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FlimmerMania: WWE WrestleMania XIX

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Kolumne
Ausgabe

"FlimmerMania: WWE WrestleMania XIX" von Axel Saalbach
Im Showarchiv
WWE WrestleMania XIX
Willkommen zur vorletzten Ausgabe von FlimmerMania, meinem Rückblick auf zwanzig Jahre WrestleMania! Wie in jeder Woche kann auch diesmal das Kontaktformular für Resonanz jeglicher Natur genutzt werden.

WWE WRESTLEMANIA XIX
Datum:
30. März 2003
Veranstaltungsort: Safeco Field von Seattle (Washington)
Zuschauerzahl: 54.097
Kommentatoren: Jim Ross und Jerry Lawler (RAW), Michael Cole und Tazz (Smackdown)

Eine ganze Menge hatte sich seit dem Vorjahr geändert im Titanland. Aufgrund des überfüllten Rosters hatte Salomon McMahon den Kader mehr oder weniger gerecht in zwei Teile aufgespaltet, und die World Wrestling Federation hieß aufgrund des wackeren Einsatzes der Pandafreunde und Frösche-über-die-Straße-Träger des World Worldlife Found nun nicht mehr World Wrestling Federation. Während man beim tapferen Naturschutzbund anschließend endlich wieder beruhigt Feuchtgebiete vor dem Austrocknen retten konnte, frierende Nacktmulle wärmen und die eigenen Zahnbürsten großzügig zur Säuberung von mit Ölfilmen beschmierten Ufersteinen einsetzen konnte, konnte sich Vince McMahon nach anstrengenden Tagen vor dem Kadi endlich mal wieder handfesteren Auseinandersetzungen widmen. Bei WrestleMania XIX rollten diese in Form von Hulk Hogan auf ihn zu.

Nachdem man anno 2002 das bekannteste Gesicht der Federation der achtziger Jahre mit seinem legitimen Nachfolger der Jetztzeit in den Ring gestellt hatte, überlegte man, wie man aus dem wandelnden Stück Cartoon-Wrestling-Geschichte namens Hulk Hogan noch weiter Geld herausschlagen konnte, solange er noch gut genug im Saft stand, um seine zweieinhalb Aktionen im Ring weiterhin halbwegs verletzungsfrei über die Bühne bringen zu können. Deshalb kam man auf die Idee, die beiden Medaillenseiten der Erfolgsgeschichte von Hulkamania in einem epischen Match aufeinandertreffen zu lassen. Einerseits die Seite hinter den Kulissen in Form von Vince McMahon, der das Hulkamania-Gimmick geschickt aus der AWA klau... abwarb und anschließend nach allen Mitteln der Kunst vermarktete, auf der anderen Seite Hulk Hogan, der das Glück hatte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort den richtigen Push zu bekommen und damit zu dem Mann zu werden, der so stark vom Wrestlinggeschäft profitierte wie kein anderer vor und nach ihm.

World Wrestling Entertainment hatte sich zur Jahreswende 2002/2003 einen Spaß daraus gemacht, die Smackdown-Zuschauerschaft zu veräppeln, indem sie beispielsweise Dawn Marie die Storyline auf den Leib schrieb, ihren Quasi-Angebeteten Al Wilson nackt im Ring heiraten zu wollen. Nachdem man den ein oder anderen Booker zur Strafe nackt in die nächstbeste Irrenanstalt einlieferte, schaltete man vor der am 23. Januar ausgestrahlten Ausgabe ausnahmsweise mal den Kopf beim Booken der Show ein und gab den Startschuss für die WrestleMania-Fehde zwischen dem Hulkster und Vince McMahon.

Schalten und walten durfte bei Smackdown in der Rolle des Generel Managers zu diesem Zeitpunkt Stephanie McMahon. Sie kündigte gleich zu Beginn der Ausgabe einerseits die Rückkehr des zuvor abwesenden The Undertaker an, andererseits eine "große Überraschung". Fans der Äras von Vince Russo bei World Championship Wrestling wurden hellhörig, da man bei "großen Überraschungen" fast sicher davon ausgehen konnte, dass mit Riesen-Tam-Tam das Umkippen eines Sackes Reis in China angekündigt werden würde. Hier aber entpuppte sich die Überraschung als die Rückkehr von Hulk Hogan.

