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Prophecy's Puro Praxis #23 - Anderson ist Big in Japan!

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Kolumne
Ausgabe

"Prophecy's Puro Praxis #23 - Anderson ist Big in Japan!" von Prophecy
Der zweite Pay-Per-View des Jahres liegt bereits hinter uns und ich werde nicht müde zu erwähnen, was für eine Welt zwischen den Rollen der beiden ehemaligen Tag Team Partner Tensai und Karl Anderson liegt. Es mag sich wie ein Seitenhieb auf WWE anhören, aber eigentlich ist es viel mehr ein Hinweis darauf, wie das Leben halt manchmal so spielt. Keiner hatte Anderson vor einem Jahr zugetraut, dass er auch nur annähernd auf so ein Level kommen könnte und jetzt ist er der beliebteste Gaijin im japanischen Wrestling. Damit nun mitten rein in die aktuelle Sprechstunde bei eurem einzig wahren Propheten!

Der Himmel ist die Grenze
So scheint es momentan zumindest für New Japan Pro Wrestling zu sein. Es läuft einfach und jeder Indikator deutet auf ein eindeutiges Wachstum. Die komplette erste Tour des Jahres war ausverkauft und bei The New Beginning mussten in Hiroshima sogar 1.000 Fans an der Tür abgewiesen werden, da die Halle schon hoffnungslos überfüllt war. Doch noch beeindruckender sind die Zahlen von der iPPF-Front. Als man im vergangenen September mit nur wenigen Tagen Vorlaufzeit das Experiment startete, holte man gleich 23.000 Käufer. Die folgenden iPPVs holten alle so zwischen 50.000 und 60.000 Käufern. Mit der japanischen WrestleMania am 4. Januar im Tokyo Dome erreichte man dann zum ersten Mal eine sechsstellige Zahl. Wenn man nun der Logik, wie man sie auch von WWE kennt, folgt, hätte der nächste iPPV eigentlich wieder unter die Marke von 60.000 sinken müssen … so wie es nach WrestleMania auch immer ist. Nix da! The New Beginning, eine Show ohne groß aufgebauten Main Event, erreichte schon live eine Zahl von 89.890 Käufern, wozu noch ein paar Tausend hinzu kommen werden, die sich die Show im Nachklang noch bestellen werden.

Das ist eine fantastische Zahl und zeigt eindrucksvoll das Potential der iPPVs in Japan. Das Land der aufgehenden Sonne hat keine Tradition in Sachen reguläre PPVs und ist dabei sogar noch „rückständiger“ als Deutschland. Nur ein kleiner Teil der Japaner hat überhaupt die notwendige Hardware zu Hause, um sich reguläre PPVs zu kaufen. Einen Computer mit Internetanschluss hat dagegen so gut wie jeder zu Hause. Mit jedem iPPV werden sich die Fans mehr an die neue Technik gewöhnen und auch immer mehr die Angst vor der Technik verlieren und es einfach mal ausprobieren. Damit hat New Japan eine Einnahmequelle erschlossen, die ungeahntes Potential bietet. Doch die Gewöhnung an die Technik kann nicht der einzige Grund für den Anstieg auf mehr als 90.000 Käufern für einen regulären iPPV sein. Wer möchte denn ernsthaft bestreiten, dass dies ein klarer Indikator dafür ist, dass New Japan immer weiter wächst? Wenn 90.000 Käufer tatsächlich der neue Unterwert für iPPVs sein sollte und die Zuschauerzahlen konstant so hoch bleiben, dann wird New Japan ohne jede Frage die am stärksten wachsende Wrestlingliga des Jahres … was sie eigentlich schon 2012 waren.

Alle Indikatoren deuten auf jeden Fall darauf hin, dass New Japan auf dem besten Weg ganz steil nach oben ist und welche Promotion kann das weltweit schon von sich behaupten?

