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Best of... Januar 2011

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Kolumne
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"Best of... Januar 2011" von Ben
Best of... Januar 2011

Heureka. In einem Jahr, da kann echt eine Menge passieren. So Rückblicke genau 365 Tage in die Vergangenheit, die sind zwar meistens hochinteressant, aber nicht weniger oft auch ganz schön gruselig. Denn wo einem 12 Monate gar nicht so viel vorkommen und sich gerade die Zeitabschnitte zwischen jährlichen Eckdaten wie Geburtstagen, Weihnachten oder dem Hausputz oftmals ziemlich kurz anfühlen – da erschrickt man an anderen Stellen des öffentlichen Lebens doch schärfstens, wenn man die Ist-Situation mit eben jener vor exakt einem Jahr vergleicht. Anfang 2010 zum Beispiel regierte der Disco Pogo in den Top5 der deutschen Single Charts – ohne Mist, das ist erst ein Jahr her. Und das Tocotronic auf der 1 in die Album-Charts einstiegen, das scheint genauso weit weg wie aus heutiger Sicht immer noch unglaublich. Charlie Sheen stand im Mittelpunkt der Boulevardpresse, weil er wegen Bedrohung seiner Ehefrau angeklagt wurde – heute feiert er 36-stündige Orgien und verspricht Pornodarstellerinnen Cabrios. Apropos Boulevardpresse – diese bescheinigte dem Fernsehsender RTL mit seiner Sendung „Die Farm“ einen neuen Tiefpunkt der Fernsehunterhaltung geschaffen zu haben. Jay Khan und Sarah Dingens kannte damals scheinbar noch niemand. Als wäre das noch nicht genug, suchen wir plötzlich nach einem „Song für Deutschland“, dass ein hyperaktives niedersächsisches Mädchen beim Eurovision Song Contest singen soll, das damals kaum bekannter war als Stoffaffen und Zylinder. In dieser Kombination zumindest. Damals, vor nur einem Jahr, da war die Welt noch in Ordnung. Und Menderes Bagci schied beim DSDS-Casting aus.

Doch nichts davon, so schräg es heute auch anmutet, interessierte uns vor einem Jahr. Uns – das meint die Wrestlingfans. Also, diejenigen, die RAW trotz… 2009… treu geblieben waren und das kurze Aufflackern der Montagskriege erleben durften. Wir hatten lange Zeit nur ein Thema: Bret Hart. Und diese Sache mit der zugefrorenen Hölle und diesen ganzen Kram. Und heute? Hart? Wayne… Hart ist out. Hart ist voll 2010. Natalya verliert ihren Titel gegen… ich hab den Namen vergessen. David Hart Smith teamt mit diesem Cryme-Tyme-Zappel, Tyson Kidd wird bei seinem ersten PPV als Singles-Wrestler von Hornswoggle vermöbelt. Und Bret? Der macht das einzig richtige – sich verstecken. Und doch löste die ein Jahr zurückliegende Verpflichtung etwas aus in den Köpfen der Fans und auch in der Personalstruktur. Nichts, absolut gar nichts, war fortan mehr unmöglich. Ein Video in Schwarz-Weiß mit Regen und nem Mantel lässt uns plötzlich sofort über Sting philosophieren, dem bis dato größten Novum, und wir kommen uns dabei überhaupt nicht blöd vor. Diesel und Booker T sind wieder da – in ihren Ursprungsgimmicks und selbst The Rock gilt plötzlich ganz selbstverständlich als heißester Kandidat für einen WrestleMania-Auftritt, nur weil Vince McMahon einen Guest Host für die Show ankündigt. Und – bevor wir es vergessen: Fragt vor nem Jahr mal einen Non-Star-Trek-Fan wer oder was ein „Nexus“ ist…

Egal. Unterm Strich ist das alles nur unwichtiges Zeug, denn es ist die Vergangenheit. Hier geht es um den Januar und erfahrungsgemäß befasst sich dieser maßgeblich mit einer anderen zeitlichen Ebene, nämlich der Zukunft. Beim Namen genannt: WrestleMania. Ja, und selten ist etwas spannender, als WWE’s Booker auf dem Hürdenparcours zu diesem Ziel zu beobachten und vor Allem mitzufiebern, über welche Hürde sie als nächstes fallen – oder ob es ihnen tatsächlich auf der ein oder anderen Bahn gelingt über einen Weg ins Ziel zu kommen, den man selber gar nicht auf dem Schirm hatte. Deshalb mag ich den Januar so – denn er ist der Anfang dieses Spektakels. Und das hier, das ist das Best of.


Beste Storylines und Fehden
1. WWE Title
2. The Two Faces of Nexus
3. Rookie-Roulette