Der Hulkster faselte zunächst in einem Anfall cholesterinhaltigen Schwurbels einen Stapel schmalziger Respektsbekundungen in Richtung der Fans herunter. Dann erklärte er, warum er nochmal zu World Wrestling Entertainment zurückgekehrt sei: um Hulkamania zurückzubringen und wie Saber Rider und die Star Sherrifs die Kräfte des Bösen zu bekämpfen. Aus der Phantom-Dimension beamte sich Outrider Vince in dem Moment auf die Eingangsrampe und ließ verlauten, dass man nicht mehr das Jahr 1985 hätte, und dass Hogan genauso tot wäre wie der inzwischen in den Storylines über den Jordan gegangene Al Wilson. Hogan ließ sich das nicht bieten und ernannte McMahon zum ersten Bösewicht auf seiner Liste, den er in die Finger bekommen wollte. Daraufhin beförderte er Vince auf die Matte, zerriss sein Shirt und posierte in üblicher Manier durch die Gegend.

Was macht ein guter Vater, wenn ihm eine Entscheidung seiner Tochter nicht passt? Richtig, es gibt dicke Luft, wenn die beiden sich nach getaner Arbeit wieder daheim treffen. Im Hause McMahon läuft alles ein bißchen anders, denn dort wartet man gerne schon mal eine ganze Woche und hakt erst in dem Moment wieder nach, in dem die Kameras wieder angelaufen sind. Vince jedenfalls sagte Steph beim nächsten Smackdown gehörig seine Meinung und kündigte nun seinerseits an, diesmal hätte er selbst eine große Überraschung zu verkünden.

Nein werte Russofans, auch diesmal fiel kein Sack Reis um. Vince erklärte zunächst im Ring gegenüber den Zuschauern, dass er erkannt habe, dass Hulkamania doch noch nicht tot sei wie Al Wilson. Stattdessen werde Hulkamania künstlich am Leben gehalten. Hey, künstliches Am-Leben-Halten ist makabererweise ja eine geradezu tagesaktuelle Aussage - nur brach das Kasperle aus dem Weißen Haus damals für Hulkamania nicht seinen Urlaub ab. Vinnie jedenfalls fügte hinzu, er würde Hogan besser als jeder andere kennen. Und als Privatpersion sei der Hulkster nichts anderes als ein verdorbener und blutsaugender Parasit. Sieh an, einmal mehr vermischten sich Statements und reale Welt. Worauf Vince jedenfalls im Endeffekt hinauswollte, war die Ansetzung eines Kampfes zwischen Hogan und The Rock bei No Way Out, bei dem er in der Ringecke von Rocky stehen würde. Auch ein Rückkehrer nebenbei, denn Rocky war genau wie Vince und Hogan zuvor kein Teil des Tagesgeschäfts mehr gewesen.

Im nächsten Schritt wurde The Rock hinzugeschaltet, der sich erstmal in seiner altbekannten Art über Green Bay lustig machte. Denn in der Stadt fand die hier thematisierte Smackdown-Ausgabe statt. Dann zollte er Hulk Machine kurz seinen Respekt, bezeichnete sich selbst jedoch als den größeren Star (Na? Wer hat jetzt auch ein Déjà Vu?) und machte sich über das Uphulking des Mannes in Rot und Gelb lustig.

