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Best Of... Mai 2013

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Kolumne
Ausgabe

"Best Of... Mai 2013" von Ben
Best of… Mai 2013

Ich hab ja jetzt so nen Gutscheinbuch. Mit so Gutscheinen aus der ganzen Umgebung, hauptsächlich Restaurants, bei denen man das günstigere von zwei Gerichten bei Vorlage umsonst bekommt. Prinzipiell ja cool. An nem netten Samstagabend geht man bei uns jetzt also nicht mehr zum Griechen in der Nachbarstraße, isst eine entspannte Fleischplatte unter Zaziki-Haube und bezahlt am Ende 9 Euro 50, egal ob man einen, zwei oder zwölf Ouzo getrunken hat - und kommt nicht nur satt, sondern auch zufrieden nach Hause. Nein. Jetzt steigt man ins Auto, fährt 20 Minuten durch den Wald und speist im Landgasthof Lindenvogt (genannt „die Linde“). Weil der eben nun mal im Gutscheinbuch steht. Plötzlich darf das bestellte Gericht nicht mehr nicht zu teuer sein, es darf plötzlich nicht mehr zu günstig sein – weil, genau, zu günstig zu bestellen wäre ja verschenktes Geld. Man nimmt also das Hirschragout, obwohl man viel lieber nen Strammen Max hätte. Und kein Wild mag. Das Salatdressing nach Oma’s Rezept sieht zwar aus wie eine wässrige Artverwandte unseres geliebten Zazikis, schmeckt aber, als sei es noch von Oma selbst zu ihren längst vergangenen Lebzeiten zubereitet worden. Die Servicekraft trägt ein Haarnetz, der Wirt guckt wie ein Mörder, das Auto ist vollgeschissen und ich bezahle am Ende 29 Euro 90 und kann noch fahren. Denn es gab keinen Ouzo. Danke, Gutscheinbuch.
Aber wie kam ich drauf? Ach ja, genau. Spätestens der Besuch im Landgasthof Lindenvogt sorgte für meine Entscheidung, das Gutscheinbuch nach anderen Schnäppchen zu durchsuchen. Nach solchen, die nichts mit Essen oder Vogelkacke zu tun hatten. Und da stieß ich plötzlich auf den Coupon für’s „SeaLife“. Hose an, S-Bahn und los. Auf der Hinfahrt einigten meine Freundin und ich uns bereits auf den Wettbewerb „Wer den hässlichsten Fisch sieht“ und betraten vorfreudig das XXL-Aquarium. 16,50 Eintritt gespart – Danke, Gutscheinbuch. Kleine Fische, große Fische, sogar Haie, Rochen und ne ziemlich abgefahrene Schildkröte. Und als sei unser Wettbewerb nicht herausfordernd genug, versuchte meine Freundin krampfhaft die hässlichsten Exemplare zu fotografieren. Fische sind schnell und Glaswände spiegeln. Sie knipste, und knipste, und fluchte, knipste wieder, fluchte lauter und schließlich kam sie zu der Erkenntnis, wohlwissentlich als zahlender Gast eines Aqua-Zoos: „Kacke. Schon wieder verschwommen. Aber egal, nachher lösch ich die Bilder eh wieder alle. Weil… was interessieren mich Fische!?“

Warum um alles in der Welt, das fragte ich mich nach Abklingen des Lachens, fährt diese Frau in ein Aquarium, wenn Fische sie derart langweilen? Warum sieht sie sich das 2 Stunden an? Warum hält sie das auch noch für die Nachwelt fest, auch wenn das aufgenommene totale Kacke ist? Ich hatte keine Antwort. Ich kam nach Hause und schaute mir meine Aufnahme von Monday Night RAW an. Und ich verstand.


Beste Storyline/Fehde
… oder: „No man standing“


Will heißen: Dass man momentan bei WWE irgendwie noch hin schaut, das ist viel mehr Gewohnheit als wirkliche Leidenschaft – und ich bilde mir ein, dass das nicht an mir liegt, sondern an meinem Gegenüber – dem Produkt. Aber auch in einem Becken Zierfische gibt es ein paar hässliche Vögel und bei allem Frust der momentan vorherrscht, sollen natürlich auch sie genannt werden. Dass ich bei den besten Storylines die Main Event Story mit John Cena nenne, das zeigt routinierten Lesern wie erbärmlich ich mich momentan als Fan unterhalten fühle. Denn eine zeitfressende Storyline mit John Cena, die zum Besten im WWE Programm gehört, die gibt’s nicht oft. Zumindest nicht, wenn CM Punk nicht mitspielt. In diesem Fall ist es aber so, denn einen Tag nach WrestleMania machte es sich Ryback zur Aufgabe, dem neu gekrönten WWE Champ das Leben schwer zu machen. Dabei legte er nicht nur seine stylischen Robotermoves ab, er begann auch das flüssige Sprechen und fand plötzlich alle Leute doof. Wenngleich man uns auch den zwar unwahrscheinlichen aber insgeheim doch erhofften Heelturn Cenas verwehrte, fand man in Ryback wohl gleich die Nummer 2 auf der Warteliste. Verdammt, und es steht ihm. Schon zu The Nexus-Zeiten bejubelten ihn die Fans als skrupellosen Vollstrecker und heute klappt es nicht minder. Ryback macht wieder Spaß und hat mit Cena dafür den perfekten Gegner gefunden. Für den Moment zumindest, denn jeder weiß, wie schwer es ist, sauber und schadlos aus einer prominenten Fehde mit Cena herauszukommen. Ryback muss nur mal seine alten Nexus-Kollegen fragen und kann regelrecht froh sein, aus der Nummer damals rechtzeitig herausgekommen zu sein.
Selbst John Cena gelingt es, anständig mit seinem Gegner zu agieren und dank des genial anmutenden Schachzuges, die Titelfehde zwischen ihm und Ryback mit der Geschichte um The Shield zu verknüpfen, hielt es diese bisher spannend und erfrischend. Genau so muss es weitergehen. Ein angepisster Ryback, ein angeschlagener Cena. Und The Shield oder andere Randfaktoren, die die Fehde im Endeffekt zu etwas Größerem machen, als das was sie eigentlich auf dem Papier ist. Und wenn am Ende in Chicago dann doch wieder ein CM Punk aus dem Krankenwagen springt und Tritte verteilt, dann ist doch eh wieder alles gut.


