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Best of... August 2008

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... August 2008" von Ben
Best of August 2008

Scramble. Ich hör immer nur Scramble… Was ist dieses Scramble? Wo kommt das her? Leo.org sagt, das würde „Gedrängel“ bedeuten. Hm. Fünf Mann sind fünf Minuten lang gemeinsam in einem Ring – um das zu einem Gedrängel zu machen, müsste man schon den Ring von Runde zu Runde schrumpfen. Witzige Vorstellung... Zumindest innovativ soll diese neue Matchart ja sein. „Hm“ Nummer 2. Klar, es ist vollkommen verständlich und auch nachvollziehbar, wenn man die Existenz eines WWE Hardcore Titles in der Geschichte der Liga ignoriert, aber… Ihr wisst schon. Nachdem das den Offiziellen auffiel, fügte man jedoch noch zwei kleine Besonderheiten hinzu, die das Szenario von dem der Hardcore-Titelkämpfe abhob. Eine Gute und eine Blöde. Die Gute war die Tatsache, dass nur der Gewinner des letzten Fall als Champion anerkannt werden würde, die Blöde war die Entscheidung, die Kontrahenten würden in 5-Minuten-Abschnitten zum Ring kommen. Zumindest erhielt man ein wenig Zauber, der erst zerstört wurde, als Smackdown und schließlich auch noch die ECW mit derselben Matchansetzung nachzogen. Dass das am Ende so blöd aber alles doch nicht ist und dass es sogar noch eine Welt außerhalb des Gedrängels in den vergangenen 4 Wochen gab, dass soll Inhalt des nun Folgenden sein: Best of… August 2008 – und damit Happy Birthday to Myself zum 5. Geburtstag dieser Kolumne.


Beste Storylines und Fehden
1. Shawn Michaels v. Chris Jericho
2. Undertaker v. La Familia
3. Rhodes & DiBiase v. Cryme Tyme

Erstmals in der – hatte ich es erwähnt? – nunmehr 5-jährigen Geschichte dieser Rubrik hat eine Storyline ein Triple geschafft. Im Best of, das den April, Mai und Juni behandelte, stand noch die Dreiecksgeschichte um den Heartbreak Kid, Y2J und Batista auf der Pole Position. Ich bezeichnete die überraschend Frische Geschichte als „Lichtblick“ und ergötzte mich an der hohen Bookingkunst, die es tatsächlich schaffte, ein Dreieck aus drei Faces sinnvoll und langfristig zu erzählen. Im letzten Monat dann waren die Vorzeichen bereits andere. Batista war raus, Chris Jericho war mittlerweile Heel und Shawn Michaels hatte ein Auge, auf das selbst Karl Dall neidisch geworden wäre. Ich bezeichnete die abgebildete Fehde der beiden Ausnahmeathleten als neue Referenz in Sachen „perfekte Storyline“. Nun, da wir 31 Tage in der Geschichte weiter sind, muss ich – und das ist eigentlich das ungewöhnlichste an der ganzen Szenerie – nichts von dem bisher geschriebenen revidieren. Im Gegenteil: Ich muss dem Ganzen sogar noch die Krone aufsetzen, quasi den Marshmallow auf der heißen Schokolade mit Sahne und Schokosträußeln karamellisieren. Es ist einfach grandios, wie es den Bookern gelingt, die Storyline über nunmehr fast 6 Monate konstant aufrecht zu erhalten und im Spannungsbogen immer noch nicht den Wendepunkt erreicht zu haben. Mit dem Aufbau der Michaels-Promo beim Summerslam und der finalen Durchführung selbiger hat man einen Maßstab an die Wrestlingwelt gesendet, den man sich hoffentlich am ehesten selbst immer und immer wieder als Richtschnur vor Augen führt. Es wurde persönlich – beide Kontrahenten sprachen über die Frauen und die Kinder des anderen und über die eigenen. Beide trugen Privatklamotten und referierten aus ihren Karrieren. Michaels hielt eine emotionale Promo über sein Karriereende und hielt dabei fest die Hand seiner Frau als Stütze, während Jericho die Dramatik der Situation jäh unterbrach. Was darauf folgte ist Bookinggenie und führt uns zu einem der vielleicht wichtigsten Matches des laufenden Jahres bei Unforgiven, welches hoffentlich nicht unter der Verletzung des Heartbreak Kid leiden muss. Ja, und selbst wenn HBK eine lange Pause einlegen muss – das wär doch mal eine Herausforderung für das Team der Schreiberlinge, die Brisanz zu halten und uns DEN Headliner für WrestleMania 25 zu präsentieren, der jetzt schon bei Unforgiven vergeudet wird.

Unspektakulärer hätte das Comeback des Deadman wohl kaum verlaufen können. „Du bist doof. Und deshalb hab ich den Undertaker wieder eingestellt.“ – oder so ähnlich verkündete Vickie Guerrero das Finale in der Fehde zwischen Edge und selbigem Totengräber. Immerhin sperrte man die Kontrahenten in eine Zelle. Doch tatsächlich schaffte es der Fortgang der Geschichte bis hin zum Summerslam, als auch über den Summerslam hinaus, die Storyline um The Undertaker, Edge und die Familia an der Spitze des Smackdown-Brands zu halten. Edge bekam von Woche zu Woche immer mehr Psycho in seinen Charakter gerührt und distanzierte sich dabei immer mehr von der Seite, die Angst vorm Undertaker hatte. Der Deadman hingegen wurde fein säuberlich durch die bekannten Mindgames zum Summerslam hin begleitet. Welches Feuerwerk dann schließlich das Grande Finale lieferte, wird an anderer Stelle gehuldigt – die unglaubliche Freude über die Storyline entstand aber nicht ausschließlich genau dadurch, sondern insbesondere durch die Wochen nach dem größten Blockbuster des Sommers. Denn obwohl Edge fortan in der Hölle schmort (okay, DAS hätte man sich tatsächlich sparen können), lässt man die Rivalität zwischen dem Undertaker und Vickie Guerrero samt ihren Mannen fortlaufen – und das macht richtig Spaß. La Familia beginnt langsam zu zerbröckeln und der Deadman hat sein Ziel klar formuliert: Er will Vickie’s Seele und es steht außer Frage, dass er sie auch bekommen wird. Die Richtung ist dabei sehr spannend. Schickt die General Managerin Big Show zur Strafe für dessen Ausraster in die Fänge des Undertaker und schenkt sie ihm wie schon an anderer Stelle vermutet einen Titleshot zu Besänftigung? Und was um alles in der Welt ist eigentlich mit Edge? Genau diese ganzen Fragen, machen die Geschichte so unheimlich spannend und sorgen dafür, dass ich Woche für Woche wieder einem Hobby nachgehe, was ich lange Zeit vernachlässigt hatte: Smackdown schauen.

