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Prophecy's Puro Praxis #18 - Show des Jahres, und dann?

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Kolumne
Ausgabe

"Prophecy's Puro Praxis #18 - Show des Jahres, und dann?" von Prophecy
Herzlich Willommen zur neusten und etwas verspäteten Ausgabe der Puro Praxis. Mit der World Tag League läuft zwar schon die nächste Tour, aber leider habe ich bisher nicht die Zeit gefunden, mich mal zwei, drei Stunden hinzusetzen und meine Gedanen zur letzten Tour und den Geschehnissen bei New Japan Pro Wrestling in den Laptop zu hämmern. Da ihr jetzt diese Zeilen lest, ist das allerdings behoben und immerhin bedeutet das auch, dass die nächste Puro Praxis nicht mehr lange auf sich warten lassen wird ;) Aber starten wir direkt in diese Sprechstunde!

Time Splitters on Top of the World
Bevor wir zum letzten Pay-Per-View kommen, beginnen wir doch einfach mal chronologisch. Die Ergebnisse der Viertelfinals des Super Junior Tag Team Tournaments habe ich ja bereits in der vergangenen Ausgabe kurz angesprochen, also starten wir direkt mit den Halbfinals durch. Hier setzten sich Apollo 55 gegen die amtierenden IWGP Junior Tag Team Champions durch. Wenn man bedenkt, dass Prince Devitt und Ryusuke Taguchi in diesem Jahr bisher kaum in Tag Team Action aktiv waren, dann ist das schon eine kleine Überraschung gewesen – auch wenn sie trotzdem natürlich einen hohen Status in der Junior Tag Division haben. Theoretisch hätten sie sich damit auch sofort wieder in Position für einen Titelkampf gebracht. Praktisch ist das allerdings eher wieder hinfällig, da sich im anderen Halbfinale die Time Splitters gegen Taichi und TAKA Michinoku, die Vertreter der Suzuki Army, durchsetzen konnten. Dass die beiden dann auch noch das Finale gewannen und sich damit den zweiten Titelkampf innerhalb kürzester Zeit sicherten, ist aber eigentlich noch kein Grund, warum Apollo 55 nicht danach dran sein sollten. Den Grund dafür, lieferten die Time Splitters dann bei Power Struggle. Greifen wir dem Review schon mal vor und sprechen wir darüber, dass Forever Hooligans hier in nur etwas mehr als sechs Minuten von den Time Splitters entthront wurden. Kurz muss nicht immer schlecht sein, aber einen phänomenalen Kracher kriegt man in der Zeit natürlich auch nicht hin. Aber es war auf jeden Fall ein netter Start für die Show und ein schöner Erfolg für KUSHIDA und natürlich auch für Alex Shelley. Highlight des Kampfes war allerdings etwas, was schon vor dem Ringgong passierte, aber dazu gleich mehr!

Man kann jetzt darüber diskutieren, ob sechs Minuten für einen Titelkampf nicht ein bisschen zu kurz ist. Realistisch betrachtet ist das aber einfach mal wieder die berühmte Wrestlingblase. Nur weil es sich irgendwie eingespielt hat, dass ein Wrestlingkampf (abgesehen von Squash Matches) lange dauert, heißt das ja noch lange nicht, dass das auch immer so sein muss. Wenn man Wrestling mal als legitimen Sport betrachtet und ihn daher mit MMA oder Boxen vergleicht, dann gehen da auch nicht alle Kämpfe über die volle Distanz. Und nur weil man mal in einen Lucky Punch rein läuft oder durch eine Unachtsamkeit verliert, ist man noch lange nicht am Boden. Gerade bei den Titeln aus der zweiten Reihe fällt das auch kaum auf.

Nächster Pay-Per-View auf einem sehr hohen Level
Es ist schon beinahe undankbar, dass man auf eine perfekte Show, wie es King of Pro-Wrestling war, eine nächste Show folgen lassen muss. Diese steht automatisch im Schatten der vorherigen, aber New Japan hat es geschafft doch zumindest eine weitere sehr gute Show abzuliefern. Mein persönliches Highlight der Show passierte schon vor dem ersten Kampf. Wir wissen ja alle, was normalerweise passiert, wenn beispielsweise ein Nikolai Volkoff oder ein Lance Storm die Amerikaner dazu aufgerufen haben sich doch bitte für die Nationalhymne Russlands bzw. Kanadas von ihren Sitzen zu erheben. Behalten wir das mal im Hinterkopf und überlegen, was wohl passiert, wenn Alex Koslov die Fans in Japan dazu aufruft, für die russische Hymne aufzustehen. Es waren einfach so fantastische Bilder und ich würde zu gern wissen, was der Junge in diesem Moment gedacht hat. Auf jeden Fall stehen die Fans tatsächlich fast alle von ihren Sitzen auf und lauschen andächtig der fragwürdigen Gesangsperformance des Gimmick-Russen. Als dieser dann fertig war, gab es dann sogar noch Applaus. Das ist Japan!

