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Best of... Juli 2011

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Kolumne
Ausgabe

"Best of... Juli 2011" von Ben
Best Of… Juli 2011

CM Punk.
…und damit ist ja eigentlich auch schon alles gesagt. Vermutlich wäre diese Ausgabe der Kolumne damit nicht nur die kürzeste in der Geschichte, sondern irgendwie auch die präziseste. Die objektiv betrachtet wahrste, so laut Faktenlage und so. Keine unsinnigen Fanboy-Begründungen, emotional getriebenen Erklärungsversuche, Widersprüche oder arrogante und anmaßende So-und-nicht-anders-Bekundungen.
Aber (und wenn dieses Wort fällt steht endgültig fest, dass eine der unzähligen wortgeschwängerten Tiraden folgen wird und es der Schreiber eben nicht bei der kurzen prägnanten Möglichkeit belässt) das würde ja keinen Spaß machen. Und Spaß macht eben nicht die Wahrheit, sondern dieser ganze geschwollene Kram, der sie umkreist und genau deshalb soll es nach einem halben Jahr Stillschweigen in dieser Kolumne eben nicht nur um Fakten gehen, also nicht nur CM Punk, sondern um eben das, was nebenbei noch so lief. Denn da war noch was – das, was immer so zwischen dem Anfangssegment und dem Main Event stattfand, diese Stunde Füllmaterial mit diesen… anderen Typen. Also nicht CM Punk, John Cena, Triple H oder Vince McMahon. Diese anderen eben. Und dann gibt’s da ja auch noch diese andere Show, Ihr wisst schon, die mit den blauen Seilen und diesem tanzenden Manager in den übergroßen Anzügen, der so abgehackt spricht. Teddy heißt der. Und dann, als wäre das nicht schon kompliziert genug, gibt’s ja sogar noch diese Dauerschleife am Dienstag, bei der sich dieser überbräunte John-Cena-Zwilling mit diesem unbeholfenen bellenden Glatzkopf prügelt, dessen kleinwüchsiger Kumpel mit der Ex vom Million Dollar Baby anbändelt und wo sich der eine Hart-Junge, der aber eigentlich gar keiner ist, mit einem Asiaten um das Bein einer Actionfigur streitet. Ihr wisst schon. Gelbe Seile. Also eben alles das, was zwischen dem Anfangs- und dem Endsegment von RAW stattfindet, sowie zwischen dem Endsegment der einen und dem Anfangssegment der anderen Woche. Und das hier, mal (fast aber auch wieder nicht ganz) unabhängig von der ausführlichen Interpretation des ganzen Punk-Krams, das hier ist das Best of.


