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Best of... August 2009

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... August 2009" von Ben
Best of… August 2009

Ich liebe Fanplakate. Also jetzt nicht so diese „I love Jeff Hardy“-Dinger, sondern die von denen man denkt, dass sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit jemand von uns geschrieben hat. Einer der Smarten – der Wissenden, einer derjenigen, die halt nicht in das Schema von CM Punk fallen, um Jeff Hardy zujubeln zu dürfen. Einer meiner Alltime-Favorites stammt aus den 90ern, als im Publikum ein Fan mit einer Hulk Hogan-Maske stand und in der Hand ein Schild trug mit der Aufschrift „Will wrestle for Food“. Ich war WWE-Mark, Hogan war das Aushängeschild der WCW – also war ich dabei. So flach der beliebte „The guy behind me can’t see!“-Witz auch ist – ich steh drauf. „Chyna is my father“ rockte auch ziemlich, genau wie „Fozzy is a muppet“. So könnte ich unendlich weitermachen und es wäre auch längst an der Zeit, die Schilder der Fans zur Wissenschaft zu ernennen. Wir reden von wahren Messages. Und zwar gut durchdachte, aussagekräftige und kompakte Mitteilungen des einzelnen Fans an die Obrigkeit der Liga. „If Cena wins, we riot.“. Ohne Scheiß. Wäre ich an diesem Abend Vince McMahon gewesen und hätte einen Sieg John Cena‘s geplant – ich hätte mich ohne Umschweife umentschieden – denn DAS meinte der Hammerstein Ballroom ernst. Ich liebe Fanplakate, so wie das Krümelmonster Kekse mag, die Monsters of Liedermaching Türen oder McDonalds „es“. Und vor wenigen Tagen sah ich erneut ein solches Plakat, ja, und ich wusste: Dieses Plakat könnte von mir sein. Dieses Plakat war ehrlich, es konnte an unterschiedlichen Stellen der Show eingesetzt werden und bekam dadurch verschiedene Bedeutungen. Es sprach mir aus der Seele, es scheint dem allgemeinen Tenor aus der Seele zu sprechen und es qualifizierte sich sofort dafür, der Aufhänger für die Geburtstagsausgabe zum 6. Jahrestag meines Best of‘s zu werden. Zwar machte es keinen Rob Van Dam zum World Champion oder einen Hulk Hogan zum Affen – aber es fasste das zusammen, in nur 6 Worten, was wir wissenden Wrestlingfans seit Monaten predigen. Der Fan hielt es hoch so ungefähr zwischen dem 12ten und 13ten Abläuten des Orton-Cena-Kampfes und er hielt es hoch inmitten des TLC-Main-Events des Summerslam. This is why I watch Smackdown. Amen.


Beste Storylines und Fehden
1. CM Punk vs. Jeff Hardy
2. Tommy Dreamer vs. Christian
3. Rey Mysterio vs. Dolph Ziggler

Der Witz ist, dass ich an dieser Stelle eigentlich nur noch einmal mein Wrestling-Sign des Monats zitieren müsste und würde damit jedwede weitere Beschreibung und Begründung überflüssig machen. Allerdings sind es natürlich nicht nur Jeff Hardy und CM Punk, die mich dazu bewegen, Smackdown zu schauen, sondern (wäre ich Zyniker würde ich nun John Cena, Hornswoggle und Randy Orton nennen) das Gesamtkunstwerk der Show. Doch endlich ist es mal konstant über so viele Monate wirklich der Main Event, der die Show trägt ohne sie komplett zu vereinnahmen. Die Liste derer Punkte, was man alles in der Fehde zwischen Punk und Hardy richtig gemacht hat, ist so unglaublich lang und wurde von mir auch schon in den vergangenen Ausgaben zu genüge aufgezählt. Viel wichtiger als eben jene Punkte, die man so goldrichtig machte, sind dann aber die Resultate – und wenn man diese betrachtet, dann erhält man eine Storyline zum Ergebnis, die auf der Liste um den Jahres-Award ganz weit oben stehen muss. Der Summerslam ist vorüber. Es standen sich im Main Event zwei Männer gegenüber, denen man im WWE-Land niemals einen glaubwürdigen Main-Event-Status zugetraut hätte – alleine, also zu zweit, ohne einen Top Draw, der sie durch die Szene zieht. Der Grund: Plötzlich waren sie der Top Draw. Leute kauften PPV’s, sie kauften Eintrittskarten, um CM Punk und Jeff Hardy wrestlen zu sehen. Die Reaktionen auf die zwei sind gigantisch. So muss es bei einem Main Event sein, dass der antretende Heel die größte Heat des Abends bekommt und der Face den lautesten Jubel der Nacht. Dann kam der Kampf und dieser Sprach für sich. Am Ende stand ein CM Punk mit dem World Heavyweight Title im Ring – den er gewonnen hatte, in einer Schlacht. Nicht gegen einen bereits geschlagenen Gegner per 14-Sekunden Squash, sondern im Abschluss einer wahnsinnigen Fehde und nach einem sensationellen Kampf. Er hob den Gürtel empor über einen zerstörten Jeff Hardy. Das Licht ging aus und beim Gegenübertreten des Deadman wurde klar, was man tatsächlich geschaffen hatte: Man hatte aus einem ansehnlichen aber farblosen Midcarder einen glaubwürdigen Herausforderer für The Undertaker geschaffen. Gleich morgen kaufe ich mir einen Hut, nur damit ich ihn vor den Smackdown-Bookern ziehen kann. Echt mal, this is why I watch Smackdown.

