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Genickbruchs Wilde 13 - Die besten Indy-Ligen aller Zeiten

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Kolumne
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"Genickbruchs Wilde 13 - Die besten Indy-Ligen aller Zeiten" von Diverse
Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist unser langjähriger Mitarbeiter und essenzieller Teil der Wilden 13, Daniel aka Perfect Stranger, vor einigen Wochen unerwartet verstorben. Er fehlt seitdem nicht nur als fleißiger Arbeiter, sondern auch als Ruhepol im Team, als ausgezeichneter Wrestling-Fachmann und hervorragender Kolumnist. Wir, d.h. El King, Daniel Prophet und Kliqer, sehen uns außer Stande, unsere Kolumne ohne ihn weiterzuführen. Die Wilde 13, das waren und sind wir alle zusammen! Eine Fortsetzung der Reihe, ohne den Perfect Stranger, würde sich einfach nicht richtig anfühlen. Aus diesem Grund lest ihr heute die letzte Ausgabe der Wilden 13. Die Texte dazu, wurden vor dem Tod unseres Freundes angefertigt. Also ein letztes Mal: Viel Spaß beim Lesen!

Nachdem die Wilde 13 in den bisherigen Ausgaben vor allem durch die gut bekannten Gewässer des Main Streams gesegelt war, verirrten wir uns dieses Mal in ein kleines umso schöneres Meer abseits der großen Massen. Manchmal musste unser Kapitän ganz schön manövrieren, um in diesem Gewässer bei so wenig Wasser unter dem Bug nicht auf Grund zu laufen. Doch wenn das so mancher Promoter mit seinen Shows schafft, dann wir doch auch auf jeden Fall. Abseits des Main Streams gibt es praktisch für jeden Fan etwas – man muss sich nur darauf einlassen und es entdecken. In Zeiten des Internets ist dies um ein Vielfaches einfacher als noch in den 90ern und so ist es wenig verwunderlich, dass die unabhängigen Ligen viel bekannter sind als damals noch.

Wir haben uns nun auf die Suche nach den besten und bedeutendsten Independent Promotions der letzten 20 Jahre gemacht und sie auch gefunden. Indy Wrestling ist eben viel mehr als schlecht trainierte Wrestler in irgendwelchen Turnhallen vor 20 Zuschauern. Alle amtierenden Champions von Total Nonstop Action Wrestling begannen ihre Karrieren im Indy-Bereich und sind dort teilweise heute noch aktiv. Und wer aktuell bei World Wrestling Entertainment für den größten Impact sorgt brauchen wir wohl nicht extra zu erwähnen, oder? CM Punk, Daniel Bryan, Seth Rollins, Dean Ambrose, Antonio Cesaro, Evan Bourne, Luke Harper und noch viele mehr im Entwicklungsprogramm von WWE waren in den 13 Ligen, die es auf unsere Liste geschafft haben, und in vielen weiteren Ligen absolute Leistungsträger.


13. Revolution Pro Wrestling (1999 - 2004)
„Hab ich immer abgefeiert. Meine Götter als ich mit Indy Wresling angefangen hab!“ Das ist ein Zitat eines Kumpels, das ich so unterschreiben kann. Revolution Pro war einfach Spaß! Revolution Pro war damals das Paradebeispiel für all das, was Wrestling in SoCal (Southern California) ausgemacht hat. Eine gehörige Portion Comedy, viel Lucha Libre und vor allem schnelles Wrestling mit whacky Charakteren.