Beste Storylines und Fehden
1. 17.07.2011
2. World Title
3. Thank you, Vince

Fast ohne Punk. Denn so wirklich kommt man ja momentan nicht an ihm und an den ganzen Storyline-Geflechten um seine Person herum nicht vorbei. Was gut ist, denn es beweist, dass man einen Volltreffer mit der Geschichte landete und das vollkommen unabhängig davon, wie sie enden wird. Selbst das billigste Ende kann dem Anfang niemals seine Genialität nehmen und ihren Anfang nahm die Geschichte mit einem CM Punk, der plötzlich nach langer Durststrecke wieder wichtige Siege einfuhr. Markant der PPV-Sieg über Rey Mysterio nach einer hastig dahin gebookten Minifehde der beiden, die eines klar machte: Sie sollte den Nexus-Chef pushen. Was keine Überraschung war, schließlich rankten schon seit mehreren Woche die Gerüchte, dass dessen Vertrag auslaufe und man noch etwas Profit aus ihm schlagen wollte. Ein Main Event Run machte daher durchaus Sinn, bot Unterhaltung und konnte das Aufeinandertreffen von Cena und Alberto del Río noch etwas nach hinten schieben. Dann aber kündigte Punk an, bei seiner Benennung zum No.1 Contender das Wahrste zu tun, was bisher jemand in diesem Ring getan hatte. Das war schon so nen bisschen Gänsehaut-mäßig. Was sollte das denn sein? Da war man schon nen bisschen aufgeregt. Punk siegte und teilte uns mit, dass er gehen würde. Er würde WWE verlassen, am 17.06.2011 und zwar als Champion. Heilige Kuh, das hatte gesessen. Echt oder Fake? Teil der Story? Das auf jeden Fall – aber zu wie viel Prozent? Dann plötzlich kostet er vor den Augen des verwirrten Universums John Cena seinen Sieg, um schließlich jene Promo zu halten, die das Business aufrüttelte wie zuletzt das Erscheinen des Ur-Nexus ziemlich genau ein Jahr zuvor. Da saß er, im Stone Cold Steve Austin T-Shirt und zog vom Leder. Ring of Honor, All Japan, Colt Cabana, Vince McMahon’s Death. Es war so unfassbar klar, dass das alles zur Show gehörte, aber allein die Bereitschaft, Punk all das zu gestatten, Grenzen zu überschreiten, das Zusammenspiel mit einem verzweifelten Chairman, all das machte es so einzigartig und hob die Erwartung dessen was noch kommen sollte ins Unermessliche. WWE spielte mit seinen Fans, mit uns, und das war wahnsinnig toll. Man hat sich so… involviert gefühlt. Wir wurden Teil des Ganzen, wurden Bestandteil des Produktes, das wir konsumierten. Gewannen vielleicht sogar unser gedämpftes Interesse an jenem Produkt zurück – wie auch immer: Wir konnten den 17.06. nicht erwarten, ikonisierten CM Punk, brachen Lanzen für John Cena, betrachteten Money in the Bank voller Bewunderung und hoben die Show in den Booking-Olymp. Und auch mit Abstand, auch nach einem Dämpfer in der Storyline, lässt sich dem im Nachhinein einfach nichts an Genialität absprechen. RAW geht vorüber, ob es einem gefallen hat oder nicht, man will die nächste Show sehen. Sofort. DAS ist Sports Entertainment. Es ist das Meisterstück, es ist die Einser-Arbeit des pubertierenden Schülers der der Gesellschaft damit nur mitteilen wollte: Hey, Ihr Penner, wenn ich will, dann kann ich. Ich will halt nur nicht. Jetzt bleibt nur die Frage offen, ob das Booking-Team es bei diesem Statement belässt oder ob sie die Pubertät verlassen. Und diese Frage brennt, sie fesselt und egal wie sie ausgeht: Diese 1 bleibt eine 1.

Kommen wir zu Smackdown, dieser anderen Show von World Wrestling Entertainment, die auch neben den umfassenden und regelmäßigen Rückblicken auf die RAW-Shows der laufende Woche durchaus Fortschritte macht. Und vor Allem eines tut: Sie zeigt das, was uns Vince McMahon bei seiner letzten Rede predigte. Lobt den Tag nicht vor dem Abend, bzw. verflucht ihn nicht, bevor er vorüber geht. Hinter vielem, was nach Willkür aussieht, was am Verstand der Booker und Entscheider zweifeln lässt, steht ein gewitzter Plan, dessen Erfolg sich erst nach einiger Zeit messen lässt. Smackdown unterstreicht McMahon’s Aussage derzeit ziemlich gut. Neben einigen Nebenkriegsschauplätzen, deren Beginn wir verfluchten und auf die teilweise noch später eingegangen wird, zieht das Techtelmechtel zwischen Randy Orton und Christian allem anderen voran. Mann, was waren wir angepisst, als unser Held Christian endlich seinen World Title gewann, um ihn einen Kalendertag später an diesen Dulli Randy Orton zu verlieren. John Cena und Randy Orton waren plötzlich Champions, was nen Mist. Alles doof, alles Scheiße, alles Idioten. Was bei RAW daraus wurde, das wissen wir. Was bei Smackdown daraus wurde, müssen wir uns erst noch auf der Zunge zergehen lassen. Denn nicht nur, dass man einen frisch getradeten Orton in Sekundenbruchteilen in einem personell vollkommen neu zu besetzenden Smackdown-Main-Event hatte – man hatte plötzlich auch die Steilvorlage, Christian behutsam zu platzieren. So ersparte man ihm und uns einen Run als farblosen Face-Champ, der nach dem zwangsläufigen Notbremsen-Titelverlust wieder weg vom Fenster gewesen wäre. Und heute – ja, heute ist er der Creepy Little Bastard, bekommt Reaktionen von der breiten Masse und… ist World Heavyweight Champion. Voll gut eigentlich. Ich gehöre zwar auch zu diesen Deppen, die das Haus morgens eigentlich schon gar nicht verlassen möchten, nur weil der Kaffee nicht geschmeckt hat – aber auch an solchen Tagen kann man halt im Lotto gewinnen. Als Christian seinen ersten Titel verlor, war ich stinkig, wie die meisten anderen auch. Doch in den darauffolgenden Wochen hat man mich mit der Personalie Christian, seiner Entwicklung und seinem behutsamen Push zum World Champ bestens unterhalten. Und tut’s nach mehreren Monaten komischer Weise immer noch.