Das Match habe ich ja bereits erwähnt und dann darauffolgende Ten Man Tag Team Match war halt einfach das typische CHAOS gegen jede Menge Babyfaces Match, um ein paar Leute auf die Card zu kriegen. Es folgte das Match einer kleinen Fehde, die sehr gut zu einem Singles Match im Tokyo Dome führen könnte. Minoru Suzuki und Yuji Nagata sind in der Vergangenheit immer wieder aneinander geraten und so auch in den letzten Wochen. Hier hatten sie nun Taichi und Ryusuke Taguchi mit dabei und Suzuki ließ sich etwas ganz besonderes einfallen, um Nagata zu demütigen. So war es zwar Suzuki, der Nagata mit dem Gotch-Style Piledriver außer Gefecht setzte. Aber anstatt ihn selber zu pinnen, schmiss er einfach seinen Partner auf Nagata, sodass das Junior Heavyweight Taichi hier Nagata pinnte. Wir dürfen gespannt sein, wo uns die Geschichte zwischen Suzuki und Nagata noch hin führt … und vergessen wir Masakatsu Funaki nicht. Wer damit nichts anfangen kann und wissen will, worauf ich anspiele, dem empfehle ich die Ausgabe #7 meiner Puro Praxis!

So langsam nahm die Show dann Fahrt auf, was die Bedeutung der einzelnen Kämpfe angeht, und so trat die Killer Elite Squad an, um ihre beim vorherigen Pay-Per-View gewonnenen IWGP Tag Team Titles gegen die ehemaligen Champions TenKoji zu verteidigen. Hätten Davey Boy Smith Jr. und Lance Archer hier verloren, wäre ihr Titelgewinn praktisch nichts wert gewesen und einfach als Zufall abgetan worden. Doch mit dem zweiten Sieg in Folge über die Legenden haben sich die beiden Gaijins als starke Macht in der Division etabliert. Das Match bei King of Pro-Wrestling war schon solide, mit einer starken Performance von Davey Boy Jr., und hier legte man dann nochmal eine Schippe drauf und präsentierte ein sehr unterhaltsames Match zwischen den beiden Teams aus zwei völlig unterschiedlichen Generationen. Bei den Fans in der Halle sind die beiden allerdings noch nicht ganz angekommen und brauchen noch mehr Aufwind, um sich einen größeren Namen zu machen. Eine Möglichkeit dafür wäre die World Tag League, aber der Start in dieses Turnier sieht nicht gerade berauschend aus.

Weiter ging es dann mit dem Kampf um den IWGP Junior Heavyweight Title zwischen Champion Low-Ki und dem gerade aus Mexiko zurückgekehrten Herausforderer Prince Devitt. Dieser Kampf war ein perfektes Beispiel für das große Motto dieser Show. Er war richtig gut, aber man hat von den beiden gegeneinander halt auch schon noch besseres gesehen. Versteht mich bloß nicht falsch, das war insgesamt eine sehr starke Show mit starken einzelnen Kämpfen. Aber betrachtet man jedes Match für sich und vergleicht es mit früheren Auflagen der Kämpfe, dann fehlte da meistens ein kleines Quentchen. Auf jeden Fall holte sich der Ire hier seinen Titel zurück und so wenig ich auch Devitt mit dem Titel sehen muss, umso mehr gespannt bin ich doch auf die Folge des ganzen. Ich möchte eigentlich wenig auf die Card für Wrestle Kingdom eingehen, da ich dem im Dezember eine eigene Ausgabe widmen will, aber es sei schon mal erwähnt, dass es am 4. Januar zu einer für New Japan total untypischen Matchart kommen wird, nämlich einem 3-Way Match zwischen den beiden und Kota Ibushi. Da bin ich extrem gespannt drauf, was die drei aus dem Match raus holen können und vor allem wie das Publikum im Tokyo Dome auf das Match reagieren wird. Denn traditionell kommen die Junior Matches im Dome nie gut an...

