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WWE No Mercy 2008

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Kolumne
Ausgabe

"WWE No Mercy 2008" von Axel Saalbach
Im Showarchiv
WWE No Mercy 2008
Am Heiligen Abend des vergangenen Jahres ergoss Genickbruch mit dem Wrestling-Totalschaden 2008 die bis dato letzte Ausgabe der Flimmerkiste über seine User. Darin wurden fünf der merkwürdigsten Ereignisse des alten Jahres rekapituliert und ein paar der zugehörigen Kämpfe rezensiert. Aufgrund der Qualität dieser Machwerke in Ringkampfform musste man Genickbruchs obersten Flimmeronkel anschließend an einen Tropf anschließen und in ein Koma versetzen. Da inzwischen bleibende Schäden von dem Gesehenen weitgehend ausgeschlossen werden können, brachten die Ärzte die Starterkabel an und riefen den Chefrezensierer ins Leben zurück. Anlass genug, um sich gleich wieder in die unsicheren Gefilde des Beurteilergeschäfts zu wagen.

Und damit ein herzliches Willkommen, liebe Genickbruch-Abhängige, zur ersten Flimmerkiste im Jahre 2009!

Mit der neuen Ausgabe der Flimmerkiste wenden wir uns wieder dem Tagesgeschäft zu, was bedeutet, dass wir mal wieder eine einzelne Show unter die Lupe nehmen. Genauer gesagt handelt es sich diesmal um eine solch aktuelle Veranstaltung, dass die Langzeitleser von Genickbruchs Rezensionskolumne wohlmöglich einen Kulturschock bekommen werden, da sie das Gefühl bekommen werden, in einem DeLorean zu sitzen und ins Futur II zu reisen. Denn heute blicken wir auf die 2008er Ausgabe von "No Mercy" von World Wrestling Entertainment, also auf die Großveranstaltung, die zwei Tage vor den Feierlichkeiten zum 59. Geburtstag der Deutschen Demokratischen Republik inszeniert wurde.

Anlass für diese Rezension ist die Deutschlandveröffentlichung der zugehörigen DVD. Diese wird am 5. Februar in den Läden stehen - und damit ist sie genau das richtige Valentinstagsgeschenk für die Partnerinnen und Partner von Wrestlingfans. Schließlich heißt es schon seit Urzeiten in der Fernsehwerbung, dass man zum Dankesagen Schachteln mit Süßigkeiten verschenkt, auf denen "Mercy" steht. Oder so etwas ähnliches. Für den gemütlichen Teil unserer Userschaft sei zudem noch erwähnt, dass man das gute Stück selbstverständlich auch bekommen kann, ohne erst den beschwerlichen Weg durch das kalte Deutschland zum nächstbesten Feilbieter von visuellen Medien stapfen zu müssen, denn durch einen einfachen Klick hier kann man die DVD direkt bei Amazon vorbestellen (oder kaufen, je nachdem, wann man diese Rezension liest). Und damit genug der Vorworte, auf zur ersten Flimmerkiste des neuen Jahres!

WWE NO MERCY 2008
vom Sonntag, den 5. Oktober 2008
Veranstaltungsort:
Rose Garden in Portland, Oregon (Vereinigte Staaten von Amerika)
Kommentar: Jerry Lawler, Jim Ross, Michael Cole, Tazz und Todd Grisham

Bei Genickbruchs Year End Awards des Jahres 2008 landete "No Mercy" bei der Frage nach dem besten Pay-Per-View im gesicherten Mittelfeld, bei unseren Kollegen von Cagematch sah es ähnlich aus. Anlass dafür lieferte vor allem das Leitermatch um den WWE World Heavyweight Title zwischen Chris Jericho und Shawn Michaels, das an diesem Abend stattfand, und das bei uns auf dem dritten und bei den Kollegen auf dem fünften Rang der besten Matches des vergangenen Jahres eintrudelte. Ob es tatsächlich so gut war, wie die Besucherer unserer Homepages in ihrem Silvesterrausch votierten, und wie die übrige Veranstaltung im Vergleich zu dem Kampf wirkte, das werden wir heute begutachten.

