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Best of... September 2008

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... September 2008" von Ben
Best of… September 2008

6 Minuten. Wäre innerhalb dieser sechs Minuten der Strom ausgefallen, der Ring zerbrochen, wären innerhalb dieser sechs Minuten – was weiß ich, Außerirdische gelandet oder so – sprich: hätte irgendetwas innerhalb dieser sechs Minuten dazu geführt, dass das Championship Scramble Match um den WWE Title hätte abgebrochen werden müssen… The Brian Kendrick war sechs Minuten lang der amtierende WWE Champion, zwar ohne es in den Geschichtsbüchern des Sports-Entertainment jemals gewesen zu sein, aber, egal. Sein Arm wurde in die Höhe gehoben und am unteren Bildschirmrand der Jingle eingeblendet: „The Brian Kendrick – Current WWE Champion“. Noch im letzten Monat kommentierte ich solch Geschehnisse mit den Worten: „Alles ist möglich in einer Welt, in der CM Punk World Heavyweight Champion ist.“. Nunja, ein Kommentar der Vergangenheit, der aber trotzdem unheimlich gut symbolisiert, dass bei WWE grad ordentlich was abgeht. Schatten und Licht dieser Momentaufnahme sind wie immer Inhalt dieser Kolumne: Best of September 2008.


Beste Storylines und Fehden
1. Shawn Michaels v. Chris Jericho
2. 2nd Generation v. CM Punk
3. Miz & Morrison v. Cryme Tyme

Laaaangweilig… Monat vier in Folge dominiert die Fehde zwischen Shawn Michaels und Chris Jericho nun schon meine Kolumne, denn wieder einmal hat man es irgendwie geschafft, den Spannungsbogen oben zu halten und damit alles bei WWE nebenherlaufende in den Schatten zu stellen. Kein Triple H, kein The Undertaker schaffen es derzeit, gegen die Großmeister der Unterhaltung anzukommen, Michaels und Jericho sind die Könige ihrer Zunft. Los ging es in diesem Monat mit dem tollen Aufbau des vermeintlich finalen Showdowns der beiden Recken bei Unforgiven. Wenngleich man den Aufbau auch größtenteils dem Vormonat gutschreiben muss, zog sich zumindest der besagte Showdown in den September. Anfangs war ich sehr enttäuscht, als man den eigentlichen Headliner des Abends in der Midcard platzierte und sah die Pole Position der Fehde in dieser Kolumnen-Rubrik erstmals schwinden. Der Kampf war schließlich genau das, was er sein musste: eine Schlacht. Eine Schlacht, die der Heartbreak Kid gewann und erhobenen Hauptes die Halle verließ, wo er später backstage noch ein Interview führte, bei dem er weitere Schläge gegen seinen Rivalen ankündigte. Gedanklich machte ich, wie wohl die meisten anderen Fans auch, an dieser Stelle einen Haken an HBK-Y2J für diesen Abend. Weit gefehlt, denn fünf Minuten vor Ende der Show ertönte plötzlich die Musik des Codebreakers, als er überraschend den Platz von CM Punk im Hauptmatch einnahm und sich mit einer einzigen Aktion – einem Cover – plötzlich World Heavyweight Champion nennen durfte. Mann, hat Batista da doof in die Wäsche geguckt und somit war es ja mehr als verständlich, dass er Ansprüche auf den Gürtel bereits beim kommenden RAW anmeldete. JBL tut das gewohntermaßen natürlich auch und durch den Streit der beiden, wer denn nun um den Gürtel kämpfen dürfe, vergaß man Jerichos eigentlichen Fehdengegner mehr und mehr. Mike Adamle sprach dann von dem einen Match, dass so unglaublich interessant klang, dass er demjenigen der es vorschlug einfach nicht nein sagen konnte – und heraus kam der Heartbreak Kid mit einer Leiter im Gepäck. Was ergibt sich? Wohl der PPV-Main-Event des Jahres und das in einer Fehde, die schon länger läuft als 80% aller Telenovela-Versuche im deutschen Fernsehen.