Weiter ging es mit dem nächsten Match der Laughter 7 Einführungskämpfe. Kazushi Sakuraba und Katsuyori Shibata werden weiterhin extrem stark dargestellt und setzten sich hier in gerade einmal fünf Minuten auch im Rückkampf gegen Togi Makabe und Wataru Inoue durch. Der Referee stoppte das Match hier, weil Sakuraba kurz davor stand Inoue den Arm auszukugeln. Nach dem Match brach dann das Chaos aus, denn Shibata und Makabe hatten sich durch das Publikum gebrawlt und mussten von diversen herbei eilenden Wrestlern getrennt werden. Im Ring ging es dann noch einmal zur Sache und es dürfte klar sein, dass Makabe mit den beiden noch lange nicht fertig ist. Nicht umsonst forderte er Shibata nach dem Match zu einem Match im Tokyo Dome heraus, das einen Tag später auf der Pressekonferent auch bestätigt wurde. In der Zwischenzeigt hat Laughter 7 auf der World Tag League Tour in Non-Tournament Action sowohl Jado & Gedo als auch Jushin Thunder Liger & KUSHIDA besiegen können. Am Finaltag werden die beiden noch einmal in den Ring steigen. Ihre Gegner hierfür stehen allerdings noch nicht fest.

Weiter ging es dann mit der zweiten und finalen Verteidigung des Koffers, der Kazuchika Okada einen Titelkampf im Tokyo Dome zusichert. Nachdem Karl Anderson sich beim letzten Pay-Per-View vergeblich daran versuchte, war es nun an Hirooki Goto den Rainmaker ein letztes Mal zu testen. Im G1 standen sich die beiden das letzte Mal gegenüber und damals konnte Goto den späteren Turniersieger pinnen, sodass dieses Aufeinandertreffen um den Koffer, den Okada schließlich für eben diesen Turniersieg bekam, mal wieder perfekt Sinn machte. Logik, es kann so einfach sein! Beide lieferten ab. Okada ist mittlerweile einfach so verdammt gut und ist ohne jede Frage ligenübergreifend der Aufsteiger des Jahres und zwar in allen Aspekten! Wrestlerisch hat er einen riesen Sprung gemacht, von der Position in den Cards ist er von Samoa Joes Kameramann zu einem der Top Stars überhaupt aufgestiegen und was Ausstrahlung angeht, hat er sich vom schüchternen Schuljungen zum alles überstrahlenden Rainmaker gewandelt. Für Goto ging es in diesem Match vor allem darum, sich möglichst teuer zu verkaufen, denn meine regelmäßigen Leser der Puro Praixs wissen schließlich, dass Goto ständig am Scheideweg zwischen Player und Bedeutungslosigkeit wandelt. Das wurde geschafft und trotz der Niederlage ist er weiter ein potentieller Herausforderer, der auch 2013 jederzeit wieder als glaubwürdiger Herausforderer auf den IWGP Heavyweight Title agieren kann.

Wie Goto musste auch Karl Anderson die zweite Niederlage in Folge bei einem Pay-Per-View einstecken und da die beiden im Vergleich zu King of Pro-Wrestling nur die Gegner getauscht haben und damit praktisch das gleiche Schicksal teilen, hat man sie auch gleich mal gemeinsam in die Tag League gesteckt, wo sie praktisch das einzige wirklich ausgegliche Team sind. Im Kampf gegen Shinsuke Nakamura ging es um den IWGP Intercontinental Title und irgendwie fühlte sich das Match komisch an. Fragt mich nicht warum, aber irgendwas stimmte da nicht. Was hier allerdings wieder mal auffällt, ist die unterschiedliche Mentalität der Wrestler. Ein Minoru Suzuki haut in einem Match irgendwo in der Mitte der Card niemals sein komplettes Arsenal raus, tut nur so viel, dass es ein gutes, ansehnliches Match wird, und hebt sich den richtig starken Scheiß für die Main Events auf. Völlig anders die beiden beiden in diesem Match. Okay, es war zwar der Co-Main Event, aber muss ich in einem nicht übermäßig wichtigem Match unbedingt die Gun Stun auf die Absperrung raus hauen und das auch noch irgendwo mitten im Match?

Der Main Event war dann ein typischer Tanahashi Main Event, was ein komplett anderes Match ist als das Duell gegen Suzuki bei King of Pro-Wrestling. So richtig hat man Yujiro Takahashi natürlich nicht abgekauft, dass er in diesem Match eine Chance haben würde und das führte gerade in der ersten Hälfte des Kampfes dazu, dass das japanische Publikum noch reservierter reagierte als sowieso immer. Doch mit der Zeit erarbeiteten sich die beiden die Reaktionen und mit der Zeit hatten sie sie wirklich soweit, dass Yujiro seinen Finisher, den Tokyo Pimp Drop, durchbrachte und die Zuschauer beim Kickout von Tanahashi so reagierten, als hätte es das wirklich gewesen sein können. Ich bin kein großer Fan dieses Kampfes gewesen, da Yujiro einfach noch nicht so weit ist, um auf diesem Level zu wrestlen, aber es war mehr als solide und als Übergangstitelverteidigung war's ganz nett.
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