Doch zunächst mal zum Technischen. "No Mercy 2008" kann man sich in fünf Sprachen zu Gemüte führen, darunter selbstverständlich auch Deutsch. Damit auch Johannes Heesters, Eusebio und Nana Mouskouri ihrer Wrestlingleidenschaft frönen können, wurden ein paar Untertitel obendrauf gepackt. Aufgrund der Rudimente an Schulenglisch, die nach wie vor vorhanden sind, rezensiere ich die englische Variante, da mein Thomapyrin-Vorrat aufgebraucht ist und ich daher den brummenden Schädel, den die vielen skurrillen Übersetzungen von Fachbegriffen durch Carsten Schaefer und Anhang auslösen würden, nicht ohne einen ausgedehnten Ausflug zum Apotheker meines Vertrauens behandeln könnte. Zum Bonusmaterial komme ich später, nun geht es erstmal ans Eingemachte - also an die Kämpfe. Und diese beschrieben eine Qualitätskurve, die im durchschnittlichen Bereich startete und sich dann von Ansetzung zu Ansetzung mehr oder weniger kontinuierlich steigerte. Den Break-Even-Point erreichte "No Mercy" glücklicherweise sogar schon nach einem Drittel der Zeit.

ECW Title Match
Matt Hardy (c) vs. Mark Henry

Los ging die Show mit dem damals noch nicht geturnten Matt Hardy gegen Mark Henry. Unter Die-Hard-WWE-Fans wird letzterer grundsätzlich nicht mehr ohne das Attribut erwähnt, dass er sich im Gegensatz zu früher deutlich verbessert hätte. Andererseits sagte man einst das gleiche über auch über die verbalen Fähigkeiten von Ede Stoiber, als Deutschlands oberster Transrapid-Experte im Zuge seiner Bewerbung zum Kanzlerdarsteller einen Rhetorikkurs besuchte und anschließend etwas seltener einen Ausflug in die gludernde Lot der Sprachhölle unternahm - wenn Nichts die Grundlage ist, dann ist eben selbst das klitzekleinste Bißchen schon ein Fortschritt. Und sollte man einen Fortschritt nach mehr als zehn Jahren nicht ohnehin voraussetzen können? Gegen Matt Hardy zeigte Henry den klassischen Kampf eines Big Man gegen einen Techniker - sprich: er schlug mit wilden Aktionen auf den ECW Champion ein, während dieser versuchte, ihn gezielt mit Aktionen gegen die Beine auf die Matte zu bringen. Am Ende brachte das Hardy den Sieg via Twist of Fate. Der Kampf war besser anzusehen, als es die Ansetzung auf dem Papier zum Ausdruck brigen konnte - denn acht Minuten war genau die Zeitdistanz, die man Henry einsetzen konnte, ohne sich auf langwierige Bearhugs & Co. verlegen zu müssen.
Sieger: Matt Hardy nach 8:06 Minuten (ausreichend)

WWE Women's Title Match
Beth Phoenix (c) vs. Candice Michelle

Passend dazu, dass schon im ersten Kampf ein Mann dabei war, dem permanent nachgesagt wird, dass er sich seit seinem Debüt verbessert hätte, trat mit Candice Michelle im zweiten Kampf gleich die nächste Person auf, bei der dieses Syndrom besteht. Wenngleich das sicher nicht falsch sein mag, so hinkt sie trotzdem gewaltig hinter den Fachfrauen ihres Genres zurück, während ihre Talente eher in der Arbeit der scheinbar festangestellten plastischen WWE-Chirurgen verborgen liegen. Mit Beth Phoenix hatte sie zumindest eine Gegnerin, die dafür sorgen konnte, dass es nicht ganz so schlimm werden musste. Und das wurde es dann auch nicht, denn zwar wirkten die zahlreichen Offensivaktionen von Candice allesamt ziemlich willkürlich aneinandergereiht und semiprofessionell ausgeführt, aber wenigstens war der Kampf nicht lang und fand die richtige Siegerin. Abgesehen davon war das Match kein Vergleich zu den unsäglichen Frauen"kämpfen", die es Woche für Woche bei RAW zu sehen gibt, und die nur dadurch in Erinnerung bleiben, dass die Protagonistinnen die gesamte Matchdauer über so quieken, als würde es sich bei ihnen um Meerschweinchen beim Korpulieren handeln.
Siegerin: Beth Phoenix nach 4:48 Minuten (ausreichend)

