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FlimmerMania: WWF WrestleMania XVI

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Kolumne
Ausgabe

"FlimmerMania: WWF WrestleMania XVI" von Axel Saalbach
Im Showarchiv
WWF WrestleMania 2000 - "All Day Long"
Einen Stapel an Traditionen hatte sich die Federation bei der Zusammenstellung ihrer WrestleMania-Ausgaben über die Jahre bekanntlich immer - oder fast immer - bewahrt. Es mussten fast immer ein paar Möchtegernprominente mit vor Ort sein, der Undertaker musste auf jeden Fall sein Match für sich entscheiden, außerdem durfte nie ein Heel den Main Event gewinnen. Im Jahre 2000 warf man die letztgenannte Tradition über den Haufen. Gleichzeitig weigerten sich die Booker erstmals, die seit WrestleMania IV eingehaltene Pflicht zu erfüllen, den WWF Title immer bei WrestleMania wechseln zu lassen.

Und damit willkommen zur sechzehnten Ausgabe von FlimmerMania, meinem Rückblick auf zwanzig Jahre WrestleMania! Alle bisherigen Ausgaben der Kolumne wurden hier archiviert. Wie in jeder Woche kann auch diesmal das Kontaktformular für Resonanz jeglicher Natur genutzt werden. In der vergangenen Woche hat sich das Verhältnis der positiven Kommentare mit Nennung der Mailadresse des Absenders zu der Zahl der anonym verschickten negativen Kommentare deutlich zugunsten der erstgenannten Gruppe verbessert - schon erstaunlich, was so eine kleine Anmerkung bewegen kann. ;-) Vielen Dank auf jeden Fall an dieser Stelle an all diejenigen, die mit ihrer Resonanz dafür sorgen, dass ich FlimmerMania und Flimmerkiste immer möglichst lesergerecht gestalten kann!

WWF WRESTLEMANIA 2000
Datum:
2. April 2000
Veranstaltungsort: Arrowhead Pond in Anaheim (Kalifornien)
Zuschauerzahl: 18.742
Kommentatoren: Jerry Lawler und Jim Ross

Das Jahr, das seit WrestleMania XV verstrichen war, stand insbesondere im Zeichen des endgültigen Aufstieges eines Mannes an die Spitze der Federation. Eines Mannes, der für seine in dieser Zeit erbrachten Leistungen und für die von ihm dargestellte Rolle selbst von den Internetfans in den Himmel gelobt wurde. Aus Sicht von seitdem neu hinzugekommenen Fans könnte das mehr als merkwürdig erscheinen, denn der damals gefeierte Mann wird inzwischen als eines der Grundübel der Liga verschrien. Es handelt sich selbstverständlich um niemand anderen als Triple H.

In die Szene rund um den WWF Title griff Hunter erstmals beim Summerslam 1999 ein. Dort traf er in einem Triple Threat Match auf Mankind und dem amtierenden Champion Stone Cold. Letzterer hatte den Titel nach WrestleMania XV zwar zwischenzeitlich für fünf Wochen an den Taker verborgt, inzwischen war er jedoch wieder im Besitz des Edelmetalls. Special Referee in dem Three Way Dance war Jesse Ventura, da die Show in Minnesota stattfand, wo Ventura gerade Gouverneur war. Wann veranstaltet World Wrestling Entertainment eigentlich mal wieder in München, damit wir Ede Stoiber mal im schwarz-weiß gestreiften Outfit durch den Ring hampeln sehen und Special Enforcer Günther Beckstein am Ende den ganzen WWE-Trupp wieder aus Deutschland ausweist und abschiebt?