Schlechteste Storyline/Fehde
… oder: „Eigentlich mag ich ja Irish Chocolate“


…, aber was war denn das da mit Sheamus und Mark Henry? Versuchen wir mal irgendwie herauszufinden, zu ergründen, wie es denn überhaupt zu der Fehde zwischen den beiden kam. Da war auf der einen Seite der keltische Krieger, den das Publikum über Wochen konsequent ignorierte, da seine Darstellung fast noch farbloser wurde als seine Haut. Der fehdete gemeinsam mit Randy Orton und Big Show gegen The Shield und war dabei vollständig austauschbar, ja fast irrelevant. Ach ja, und er verlor. Auf der anderen Seite war dann da Mark Henry, der nach seinem Comeback wieder die Tore zur Hall of Pain öffnete und zur Krönung Ryback als Inductee seiner 2013er Klasse gewinnen wollte. Und was geschah bei WrestleMania? Krasser Kaffee – Henry besiegte Ryback! Daraufhin buchsierte man ihm beim darauffolgenden Über-RAW direkt in den Main Event und er trat um den WWE Title gegen John Cena an. That’s what I do! Ryback kommt raus, verpasst Henry eine Abschlussohrfeige und wendet sich Cena zu. Was also macht Mark Henry? Weiter mit dem Sieg gegen Ryback prahlen? Ein Re-Match gegen John Cena fordern? Sich an Ryback für die Farewell-Ohrfeige rächen?
Nööp. Er schupst Sheamus und schaut böse. That’s what I do. Sheamus schupsen.
Der geht natürlich voll drauf ab – lässt Big Show Big Show sein, ob wohl er mit dem ja nen viel dickeres Hühnchen zu rupfen hätte und begibt sich in eine Reihe illustrer Strongman-Wettbewerbe wie Tauziehen und Armdrücken mit dem World’s Strongest Man, die er allesamt mit einem Tritt in dessen Gesicht beendet. Ein Strap-Match soll das große Finale darstellen, ein Finale zwischen einem farblosen Sheamus und einem gut gepushten Mark Henry, der durch die gesamte Darstellung in der Fehde aber komplett der Lächerlichkeit preisgegeben wurde. Und wer gewinnt? Genau. Einziger Kommentar von Mark Henry zu all dem Mist: „I am going home.“ That’s what I do.


Bestes Gimmick
… oder: „Wer hat den Langston?“


Hach, was fand ich doch Big E Langston damals bescheuert, als er bei NXT debütierte. Komische Frisur, insgesamt komischer Look. Irgendwie eine Mischung aus Koko B. Ware, Kofi Kingston und einer Mastkuh. Er squaschte Leute, die ich nicht kannte, zog dabei die besten Steve Blackman-Gedächtnisgrimassen und begann irgendwann mit dieser 5-Count-Geschichte. Komischer Weise zog die beim Publikum und entwickelte sich zu einem der ersten wirklichen Selbstgänger der NXT Crowd. Big E wechselte das Gesinnungsufer, verkloppte plötzlich die Heels des Rosters und fraß schließlich auch den Champ Seth Rollins, damit dieser Zeit hatte, auf der großen Bühne für Gerechtigkeit zu werben. Als sich Dolph Ziggler auf seinem Höhepunkt in einer viel beachteten Storyline mit John Cena befand, debütierte Big E plötzlich und überraschend an dessen Seite bei RAW und Woche für Woche gefällt er mir in dieser immer besser. Sei es das In-Ring-Debüt bei WrestleMania (hey, wer kann das schon von sich behaupten?) oder die Auftritte in den Folgewochen. Gekrönt natürlich durch den Fakt, dass er es schafft, selbst in Abwesenheit des mittlerweile zum World Heavyweight Champion mutierten Dolph Ziggler, dessen Programm aufrecht zu halten. Inklusive eines fast cleanen Pinfall-Sieges über Alberto del Río. Da läuft einfach momentan alles ziemlich gut für Langston und an der Seite von AJ Lee und dem Showoff könnte aus ihm wirklich etwas kometenhaftes werden, wenn er beginnt sich aus dem Schatten der Mentoren zu arbeiten. Diesel und Batista lassen grüßen!
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