The New Beginning 2013
Doch genug der Andeutungen, kommen wir nun zur Show an sich. Im Main Event standen sich wie mittlerweile wohl allgemein bekannt Hiroshi Tanahashi und Karl Anderson im Kampf um den IWGP Heavyweight Title gegenüber. Warum kam es zu dem Kampf? So wirklich gut aufgebaut hatte man Anderson nämlich nicht gerade. Eigentlich war er sogar der schwächste Herausforderer seit Kazuchika Okada vor genau einem Jahr. Denn so sehr ihn die Japaner mittlerweile auch als guten Worker mögen, aber eine Chance hat ihm hier niemand gegeben. Denn eigentlich hat er jedes große Singles Match im vergangenen Jahr verloren. Immer mal wieder gab es einen kleinen Überraschungssieg, doch am Ende konnten die Gegner diesen jedes Mal wieder wett machen. Und auch bei der letzten Großveranstaltung konnte er sich eigentlich nicht für größeres empfehlen, unterlag er doch an der Seite von Hirooki Goto den Tag Team Champions. Warum also hat er den Kampf bekommen? Schuld soll hier Tanahashi gewesen sein, der mehrere gute Gründe hatte, um einen Kampf gegen Anderson zu fordern. Uneigennützig war sicherlich der Grund, dass er als Lockerroom Leader und auch viele andere Anderson einfach dafür belohnen wollten, dass er im Jahr 2012 mehrere Angebote von WWE ausgeschlagen hat. So ganz uneigennützig war es dann aber auch nicht. Denn immerhin hatte Tana noch etwas gut zu machen, hatte er doch im G1 Climax im vergangenen Jahr klar gegen Anderson verloren. Und wie wir das dritte Argument nun bewerten, überlasse ich jedem selbst. Denn Tanahashi und Anderson sind mittlerweile gute Freunde geworden und das wird sicherlich auch mit rein gespielt haben.

4.780 Fans füllten die Halle in Hiroshima bis auf den letzten Platz und noch darüber hinaus, sodass man wieder einmal nicht nur No Vacancy, sondern die allseits beliebte Super No Vacancy vermelden konnte. Doch eine volle Halle macht noch lange kein großartiges Publikum! Das merkte man auch bei dieser Show, die wrestlerisch wieder einmal auf einem sehr hohen Level war (wenn auch nicht auf Tokyo-Dome-Level). Doch das alles nützt nichts, wenn das Publikum nicht mit geht. Darunter leiden dann auch die Matches, weil auch am Bildschirm keine Stimmung rüber kommen will. Was der Grund für die ausbleibende Stimmung ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Wobei es naheliegend ist, dass es einfach kalt gewesen sein könnte. Denn in Japan sind viele der alten Arenen mit einer völlig unzureichenden Heizungsanlage ausgestattet. Wie das nun in Hiroshima ist, dazu kann ich nichts sagen, aber es wäre zumindest eine Erklärung.

Umso beeindruckender war dann wie Tanahashi und Anderson es schafften das Publikum mit der Zeit davon zu überzeugen, dass der Amerikaner vielleicht doch eine Chance haben könnte. So gewannen sie Minute für Minute das Publikum immer mehr für sich. Spätestens zur Hälfte des Kampfes war das Publikum dann voll dabei und erlebte so einen weiteren Match of the Year Candidate von New Japan! Es ist immer wieder unglaublich zu sehen, wie Tanahashi es schafft seine Gegner so scheiße gut aussehen zu lassen. Anderson hat das Match zwar verloren, aber er sah in diesem Match wie ein verdammter Superstar aus und hatte das Publikum über weite Strecken das Kampfes auf seiner Seite. Das sehen einige Kritiker von Tanahashi ja gerne immer wieder als Beleg dafür, dass die Fans genug von Tanahashi haben. Doch das ist zu kurz gedacht. Wie man nämlich an diesem Kampf perfekt belegen kann, war der genau dafür aufgebaut, dass die Fans sich hinter dem unmenschlich hart kämpfenden Herausforderer versammeln. Ein weiterer wichtiger Punkt, warum Tanahashi für mich ohne Frage der beste Wrestler unserer Zeit ist!