Die nächste Platzierung ist eine Huldigung dafür, wie man es schaffte einen weit hinter seinem Zenit stehenden Tommy Dreamer noch einmal in eine große Storyline zu schreiben. Nicht nur, dass man es schaffte, nein, man entschied sich WWE-untypisch auch noch gegen den leichten Weg und nahm die härtere Variante. Klar wäre es einfach gewesen, aus Tommy nochmal den alternden Fighter zu machen, der gegen ein böses Monster antritt und in einer finalen Schlacht noch einmal den Thron empor klettert. Aber nein – man hielt Dreamer gebrechlich, gab ihm sein 6 Monate zuvor angekündigtes Titelmatch eher als Gefallen und weniger als verdiente Opportunity. Er wurde als drittes Rad am Moped in eine laufende Storyline zwischen Christian und Jack Swagger gestopft und holte sich plötzlich tatsächlich das Gold. Dann aber draftete man dann den All-American American ins montägliche Unterhaltungsnirvana und mit ihm alle weiteren in Storylines behafteten ECW-Stars, was Dreamer und Christian als einzige Veteranen zurückstehen ließ. Face gegen Face, und dann auch noch ein Überface wie Captain Charisma, DAS sollte die Maßnahme sein, Tommy Dreamer ein letztes Mal auf der großen Bühne zu präsentieren? Nicht schlecht, Freunde. Das war mutig, es war riskant und aus genau diesem Grund war es so toll. Christian und Dreamer interagierten toll. Man gönnte Tommy seine Titelverteidigung, einen würdigen Verlust und sogar ein episches Rückmatch zur Beendigung des Spektakels. Ohne dass man Tommy Dreamer von einer Nacht auf die andere als unbesiegbaren Hardcore-Rüpel darstellte, etablierte man ihn an die Spitze. Er bekam eher diese „O ha, mit Dreamer muss man rechnen“-Note als den wirklichen Favoriten-Status in seinen Matches. Am Ende hatte Tommy seinen Spot und Christian ist wieder ECW-Champion. Alles richtig gemacht.