1999 gründete Ron Rivera alias The American Wild Child eine Promotion, mit der er seine Vorstellung von Wrestling umsetzen wollte. Damit startete er eine neue Bewegung und gilt heute als Gründungsvater der neuen SoCal-Szene. Der Einfluss des Lucha Libre war eindeutig erkennbar und in der Grenzregion zu Mexiko war es auch nur logisch. Doch er veränderte den Stil so, dass auch amerikanische Fans ihn genießen konnten. Außerdem brachte er noch Einflüsse aus Japan mit ein, was später als Lucharesu (Lucha Libre + Puroresu) bekannt werden sollte. Über seine Karriere in den 90ern ist nicht viel bekannt, aber er war ein extrem gut vernetzter Wrestler. Durch seine Kontakte, vor allem zu Konnan und Psicosis, verschaffte er einigen Wrestlern wie Super Dragon und Blitzkrieg Try Outs bei World Championship Wrestling. Da er praktisch jedem Wrestler im Süden Kaliforniens kannte, konnte er aus dem Vollen schöpfen, als er RevPro aus der Taufe hob. Mit von der ersten Stunde an dabei war dann eben auch einer der Eckpfeile der Szene für viele Jahre, nämlich Super Dragon. Weitere Stammkräfte neben dem Drachen und dem American Wild Child waren noch heute aktive Wrestler wie Joey Ryan oder Scorpio Sky sowie die damaligen Stars der Gegend wie TARO, Mr. Excitement, Disco Machine oder Excalibur. Mit der Zeit kamen auch junge Wrestler wie B-Boy, Chris Bosh oder Quicksilver hinzu, die bei RevPro ihre ersten Schritte machen konnten.

Bis heute die wohl bekannteste Fehde der Liga war die Rivalität zwischen Super Dragon und TARO. Diese Fehde zog sich durch verschiedene Ligen der noch jungen SoCal-Szene, doch den Hauptfokus legten die beiden auf RevPro, wo auch die wichtigsten und besten Kämpfe stattfanden. Super Dragon kehrte 2001 nach einer Kreuzband-OP zurück und fuhr mit dem Gewinn des Revolution J Tournaments seinen ersten großen Erfolg ein und damit nahm die schon laufende Fehde richtig Fahrt auf. Bei den Fans war er verhasst, weil er sich einen Dreck um sie scherte und seine Gegner mit äußerster Brutalität regelrecht verprügelte. Bis heute gilt er nicht umsonst als einer der rücksichtslosesten und brutalsten Wrestler der USA. TARO auf der anderen Seite war einer der Publikumslieblinge der Fans. Er war ziemlich Skinny und man musste eigentlich bei jeder Aktion das Gefühl haben, dass er gleich durchbricht – erst recht, wenn der Super Dragon mit ihm im Ring stand. Über fünf Jahre lieferten sich die beiden etliche Kämpfe, die teilweise State of the Art, aber teilweise auch einfach krank waren. Doch diese Fehde zog die Zuschauer in ihren Bann wie keine andere. Während RevPro im Normalfall 100 bis 150 in die Hallen ziehen konnte, zog man beim finalen Aufeinandertreffen der beiden am 29. November 2003 bei der 4th Anniversary Show mehr als 300 Fans. Da es kein offizielles Video ist, darf ich es nicht verlinken, aber sucht auf YouTube mal nach „Super Dragon vs. TARO MV“ und genießt einfach mal 3 ½ Minuten, was für uns Indy Fans um die Jahrtausendwende State of the Art war. Bei diesem Match passte einfach alles. Am Ende setzte sich Super Dragon durch und zementierte damit endgültig seinen Ruf als das absolute Aushängeschild der SoCal-Szene. TARO nahm seine Maske ab und verkündete anschließend sein Karriereende.

2004 kehrte er noch einmal zurück, doch es war aus einem traurigen Anlass. Denn die Show am 5. Dezember 2004, bei der TARO eine Battle Royal gewinnen konnte, hieß nicht umsonst The End. Es war das Ende einer Kultpromotion, die den Weg für eine ganze Szene geebnet hatte. Ich lehne mich vielleicht weit aus dem Fenster, doch ohne RevPro würde es Pro Wrestling Guerrilla heute vielleicht nicht geben. Auch wenn PWG heute mit absoluter Sicherheit nicht mehr SoCal-Wrestling verkörpert, so war es doch in der Entstehungsphase RevPro in professioneller und wahrscheinlich hat PWG deshalb auch länger durchgehalten. Doch für uns Fans, die damals nicht live, aber Live-on-Tape mit dabei waren, wird Rev Pro für immer unvergessen bleiben, weil wir einfach so verdammt viel Spaß hatten. (Daniel Prophet)

