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FlimmerMania: WWF WrestleMania XIV

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Kolumne
Ausgabe

"FlimmerMania: WWF WrestleMania XIV" von Axel Saalbach
Im Showarchiv
WWF WrestleMania XIV - dX raided
Anfang des Jahres 1998 hatte sich einiges geändert in der World Wrestling Federation. Bret Hart war nicht mehr in der Liga, Vince McMahon war vom facettenlosen Kommentatorendarsteller zum Bösewicht mutiert, Storylines durften urplötzlich wieder längerfristiger Natur sein, die Divas bedeckten ihre Oberweiten bisweilen nur noch mit aufgemalten Händen, und die Ratings von RAW lagen kontinuierlich im Bereich zwischen drei und vier Punkten, was eine deutliche Steigerung zum Jahre 1997 bedeutete. Zwar musste man damit immer noch hinter Nitro zurückstecken, aber es zeigte sich ein eindeutiger Trend nach oben. Auch an WrestleMania XIV war diese Entwicklung zu erkennen - durch den richtigen Mix aus gut aufgebauten Storylines und glänzender Öffentlichkeitsarbeit in prominenter Form verdreifachte man die Buyrate der Show von den ernüchternden 0,77 Punkten des Vorjahres auf lässige 2,34 Punkte.

Wie in jeder Woche kann auch diesmal das Kontaktformular für Resonanz jeglicher Natur genutzt werden.

WWF WRESTLEMANIA XIV
Datum:
29. März 1998
Veranstaltungsort: Fleet Center in Boston (Massachussetts)
Zuschauerzahl: 19.000
Kommentatoren: Jerry Lawler und Jim Ross

Zum Montreal Screwjob hat beautifulday vor einiger Zeit einen sehr ausführlichen (wenngleich auch unfassbar einseitigen) Bericht von Dave Scherer übersetzt. Das bebilderte Exemplar ist in unserer Shoots-Rubrik zu finden, weswegen ich mir die bodenlose Frechheit leisten kann, die Sache außen vor zu lassen und den Betrug von Vince McMahon an Bret Hart und dessen Fans sowie von Bret Hart an sich selbst und den regelmäßigen Lesern seiner Kolumnen in meiner Betrachtung der Entwicklungen vor WrestleMania XIV auszusparen.

Allerdings kann der Main Event von WrestleMania zwischen Shawn Michaels und Steve Austin nicht beschrieben werden, ohne auf den Aufstieg der D-Generation X einzugehen, auch wenn mir das einen Stapel Korrekturmails von Sternchen einbrocken wird. Denn mit der Gruppierung von Shawn Michaels und mit der texanischen Klapperschlange prallten hier die beiden wohl wichtigsten Aushängeschilder der Liga in der damaligen Zeit aufeinander. Ganzheitlich betrachtet kann der Stable um den Heartbreak Kid, Hunter Hearst Helmsley & Co. von seiner Bedeutung sicherlich nur schwerlich mit den Horsemen & Co. mithalten, fokussiert man den Blick jedoch ausschließlich auf die World Wrestling Federation, kann man zweifelsfrei von der bemerkenswertesten Gruppierung der Promotion reden.

Dass hinter den Kulissen schon länger eine engere Freundschaft zwischen Triple H und dem Heartbreak Kid bestand, sollte hinlänglich bekannt sein. Die eigentliche Clique bestand neben den beiden genannten Herren aus Scott Hall, Kevin Nash und Sean Waltman, weiterhin waren auch noch Justin Credible alias Aldo Montoya und unser Hall-Of-Fame-Mitglied Louie Spicolli als Aushilfs-Clique mit dem Grüppchen verbandelt. Im Jahre 1996 wurde der harte Kern auseinandergerissen, da es Nash und Hall bekanntermaßen in Richtung World Championship Wrestling zog. Denn einerseits konnte und wollte die Federation finanziell nicht bis in die gleichen Höhen mitpokern, mit denen man im Turnerland all denjenigen den Kopf verdrehte, die mal mit der großen Zehe den Ringboden der WWF berührt hatten, andererseits war man ganz froh, Hall los zu sein, da der damals mehr Zeit im Entzug verbrachte als im Ring. Naja, eigentlich nicht nur damals. In seinem Fall hat die geistige Kapazität der Verantwortlichen der Federation bekanntermaßen immerhin ein halbes Jahrzehnt gehalten, ehe man dann vergaß, warum man sich einst von ihm getrennt hatte - wenigstens kehrte das Bewußtsein ein paar Wochen später jäh zurück.

Die Outsiders sollten sich bei einer House Show im Madison Square Garden im Mai 1996 aus der Federation verabschieden. Man plante, Hall gegen seinen Kumpel Triple H klar jobben zu lassen, während sich Nash für Michaels in einem Steel Cage hinlegen sollte. Artig wurde der erste Teil des Bookingplanes erfüllt, auf die zweite Hälfte hatten der Verein jedoch dann keine Lust mehr. Stattdessen marschierten Hall und Helmsley zum Ring, und die vier Village People umarmten und liebkosten sich zur Verabschiedung im Ring. Das Ganze passierte wohlgemerkt unter dem Gesichtspunkt, dass sie eigentlich eine bunte Mischung an Heels und Babyfaces waren.

