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WWE SummerSlam 2009

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Kolumne
Ausgabe

"WWE SummerSlam 2009" von Axel Saalbach
Im Showarchiv
WWE SummerSlam 2009
Wenn man erstmal sieben, acht Jahre lang eine Kampfsporthomepage geleitet hat, dann ist man nur noch in der Lage, in stereotypen Schemen zu denken. Man fängt an zu glauben, dass alle Leute, die sich auf einer Homepage nicht wohlfühlen, den inneren Drang entwickeln, sich trotzdem pausenlos dort aufzuhalten und sich immer wieder zu registrieren, egal wie oft man sie auch zu ihrem eigenen Schutze sperrt. Hinter jedem User, der drei oder mehr Cs in seinem Nickname trägt, vermutet man einen schizophrenen Rabauken. Über die Gilde der Webmaster beginnt man zu glauben, dass sie aus Gestalten besteht, die allesamt noch immer merkwürdige altertümlich anmutende Wörter wie "Rabauke" verwenden. Und alle ehemaligen Regensburger Wirtschaftsstudenten hält man sowieso für allenfalls begrenzt zurechnungsfähig.

Diese Stereotype treffen natürlich nur sehr bedingt zu, nichtsdestotrotz übertragen sie sich auf alle Lebenslagen. Zum Beispiel rechnet man dem handelsüblichen Deutschen ein roboterhaft-schizophrenes Verhalten zu, sobald der Sommer beginnt. Man glaubt, dass der lustige Geselle mit dem Beginn der warmen Jahreszeit sein unsäuberlich geripptes Achselhemd überstülpt, den Grill auspackt und dann am Baggersee seiner Wahl die Zeit überbrückt, ehe er in den schon zu den Iden des März gebuchten Malle-Urlaub abdampft. Vor allem aber hat jener stereotype Durchschnittsdeutsche vom ersten warmen Sonnenstrahl an keine Lust mehr, sich in seinen eigenen vier Wände aufzuhalten.

Ohnehin gibt es nur wenige Spezies, die im Sommer nicht irgendwo im Freien herumlungern. Weihnachtsmänner sieht man beispielsweise eher selten in der warmen Jahreszeit. Schneemänner verdünnisieren sich auch meistens rechtzeitig. Und natürlich verkriecht sich auch der typische Leiter einer Kampfsporthomepage irgendwo in einem dunklen Unterholz, sobald er Gefahr läuft, hinterrücks von einem Sonnenstrahl getroffen zu werden.

Viele Wrestlingfans zählen zu dieser kleinen aber feinen Auswahl an Spezies, die genetisch vorbestimmt sind, den Sommer zu meiden. Das wusste man natürlich auch im Titanland. Anno 1988 traf man sich daher zu einem Brainstorming und überlegte, wie man Kapital daraus schlagen konnte, dass die Freunde des choreographierten Gekloppes auch in den Sommermonaten lieber vor der heimischen Flimmerkiste herumvegetierten. Das Ergebnis war der "SummerSlam", der in diesem Jahr nun schon zum 22. Mal ausgetragen wurde. Jene Veranstaltung erschien am vergangenen Freitag auf einer DVD, und prompt wird sie hier bei uns bei Genickbruch rezensiert. Solltet ihr nach dem Lesen des nun folgenden Reviews auf den Geschmack kommen und den inneren Drang entwickeln, den Silberling in euren Besitz übergehen zu lassen, damit ihr nach dem wrestlinglastigen Sommer auch die kalte Jahreszeit über in Ruhe friedlich vor eurem Fernseher herumliegen könnt, dann könnt ihr die DVD durch einen Klick hier in euren Besitz übergehen lassen. Solltet ihr zu den Fans der schnelleren Sorte zählen, dann könnt ihr außerdem noch rasch zugreifen und euch die limitierte Steelbook-Version zulegen, die sich nicht nur signifikant besser anfassen lässt, sondern die auch noch optisch einen duften Eindruck im Regal hinterlässt.

