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Best of... Januar 2009

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... Januar 2009" von Ben
Best of... Januar 2009

Sechs ist eine böse Zahl. Nicht ganz so böse wie die Sieben, nicht so schicksalsbehaftet wie die 13 und auch nicht so mysteriös wie die 23 - und die Antwort auf Alles ist sie auch nicht, um die zu finden muss man bekanntlich bis in die 40er gehen. Trotzdem ist die sechs böse. Man erinnere sich nur an seine Schulzeit. Ehrlich, da bedeutete jedes Mal die Zahl "6" ein wirkliches Problem für mich. Okay, später wurde sie durch die Null abgelöst und selber ins annehmbare Mittelfeld katapultiert, aber etwas verruchtes blieb trotzdem an ihr haften. 666 ist die Zahl des Teufels, 6 Tage in der Woche ist nicht Sonntag, 6 Mal klingelt mein behämmertes Telefon, bevor es mich endlich wieder in Ruhe lässt und Police Academy 6 - oh, Mann, ihr wisst was ich meine… Sechs. Das ist die Anzahl der Wrestler, die es in den beiden Main Brands zu finden galt um die legendäre Elimination Chamber zu füllen. Den Horror der Zahl interpretierten RAW und Smackdown dabei auf höchst unterschiedliche Arten und Weisen - wie es dazu kam, das lest ihr in dieser Horror-Ausgabe, quasi dem Halloween-Special dieser Kolumne: Best of… Januar 2009.


Beste Storylines und Fehden
1. Eben nicht… Christian
2. Randy Orton v. McMahon
3. CM Punk v. William Regal


Wäre mein Name Christian Cage - man bräuchte einen Presslufthammer, ach was, zwei Presslufthammer, um das zufriedene und herrlich arrogante Lächeln aus meinem Gesicht zu meißeln, dass sich dort in den letzten Wochen eingefressen hat. Er verließ World Wrestling Entertainment im Guten, obwohl man sein Potential nie wirklich nutzte. Stets zu Höherem berufen, blieb Christian Midcard. Plötzlich taucht er als erster großer Ligenwechsler bei TNA Wrestling auf und mutiert zum Superstar. Man ließ ihn machen und er machte. Dann die ersten Gerüchte über die Rückkehr… Man bedenke, dass man plötzlich über die Rückkehr eines ehemaligen Midcarders philosophierte, eines Mannes, der zwar immer gut ankam aber bei WWE nicht wirklich mehr erreichte als mindestens 50 andere Namen im Großraum seiner Zeit. Und trotz dieses eher unspektakulär anmutenden Rückkehr-Gerüchts eines ehemaligen Midcarders drehte plötzlich die komplette Wrestlingwelt komplett durch. In jeder Storyline sah man plötzlich Christian Cage als Lösung, jede Ankündigung, jedes World Title Match sollte auf einmal durch seinen Run-In beendet werden und kaum eine WrestleMania-Wunschcard erschien, auf der sein Name nicht auftauchte. In den meisten Fällen sogar im Main Event. Dabei sitzt der gute Kerl vermutlich schön gemütlich zu Hause in seinem Fernsehsessel, ist Chips, trinkt Diet Coke und lacht sich nen Pferd. Umso mehr genoss ich den Royal Rumble. Umso mehr genoss ich Matt Hardy's Turn im WWE Title Match. Und umso mehr genoss ich jeden einzelnen Überraschungsentrance, bei dem halt nicht Christian in die Halle schritt, sondern ein Goldust, Jim Duggan oder Rob Van Dam. Warum Christian grinst? Weil er Woche für Woche mehr wächst, weil ihm die Smartmarks ein Denkmal töpfern, weil sein Status explodiert - und das ohne, dass er auch nur einen Finger dafür rührt. Das ist so toll. Denn, mit dem richtigen Abschluss, wird niemand mehr von den Comebacks von Shawn Michaels, Chris Jericho oder D'Lo Brown (Sorry) sprechen - man spricht von Christian Cage und der Explosion mit der er zurückkehrte.