Vinnie-Mäc fand die Sache natürlich weniger dufte. Also suchte er sich einen Sandsack, an dem er seine Wut auslassen konnte. Nash und Hall waren nicht mehr da, außerdem waren sie mit World Championship Wrestling ohnehin schon gestraft genug. Sean Waltman konnte nicht bestraft werden, da er bei der Sache gar nicht dabei war - allerdings auch nur deshalb, weil er aufgrund einer Verletzung gar nicht vor Ort war. Es blieben also nur noch Shawn Michaels und Triple H. Hätte McMahon Michaels bestraft, hätte er sich ins eigene Fleisch geschnitten - immerhin handelte es sich beim Heartbreak Kid um eines seiner wenigen verbliebenen Aushängeschilder. Triple H hatte das Pech, damals noch nicht das Schwiegersöhnchen von Vince zu sein, also war er am Ende der Dumme, der für die Strafen herhalten musste. Korrektur: beim Gedanken an Stephanie McMahon war es eigentlich das Glück von Triple H, noch nicht das Schwiegersöhnchen von Vince zu sein. Kein Push der Welt ist es wert, sich in eine solche Rolle hineinzuprostituieren.

An sich hatte man geplant, Triple H zum Gewinn des anstehenden Turniers um den Titel des King of the Ring zu pushen. Darauf verzichtete man jetzt, machte stattdessen Austin zum Turniersieger und purzelte somit unverhofft und ungeplant in eine Goldgrube, wie wir inzwischen wissen. Hunter durfte anschließend ein paar Monate für alles und jeden den Job machen, der noch halbwegs gerade zum Ring laufen konnte. Danach war jedenfalls erstmal eine ganze Weile Ruhe.

Nachdem man über einen längeren Zeitraum beobachten konnte, dass Scott Hall, Kevin Nash und Sean Waltman in Atlanta mit der New World Order insbesondere durch die eingebrachte Clique-Attitüde ihrer Liga kübelweise Erfolge einfuhren, beschloss man, dass man selbst davon profitieren sollte.

Im August 1997 ließ man dazu Hunter und Michaels endlich einmal gemeinsam auflaufen. Das Ganze spielte sich am 18. August bei RAW ab. Eine Woche zuvor war Rick Rude an Shawn Michaels' Seite als dessen "Versicherungsschutz" aufgetaucht. Triple H wiederum hatte schon seit dem Februar einen Mann namens Chyna an seiner Seite, der einst als Fan aufgetaucht war und Marlena attackiert hatte, während Hunter in einer Fehde mit Goldust steckte. Im Laufe der Zeit entpuppte sich Chyna als Frau und Marlena als uralt und abgetakelt. Sowohl Chyna und Rick Rude waren jedenfalls am Ring, als Hunter und Shawn Michaels am besagten Tag auf den Undertaker und Mankind in einem Tag Team Match trafen - die Urformation der D-Generation X hatte sich also gemeinsam am Ring versammelt. Der Kampf endete mit einer Disqualifikation, nachdem der Heartbreak Kid zweimal schlagkräftig austestete, was wohl robuster wäre: ein Stuhl oder das Gesicht des Undertakers.

Ein Match zwischen dem Undertaker und Shawn Michaels wurde daraufhin für das folgende In Your House namens "Ground Zero" angesetzt. Zwei Tage zuvor testete der Undertaker seine Kräfte in einem Match bei "Friday Night's Main Event" gegen Hunter. Zunächst versuchte Rick Rude den Taker abzulenken, dann sorgte der stuhlschwingende Heartbreak Kid für die endgültige Disqualifikation nach weniger als fünf Minuten. Die Zusammenarbeit nahm also Konturen an. Umgekehrt wurde Michaels von Hunter und Chyna unterstützt, als er bei Ground Zero zu einem No Contest gegen den Taker kam. In der Folge kam es immer wieder zu Eingriffen.

Beim nächsten In Your House namens "Bad Blood" sollte Michaels in einem Hell-In-A-Cell-Match auf den Undertaker treffen. Kurz zuvor gab es in einem Interview, das praktisch den endgültigen Grundstein für die D-Generation X legte. Hier bezeichnete Shawn Michaels die Gruppe um ihn, Hunter, Rick Rude und Chyna noch als "Clique" und machte sich in Anspielung auf den oben geschilderten Zwischenfall im Madison Square Garden darüber lustig, dass "Kliquen" der Federation und Vinnie-Mäc im Besonderen schon in der Vergangenheit schon immer Angst und Schrecken einzuhauchen wussten. Wohlgemerkt handelte es sich diesmal um keinen Shoot, sondern um die bittere Storyline-Realität. Im folgenden Match zwischen Michaels und dem Taker war der Heartbreak Kid dann allerdings erstmal nur eine Randfigur, denn an diesem Abend feierte Kane sein Debüt und legte sich mit seinem "Bruder" an. Kane? Ja, ihr wißt schon, verehrte in den letzten zwei, drei Jahren hinzugekommene Fans: das ist dieser glatzköpfige Typ, der regelmäßig für x-beliebige No Names den Jobber spielt.

Beim nächsten RAW machte sich die neue "Clique" dann erneut gegenüber Vinne-Mäc aufgrund der Angelegenheit im Madison Square Garden lustig. Nach einer Werbepause kam Bret Hart, der am gleichen Abend auf Triple H treffen sollte, zur Szenerie hinzu. In diesem Augenblick bezeichnete er Michaels nicht nur als Schwuchtel, sondern auch als "degeneriert". Es fiel also zum ersten Mal der Begriff, der dem wichtigsten Stable der WWF-Geschichte den Namen verleihen sollte. Der kanadische Jammerlappen wurde für die Ersterwähnung jedoch nicht belohnt, stattdessen wurde er im Main Event von Chyna abgelenkt und fing sich einen Superkick des Heartbreak Kid sowie eine Count-Out-Niederlage gegen Hunter. Eine Woche schon später bezeichnete sich die "Clique" dann höchstselbst als D-Generation X.
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