12. World Wrestling Allstars (2001 - 2004)
2001 war ein Jahr, so voller Möglichkeiten, wie wir es als Wrestling-Fans wohl nie wieder erleben werden. Sowohl WCW als auch ECW mussten ihre Pforten schließen, was nicht nur die Möglichkeit zahlreiche WCW vs. WWF-Traumpaarungen wahr werden zu lassen, mit sich brachte, sondern auch das Tor zu etwas ganz neuem öffnete. Wie wir alle wissen, hat die WWF es allerdings überaus gründlich vergeigt, indem man die Invasion-Storyline – die Storyline mit dem größten Potential aller Storylines – aufgrund von Egospielchen, monetären Knausereien und schlechtem Booking zu einem absoluten Flop werden ließ. Anstatt etwas Geld in die Hand zu nehmen, um Hulk Hogan, Kevin Nash, Scott Hall, Bill Goldberg, Scott Steiner & Co. gleich zu verpflichten und jedem damaligen Wrestling-Fan ein feuchtes Höschen zu bescheren, präsentierte man Booker T, Buff Bagwell und KroniK. Naja. Aber darum soll es hier ja nicht gehen. Worum es hier aber geht, ist die andere Chance, die sich durch den Tod zwei der drei größten US-Promotionen ihrer Zeit eröffnete. Nämlich etwas Neues, ohne politische oder pekuniäre Altlasten.

Ein Versuch war die WWA. Gegründet vom australischen Konzertveranstalter Andrew McManus, öffnete die Liga 2001 ihre Pforten und nahm sogleich die Wrestler unter Vertrag, die nach dem Kauf der WCW durch die WWF, ohne neuen Vertrag ausgestattet wurden. Darunter waren prominente Ex-WCWler wie Jeff Jarrett, Scott Steiner, Sting, Bret Hart – der allerdings nur als Commissioner fungierte - und Sid Vicious, sowie Ex-ECWler, zum Beispiel Sabu und gescheiterte Ex-WWFler, namentlich Road Dogg oder Eddie Guerrero. Hinzu kamen verschiedene, weitestgehend unbekannte Indy-Stars: Christopher Daniels, AJ Styles, Nathan Jones oder Shark Boy. Alles in allem kein schlechtes Roster. Die Tatsache, dass die Liga in Australien beheimatet war und auch ausschließlich durch diesen Kontinent tourte – abgesehen von einem Abstecher nach England und einem PPV in den USA -, verbot aber, dass sie zur ernsthaften Konkurrenz zur WWF aufsteigen konnte.

Gut, das war sicherlich nicht der einzige Grund. Denn der ambitionierte Ausflug in die USA, wurde schließlich zu so etwas wie dem Sargnagel der Company. Unter dem Namen „The Revolution“ sollte der zweite PPV von World Wrestling Allstars stattfinden. Und man hatte sich etwas ganz besonderes überlegt. Drei Legenden des Business, die seit dem Ende der WCW von der Bildfläche verschwunden schienen, sollten in den Wrestlingring zurückkehren. Scott Hall, Kevin Nash und Randy Savage wurden für den PPV angekündigt. Doch der PPV wurde zu einem einzigartigen Flop. Erstere entschieden sich allerdings doch dafür, einen Vertrag bei der World Wrestling Federation zu unterschreiben, letzterer sprang am Tag der Veranstaltung ab und musste kurzfristig ersetzt werden. Eigentlich sollte Savage im Main Event auf Jeff Jarrett treffen, statt des Macho Mans stand aber schließlich Brian Christopher Double J gegenüber. Und weiterer Worte, warum es mit der WWA – die sich gegen Ende auch quasi ein Roster mit der kurze Zeit später gegründeten NWA-TNA teilte – und dauerhaftem Erfolg, trotz guter Voraussetzungen, dann doch nichts werden sollte, bedarf es eigentlich nicht, oder? (Kliqer)
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