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Sting: Unmasked!

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Kolumne
Ausgabe

"Sting: Unmasked!" von Axel Saalbach
Willkommen zu den beiden neuesten Streichen des böswilligen Genickbruch-Flimmermannes! Am heutigen Mittwoch gibt es gleich eine Doppelfolge von unserer wöchentlichen Rezensionskolumne - letztlich nur aus Formgründen, denn somit wird die aktuelle Staffel in drei Wochen mit der 50. Ausgabe ihr Ende finden, und das sieht doch dann ganz dufte aus. Für Fragen zu den heutigen Themen und Videos, für Hinweise und Verbesserungsvorschläge sowie für Resonanz jeglicher Art kann wie gewohnt das Kontaktformular genutzt werden.

Nachdem die Flimmerkiste in der vergangenen Woche eher etwas für den ausgefalleneren Geschmack war, werde ich mich heute winselnd vor den Mainstream-Fans in den Staub werfen und mich einem Herren widmen, der den meisten Elementen der genannten Zielgruppe die kleinen Herzchen höher schlagen lässt: Sting. Der gute Steve hat hierzulande immer noch eine ganze Menge an Fans, wie ich nicht zuletzt durch mein WWA-Review feststellen konnte - denn nachdem ich dort einen Kampf zwischen Sting und Lex Luger rezensiert hatte, erreichten mich eine ganze Reihe an Zuschriften, die um die Betrachtung anderer Kämpfe des Stingers baten. Für die Doppelfolge der Kiste rezensiere ich heute zwei Exemplare der leider eher für Marks maßgeschneiderten "Superstar Series" von World Championship Wrestling: "Unmasked" und "Back In Black". Mal schauen, ob eine qualitative Steigerung zur Goldberg-Episode möglich ist.

STING: UNMASKED!
Erscheinungsdatum:
8. September 1998

"Unmasked!" beschäftigt sich mit dem Zeitraum von den Anfängen des Stingers bei der National Wrestling Alliance bis hin zu seiner Zeit im nWo Wolfpac. Um diese Masse an Jahren innerhalb einer Stunde unterzubringen, war es selbstverständlich vonnöten, sich über weite Strecken verdammt kurz zu halten. Bei "Back In Black" wurde dann ein kürzerer Zeitraum beleuchtet, so dass das Tempo dort etwas fassbarer sein wird.

Einleitend wurde Sting ein wenig Honig um die Backe geschmiert, indem man lang und breit erläuterte, warum er der "Franchise" der WCW war. Insbesondere wurde dieser Ruf nicht nur durch sein Charisma und durch seine wrestlerischen Fähigkeiten erzeugt, sondern vor allem dadurch, dass er der einzige Mann war, der im Laufe seiner Karriere niemals von der WCW zu "den anderen" (O-Ton Sting) wechselte. Außerdem ging man auf die Durchschlagskraft seiner bedeutendsten Moves ein: auf den Scorpion Death Lock, den Scorpion Death Drop und den Stinger Splash.

NWA World Heavyweight Title Match
Ric Flair (c) vs. Sting

Die erste Veranstaltung, die man ansprach, war der Great American Bash aus dem Jahre 1990. An diesem Abend lieferte sich Sting eine der vielen Schlachten gegen den Mann, gegen den er die wichtigsten Matches seiner Karriere bestritten hat - gegen Ric Flair. Bedeutend war das Match beim Bash 1990 deshalb, weil Sting bei dieser Veranstaltung zum ersten Mal den World Heavyweight Title gewinnen konnte. An der Stelle ging man sehr gut auf die gesamte Vorgeschichte der Fehde zwischen Flair und Sting ein, und man zeigte auch einen sehr guten Zusammenschnitt aller Highlights aus dem Match. Am Ende setzte Flair zum Figure Four Leglock an, Sting konterte jedoch mit einem Inside Cradle und gewann dadurch den Kampf.
Sieger: Sting (Titelwechsel)

Die Qualität, in der die Geschichte um Flair und Sting zusammengefasst wurde, war überraschend hoch - denn gemessen an den Standards, die wir von der Goldberg-Ausgabe der Superstar Series kennen, musste man ja eher damit rechnen, dass alle Hintergründe nur schnell im Vorbeigehen abgehandelt werden würden. Hier jedoch war die Mischung aus Tempo und Informationsgehalt absolut stimmig - das ließ für den Rest der vor mir liegenden anderthalb Flimmerkisten hoffen.