Zurück zu Triple H, denn ein Oberheel reicht eigentlich schon aus für diese Abhandlung. Beim Summerslam gelang es ihm noch nicht, den Heavyweight Title zu erreichen, denn Ventura weigerte sich, einen Coverversuch von ihm an Mankind durchzuzählen. Der Grund war ein vorangegangener Stuhlschlag von Triple H gegen Foley. Am Ende schaffte Hunter einen Pedigree gegen Stone Cold, musste sich jedoch von Mankind ausknocken lassen und konnte dann nichts mehr dagegen tun, dass Foley die sich ihm bietende Gelegenheit zum Pinfall gegen Austin wahrnahm. Foley war neuer Champ, während der wütende Triple H seinen Zorn in Form von Stuhlschlägen an Stone Colds lädierten Knien ausließ. Jesse Venturas Arbeit war jedenfalls getan, der Bösewicht war nicht Titelträger geworden, und so konnte "The Body" wieder in Ruhe nach dem Predator suchen gehen.

Mankinds Regentschaft war fast so schnell wieder Geschichte wie der einst zu früh geglaubte Bundestagswahlsieg von Bayern-Ede: nur einen Tag später traf er bei RAW auf Triple H. Special Referee war Shane-O-Mac, und in dieser Funktion sorgte der junge McMahon dafür, dass Mankind machen konnte, was er wollte - mit einer Titelverteidigung konnte es nichts werden. Es kam zu einem munteren Stuhlschlagfestival, an dessen Ende Mankind niedergestreckt wurde und sich pinnen lassen musste. Damit war er perfekt, der erste von zehntausend Titelgewinnen Hunter Hearst Helmsleys.

Der einstige Dauerbewohner des Federation-Doughouses hatte sich zuvor in langer mühseliger Arbeit nach oben vorangearbeitet. Nachdem Shawn Michaels aufgrund seiner Verletzungen zwischenzeitlich aus dem Wrestlinggeschäft zurückgetreten war, hatte der einstige Aristokrat als der neue Leader der D-Generation X von Show zu Show an Profil zugelegt. Nach monatelangen Erfolgen trat er seinem Grüppchen dann in den Allerwertesten und schloss sich der Corporation von Vinnie-Mäc an, innerhalb der er sich alsbald mit The Rock in die Wolle bekam. Die Fehde der beiden war schließlich der endgültige Durchbruch für Hunter gewesen, da er sich hier erstmals klar und deutlich gegen einen etablierten Main Eventer durchsetzen konnte, indem er ihn bei Fully Loaded in einem Strap Match besiegen konnte, nachdem Hardcore-Ikone Billy Gunn unterstützend eingegriffen hatte.

Vince McMahon, der im Zuge der Fehde mit Steve Austin in der Zwischenzeit aus der Federation verbannt worden war, kehrte kurz nach Hunters Titelgewinn in die Liga zurück und legte sich alsbald mit dem neuen Champion an. Denn dass thegameah seine ganze Primitivität unter Beweis gestellt hatte und Linda McMahon beschimpft hatte, das konnte sich Vince nun wirklich nicht bieten lassen. Also forderte er Hunter zu einem Titelmatch heraus. In diesem ließ sich McMahon zünftig den Hintern versohlen, bis plötzlich Steve Austin auftauchte, Triple H ausknockte und den Boss auf ihn drauflegte.

Was sagen unsere obersten Lehrmeister aus der Werbeindustrie immer wieder gern? Drei Dinge auf einmal, das geht nun wirklich nicht? Natürlich geht es: Austin hatte seine Rache erhalten, Vince McMahon hatte den WWF Title erhalten, und der WWF Title selbst hatte einen solch gehörigen Wertverlust erhalten, dass ihn einzelne Spötter schon als Borussia-Dortmund-Aktie hänselten.

