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Best of... Februar 2009

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... Februar 2009" von Ben
Best of… Februar 2009

In jedem Sport, in jeder gesellschaftlichen Rubrik, für jedes Verhalten, Gefühl und jede Eigenschaft gibt es gewisse Grundregeln. Regeln, die einfach historisch gewachsen sind und Selbstverständlichkeiten aus Erfahrungswerten ableiten. Kenny McCormick stirbt in jeder Southpark-Folge. Ein zerbrochener Spiegel bringt Unglück. Rindfleisch sollte man erst nach dem Braten würzen. Das Spiel hat 90 Minuten und am Ende gewinnt Deutschland.
Bullshit.
Ein Pay-Per-View hat 180 Minuten und am Ende gewinnt Edge. No Way Out setzt Weichen, schreibt die Road to WrestleMania aber nicht neu. Scotty Goldman ist der talentierteste Mann des Rosters. Nur drei Beispiele, für unendliche Regeln des Sports-Entertainment, die im 2009er Februar teilweise neu geschrieben wurden, teilweise aber auch mächtig widerlegt wurden. Genau diese Widerlegung, das ist es, was man gemein hin „Überraschung“ tauft – ja Mensch, und wenn der Februar nicht überraschend war, dann… ach, was weiß denn ich. Dass er es war, ist elementarer Bestandteil der nun folgenden Ausgabe, Best of Februar 2009:


Beste Storylines und Fehden
1. Das No-Way-Out-Szenario
2. Der JBL/HBK/Undertaker-Brückenschlag
3. Captain Charisma goes Extreme

„Verdammt!“ – das und nichts anderes ist vermutlich jedem durch den Schädel geschossen, als er direkt nach dem Intro-Video zum No-Way-Out-PPV von einem Glockenschlag begrüßt wurde. Der unumstrittene Main Event, der Kampf von 6 der größten aktuellen WWE-Stars in einem der spektakulärsten Gimmickmatches der Company, bei dem es um den wichtigsten Titel der Liga ging – war Opener der Show. What the,,, ? Nachdem sich der erste Schock gelegt hatte, noch während des Einmarsch des Deadman wurde mir eines bewusst: Darüber was der Main Event ist, entscheidet in der Regel entweder A) der bessere Aufbau / die bessere Besetzung eines Matches oder B) der Impact, den man im Matchverlauf präsentieren will. Aufbau und Besetzung standen im Smackdown / RAW Vergleich ungefähr in dem Verhältnis wie der sensationelle Keinohrhase zum schüttelfrosterregenden "Mord ist mein Geschäft, Liebling“. Es musste also Variante B sein. Ich war mir sicher. Langsam begann der Opener und gleich zu Beginn bekam es der Champ Edge mit dem Ex-Champ Jeff Hardy zu tun. Drei Minuten später war der World Champ ausgeschieden, noch bevor 80% seiner Herausforderer überhaupt das Match betreten hatten und ich dachte… Alter! Was, um alles in der Welt soll dann bitte Variante B sein? Das Match ging weiter und unterhielt jede einzelne Sekunde. Der Showdown war schließlich das Aufeinandertreffen von The Undertaker und Triple H – sprich: die so ziemlich größten Stars des Unternehmens machten den WWE Title unter sich aus. Im Opener. Variante B? Waas? Was um alles in der Welt, sollte denn bitte im Main Event passieren, das DAS alles in den Schatten stellt? Triple H wurde Champion, was jedoch irgendwie in der Verwirrung unterging. Für mich setzte ich den erste WrestleMania Haken hinter Triple H vs. Randy Orton und mein Gehirn stand kurz vor der Explosion. Der einzige mögliche Ausweg, den ich sah, war, dass man Orton vs. Shane McMahon zum Main Event der Show machen würde, als just in diesem Moment jedoch die Musik des Legend Killers ertönte und der Semi-Main-Event Match 2 auf der Card war. Jack Swagger und Finlay gaben mir schließlich ein wenig Zeit zum Grübeln. Es folgten JBL und Shawn Michaels und endgültig stand nun fest, dass die Job Squad 2009 im Main Event stehen würde. Der Druck in meinem Kopf erhöhte sich zunehmend und folglich wirkte es wie ein geöffnetes Ventil an meinem Schädel, als Edge während Kofi Kingstons Entrance den Zungenkuss des selbigen mit der Ringtreppe initiierte und plötzlich in seinem zweiten Elimination Chamber Match an diesem Abend stand. Der Rest ist Geschichte. Und jeder, der No Way Out nicht für den verdammt nochmal besten PPV seit Ewigkeiten bezeichnet, darf sich in eine Reihe stellen mit denjenigen, die abstreiten Will Ferrell sei der lustigste Mann der Welt, Maxïmo Park die beste Band der Welt und The Big Lebowski der verdammt nochmal großartigste Film dieses verdammten Universums.

