht dazu im Stande, innerhalb von sechs Wochen eine vernünftige Geschichte für einen mehrfachen World Champion aufs Papier zu bringen. MVP war frei. Matt Hardy hätte genauso gut in ein Singles-Match eingreifen können. Oder dachte man, eine US-Title-Fehde sei unter Batistas Niveau? Stattdessen benannte man Batista als Smackdown-Vertreter in einer dümmlichen RAW-vs-Smackdown-Geschichte, bei der es um absolut nichts ging. „Die Vorherrschaft zwischen den Shows“!? Was bitte ist das? Wie stellt sich das jetzt dar? Bekommt Smackdown jetzt die roten Seile? Zum Aufbau der Rivalität dienten lediglich ein paar Spears von Batista gegen Umaga im Vorfeld und ohne dem ehemaligen World Champion nahe treten zu wollen: Aber Umaga hat ihm in jedem Segment die Show gestohlen. Mag sein, dass es daran lag, dass Batista es ebenso Banane fand, wie er den Weg auf die WrestleMania Card fand. Armseliges Booking – und in meinen Augen eine Schande für eine WrestleMania-Card auf die es ein Kane nur per Dark-Match-Battle-Royal schafft und auf der kein einziger Titel der Midcard verteidigt wird. Einfach nur armselig.
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