Im Gegensatz zu David Arquette war Vinnie-Mäc nicht großartig motiviert, seinen neu gewonnenen Titel auch noch zu verteidigen, deswegen erklärte er ihn sogleich für vakant und ließ verlauten, das gute Stück werde in einer "Six Pack Challenge" neu ausgekämpft. Dabei handelte es sich um ein Match mit Beteiligung von Big Show, Kane, Mankind, Triple H, The Rock und dem frisch zurückkehrenden The British Bulldog, das bei Unforgiven stattfand. Die Regeln besagten, dass immer nur zwei Kämpfer gleichzeitig im Ring sein durften, man musste sich also einwechseln lassen, wenn man gerade Lust hatte, ein bißchen herumzuwrestlen. Unter den Augen von Special Enforcer Steve Austin gab es hier beinahe einen Sieg von Big Show, nachdem dieser Mankind einen Chokeslam... äh, einen Showstopper verpasst hatte. Es wurde jedoch nichts mit einem Pinfall, denn hier wurde der Giant Opfer des letzten von Vince Russo und Ed Ferrera inszenierten Unfugs, bevor die beiden pünktlich zum neunten Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung zu World Championship Wrestling flohen: ein Streik der Ringrichter. Die militanten Streifenhörnchen kamen nämlich in genau dem Moment angerannt, in dem Juniorreferee Jim Coderous den Pinfall zugunsten Big Shows zählen wollte, und sie verprügelten ihn nach Strich und Faden.

Coderous wurde letztlich von Steve Austin befreit. Die texanische Klapperschlange knockte Earl Hebner aus und stülpte sich selbst die Ringrichterklamotten über. Im Ring wurde Triple H gerade durch den Bulldog vor dem sicheren Ende gegen The Rock bewahrt, indem Davey Boy dem Felsen einen Stühl über die Rübe schlug. Dafür schlug Stone Cold den British Bulldog mit dem Stuhl zusammen. Inzwischen gab es den Pedigree für The Rock, den Pinfall und damit den Titelgewinn für Triple H. Und einen Stunner durch Austin gegen den neuen Champion gab es hinterher noch oben drauf.

Nachdem The Rock anschließend bei Hunters erster großer Titelverteidigung gegen die Rattlesnake versehentlich den Herausforderer mit einem Vorschlaghammer niederstreckte und somit für den Sieg von Triple H sorgte, setzte man bei der Survivor Series einen Three Way Dance der drei Beteiligten um den Titel an. Austins Körper war jedoch schon so abgewrackt, dass er dringend eine Verletzungspause benötigte.

Nun stellte sich die Frage, wie man Stone Cold am besten aus den Storylines herausschreiben hätte können. Vince Russo hätte wahrscheinlich eine Storyline inszeniert, in der Austin von Hardcore Billy Gunn, Butterbean und Oklahoma an einem HiaC-Käfig gehenkt worden wäre, aber Russo war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr da. Triple H hätte hingegen eine Storyline inszeniert, in der er Austin mit dem Vorschlaghammer diverse Knochen zertrümmert hätte und somit den eigenen Heelstatus noch ein wenig verfeinert hätte - aber Hunter war zu dem Zeitpunkt noch nicht Vinnies Schwiegersöhnchen.

Was also sollte man tun? Die brilliantesten Storylines resultieren in der Wrestlingszene oftmals daraus, dass ein findiger Booker den Blick über die Grenzen der eigenen Promotion hinaus streifen lässt. Nicht anders ist die ganze Attitude-Ära entstanden. Also tat man in diesem Moment das gleiche, und so erinnerte man sich an die grandiose Storyline mit dem Hummer in der WCW, bei der einfach alles stimmte - außer, das man vergessen hatte, sich einen geeigneten Darsteller des Fahrers des Unfallwagens zu überlegen. Vinnie-Mäc imponierte die Sache offenbar, also ließ er Austin im Parkhaus der Halle der Survivor Series kurzerhand von einem Unbekannten überfahren und schrieb die texanische Klapperschlange damit für mehrere Monate aus den Fernsehshows der Federation.

Den Posten von Austin im Three Way Dance um den Titel nahm fortan Big Show ein. Nachdem der Ringrichter in dem Kampf dann wie üblich umgehauen wurde, kam Shane McMahon als dessen Ersatz zum Ring. Triple H verpasste Shane einen Pedigree, woraufhin Vince McMahon zum Ring kam und Hunter mit dem Titelgürtel ausknockte. Einen Showstopper durch Paul Wight später hatte Triple H verloren und war somit seinen Titel erstmal wieder los.
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