Die Tatsache, dass so gut wie kein Zuschauer während der immerhin fast 30 Minuten andauernden Siegesfeier von Tanahashi die Halle verlassen hat, sollte seine Kritiker endgültig zum Schweigen bringen.

CHAOS vs. Suzuki Army
Im Co Main Event und dem drittletzten Kampf des Abends trafen die beiden Heel Stables von New Japan aufeinander. Bei WWE wäre das wohl undenkbar bzw. würde jede Menge Verwirrung bei den Fans stiften. Doch die Fans des japanischen Wrestlings ticken halt ein bisschen anders. Hier wird Heels eben aus der nötige Respekt gezollt. Sie benehmen sich aber auch nicht so total kindisch wie häufig in anderen Ländern. Zudem hat man mit Shinsuke Nakamura sowieso einen absoluten Tweener als Leader von CHAOS. Der Typ ist einfach überhaupt nicht fassbar und hat sowieso einen großen Fanstamm, sodass man das schon mal machen kann. So war er in seinem Kampf gegen Kengo Mashimo auch ganz klar derjenige, der die Fans auf seiner Seite hatte. Das Match war sehr schön anzusehen, es litt aber leider unter dem riesengroßen Unterschied im Standing der beiden Wrestler. Mashimo ist halt nicht mal ansatzweise auf dem Level, um überhaupt für einen Überraschungssieg gegen Shinsuke in Frage zu kommen. So holte sich der amtierende Intercontinental Champion dann auch erwartungsgemäß den Sieg in diesem Match.

Deutlich spannender war da schon das Aufeinandertreffen von Kazuchika Okada und Minoru Suzuki. Beide kamen mit einer Niederlage von der letzten Großveranstaltung und beide begegneten sich hier absolut auf Augenhöhe. Die Story dieses Kampfes waren Suzukis und Taichis Attacken auf den Rainmaker-Arm von Okada. Taichi, der auf Grund der Folgen eines Autounfalls gerade nicht wrestlen kann, war mit seinen Krücken am Ring und scheute sich auch nicht diese einzusetzen. Der Typ ist einfach so perfekt in seiner Rolle als kleiner Troll an der Seite von Suzuki. Er hat einfach eine Art, mit seinen Eingriffen das Match nicht runter zu ziehen. Trotzdem hat er einen klaren Effekt auf das Match, sowohl mit seinen Attacken mit der Krücke als auch in der Situation als er den Referee ablenkte, als Suzuki gerade in einem Kneelock gefangen war. Der Sieg war also nicht ganz so klar wie er auf dem Papier vielleicht wirkte. So oder so wird Okada die Niederlage, die er nach dem Gotch-style Piledriver einstecken musste, nicht wirklich schaden. Allein schon, wenn man die Parallele zu anderen Kampfsportarten zieht, da passiert es auch immer wieder, dass jemand ein großes Match verliert und dann darum kämpft oben dran zu bleiben. So ergeht es jetzt halt auch Okada.

Die Fehde der beiden Stables wird auf jeden Fall weiter gehen, forderte Lance Archer doch den IC Champion zu einem Titelkampf heraus. Die Vermutung liegt nahe, dass Archer als Übergangsgegner für ein Duell Nakamura gegen Suzuki herhalten muss. CHAOS gegen Suzuki Army hat auf jeden Fall eine schöne Dynamik, weswegen ich gespannt darauf bin wie es hier weiter geht. Apropos Lance Archer. Dieser konnte an der Seite von Davey Boy Smith Jr. die IWGP Tag Team Titles gegen TenKoji verteidigen. Zwischen diesen beiden Teams stimmt einfach die Chemie, sodass auch hier hier wieder ein ansehnliches Match heraus kam. Nach einer Lariat hatte Satoshi Kojima Archer fast gepinnt, doch TAKA Michinoku zog den Referee aus dem Ring.
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