Rey Mysterios Mask on the Line Match
Rey Mysterio vs. Kane

Nachdem in der Anfangsphase der Fehde zwischen dem kleinen Kalifornier und der großen roten Maschine noch viel Hoffnung unter den Fans bestand, dass die Geschichte rund um Kanes Sack nicht nur für dünne Kalauer gut wäre, sondern auch für einen anständigen Push des Lieblingsmadrilenen der Wrestlingwelt, wendeten die Fans der Story in Scharen den Rücken zu, nachdem deutlich wurde, dass Rey Mysterio Kanes frisch auserkorene Feind war. Der Wrestling Observer tadelte die Fehde, indem er Kane zum fünften Mal in nur sieben Jahren mit dem Award "Worst Feud of the Year" ausstattete, und die Internetfans entluden ihre Wut vor allem an Rey Mysterio, der aufgrund der seiner Größe unangemessen erscheinenden Siegesserie gegen großgewachsene Wrestler mehr und mehr zum Störfaktor im Titanland geworden war. Völlig unter ging dabei, dass der Kampf, den sich die beiden bei "No Mercy" lieferten, durchaus nicht unanständig war. Zwar war die Stipulation, dass für Rey Mysterio die Maske auf dem Spiel stand, während Kane frei von der Leber weg aufkämpfen konnte, ohne etwas zu riskieren, etwas rätselhaft, aber das daraus resultierende Match hatte durchaus seine Qualitäten. Und zwar dank dem verschrienen Rey, da er sich in dem Kampf nicht zu schade war, einen Bump nach dem anderen zu nehmen und daher das Prinzip "Big Man gegen Techniker" besser zu verkaufen, als es Hardy und Henry im Opener gemacht hatten. Auch das Publikum in der Halle teilte die Kritik der Internetfans nicht, denn es ging gut mit. Am Ende siegte Rey via Disqualifikation, da Kane einen Stuhl nach oben zog, als er den kleinen Steroidbomber aus der Entfernung heranflattern sah, und Rey auf das Sitzgerät prallte. Die Fehde konnte anschließend in die nächste Runde gehen - was an sich ebenfalls nicht zu schlecht war, denn kurzfristiges Hauruck-Booking wird bekanntlich auch nicht gerne gesehen. Kritisierbar ist nur der einseitige Ablauf und Ausgang der Fehde, der sich am Ende einstellte - denn retrospektiv betrachtet hatte Kane nicht mehr zu lachen als Thorsten Schäfer-Gümbel nach der Hessenwahl.
Sieger: Rey Mysterio via Disqualifikation nach 10:10 Minuten (befriedigend)

Welche Qualität der Kampf hatte, zeigte sich übrigens auch beim folgenden Segment mit Montel Vontavious Porter: während das Publikum während des Kampfes noch gut mitging, verfielen die Leute während seiner Ansprache in die üblichen stupiden "What?"-Rufe, die sie seit biblischen Zeiten immer wieder auf Knopfdruck absondern, als seien sie triefende Pawlowsche Hunde, denen eine Bimmel das nächste Mahl ankündigt. Das Segment selbst hatte nur die Aufgabe, alle Wrestler unterzubringen, die keinen Platz auf der Card gefunden hatten, da es diesmal nur Einzelmatches gab.
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