Bei der nächsten Smackdown-Ausgabe ließ sich der Hulkster mal wieder selbst blicken - einer von nur drei Auftritten, zu denen er sich vor dem eben angesetzten Match bequemte. Das Ganze war somit eigentlich wieder nur eine Storyline auf Sparflamme, die voll und ganz auf die Drawing Power der beteiligten großen Namen setzte. The Rock wurde kurz zugeschaltet, die mediale Konfrontation der beiden verlief sich jedoch weitestgehend im Smalltalk. Hogan war aus einem anderen Grunde da: er hatte inzwischen Vinnie-Mäc höchstpersönlich zu einem Kampf herausgefordert und wollte nun eine Antwort hören. Der ließ sich jedoch nicht blicken, deswegen machte sich der alte Mann darüber lustig, dass McMahon Rocky nur zurückgebracht hätte, weil er Angst hätte, selbst mit ihm in den Ring zu steigen. Nicht nur den hyperschlauen Internetfans war es jedoch inzwischen klargeworden, dass der Kampf zwischen The Rock und Hulk Hogan nur als Zwischenepisode diente, um die Zeit bis WrestleMania überbrücken zu können, wo man das Aufeinandertreffen von Hogan und McMahon in einem großangelegterem Rahmen zelebrieren konnte.

Eine Woche später stand Smackdown an und... nichts passierte. Entweder hatten die Booker die Storyline in einem Anflug temporärer Amnesie vorübergehend vergessen, oder aber sie hatten eingesehen, dass ein zu häufiges Ausstrahlen des rüstigen rot-gelben Rentners schnell dazu geführt hätte, dass die aufgrund des Comebacks abermals einsetzende Anfangseuphorie der Fans genauso schnell wieder verflogen wäre wie ein Jahr zuvor. Stattdessen begeisterte man die Zuschauerschaft mit Leckerbissen wie Rikishi und A-Train, und man feierte die eigene Rückständigkeit mit einem stereotypen "Valentine's Day Bra & Panties Match" zwischen Dawn Marie und Torrie Wilson. Das primitive Komplettpaket wurde abgerundet mit Joe Francis von "Girls Gone Wild" und einem Einspieler von Hugh Hefner. Die Unterschicht war entzückt und der FlimmerMania-Autor kam ins Grübeln, ob es nicht von Zeit zu Zeit doch den einen oder anderen begründeten Anlass gibt, Alice Schwarzer glücklich zu machen und die Zeitschrift "Emma" zu abonnieren.

Eine weitere Woche ging ins Land, dann gab es endlich wieder Leute zu sehen, die in der Wrestlinggeschichte im Gegensatz zu abgetakelten Malibu-Stacy-Verschnitten wie Torrie Wilson dauerhaft Erwähnung finden werden, nämlich Hulk Hogan und The Rock. Letzterer war ausnahmsweise nicht zugeschaltet, offenbar hielt man es also doch ausnahmsweise für nötig, ihn wenigstens einmal vor seinem Match für einen leibhaftigen Auftritt in den Shows zu verpflichten. Rocky war bei den Dreharbeiten zu "The Rundown" meist unabkömmlich und musste Prioritäten setzen. Keine leichte Wahl für ihn, denn immerhin ist die Filmwelt bisweilen genauso degeneriert, wie es die Welt von World Wrestling Entertainment bei der gerade erwähnten vorherigen Ausgabe von Smackdown war. Diesmal kam Rocky jedoch um einen persönlichen Auftritt nicht umhin, denn er war da, um Hogan ins Gesicht zu spucken, und das ging per Schalte ja ziemlich schlecht.

Beim Aufeinandertreffen der beiden Rivalen bei No Way Out setzte man auf durchschnittliche und althergebrachte Effekte, denn als Hogan die Oberhand gewann, uphulkte und den Legdrop signalisierte, gingen die Lichtlein in der Halle aus - und als sie wieder angeknipst wurden, lagen Rocky und der Ringrichter offenbar ausgeknockt im Ring. Vinnie-Mäc kam in dem Moment herbeigelaufen und beschuldigte Hogan, für diese Szene, auf die der Black Scorpion anno 1990 stolz gewesen wäre, verantwortlich zu sein. Hinter Hogans Rücken wurde derweilen Rocky vom Ringrichter (niemand anderes als Sylvain Grenier) ein Stuhl gereicht, den der Teilzeitwrestler dann auch sogleich einsetzte und Hogan anschließend per Rock Bottom pinnte. Damit war das Vorgeplänkel beendet: es konnte nun in die heiße Phase zwischen Hulk und Vince gehen.
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