WWE SUMMERSLAM 2009
vom Sonntag, den 23. August 2009
Veranstaltungsort: Staples Center in Los Angeles, California (Vereinigte Staaten von Amerika)
Zuschauerzahl: 17129
Kommentar: Jerry Lawler, Jim Ross, Josh Mathews, Matt Striker, Michael Cole und Todd Grisham

Zunächst - wie so oft - erstmal zu den technischen Details. Die DVD hat eine Spielzeit von insgesamt 175 Minuten und verfügt über eine Altersfreigabe von 16 Jahren, so dass alle Leute zuschlagen können, die noch Geld übrig haben, seitdem ihnen im Rahmen des BILD-Zeitungs-Skandals des Monats November das neueste Rammstein-Album vor der Nase wegindiziert wurde. Insgesamt wurden fünf Audiospuren auf die Scheibe gepresst, nämlich die originale englische Tonspur für die Wrestlingfans, die ihren Sommerurlaub am liebsten im großen Apfel verbringen, eine italienische Tonspur für diejenigen, die nicht nur organisiertes Gekloppe im Fernsehen, sondern auch organisiertes Verbrechen im Land ihres Sommerurlaubs zu schätzen wissen, eine spanische Tonspur für die Leute, die im Sommer gerne eine Siesta einlegen, eine französische Tonspur für diejenigen, die ihren Sommerurlaub gerne mit der Betrachtung von gedopten Hänflingen beim Herumradeln verbinden, und natürlich eine deutsche Tonspur für all diejenigen Wrestlingfans, die sich aufgrund der finanziellen Nachteile der Wirtschaftskrise für einen Urlaub in heimischen Gefilden entschieden haben.

Erwähnte ich übrigens, dass man im Laufe der Jahre als Administrator einer Internetseite gewisse Stereotype über die Außenwelt entwickelt?

Neben der Handvoll an Tonspuren enthält die DVD auch noch eine Reihe wählbarer Untertitel, nämlich in Dänisch, Englisch, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch und Schwedisch. Hier kann sich dann jedermann den misslungenen Ländergag der Wahl hindenken. Bild- und Tonqualität sind selbstverständlich exzellent, aber nichts anderes ist man sowieso von den WWE-Datenträgern gewöhnt, die die Rough Trade Distribution GmbH hierzulande auf den Markt spült. Beim SummerSlam 2009 ist trotzdem etwas anders, als man es beispielsweise von Shows wie der diesjährigen WrestleMania-Ausgabe kennt: nicht nur Bild und Ton sind prima, sondern auch das, was im Ring zusammengeprügelt wurde, war über weite Strecken ganz ordentlich. Genickbruchs User entlohnten es sogar beinahe überproportional, denn sie verliehen der Veranstaltung die zweitbeste Durchschnittsnote aller diesjähriger Pay-Per-Views von World Wrestling Entertainment - nur "No Way Out" war ihnen zufolge noch einen Zacken besser.

Mit ihrer Einschätzung haben Genickbruchs User nicht vollkommen unrecht - natürlich haben sie das nicht, denn wären sie nicht urteilsfähig, dann wären sie schließlich gar nicht erst hier auf der besten Kampfsporthomepage des Universums gelandet. Wobei sie zum Teil auch recht gnädig waren, denn gänzlich frei von anstrengenden Momenten war auch der diesjährige SummerSlam nicht. Zwischen Christian und William Regal hätte sich beispielsweise ein nettes Match entwickeln können, wenn die Booker des Titanlandes den beiden Recken mehr als sieben Sekunden Zeit für ihr Aufeinandertreffen eingeräumt hätten. Wenn man ihm so wenig Zeit dafür lässt, sich zu bewegen, dann ist es dann auch kein Wunder, dass sich Regal inzwischen selbst von dahergelaufenen FAZ-Journalistenimitatoren den schwabbeligen Körperbau vorwerfen lassen muss. Kane gegen The Great Khali war ebensowenig eine Offenbarung visueller Klasse, was weniger an der damals zur Verfügung stehenden Zeit, sondern vielmehr an der wrestlerischen Qualität der beiden Protagonisten lag. Nichtsdestotrotz war es noch ein Stück erträglicher, als man es vorher von der Ansetzung her befürchten musste. In die eher anstrengende Kategorie gehörte auch das damalige Match von John Cena und Randy Orton, da man die Tatsache, dass die beiden zum gefühlten hundertsten Mal aufeinandertrafen, damit kaschierte, dass man den Kampf hoffnungslos überbookte. Vielen Fans in unserem Diskussionsforum hat's trotzdem gefallen.

Den obersten wrestlerischen Glanzpunkt der Show lieferten Rey Mysterio und Dolph Ziggler schon im Opener der Show ab, als sich die beiden um den WWE Intercontinental Title balgten. Durch die Kombination aus wrestlerischer Qualität der beiden Kontrahenten gepaart mit vor Nearfalls strotzendem guten Booking schaffte man es hier, die Zuschauer in der Halle gut in Stimmung zu bringen, wodurch allem, was später folgte, eine gut anhörbare Kulisse bereitet wurde. Selbst in vielen Diskussionsforen des Internets, in denen Rey Mysterio in etwa so kritisch gesehen wird wie Erika Steinbach von einem klassischen Polen, gab es damals hierfür gute Kritiken.