Ok, es ist wirklich schwierig, an dem ganzen Punk-Geflecht vorbei zu kommen. Doch hier ist einfach noch ein weiterer Ableger dieser Storyline zu nennen, der es ausnahmsweise mal geschafft, jemanden nicht auf tolle Art und Weise in den Shows zu platzieren – sondern, genau das Gegenteil: Ihn gekonnt aus den Shows zu entfernen. Die Rede ist vom Chairman, Vince McMahon und damit einem der wichtigsten On-Air-Charaktere der letzten 20 Jahre. Er und sein Abgang sorgten für einen Impact, der das gesamte Geschehen um die Kernstoryline auf eine vollkommen andere Ebene hob. Sie globalisierte das Punk-Geschehen, machte eine einfache Personalfrage um einen einzelnen Wrestler zu einer unternehmensweit entscheidenden Relevanz. Vince gab der Storyline die entscheidende Tragweite und seine Darstellung, sowie sein letztlicher Abgang waren die endgültige Hilfestellung zu diesem immensen Erfolg der Geschichte. Wie oft hatte man schon versucht, Vince aus den Shows zu schreiben – ob nun für immer oder nur auf Zeit. Er war schon tot, er lag im Koma, wurde unter Sets vergraben, bekam diverse Aktionen verärgerter Angestellter ab. Die volle Soap-Bandbreite – doch nun gab man seinem Abgang Würde, Impact und Bedeutung. Und dabei spielt es nicht mal eine Rolle, ob sein Verschwinden nun wirklich endgültig ist oder nicht. Allein die abschließende Promo mit seinem Schwiegersohn und die dadurch prozessierte Weitergabe des Staffelstabes haben WWE in eine neue imaginäre Ära geführt. Und das war so dermaßen mutig, dass ich ihr als Belohnung einfach nur Erfolg wünschen kann und will. Nur drei Minuten lagen zwischen „Na Na Goodbye“ und „Thank you, Vince“ Sprechchören, nur wenige Worte und Augenblicke vermittelten einer aufgebrachten Menge den Umbruch, das Gefühl von einer Storyline in etwas persönliches zu schwappen. Das Publikum kippte, das Erscheinungsbild des gesamten Unternehmens kippte. Das war episch.


Schlechteste Storylines und Fehden
1. „I’m baaack.“
2. NXT Final 3
3. Tyson Kidd – Yoshi Tatsu

Echt. Ich reiß mich echt zusammen. Aber schon wieder ist es Punk. Verdammt nochmal. Aber ich muss ihn hier bringen, denn aus den größten Erwartungen resultieren meist auch die größten Enttäuschungen, das bringt es nun mal mit sich. Und wer weiß – vielleicht dreht WWE das alles schon heute Nacht wieder und gerade deswegen ist es wichtig, diesen Punkt hier jetzt herauszuhauen, um nicht wieder von den Geschehnissen überholt zu werden.
Es waren wieder die berühmten 8 Tage. Und aus aktueller Sicht ist es einfach ein Schlag ins Gesicht für die größte Storyline der letzten Jahre, ihr nach unbefriedigenden acht Tagen eine solch plumpe Wendung zu geben. Acht Tage war CM Punk der größte Outlaw der Wrestlingwelt und hielt uns mit seinen Invasionen, Real-Life-Fotos und Independent-Auftritten auf Trab. Und dann taucht er einfach wieder bei RAW auf? Mir ist schon klar, dass das irgendwie erklärt werden wird – das macht‘s aber nun mal nicht weniger doof. Und genauso fühlte ich mich am Montag. Doof. Erst Gänsehaut, der Titelgewinn Cena’s musste etwas bedeuten, dann die unbekannte Musik. Uuuuh – das war mystisch, das hat Spaß gemacht. Und dann? Entrance-Video und Auftritt Punk. Natürlich an Coolness nicht zu überbieten, wie er da so zum Ring schritt, seinen Gürtel hob und so. Aber einfach verdammt nochmal viel zu früh. Wenn Männer zu früh kommen, dann ist das einfach immer schlecht. Und Punk – ich dachte einfach nicht, dass er jemand sei, dem so etwas passiert. Klar, erst war es schön ihn zu sehen, aber es hatte niemals den Impact, den es hätte haben müssen und das wird allem was davor geschah einfach sowas von überhaupt nicht gerecht. Und es langweilt mich.
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