Plötzlich war Chris Jericho World Champion. So toll das auch ist, bedeutete das natürlich im selben Atemzug, dass es CM Punk nicht mehr ist, was so rum betrachtet natürlich wieder völliger Käse war. Betrachtet man aber nicht bloß die reine Papierlage, bei der Punk den Gürtel los ist, sondern schaut sich auch noch an, wie es dazu gekommen ist und was daraus entstanden ist, dann geht es gepaart mit dem Genie des neuen Titelträgers doch im Großen und Ganzen in Ordnung. Nachdem Ted DiBiase Jr. und Cody Rhodes ihre Pflichtverteidigung gegen Cryme Tyme erfolgreich absolvierten, debütierte endlich der dritte Nachkomme in Form von Afa jr. aka Manu. Davon ab, dass ich keinen Wrestler ernst nehmen kann, der so heißt wie meine Freundin (und zudem auch noch die selbe Frisur hat), bedeutete dies natürlich den lang ersehnten Schritt des Tag Teams Priceless zum Stable der 2nd Generation Stars. Schon kurz zuvor brachte man Randy Orton mit ins Spiel, indem er zum Rundumschlag gegen alle RAW-Champs ausholte und sich hierbei hauptsächlich mit dem Punker anlegte, aber auch mit den Tag Team Champs. Sie seien ihren Status nicht wert, so Orton, da sie es bisher nicht schafften, ihn zu beeindrucken. Eben diesen Versuch starteten sie bei Unforgiven, indem sie besagten World Champion CM Punkt durch eine Backstage Attacke ausschalteten und ihn so seinen Gürtel kosteten. „Now, THAT was impressive.“ – der Kommentar des Legend Killers und eines der vielversprechendsten Stables der Neuzeit war geboren. Orton hat man so auf wunderbare Art und Weise in eine Non-Wrestling-Rolle geschrieben, die zur Überbrückung seiner Verletzungspause dient und schafft es nebenbei, eine große Fehde gegen CM Punk aufzubauen. Zunächst gegen die Jungspunde und später hoffentlich gegen Randy persönlich. Man nahm Punk den Titel, ohne ihm groß zu schaden und bewahrt ihm darüberhinaus auch noch die Aufmerksamkeit. Alles in Allem wirkt der schwarze Fleck des Titelverlustes so verschwindend klein, dass man doch zugeben muss, dass man vermutlich bisher fast alles mit dieser Storyline richtig gemacht hat. Simply Priceless halt.

Vom Stellenwert her ist die Kurzfehde zwischen Cryme Tyme und The Miz und John Morrison natürlich in keinster Weise mit den beiden vorher genannten zu vergleichen. Darum soll es aber auch gar nicht gehen, sondern einzig und allein darum, dass das Potential einer Fehde dieser beiden Teams erkannt wurde und man es dazu nutzte, das Publikum damit zu unterhalten. Die beiden Teams wären selbstverständlich zu sehr viel mehr in der Lage, als zu einem Kampf bei einer wöchentlichen Show und zwei, drei Sticheleien in ihren Internetshows – alleine dieses kurze Gastspiel unterhielt jedoch sehr viel mehr als fast alles, was uns in letzter Zeit an Tag Team Fehden geboten wurde. Zack Ryder und Curt Hawkins waren für die Tag Team Division bei Smackdown ein Totalausfall. Rhodes und DiBiase sind Klasse, aber halt auch erst, seit Bob Holly Ted DiBiase heißt – davor war lange nichts. Jesse und Festus sind nur noch damit beschäftigt, C-Stars in Luftpolsterfolie einzuwickeln und ein Blick auf die restlichen festen Tag Teams der Liga lässt einen in ein tiefes Loch starren. Brandübergreifend hat man das größtmögliche Tag-Team-Fehdenpotential erkannt und genutzt und alleine dafür schenke ich diese Platzierung. Ne zweite gibt’s aber nur, wenn man das ganze weiterführt. Also wahrscheinlich… nicht.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Big Show joins La Familia
2. Hardy v. Triple H
3. Rey Mysterio v. Kane