Um mal gleich kontrovers in dieses Jahr zu starten – Jerry Lawler als No.1 Contender auf den WWE Title beim letzten Pay-Per-View vor WrestleMania herrscht. Wie… Bolognese (zur Erläuterung: ich liebe Bolognese). Mit anderen Worten: Ich finde keinesfalls, dass momentan eine Abwertung des WWE Titles stattfindet. Genauso wenig finde ich, dass man The Miz falsch in seiner Rolle als WWE Champion darstellt. Und ich finde auch nicht, dass ein Jerry Lawler nichts im Titelkampf auf einer PPV-Card zu suchen hat. Denn das Einzige, was für mich zählt, ist die Tatsache, dass es mich unterhält und in sich stimmig bleibt. Das komplette Geflecht zwischen The Miz, Alex Riley, dem King und Michael Cole, sowie im erweiterten Kreis natürlich noch Randy Orton und John Cena ist so schön und innovativ frisch gebooked, wie wir es seit langer Zeit schon nicht mehr hatten. Der Status Quo vor der Ära Awesome war ein Randy Orton als Champion, der nicht mehr als ein Statist war zwischen John Cena und Wade Barrett und es in dieser Rolle mehr als verstand, bis in die Grundfeste zu langweilen. Dann kam The Miz und nach dem kollektiven Schockzustand der Sports-Entertainment-Gemeinde war eben genau das die Stellschraube, die alles veränderte und von langweilig auf „neu, noch nie gesehen“ stellte. The Miz behielt seine Klappe, die größer blieb als seine Taten. Gut so – denn warum sollte er auch von heute auf morgen eine wrestlerische Übermacht sein? Er legte sich mit einem Jerry Lawler an, einem älteren Mann, der das genaue Gegenteil seiner eigenen Generation widerspiegelte und stellte damit den Generationenwechsel öffentlich zur Schau. Nebenbei besiegte er den Ex-Champion durch Betrügereien, blieb Champion. Und eine feige Sau. Und ein Großmaul. Eben. Er blieb The Miz. Aus genau diesem Grund war die Titelregentschaft von Jack Swagger im Vorjahr so derbe gescheitert, weil man ihm den Dulli aus seinem Gimmick schnitt. The Miz behielt ihn und mit dem Aufbau des langen Traumes eines Jerry Lawler, ein Mal bei WrestleMania zu kämpfen und der Summe aller Vorzeichen, ist das Match für meine Bedürfnisse um ein vielfaches spannender als ein erneutes Aufeinandertreffen von Randy und Miz bei Elimination Chamber oder gar eine WWE-Title-Chamber mit den üblichen Verdächtigen. Selbst wenn da ein Titelwechsel wahrscheinlicher gewesen wäre, hätte er niemals einen länger als drei Sekunden andauernden Impact gehabt. Mit Lawler und dieser verschwindend geringen Chance auf die Sensation hat man die Option und das gesamte Bild – CM Punk, Orton, Cena, Lawler, Miz und das Fragezeichen um Sheamus und Triple H, sowie ein über sich hinauswachsender John Morrison lassen trotz der auf der Hand liegenden Szenarien immer noch genügend Weichen zur Spekulation. Und ich für meinen Teil werde einen Teufel tun, mir diese durch meine smart-mark’sche Arroganz selber zu zerstören. Ich lehne mich zurück und genieße die Situation. Eine Situation, die ich noch nicht kenne und die mich genau deshalb unterhält.

Das Tolle am Nexus-Split, um mal direkt thematisch mitten rein zu hauen, ist ja die Tatsache, dass man irgendwie null Plan hat, wo das Ganze hin soll. Oder? Ich meine, auf der einen Seite kann die Aufteilung wirklich nur eine reine Verwässerung der 2010-Headliner-Storyline sein, bei der Wade Barrett und CM Punk ein bisschen Spotlight bekommen und der Rest in bester Legacy-Manier daneben steht und Hin und Wieder mal einen Satz heiße Ohren bekommt. Oder aber man lässt die Stables verbittert gegeneinander kämpfen und nutzt die kleineren Portionen, die man durch Teilung erreichte, um den einzelnen Teilnehmern mehr Profil zu geben. Oder aber man flacht die Kabelleien untereinander recht schnell ab und lässt beide Stables in ihren Brand auf ihre Weise unabhängig voneinander gedeihen. Vielleicht turnt man sogar eine Gruppe Face? Oder aber auch gar nichts von alledem. Das ist ja das Schöne. Man weiß es nicht, aber man beschäftigt sich damit. Nach der Demontage des Ur-Stables durch John Cena war das auch nötig, dieser Umbruch – denn sonst hätte man weder Barrett, noch Heath Slater, David Otunga, Justin Gabriel oder die Mr. Perfect/IRS Muppet Babies mehr ernst nehmen können. So gibt es einen Punk als neuen Anführer, den Rebell Barrett auf der anderen Seite, sowie die beiden Powerhouses Mason Ryan und Ezekiel Jackson, die frischen Wind in die Gruppierungen und ihre eigenen Karrieren bringen. Bisher also ein voller Erfolg. Bisher.

Das Problem bei NXT ist ja, dass man irgendwann alle Geschichten erzählt hat, die das Konzept zur Vorlage bietet. Rookie und Pro sind Buddys, Rookie und Pro haben Beef, Pro heiratet Rookie, Rookie verliert ständig trotz Favoritenstatus, Rookie ist erfahrener als Pro, Pro ist Zack Ryder, und und und. Natürlich kann man daraus Spin-Offs machen, wie die Umkehrung von Kaitlyn/Dolph Ziggler zu Vickie Guerrero/hach, Mist, jetzt hab ich den Namen vergessen. Jacob Novak! Genau, der war’s. Oder halt, dass man nicht Zack Ryder als Pro nimmt, sondern Chris Masters. Oder Primo. Oder einfach noch mal R-Truth. Trotzdem (also trotz der schlechten Ausgangslage, trotz R-Truth und trotz Chris Masters) schaffte man es aber bei der vierten Staffel, eine Frische in der Darstellung der Geschichten zu präsentieren, die kaum zu erwarten war. Zunächst bekamen die Rookies tatsächlich Ansätze von Gimmicks. Diese entwickelten sich im Laufe der Staffel. Außerdem veranstaltete man erstmals Wechsel in den Rookie/Pro-Gespannen und wurde so nicht nur Chris Masters elegant los, man weckte durch diese neuen Konstellationen plötzlich auch neues Interesse. Obendrein schrieb man den Siegpreis erstmals sehr direkt aus, was das Pro/Rookie-Verhältnis nochmals in ein neues Licht rückte. Und heraus kam eine Staffel, die rundum interessant ist – was wirklich in Runde 4 kaum noch zu erwarten war. Gute Arbeit.
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