Weitere ordentliche Kost gab es dank der mal wieder wiedervereinigten D-Generation X in Person von Shawn Michaels und Triple H sowie dank Cody Rhodes und Ted DiBiase Jr. zu sehen, die es in der Midcard der Veranstaltung miteinander zu tun hatten. Auch dieser Kampf wurde von der Stimmung in der Zuschauerschaft befeuert, was alleine schon der Tatsache zu verdanken war, dass die D-Generation X einen Ringeinzug zugebookt bekam, der selbst bei WrestleMania herausgestochen hätte. Besonders positiv war an dem Kampf der beiden Teams, dass Michaels und Triple H nicht etwa durchmarschierten und ihre Gegner squashten, sondern es zuließen, dass ihnen die Legacy auf Augenhöhe begegnete. Obgleich es nicht zu einem Sieg reichte, wurde den damals oft gebeutelten jungen Männern damit durchaus geholfen.

Abschließend lieferten sich auch noch CM Punk und Jeff Hardy ein denkwürdiges Match - zumindest für den Fall, dass man Tables, Ladders & Chairs Matches mag, und dass man etwas mit Jeff Hardy anfangen kann. Beide Komponenten dürften nicht unbedingt den Nerv eines jeden Genickbruch-Users treffen, da sich hier in der Vergangenheit bekanntlich in Umfragen ab und an schon gezeigt hat, dass sich die Userschaft insbesondere mit Hardy nie so richtig anfreunden konnte. Davon aber mal abgesehen lieferten sich Hardy und Punk ein anständiges Match. Und um dem Kampf noch einen draufsetzen zu können, zauberte World Wrestling Entertainment am Ende der Show auch noch The Undertaker aus dem Nähkästchen und ließ ihn ein wenig mitmischen.

Neben all den guten Matches enthält die DVD zum diesjährigen SummerSlam auch noch einen Bonuskampf, der einst nicht während des Pay-Per-Views übertragen wurde, sondern vor der Veranstaltung aufgezeichnet wurde. In diesem Fall handelte es sich um eine Battle Royal, an der alles teilnehmen durfte, was der hauseigene WWE-Schönheitsoperateur an Damenmaterial zusammengeschnitzt hatte. Sonderlich lang dauerte das Ganze nicht, was in dem Fall durchaus positiv ist, da es sich um einen jener Momente handelte, in denen man als Wrestlingfan dazu geneigt ist, den Blick in einem Anfall von Scham gen Boden zu senken - und das nicht nur, weil Hornswoggle mitmischte.

Aber diese Battle Royal sollte nicht über den Gesamteindruck hinwegtäuschen, den der SummerSlam in diesem Jahr hinterließ. Schließlich konnte die Show mit drei Kämpfen aufwarten, die von guter bis sehr guter Qualität waren, und die gleichzeitig auch noch so lange dauerten, dass sie den Hauptteil der DVD einnehmen. Glanzpunkte wurden nicht nur wrestlerischer Natur abgeliefert, insbesondere dank der D-Generation X und der Rückkehr des Undertakers hatte man hier auch noch Momente dabei, die aus dem üblichen 08/15-Wirsing in Showform herausragen, den man im Titanland oftmals abspult. Daher war die selbsternannte größte Feier des Sommers einer der besseren Pay-Per-Views von World Wrestling Entertainment in diesem Jahr, und man wird sicherlich nicht enttäuscht sein, wenn man zuschlägt und sich die DVD besorgt. Zu bekommen ist sie wie schon oben erwähnt durch einen Klick hier, oder aber in der Steelbook-Version durch einen Klick hier. Vielleicht holt man sie ja auch in einem Aufwasch mit ein paar anderen anständigen WWE-Shows des Jahres, so zum Beispiel der Night of Champions, um nur eine davon herauszupicken.

Und damit schließt sich die neueste Ausgabe der Flimmerkiste, womit sich ihr Autor nun wieder seinen Kameraden - also den Schnee- und Weihnachtsmännern - zuwenden kann und sich mit ihnen gemeinsam darüber freuen kann, dass er nur in Form der neuesten WWE-DVD mit dem Sommer konfrontiert war, und dass er sich ansonsten mit dem lichtlosen November auseinandersetzen kann.
 
 
 
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