So lang ich mich zurückerinnern kann, war Big Show eigentlich immer jemand, den man binnen kürzester Zeit in den Main Event pushen konnte. Am Besten funktionierte das immer dann, wenn er Heel war – denn das konnte Big Show immer perfekt. Groß sein, böse gucken, gute Jungs verhauen. Dazu muss man nicht gut am Mic sein und dazu braucht man auch kein wirkliches Gimmick – man ist sein Gimmick. Versuche, Big Show in eben diesen Status in der Rolle des Face zu hieven haben hingegen sehr viel seltener funktioniert und jeder Versuch ihm als Goodguy sowas wie ein Gimmick zu geben, ging gänzlich in die Hose. Nun, da er wieder zurückgekehrt ist und einige Monate als Tweener umher wandelte, wollte man Big Show wieder in die Rolle des Heel pressen. Dieses Mal funktionierte das aber nicht, denn das Publikum liebte Big Show. Sie mochten, dass er als großer böser Waldschrat präsentierte wurde und bejubelten ihn dafür. Der Riese passte sich dem an – zerstörte Faces wie auch Heels und lachte dabei, wie es sonst nur Kane besser kann – ja, und die Leute liebten ihn. Umso schöner war es dann schließlich, dass man ihn scheinbar als neuen Gegner gegen den größten Heel der Smackdown-Geschichte, Vickie Guerrero, aufbaute. Die Vorzeichen für eine goldige Zukunft des Riesen waren gesetzt. Dann kam Unforgiven. Und jeder dumme Fan, der wirklich an einen Face-Giant glaubte, wurde eines besseren belehrt. Show turnt gegen den Undertaker, billig gebookt und vollkommen überflüssig. Man raubt ihm sein Gimmick und bildet ihn in seiner Entwicklung um ca. 3 Karrierejahre zurück. Okay, es soll ein Titelmatch für ihn herausspringen, aber vorher trifft er noch auf den Undertaker. Wie groß die Wahrscheinlichkeit dabei ist, langfristig als Sieger hervorzugehen brauche ich wohl nicht in einen abstrusen Vergleich zu pressen, so klar dürfte die Antwort sein. Käse.

Auf jeden Fall kann es als großer Erfolg gewertet werden, dass man damals Triple H in den blauen Brand tradete. Er bringt einfach frischen Wind ins blaue Seilgeviert, verleiht der Show einen neuen Glanz, den sie besonders im Main Event einfach nötig hatte. Blickt man allerdings auf die bisherigen Fehden von The Game zurück, dann müsste man ihm eigentlich ein kleines Karrieretief bescheinigen – bisher war das nämlich alles Meterware. Geschichten, mit denen sich ein Triple H bei RAW schon lange nicht mehr abgegeben hat. Edge, okay. Mehr als ein Platzhalter bis zur Taker-Rückkehr war das aber auch nicht. The Great Khali – das… also… nee. Und jetzt kommt Jeff Hardy, jemand mit dem ich zwei grundsätzliche Probleme habe. Einmal schafft er es einfach nicht, mich außerhalb des Ringes zu unterhalten. Es funktionert nicht. Und auf der anderen Seite, sehe ich nicht, womit er diesen Run vor Leuten wie Montel Vontavious Porter oder sogar Shelton Benjamin verdient hat. Er ist lange Jahre dabei, kann im Ring überzeugen – aber bitte, das gilt auch für Val Venis, Super Crazy und selbst für einen Funaki. Und sogar letztgenannter wusste mich zu Indeed-Zeiten wesentlich mehr zu unterhalten als der kleine Bruder des ECW Champions. Die Titefehde zwischen Hardy und Helmsley bleibt zudem so unsagbar farblos, dass ich mich wirklich frage, was mit dem Champion los ist. In der Vergangenheit hat er sich niemals drei solche Krückenfehden in Folge aufschwatzen lassen oder hat zumindest selbst dafür gesorgt, dass am Ende was vernünftiges heraus kam. Klar, die Promos von The Game sind weiterhin auf Weltklasseniveau, aber seit vielen Jahren hat man es geschafft, dass ich mich trotzdem nicht auf seinen PPV-Fight freue – es ist einfach so komplett uninteressant. Siegt Triple H? Langweilig. Siegt Hardy? Das darf nicht passieren. Egal also, wie es ausgeht, es wird eine Enttäuschung.
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