Battlebowl 1991
Der zweite Kampf, der angerissen wurde, war das Battlebowl-Match aus dem Jahre 1991. Das Turnier lief so ab, dass zunächst zahlreiche Tag Team-Matches in zwei Ringen stattfanden, und die Siegerteams durften an einer Battle Royal partizipieren. Man pickte sich auf "Unmasked!" diesen Kampf heraus, da Sting die Battle Royal gewann, indem er am Ende Lex Luger eliminierte. Der eigentliche Hintergrund, warum man das Match auswählte war eben letztgenannter Mann - denn Luger war bekanntermaßen stets der beste Kumpel von Sting, und auf einer Dokumentation über den Stinger konnte man natürlich nicht darauf verzichten, auf diese Freundschaft einzugehen.
Sieger: Sting

Interessant an Steves Aussagen über Luger war, dass er erklärte, Luger wäre nicht nur im Business ein Freund von ihm, sondern auch privat. Interessant sind diese Worte deshalb, da die komplette Superstar Series eigentlich keinen Blick hinter die Kulissen warf, sondern für alle Marks die heile Wrestlingwelt wiedergeben sollte. Von daher war eine solch realdokumentatorische Aussage schon ungewöhnlich - nur eine Kleinigkeit, aber das sind eben die Dinge, die einem voll Verwunderung auffallen, wenn man sich solche Videos ansieht.

An der Stelle sei angemerkt, dass ich in dieser Ausgabe der Flimmerkiste einmal mehr keine einzelnen Matchwertungen vornehme, sondern am Ende ein Gesamtfazit ziehe. Da die Matches stark zusammengeschnitten sind, läßt sich keine sinnvolle Wertung der Kampfabläufe und damit der Qualität der Matches vornehmen. Entscheidend ist stattdessen der Eindruck, den das Gesamtprodukt beim Schauen vermittelt.

Weiter ging es damit, dass der Stinger über seine frühen Jahre in der Wrestlingwelt ein wenig philosophierte. Auch an dieser Stelle wurden ungewöhnlich tiefgehende Aussagen für ein Video der Superstar Series getroffen. So erzählte Steve beispielsweise davon, dass er anfangs nur fünfzig Dollar dafür bekam, dass er gegen andere Leute Matches bestritt - und er erzählte von versifften Absteigen, in denen er vor einer Handvoll Menschen zu Kämpfen antreten musste.

WCW World Heavyweight Title Match
Lex Luger (c) vs. Sting

Das Jahr 1992 stand als nächstes auf der Tagesordnung. In dieses Jahr ging Sting mit einer großen Hypothek: die Leser des WCW-Magazins hatten ihn zum beliebtesten Wrestler des Vorjahres gewählt. Aber er wurde den hohe Erwartungen an ihn gerecht - beim SuperBrawl holte er in Milwaukee seinen zweiten World Title. Gegner war einmal mehr sein alter Kumpel Lex Luger. Luger hatte den Gürtel beim Great American Bash 1991 durch einen Piledriver gegen Barry Windham gewonnen. Auch gegen Sting schaffte er einen Piledriver, doch diesmal langte die Aktion nicht zum Sieg. Vielmehr gewann Sting mit einem Flying Crossbody vom Top Rope.
Sieger: Sting (Titelwechsel)

Nachdem das Thema Luger abgehakt war, sollte ein noch viel gewichtigeres Problem auf Sting zukommen: Big Van Vader. Im Juli 1992 verlor er den Titel an Vader, holte ihn sich aber binnen eines Jahres wieder zurück - wenn auch nur für kurze Zeit. Von den Matches gegen Vader wurden auf "Unmasked!" leider nur SEHR wenige Fragmente gezeigt. Schade eigentlich, denn die Kämpfe haben durchaus was hergemacht - aber man hatte hier halt nur sechzig Minuten zur Verfügung. Steve erklärte an der Stelle, Vader sei von der Bildfläche verschwunden, weil er ihn von dort verdrängt hatte - hier bekam man also endlich mal wieder zu sehen, dass die Superstar Series eben doch für Marks produziert wurde.