World Wrestling Entertainment besitzt mit dem Intercontinental Championship und dem United States Championship ja bekannter Maßen zwei Midcard-Titel. Einen bei RAW, einen bei Smackdown. Während der Intercontinental Title noch vor vielen Jahren ein prestigeträchtiges Aushängeschild der Midcard-Division war und in tollen und spannenden Fehden ausgekämpft wurde, gehört das heute doch wirklich zum Luxus und findet eigentlich auch nur dann statt, wenn man mal einen Main-Eventer in die Regionen verirren lässt. Irgendjemand ist Champion, trägt den Gürtel ne Weile mit sich rum, bis plötzlich ein neuer Midcarder kommt, den man mal irgendwie pushen muss. Da das Schreiben von pushenden Geschichten aber viel zu anstrengend ist, besonders bei dieser Hitze, gibt man ihm also einfach den Midcard-Gürtel. Manchmal einfach nur so und manchmal, wenn man spendabel ist (oder es nicht so heiß ist), dann leitet man das Ganze sogar durch eine durchschnittlich dreiwöchige Fehde ein. Diese endet dann oftmals mit dem Titelgewinn, der neue Champ gilt als offiziell gepusht und wartet auf den nächsten aufstrebenden Midcarder. Man schaue sich nur den US Title an. MVP rannte ziellos damit durch die Gegend, aufgebaut durch eine 6-monatige Vorgeschichte rund um seine Sieglosigkeit. Dann trat er plötzlich gegen Kofi Kingston an und verlor das Gold. Nun hat es Kofi und die jetzt rennt er halt wie ein Lemming von Situation zu Situation. Wenn dann so ein nerviger PPV wie die Night of Champions kommt, wo man halt irgend nen Match auf die Card bringen muss, dann nimmt man einfach eine große Tüte, schmeißt alle Midcarder, die grad nichts besseres zu tun haben hinein und kippt sie in ein Multiplayer-Titelmatch. Das ist die Beschaffenheit der Midcard-Titles seit schon so vielen Jahren. Und genau deshalb macht mir die Regentschaft von Rey Mysterio Jr. so einen Heidenspaß. Erst die tolle Fehde mit Chris Jericho und dann die laufende Geschichte mit Dolph Ziggler. Klar, dabei geht es um nicht wirklich viel, außer halt um nen Heel, der den Titel haben will und nen Face, der dagegen ist. Aber allein die Tatsache, dass man dem ganzen Zeit gönnt, Aufmerksamkeit schenkt und halt eben keine Geschichte um eine Diva, die Rey Dolph ausgespannt hat dazwischenbookt – das macht diese Fehde so würdig. Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, bei dem es keine Rolle mehr spielt, ob Ziggler den Titel tatsächlich gewinnt, denn der Push ist längst erfolgreich – und genau DAS macht Booking aus.


Schlechteste Storyline und Fehden
1. Hornswoggle vs. Chavo Guerrero
2. United States Championship
3. Carlito vs. Primo

Verdammt nochmal. Seit zwei Monaten trafen Hornswoggle und Chavo Guerrero Jr. insgesamt sechs mal bei RAW aufeinander und der kleine grüne Gnom gewann jedes einzelne Aufeinandertreffen. Ein Midget. Gegen einen Mann, der einst gegen die besten der Welt um den United States Championship fehdete, der Teil eines der großartigsten Tag Teams seiner Zeit war, der als ECW Champion einen ganzen Brand trug. Was hat Chavo verbrochen, das rechtfertigt, ihn durch diesen Mist gehen zu müssen? Etwas über zwei Jahre ist es her, da begann bereits die Schmach, als Eddie Guerrero‘s Neffe als letzter wirklicher Cruiserweight Champion seinen Gürtel bei einem PPV an Hornswoggle verlor. Fast auf den Tag genau zwei Jahre später begann die Horrorserie und als wolle man ihn an jeglicher sich bietenden Stelle einfach nur bloßstellen, verpasste man anscheinend absichtlich jede Möglichkeit, noch einen Gewinn aus dem Ganzen zu ziehen. Man verfrachtete beispielsweise Mark Henry in die Geschichte, was, klar, auf der einen Seite dessen kompletten Face-Charakter in Frage stellte – auf der anderen Seite aber hätte ein toller Staffelstabübergang sein können. Chavo hätte ein paar Achtungssiege gegen Henry einfahren können und wäre wieder in der Midcard etabliert, Henry hätte die Fehde am Ende gewonnen und stünde keinen Schritt zurück. Aber nö. Kommt nichts. Man blieb einfach bei der Charakterschädigung des World’s Strongest Man und beließ die Horny-Chavo-Sache als Guest-Host-Running-Gag. Jetzt zieht man plötzlich auch noch Evan Bourne mit hinein und ich sage Euch, wenn das jetzt wieder nicht das nötige Fallback-Szenario ist, dann… ach, was weiß ich. Dann tut’s mir halt einfach leid. Dann mache ich im nächsten Monat irgendwelche flachen Scherze und bezeichne das Debakel als „Bourne Verschwörung“ und begebe mich in eine vollständige Meditation aus Resignation.
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