Wenn man ne Liste macht, was so in letzter Zeit ganz gut für Randy Orton lief und was nicht so, dann lastet die Tinte auf diesem Blatt doch sehr markant auf einer Seite. Von einer irrelevanten Storyline mit CM Punk und Kofi Kingston, schoss er über die Zwischenstation Batista direkt zurück an die Spitze des RAW-Kaders - und das ganz ohne den Weg über irgendwelche Titelambitionen gehen zu müssen. Randy kehrte zurück und fraß den Apfel vorm Kern zur Schale auf. Der Aufbau der Legacy spielte dabei sicherlich eine nicht wenig entscheidende Rolle, gehört sie doch vermutlich zu den langsamsten aber genau deshalb auch zu den intensivsten Aufbauten eines Stables in der Ligengeschichte. Dann kamen wir irgendwann im Januar zu dem Punkt, an dem Chris Jericho gefeuert wurde und sich in eine Storyline mit Stephanie McMahon zu verstricken schien. Irgendwas eigenartiges passierte allerdings im Hintergrund (*hust* Rourke *hust*), was Y2J aus der Storyline fliegen ließ und bei einem schönen Vince-Comeback-Segment vollzog man die Staffelstabübergabe an den Legendkiller. Die Kurzfristigkeit war offensichtlich - erst eine Woche vor dem Royal Rumble begann man damit, den vermeintlichen Sieger wirklich konkret aufzubauen. Das Schöne an Orton-McMahon ist, dass sich die Fehde ganz entscheidend von den üblichen McMahon-Fehden abhebt, einfach weil Vince die Rolle des Face spielt und sein Kontrahent den Bösewicht. Außerdem ist sie die perfekte Beschäftigungstherapie für den WrestleMania-Headliner, bis sein Gegner wieder Zeit für ihn hat. Randy wird in der Geschichte wachsen und WrestleMania als noch viel größerer Heel betreten, der er ohnehin schon war. Die Ära Orton ist auf dem Vormarsch. Und es macht verdammt Spaß, dabei zuzusehen.

Mann, ja! Auch in der Midcard kann man Geschichten erzählen! Okay, wahrscheinlich war alles ab dem Titelgewinn Regals nur für Promotion-Zwecke der IC-Title-DVD gedacht, aber das Ergebnis ist die wohl beste Intercontinental-Titelfehde seit Morrison-Hardy. Mit William Regal fand man zunächst den perfekten Titelträger, um dem Gold zu neuem Glanz nach der Marella-Comedy-Nummer zu verhelfen. Regal ist der verdammt nochmal beste Heel der Midcard-Landschaft und Gold gehört einfach um seine Hüften wie Löffel zu Uri Geller. Dann auch noch Punk als seinen Gegner auszuwählen bestätigte zumindest eine der beiden Theorien zum Wandel im Booking-Team, die besagen, dass man A. entweder wirklich Glück beim Würfeln hatte oder B. tatsächlich die Qualität des Bookings zunimmt. Zwei charismatische Kontrahenten, die vom Publikum absolut in dieser Rolle akzeptiert werden, gepaart mit einer Reihe wirklich guter Kämpfe, einem schön aufgebauten und sensationell umjubelten Titelwechsel und eine konsequente Weiterführung der Geschichte - das hebt Punk-Regal einfach aus der Masse ab. Solche Geschichten hat der WWE Intercontinental Title verdient.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. Jack Swagger v. Finlay
2. Colons v. The Brian Kendrick & Ezekiel Jackson
3. Der Hardy-Stalker


Ouff. Man hat Jack Swagger ja wirklich gut gepusht und er war tatsächlich eine annehmbare Alternative zu Mark Henry, um Matt Hardy um dessen Gold herauszufordern. Der Titelwechsel kam zwar ein wenig früh, aber trotzdem geht es irgendwie in Ordnung, denn für einen so jungen und unetablierten Mann wie Swagger ist er wirklich schon verdammt Over bei den Fans und naja, man musste Matt halt irgendwie den Gürtel abnehmen. Was danach allerdings für Swagger präsentiert wurde, lässt mich die ECW-Main-Event-Zukunft nur mit erschaudernder Gänsehaut und Schüttelkrämpfen erwarten. Finlay wäre nun wirklich der Letzte gewesen, den ich mir als Swagger's Gegner gewünscht hätte. Und dann auch noch diese geisteskranke Geschichte, in der Hornswoggle den Gürtel geklaut hat - also wirklich. Zielgruppe Hin oder Her, aber es gibt immerhin auch noch erwachsene Menschen, die dem Wrestlingsport folgen und sämtliche Authentizität, die man für Swagger in den vergangenen Monaten aufbaute war auf einmal dahin. Dieser blöde Ire. Ouff.