Sting vs. Jake Roberts
Als nächstes ging man auf eine kurze Fehde zwischen Sting und Jake Roberts ein, die in einem Match beim Halloween Havoc 1992 kulminierte. Naja, eigentlich ging man weniger auf die Fehde ein, vielmehr zeigte man nur ein paar Szenen aus dem Kampf, ohne groß die Vorgeschichte zu erläutern. Der Kampf ist durchaus redenswert - jedoch nicht, weil er in irgendeiner Weise gut wäre. Es handelte sich hierbei um das Coal Miners Glove Match, das vom Havoc'schen Glücksrad ausgespuckt wurde. Roberts wurde in dem Match von seiner Schlange "gebissen" und verlor deswegen. Allerdings wurde er nicht wirklich gebissen, sondern er hielt sie sich derart teathralisch an den Hals, dass es nur mehr lächerlich wirkte. Die Szenerie war der Höhepunkt einer der stumpfsinnigsten Geschichten in der Historie der WCW. Wer mehr darüber lesen möchte, dem sei an dieser Stelle das fünfte Kapitel unserer Havoc-Nachbetrachtung in der Nostalgie-Rubrik ans Herz gelegt.
Sieger: Sting

Man hat offensichtlich ganz bewußt die Gelegenheit ausgelassen, näher auf die Fehde von Sting und Roberts einzugehen - die dafür aufgenommenen Trailer waren an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Eigentlich schade, dass man diese nette Comedy-Einlage für "Unmasked!" nicht nochmal ausgepackt hat. Schätzungsweise war man bei der WCW auf Nummer Sicher gegangen und hatte alle vorhandenen Videoaufnahmen säuberlich vernichtet - ähnlich wie im Falle des Black Scorpion-Einzuges bei Starrcade 1990.

Das nächste Thema waren Gesichtsbemalungen, die Sting bekanntlich durch seine ganze Karriere begleiteten. Sting holte an der Stelle weit aus und ging zurück in die Zeit, in der er noch ein Team mit dem Ultimate Warrior bildete. Er erklärte, die beiden seien dermaßen schlecht gewesen, dass sie sich die Bemalungen auf die Gesichter geklatscht hatten, um von ihrer grauenhaften Qualität im Ring abzulenken. Immerhin eine aufrichtige Aussage, und Sting konnte sich wahrlich nicht vorwerfen lassen, seine Qualität mit der Zeit deutlich gesteigert zu haben. Ganz im Gegensatz zu seinem Partner...

Sting vs. Rick Rude
Die Jahre 1993 und 1994 wurden am Stück abgehandelt. Hier wurde kurz auf seinen dritten Titelgewinn gegen Vader eingegangen, den ich ja schon ein wenig weiter oben erwähnt habe. Einen drastisch größeren Teil der Zeit aber nahm man sich dafür, Szenen aus einem Kampf des Stingers gegen Rick Rude bei Spring Stampede 1994 zu zeigen. Es gelang Sting in diesem Kampf, Rude in den Scorpion Death Lock zu nehmen, doch der Ringrichter war zuvor ausgeknockt worden und konnte das Match nicht zu Steves Gunsten abbrechen. Sting gewann trotzdem, denn Harley Race wollte durch einen Stuhlschlag in das Match eingreifen. Getroffen wurde jedoch versehentlich Rude, woraufhin Sting locker den Pinfall schaffte.
Sieger: Sting
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