Bei RAW hat man derzeit Tag Team Champions, die tatsächlich Profil besitzen. Profil bedeutet, dass sie etwas haben, auf dem man Storylines aufbauen kann, mit dem man Geschichten erzählen kann. Desweiteren hat man bei RAW mit Cryme Tyme ein Team, dass über dieselbe Eigenschaft verfügt und zum Glück auch noch konträrer Gesinnung ist. Eine Situation, die – eigentlich gar nicht so neu ist. Der Unterschied ist aber, dass man dieses Mal tatsächlich auf den Eigenschaften der beiden Teams aufsetzt und versucht, genau eine solche sich bietende Storyline um die beiden Teams zu erzählen. Oh mein Gott, wie lange ist das her, das man so etwas getan hat? Standard-Szenario wäre gewesen, dass Cryme Tyme irgend ein plötzlich dahergebooktes No.1-Contender-Match gewinnt und seinen Shot schließlich (wenn überhaupt, das weiß man bei Cryme Tyme’s Titelshots ja nie so genau) in der Midcard irgend einer RAW Show zur Belanglosigkeit verkommen lässt. Oder man setzt ein ähnlich unerklärtes Non-Title-Match an und lässt die Champs verlieren. Das sind eigentlich die einzigen zwei Szenarien, mit denen in den letzten Monaten und fast sogar Jahren, Tag Team Titelfehden bis auf wenige Ausnahmen erzählt wurden. Es war daher unheimlich erfrischend zu sehen, wie man die Profile beider Teams ausnutzte, das „Simply Priceless“ und das „Money Money Yeah Yeah“ tatsächlich in schönen Promos miteinander verband und somit eine Tag Team Titelfehde schuf, die es vollkommen zurecht endlich mal wieder auf eine PPV-Card schaffte.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Triple H v. Great Khali
2. Colin Delaney’s Heelturn
3. Rey Mysterio’s Comeback

Noch vor einem Monat war ich einer der Befürworter des Titelmatches zwischen Triple H und The Great Khali – weil ich halt irgendwie der Meinung war, man würde daraus schon noch irgendwas Großes machen. Verglichen mit der eigentlichen Bedeutung des Summerslam war dieser Titelkampf samt Aufbau aber so belanglos wie American Pie 4 bis 6. Zusammen. Natürlich hatte man bei Smackdown den Fokus auf einen anderen Kampf und eine andere Storyline gelegt – dass muss aber nicht im Umkehrschluss heißen, dass man im WWE Title-Rennen einfach irgendwas zusammenbooken darf. Während Edge-Taker in jeder Ausgabe der Freitagsshow mit fantastischen Main Event Promos gehyped wurde, holte man Ranjin Singh zurück und veranstaltete Armdrück-Wettbewerbe, um das WWE Titelmatch für den Summerslam aufzubauen. Das klingt fast so dämlich, als würde man ein WWE World Heavyweight Titlematch mit einem Glas Whiskey hypen, während im Main Event der Tag Team Title fröhlich hin und her wechselt. Es fällt mir wirklich schwer, mich zu erinnern, wann Triple H zum letzten Mal in einer so über alle Maßen belanglosen Rolle präsentiert wurde. Schlichtweg schockierend.

Dass das Booking-Team von World Wrestling Entertainment ein ziemlich bunter Haufen ziemlich schräger Vögel sein muss, das wird sich wohl jeder denken, der die Shows von WWE mal aufmerksamer beobachtet hat. Gepackt vom Olympia-Fieber scheinen die Jungs und Mädels ihre eigene kleine Olympiade abgehalten zu haben. Den Heelturn von Colin Delaney bookte schließlich niemand geringerer als der Goldmedaillen-Gewinner im Mit-dem-Kopf-vor-die-Wand-Rennen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es niemanden, aber auch wirklich niemanden, der schlechter dazu geeignet war, einen Heel zu verkörpern als Colin Delaney. Darüber hinaus beendete man die Fehde zwischen Mark Henry und Tommy Dreamer direkt nach deren Titelmatch, was den Turn noch viel sinnloser machte – weil es etwas weitererzählte, was schon längst vorüber war. Ergebnis war noch ein Extreme Rules Match zwischen Tommy und Colin und schließlich die Entlassung des irischen Underdogs. Wie auch hätte man eine Geschichte mit ihm erzählen sollen, jetzt da er gegen Dreamer geturnt war, aber auch nicht wirklich zur Henry-Atlas-Allianz gehörte. Colin Delaney gab man einen Vertrag für die Durchführung genau einer Storyline und warf ihn am Ende dieser Geschichte einfach wieder auf den Müll. Das nenn ich mal konsequente Nachwuchsförderung.
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