Los ging der große Traum eigentlich bereits beim Royal Rumble 2007. The Undertaker vs. Shawn Michaels. Erstmals konnte man ein wenig von der Energie schnuppern, die ein Aufeinandertreffen der zwei größten aktiven WWE-Legenden erzeugen könnte. Seit Jahren durch den Rostersplit getrennt, wurde beim ersten Staredown klar, dass es DAS letzte wirklich große Match war, dass uns Vince McMahon bisher in der Moderne noch schuldig war. Der Taker gewann den Rumble und holte sich bei WrestleMania den World Title – in der Midcard, Shawn hingegen bookte man in den Main Event und ließ ihn John Cena zu einem seiner bisher besten Matches ziehen. Ein Jahr später gab es wieder einen Royal Rumble und man führte die Energiebeschallung fort. Nummer 1: The Undertaker. Nummer 2: Shawn Michaels. Gänsehaut. Doch wieder erzeugte man damit „nur“ einen großartigen Moment und einen ungestillten Durst. Dieses Mal gab man dem Undertaker den Main Event Spot, um das Gold zu erringen und Shawn Michaels erhielt die größtmögliche Ehre, die einem Wrestler zu dieser Zeit zuteil werden konnte und absolvierte das „Match of the Year“ im Abschiedsmatch des Ric Flair. Einmal mehr, waren es also HBK und der Deadman, die WrestleMania zu dem globalen Phänomen machten, von dem man immer spricht. Jetzt, 2009, steht das silberne Jubiläum an und alles andere als die größte Wrestlingshow der Geschichte wäre eine pure Enttäuschung. Es gilt also, das Optimum aus dem Kader herauszuholen, Geschichte zu schreiben. Unweigerlich fallen dabei die Namen Shawn Michaels und The Undertaker, doch dieses Mal, ENDLICH, in ein und demselben Match. Doch lange hab ich es einfach nicht kommen sehen. Die Fehde zwischen dem Heartbreak Kid und John „Bradshaw“ Layfield nahm immer mehr Fahrt auf und wurde besser und besser. Michaels büßte dabei jedoch mehr und mehr seiner Unantastbarkeit ein, während Bradshaw immer als eigentlicher Gewinner der Storyline da stand. So langsam musste doch endlich mal die Kurve zum Undertaker gelingen. Beim Royal Rumble wäre die Chance gewesen, aber bis auf einen kurzen Staredown kam da gar nichts. Klar ließ der Staredown hoffen, aber es stand immer noch die Auflösung der HBK/JBL-Fehde aus und zudem schien man auch noch ein Programm mit dem Deadman und Big Show zu starten. Angst machte sich breit, dass man den größten Joker einfach im Ärmel lassen würde. Doch dann kam No Way Out. Shawn Michaels brachte Musik in JBL’s Kinn und erkaufte sich damit nicht nur Freiheit und Geld, sondern auch das Ende der Fehde mit Layfield. Einen Abend später schaffte man dann den unumgänglichen Brückenschlag, indem sich Bradshaw als Strek-Brecher präsentierte und von Shawn Michaels unterbrochen wurde. Mit Hilfe von Vladimir Kozlov streckt man das Szenario nun noch ein paar weitere Shows – und am Ende haben wir das Match, das WrestleMania 25 alleine headlined: Shawn Michaels vs. The Undertaker – und noch nie, als bekennender HBK-Mark, hab ich mir dermaßen auf eine Niederlage des Heartbreak Kid gefreut, wie auf den 05.04.2009.

WWE ist halt einfach viel zu durchschaubar. Christian vs. Jeff Hardy – das soll WrestleMania sein, das wusste jeder. Oder halt Christian vs. Edge – so ganz sicher war man sich noch nicht. Die Frage war nur, wann und in welcher Form man Captain Charisma denn endlich zurück bringen würde? Die Auflösung erwartete der gemeine Wrestlingfan beim Royal Rumble. Als dann jedoch Matt Hardy anstelle des Instant Classic eingriff, machte sich ein wenig Verwirrung breit. Klar, war Hardy vs. Hardy ne echt krasse Nummer, aber so langsam wurde es doch echt mal Zeit, Christian da offiziell ins Spiel zu bringen. Ah! Klar! Dann war es raus. Matt war gar nicht der Attentäter, sondern wurde von Christian angestiftet… ja, klar, kapiert! Wir bringen Jeff also gegen Matt bis No Way Out und wenn alle den guten Christian vergessen haben, kommt er urplötzlich und steigt doch noch in sein WrestleMania-Programm mit Jeff Hardy ein. Oder tatsächlich doch gegen Edge? Boah, ne – vielleicht stecken ja sogar Edge und Christian hinter der ganzen Kiste und wir sehen ein TLC Match zwischen Edge & Christian und den Hardyz bei WrestleMania!? Naja, egal wie es kommen würde – es würde klar sein, dass wir das Szenario zumindest schon kennen würden. Halt weil WWE einfach viel zu durchschaubar ist.
Es gibt nur eine einzige Sache, die Christians tatsächliches Comeback dann letzten Endes noch ein bisschen perfekter gemacht hätte, als es ohnehin schon war: Im Ring steht Jack Swagger, er fordert Hornswoggle heraus, plötzlich ertönt Christians Musik, er schreitet auf die Rampe und trägt dabei ein T-Shirt mit der deutlich lesbaren Aufschrift „Fuck You“. Doch auch ohne diese 7 Buchstaben, kreierte World Wrestling Entertainment mit diesem Angle einen unbestrittenen Moment des Jahres. Es war geil.
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