Ich mag Carlito und hab den größten Respekt dafür, wie er an sich gearbeitet und seine Fähigkeiten in den vergangenen Monaten und Jahren ausgebaut hat. Ich finde Ezekiel Jackson wirklich charismatisch und sehe im Gegensatz zu vielen anderen 08/15-Big-Men großes Potential in seinem Charakter. Kendrick, ja, Kendrick. Brian Kendrick ist verdammt nochmal die verdammte Zukunft. Verdammt. Genau. Wen hab ich vergessen? Ach ja, diesen anderen, der so ähnlich aussieht wie Carlito. Ich komm jetzt nicht auf den Namen, aber… ich hab nichts gegen ihn. Die Voraussetzungen stehen somit also gar nicht schlecht, eine schöne Fehde mit den Dreien, äh, Vieren auf die Beine zu stellen. Und dann auch noch um den WWE Tag Team Titles - eine tatsächliche Fehde um den Tag Team Title! Oh Mann, das müsste doch eigentlich zur euphorischen Kernschmelze bei mir führen. Aber nein - ich find‘s so unglaublich zum Einschlafen… Warum zum Henker lässt man Kendrick und Carlito denn nicht mal ordentlich ans Mikro? Sie können das doch. Stattdessen reines Abspulen der unterschiedlichen Matchkonstellation, unmotiviert, highlight-befreit. Hoffentlich war das nur Teil von Kendrick's Bestrafung, er kann das schnell hinter sich lassen und schon mal die Bongs und Shisha-Pfeifen auf dem Kamin an die Seite räumen, um Platz für den MitB-Koffer zu schaffen.

Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Ich liebe die aktuelle Situation, in der Matt seinen Bruder attackierte, ihn den WWE Title kostete und eine Fehde mit ihm begann. Den Weg dahin, den fand ich aber so ätzend wie Fahrradfahrer auf Hauptverkehrsstraßen. Es ging los mit der Hinterrücks-Attacke kurz vor der Survivor Series, die derart geschmacklos war, dass ich wirklich ans Übergeben gedacht habe. Da diese Ehre aber ausschließlich übermäßigem Alkoholgenuss und in Ausnahmefällen vielleicht dem ein oder anderen hartnäckigen Virus vorbehalten ist, und nur deshalb, hielt ich mich zurück und verdaute weiter. Ein Autounfall, der natürlich zufällig gefilmt wurde, die Feuerwerkskörper, die dafür hätten sorgen müssen, dass Goldberg und Bobby Lashley niemals im Ring angekommen wären - das war so doof und ich fühlte mich an eine Zeit zurückerinnert, in der man Steve Austin mit einem Auto überfuhr und schon damals die Intelligenz eines jeden Fans beleidigte. Genau hier liegt auch die einzige Möglichkeit, mit der man den ganzen Trash bei mir wiedergutmachen würde - und zwar indem man als Auflösung eine Selbst-Persiflage präsentiert, in der sich Rikishi plötzlich als Hardy-Attentäter präsentiert. Ansonsten beginne ich jetzt mit der Verdrängung und konzentriere mich vollständig auf die Gegenwart der Hardy²-Story.


Wirklich richtig schlechte Storylines präsentierte uns man im Januar eigentlich nicht - eher solche, die einfach viel zu belanglos waren oder vorhandenes Talent und Alternativoptionen ignorierten. Insgesamt herrscht in den Upper Cards beider Brands momentan ziemliches Kuddelmuddel, aus dem RAW für meinen Geschmack momentan noch ein bisschen besser raus kommt. Daher der Punkt an den Montag - alleine schon, weil man ja so viele Storylines für seine Topstars zu haben scheint, dass sogar Platz für Kofi Kingston und Mike Knox in der Elimination Chamber bleibt.


Beste Gimmicks
1. The Legacy
2. Montel Vontavious Porter
3. Tommy Dreamer


Langsam. Gaaanz langsam. Der Aufbau der Legacy war fantastisch. Erst waren da die zwei Jungs, die Hardcore Holly verarscht haben. Langsam kämpften sie um Randy Orton's Respekt und holten sich hierfür einen weniger charismatischen dritten Mann ins Boot. Ständige Versuche, Respekt zu ernten scheiterten und wurden nicht selten mit Backpfeifen belohnt. Einmal gab es sogar eine Backpfeife mit der Pieke, die Ted DiBiase Jr. laut Storyline außer Gefecht setzte. Derweil kamen sich zumindest Cody Rhodes und Randy Orton immer näher, während sich mit Sim Snuka ein weiterer Name ins Spiel brachte. Nach dem Motto "Lieber Klasse als Masse" flog dann schließlich Manu als erster und Snuka kurz drauf aus dem Bewerbungsprozess - und nach Monaten des Findungsprozesses bildete sich aus Orton, Rhodes und dem wiedergekehrten DiBiase die Legacy, einer der wohl vielversprechendsten Stables seit Evolution. Beim Royal Rumble vollendete man schließlich das Werk und präsentierte der Welt, was man mit den Dreien vor hatte. It's not arrogance - it's destiny. Ich liebe es.
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